In dieser Seminararbeit geht es um die Darstellung von Exchange Traded Funds (kurz: ETF). Diese wurde im Rahmen des Bankbetriebswirtes an der Frankfurt School of Finance & Management erstellt.
Zunächst beschäftigt sich der Autor mit der Definition und der Funktionsweise dieser Anlageform. Im Anschluss geht er auf die Historie sowie die Entwicklung des Vermögens ein. Ein letzter Bestandteil des ersten Kapitels ist die Entstehung und Zurücknahme von ETF-Anteilen innerhalb des Creation-Redemption-Prozesses.
Im zweiten Kapitel erört er Vor- und Nachteile der passiv gemangten Indexfonds. Er wird hier den Vergleich mit klassischen Investmentfonds anstellen. Da oft nur die Vorteile bekannt sind, möchte er vor allem die Nachteile näher beleuchten. Hierzu wird der Artikel „Im Schatten der Aufseher“ herangezogen, welcher auf Missstände im Hinblick auf die Regulatorik aufmerksam macht. Ebenso gewährt dieser einen Einblick hinter die Kulissen eines ETFs.
Im darauffolgenden Kapitel gibt der Autor einen Einblick in die aktuelle Entwicklung des ETF-Markts in Europa. Dabei möchte er mit aktuellen Zahlen die Aufteilung der Marktanteile innerhalb der EFT-Anbieter darstellen. Neben den klassischen ETFs möchte er den Trend zu „Smart Beta-ETF’s“ aufzeigen und Unterschiede deutlich machen. Hierzu wird ein Beispiel ausgewählt.
In der Schlussbemerkung erfolgt eine kurze Zusammenfassung der recherchierten Darstellungen. Abschließend erfolgt eine persönliche Stellungnnahme zu Indexfonds schildern.
Inhaltsverzeichnis
3. Einleitung
4. Exchange Traded Funds
4.1. Definition
4.2. Funktionsweise
4.3. Geschichte
4.4. Creation-Redemption-Prozess
5. Vor- und Nachteile der Exchange Traded Funds – im Vergleich mit klassischen Publikumsfonds
5.1. Vorteile
5.2. Nachteile
6. Aktuelle Entwicklung des ETF-Markts
7. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) zu geben. Dabei steht die Untersuchung ihrer Funktionsweise, ihrer historischen Entwicklung sowie eine kritische Gegenüberstellung von Chancen und Risiken im Vergleich zu aktiv verwalteten Publikumsfonds im Vordergrund.
- Definition und grundlegende Funktionsweise von ETFs
- Historischer Kontext der Indexfondsentwicklung
- Detaillierte Analyse des Creation-Redemption-Prozesses
- Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile gegenüber aktiven Investmentfonds
- Analyse der aktuellen Marktentwicklung und des Trends zu "Smart Beta"-ETFs
Auszug aus dem Buch
4.2. Funktionsweise
Der aktiv gemanagte Investmentfonds versucht mit einer klar definierten Strategie seinen Vergleichsindex/Benchmark zu schlagen. Der ETF hingegen orientiert sich auch an einem vorgegebenen Index. Hierbei ist aber eine Replizierung des Index oberste Priorität. Abweichungen im Vergleich zum Vergleichsindex werden anhand der Kennzahl Tracking Error (TE) gemessen.
Bei der Replizierung des Indizes gibt es zwei gängig Methoden. Diese unterscheiden sich in physische (auch direkt genannt) und synthetische (auch indirekt genannt) Replikation.
Bei einer direkten Replikation werden die enthaltenen Titel des Indexes in der entsprechenden Gewichtung in den Fonds gekauft. Der ETF befindet sich dadurch im physischen Besitz der Indexkomponenten und ist so ein genaues Abbild des Index. ETFs mit physischer Replizierung zeichnen sich durch einen niedrigen Tracking-Error (kurz TE) aus. Man spricht hierbei auch von der „Full-Replication-Methode“. Werden lediglich die Aktien mit der höchsten Gewichtung, bzw. einer „repräsentativen“ Gewichtung, gekauft spricht man von der sog. „Representative Sampling Strategie“. Da tendenziell weniger Einzeltitel in diesem Portfolio sind sind die Kosten niedriger.
Die zweite Möglichkeit der Nachbildung ist die synthetische Replikation. Im Gegensatz zur direkten Replikation basiert diese Variante überwiegend auf Derivaten, wie, z.B. Swap- oder Future-Geschäften. Diese Instrumente dienen zur Nachbildung der Wertentwicklung des Index. Bei einem Swap-ETF sichert der Swap-Partner die Wertentwicklung des ETF-Portfolios und erhält dafür die Wertentwicklung des ETF, welches sich mit einem Sicherheitenkorb entsprechend absichert. Durch Swap-Geschäfte lassen sich Indizes exakter abbilden. Dies hat einen niedrigen Tracking Error zur Folge. Ebenso lassen sich anhand der physischen Replikation manche Basiswerte „nicht ökonomisch kaufen“, sodass eine Nachbildung nur anhand einer synthetischen Replikation erfolgen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
3. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der ETFs ein, beleuchtet die Motivation hinter der Arbeit und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.
4. Exchange Traded Funds: Dieses Kapitel definiert ETFs, erläutert ihre Funktionsweise durch verschiedene Replikationsmethoden, skizziert ihre historische Genese und beschreibt den Creation-Redemption-Prozess.
5. Vor- und Nachteile der Exchange Traded Funds – im Vergleich mit klassischen Publikumsfonds: Hier werden die spezifischen Vor- und Nachteile von ETFs gegenüber klassischen, aktiv gemanagten Fonds im Hinblick auf Kosten, Transparenz und Liquidität abgewogen.
6. Aktuelle Entwicklung des ETF-Markts: Das Kapitel beleuchtet das Marktwachstum und thematisiert den aufkommenden Trend zu "Smart Beta"-ETFs als Erweiterung der klassischen ETF-Anlage.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer persönlichen Einschätzung des Autors zur Rolle von ETFs im heutigen Marktumfeld ab.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, Indexfonds, passive Anlage, Replikationsmethode, Tracking Error, Creation-Redemption-Prozess, Gesamtkostenquote, Smart Beta, Finanzmarkt, Investmentgesetz, Liquidität, Fondsmanagement, Marktentwicklung, Wertpapierportfolio, Anlegerschutz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Analyse von börsengehandelten Indexfonds, den sogenannten Exchange Traded Funds (ETFs).
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Definition und Funktionsweise von ETFs, deren historische Entwicklung, der Prozess der Anteilserstellung (Creation-Redemption), sowie der Vergleich zu klassischen Investmentfonds.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, einen fundierten Überblick über ETFs als Anlageklasse zu geben und deren Stärken sowie Schwächen kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Brancheninformationen, um einen strukturierten Überblick über das Thema zu geben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den technischen Grundlagen der Replikation (physisch vs. synthetisch) auch die Vor- und Nachteile gegenüber aktiven Fonds sowie aktuelle Trends wie Smart Beta untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind ETFs, passive Anlage, Replikation, Tracking Error, Smart Beta, Kostenstruktur und Transparenz.
Wie unterscheidet sich die physische von der synthetischen Replizierung?
Bei der physischen Replikation kauft der ETF die im Index enthaltenen Wertpapiere direkt, während bei der synthetischen Replikation die Wertentwicklung über Derivate, wie etwa Swap-Geschäfte, abgesichert wird.
Was besagt die Kritik im Hinblick auf Smart Beta-ETFs?
Die Kritik fokussiert sich darauf, dass diese Produkte die Grenzen zwischen aktivem und passivem Management verwischen und somit nicht mehr als "echte" klassische Indexfonds betrachtet werden könnten.
- Arbeit zitieren
- Andreas Farda (Autor:in), 2018, Exchange Traded Funds. Eine Darstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448614