Bei der vorliegenden Arbeit, die sich eine möglichst umfassende und differenzierte Analyse der bildungsbedingten Veränderungen der Gesundheit im höheren Lebensalter zum Ziel gesetzt hat, handelt es sich um eine Replikationsstudie. Eine themengleiche Untersuchung wurde 2011 von Liliya Leopold und Henriette Engelhardt durchgeführt. Ihre Studie hat auf den ersten zwei Wellen des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) basiert. Insgesamt haben sie festgestellt, dass Divergenz (Vergrößerung) als das Hauptmuster bildungsbedingter Gesundheitsunterschiede im Alter angesehen werden kann. Den konvergierenden und kontinuierlichen Verläufen kommt eine eher untergeordnete Rolle zu. Mittlerweile wurden vier weiteren Befragungswellen abgeschlossen, was die Überprüfung der von den Autorinnen berichteten Forschungsergebnisse ermöglicht.
Die Hauptfragestellung der vorliegenden Arbeit lautet: Welches Verlaufsmuster dominiert bei der bildungsbedingten gesundheitlichen Ungleichheit im höheren Lebensalter? Die systematische Beantwortung dieser Frage fängt mit der Klärung der zentralen Begriffe „Gesundheit“ und „Krankheit“ an. Im Anschluss werden die theoretischen Ansätze und der Forschungsstand zum Einfluss der Bildung auf die Gesundheit sowie zu den drei Thesen des bildungsspezifischen gesundheitlichen Abbaus im Alter erörtert. Darauf aufbauend werden die Forschungshypothesen formuliert. Kapitel drei gibt einen Überblick über die Datenbasis der vorliegenden Untersuchung, über die Operationalisierung der verwendeten Variablen sowie über die Analysemethoden. Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse der deskriptiven und der multivariaten Analyse dargestellt. In der Schlussbetrachtung werden die wichtigsten Befunde der vorliegenden Untersuchung kurz zusammengefasst und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theorie und Forschungsstand
- Mehrperspektivische Definitionen von Gesundheit und Krankheit
- Einfluss der Bildung auf die Gesundheit
- Bildungsbedingte Veränderung der Gesundheit im Alter
- Ableitung von Hypothesen
- Empirisches Vorgehen
- Datengrundlage
- Samplezuschnitt und Operationalisierung
- Methoden
- Ergebnisse
- Deskriptive Analyse
- Multivariate Analyse
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt auf eine umfassende und differenzierte Analyse der bildungsbedingten Veränderungen der Gesundheit im höheren Lebensalter. Die Arbeit ist eine Replikationsstudie, die auf den Daten des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) basiert. Die Hauptfragestellung lautet: Welches Verlaufsmuster dominiert bei der bildungsbedingten gesundheitlichen Ungleichheit im höheren Lebensalter?
- Definitionen von Gesundheit und Krankheit aus unterschiedlichen Perspektiven (medizinisch, individuell, gesellschaftlich)
- Theoretische Ansätze und Forschungsstand zum Einfluss von Bildung auf die Gesundheit
- Analyse der Entwicklung bildungsbedingter Gesundheitsunterschiede im Alter
- Empirische Untersuchung der gesundheitlichen Ungleichheit im Zusammenhang mit Bildung
- Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der gesundheitlichen Ungleichheit im Zusammenhang mit Bildung ein und stellt die Relevanz der Forschungsfrage sowie den wissenschaftlichen Hintergrund dar. Das zweite Kapitel befasst sich mit verschiedenen Definitionen von Gesundheit und Krankheit sowie mit den theoretischen und empirischen Ansätzen zur Erklärung der gesundheitlichen Ungleichheit. Es beleuchtet insbesondere den Einfluss der Bildung auf die Gesundheit und die Entwicklung bildungsbedingter Gesundheitsunterschiede im Alter. Das dritte Kapitel beschreibt das empirische Vorgehen der Studie, einschließlich der Datengrundlage, der Operationalisierung der Variablen und der angewendeten Analysemethoden. Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der deskriptiven und der multivariaten Analyse, die Aufschluss über die Entwicklung der gesundheitlichen Ungleichheit im Zusammenhang mit Bildung im höheren Lebensalter geben. Die Schlussbetrachtung fasst die wichtigsten Befunde der Studie zusammen und diskutiert ihre Implikationen.
Schlüsselwörter
Gesundheitliche Ungleichheit, Bildung, Alter, Lebensverlauf, Gesundheitsverhalten, Morbidität, Mortalität, SHARE, Replikationsstudie, Multivariate Analyse, Deskriptive Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst Bildung die Gesundheit im Alter?
Die Studie untersucht, ob sich Gesundheitsunterschiede zwischen Bildungsschichten im Alter vergrößern (Divergenz), verringern (Konvergenz) oder gleich bleiben (Kontinuität).
Was ist das Hauptergebnis der Replikationsstudie?
Die Untersuchung bestätigt weitgehend die Divergenzthese: Bildungsbedingte Gesundheitsunterschiede nehmen im höheren Lebensalter tendenziell zu.
Welche Datenbasis wurde für die Untersuchung genutzt?
Die Analyse basiert auf den Daten des „Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe“ (SHARE), wobei sechs Befragungswellen einbezogen wurden.
Wie werden „Gesundheit“ und „Krankheit“ in der Arbeit definiert?
Die Begriffe werden mehrperspektivisch aus medizinischer, individueller und gesellschaftlicher Sicht geklärt, um eine differenzierte Analyse zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt das Gesundheitsverhalten?
Das Gesundheitsverhalten (z. B. Ernährung, Bewegung) wird als ein wichtiger Mechanismus betrachtet, über den Bildung die Morbidität und Mortalität beeinflusst.
Welche Analysemethoden kamen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt sowohl deskriptive Statistik als auch multivariate Analyseverfahren, um den Einfluss der Bildung auf den Gesundheitszustand zu isolieren.
- Quote paper
- Elena M. (Author), 2018, Bildung und gesundheitliche Ungleichheit im höheren Lebensalter. Eine Überprüfung der Divergenz-, Konvergenz- und Kontinuitätsthesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448192