Wir alle kennen den Begriff Klima, doch was genau verbirgt sich dahinter? Sehe ich das Klima wenn ich aus dem Fenster schaue? Wie wird Klima definiert und welche Messwerte dienen der Bestimmung? Folgende Ausführungen werden diese grundsätzlichen Fragen beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Was ist Klima
1.2 Differenzierung von Klimaten
2 Zum Klima Thüringens allgemein
2.1 Niederschlag
2.2 Temperatur
3 Klimaentwicklung
4 Nutzung des Naturraumes
5 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Klima des Bundeslandes Thüringen unter Berücksichtigung geographischer Einflussfaktoren und analysiert deren Auswirkungen auf die Nutzung des Naturraumes sowie die aktuelle Klimaentwicklung.
- Grundlagen der Klimadefinition und Differenzierung
- Klimatische Besonderheiten des Naturraumes Thüringen
- Einfluss von Niederschlag und Temperatur auf regionale Gegebenheiten
- Globale Klimaveränderungen und ihre lokale Relevanz
- Wechselwirkung zwischen klimatischen Bedingungen und landwirtschaftlicher Nutzung
Auszug aus dem Buch
2.2 Temperatur
Das Süd-Nord-Profil durch Thüringen zeigt auch, dass die durchschnittlichen Temperaturen im Thüringer Wald niedriger sind als im Thüringer Becken (Anlage 6). Dies ist bezeichnend, da die Temperaturen mit zunehmender Höhe abnehmen, ca. 0,6 °C pro 100m. Diesen grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Temperatur und Höhenlage verdeutlicht ein weiterer Vergleich. Das Meininger Becken liegt höher als das Thüringer Becken und ist kühler (Anlage 7). Es fällt auf, dass die Jahresschwankung mit zunehmender Höhe geringer werden. Dies hängt mit Temperaturinversionen zusammen. Hochdruckwetterlagen im Winter verursachen oftmals eine Umkehr, bei der die Temperatur mit zunehmender Höhe steigt statt sinkt. In den Talkesseln bilden sich „Kälteseen“. Die kalte schwerere Luft sammelt sich am Boden und in der Höhe weht bereits mildere Luft. An der Grenze bildet sich oft Dunst oder Hochnebel. Die schadstoffhaltige Luft unten wird nicht wie sonst mit dem Wind weggetragen und kann auch nicht weiter aufsteigen, da ihre Temperatur immer noch geringer ist als die der oberen Luftmasse. Es kommt zur Smoganreicherung in Industrieräumen und stark besiedelten Gebieten wie Jena und auch Erfurt (Anlage 8).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die grundlegende Definition von Klima und Wetter ein und erläutert die methodische Differenzierung zwischen globalen, regionalen und lokalen Klimazonen.
2 Zum Klima Thüringens allgemein: Hier werden die klimatischen Besonderheiten Thüringens analysiert, wobei insbesondere der Einfluss des Reliefs, des Niederschlags und der Temperatur auf die verschiedenen Naturräume im Vordergrund steht.
3 Klimaentwicklung: Das Kapitel befasst sich mit den globalen Klimaveränderungen, dem Treibhauseffekt und der spezifischen Auswirkung dieser Prozesse auf das thüringische Klima.
4 Nutzung des Naturraumes: Dieser Abschnitt beschreibt, wie klimatische Geofaktoren die landwirtschaftliche Nutzung und die landwirtschaftliche Flächengestaltung in Thüringen maßgeblich bestimmen.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der klimatischen Vielfalt Thüringens und der daraus resultierenden vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Naturraumes unter Berücksichtigung eines gestiegenen Umweltbewusstseins.
Schlüsselwörter
Thüringen, Klima, Wetter, Temperatur, Niederschlag, Klimawandel, Naturraum, Landwirtschaft, Höhenlage, Temperaturinversion, Thüringer Wald, Thüringer Becken, Treibhauseffekt, Geofaktoren, Klimastation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den klimatischen Bedingungen im Bundesland Thüringen und wie diese den Naturraum sowie dessen landwirtschaftliche Nutzung beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die physikalisch-geographischen Grundlagen des Klimas, die regionale Ausprägung von Wetterelementen in Thüringen sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für die klimatische Vielfalt Thüringens zu schaffen und aufzuzeigen, wie Geofaktoren, insbesondere das Relief, klimatische Unterschiede bedingen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse geographischer Sachverhalte, ergänzt durch die Auswertung von Klimadaten, Profilen und phänologischen Beobachtungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung von Klimaten, die detaillierte Betrachtung von Niederschlag und Temperatur, die globale Klimaentwicklung und die daraus resultierende Nutzung des Naturraumes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Thüringen, Klima, Niederschlag, Temperaturinversion, Landwirtschaft und Klimawandel.
Warum spielt die Höhenlage für das Klima in Thüringen eine so wichtige Rolle?
Die Höhenlage beeinflusst die Temperatur signifikant (Abnahme um ca. 0,6 °C pro 100m) und führt durch Luv- und Lee-Effekte an den Mittelgebirgen zu einer ungleichen Verteilung der Niederschläge.
Was versteht man im Kontext der Arbeit unter einer Temperaturinversion?
Dabei handelt es sich um eine Wetterlage, bei der die Temperatur mit zunehmender Höhe steigt statt sinkt, was in Talkesseln zur Bildung von sogenannten „Kälteseeen“ und Dunstfeldern führen kann.
Warum wird das Thüringer Becken als Gunstraum für die Landwirtschaft bezeichnet?
Aufgrund der klimatisch begünstigten Lage, charakterisiert durch mildere Temperaturen und einen Regenschatten, bietet das Becken optimale Voraussetzungen für den Anbau anspruchsvoller Kulturpflanzen.
- Arbeit zitieren
- Enneriema Aunerz (Autor:in), 2012, Der Naturraum Thüringen und seine Nutzung. Zum Klima allgemein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448496