Daheim zwischen den Büchern. Lesedarstellungen in Markus Zusaks "Die Bücherdiebin"


Bachelorarbeit, 2013
27 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Das kindliche Leseerlebnis
2.2. Lesen gegen das Regime: Markus Zusaks Roman Die Bücherdiebin
2.2.1. Die Welt der Bücher
2.2.1.1. Bücherbesitz und seine Bedeutung
2.2.1.2. Bücher: gestohlen, gerettet, geschenkt
2.2.2. Leseerfahrungen
2.2.2.1. Lesen lernen
2.2.2.2. Lesemotivation
2.2.2.3. Leseverhalten
2.2.2.4. Vorlesen
2.2.3. Lesen und Schreiben
2.2.3.1. Briefe
2.2.3.2. Schreiben als Therapie

3. Resümee

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Mit einiger Distanz betrachtet ist das Lesen von Büchern eine merkwürdige Tätigkeit. Was bringt Menschen dazu, stundenlang still zu sitzen oder zu liegen und auf einen gebundenen Stapel bedruckten Papiers zu schauen?“ [1], fragt sich Günther Stocker in seinem grundlegenden Werk Vom Bücherlesen. Zur Darstellung des Lesens in der deutschsprachigen Literatur seit 1945, in dem er sich der Kulturtechnik des Lesens zuwendet und anhand fünf exemplarischer Studien aufzuzeigen versucht, wie sich die Literatur angesichts der Konkurrenz durch moderne Medien auf eine gewisse Selbstreferenzialität zurückgezogen hat. Dabei stellt sich heraus, dass die Frage nach der Bedeutung des Lesens bzw. der Literatur, die von einer Leitkultur des Bürgertums zum schlichten Unterhaltungsmedium geworden ist und als solches – insbesondere was die kindliche oder jugendliche Lektüre betrifft – mit vielen moderneren Medien konkurrieren muss, oft durch die Literatur selbst zu beantworten versucht wird. Dementsprechend kann die Auseinandersetzung mit literarischen Lesedarstellungen einen ganz neuen Blick auf das Lesen und seine Geschichte eröffnen.

Diese Rückbesinnung auf Selbstreflexion und –thematisierung der Literatur ist auch Gegenstand dieser Arbeit und soll spezifisch in Hinblick auf das Genre der Kinder- und Jugendliteratur untersucht werden.

Anhand des Romans Die Bücherdiebin von Markus Zusak soll – angelehnt an die exemplarischen Untersuchungen Stockers – analysiert werden, wie das Lesen im Allgemeinen und die kindliche Leseerfahrung im Besonderen abgebildet werden. Folgende Fragen gilt es dabei zu klären: Auf welche Weise erfolgt die Darstellung der Leseerfahrung im Roman? Welche Bedeutung kommt dem Lesen von Büchern hier für das Individuum und für die Gesellschaft zu? Welche Gefühle, Gedanken, Ideen und Eindrücke sind mit der Lektüre verbunden? Und inwieweit können sie den Blick auf das Lesen verändern?

Aufgrund des Mangels an vorhandener Sekundärliteratur wird die Analyse gänzlich am Primärtext selbst stattfinden.

2. Hauptteil

2.1. Das kindliche Leseerlebnis

Für ein besseres Verständnis der nachfolgenden Analyse der Lesedarstellung in Die Bücherdiebin soll zunächst ein kurzer Überblick über die kindliche Leseerfahrung im Allgemeinen gegeben werden.

Wie Günther Stocker in seinem Text beschreibt, fallen die „intensivsten Leseerlebnisse […] meist in die Phase der Kindheit und Jugend“.[2] Dementsprechend setzen sich viele Autoren und Autorinnen immer wieder mit der kindlichen bzw. jugendlichen Lektüre auseinander – „sei es in Form persönlicher Leseerinnerungen, sei es in Form fiktionaler Texte“ 2 – wobei das kindliche Lesen tatsächlich natürlich nur sehr schwer zu erfassen ist und größtenteils anhand biographischer Erinnerungen von Erwachsenen nachzuvollziehen versucht wird. Dabei kristallisiert sich vor allem heraus, dass das kindliche Lesen häufig in einem tief versunkenen, nahezu entrückten Zustand stattfindet: „Kinder lesen mit höchster Konzentration, sind während der Lektüre aus ihren alltäglichen Zusammenhängen herausgerissen und für die Außenwelt unansprechbar. […] Kinder befinden sich beim Lesen in einer Symbiose mit dem Text, die […] oft in räumlichen Bildern, als Eintritt in eine andere Welt, als Eintauchen oder Versinken in das Buch beschrieben wird.“ [3] Diese Intensivität des Leseerlebnisses lässt sich auch bei der Protagonistin von Markus Zusaks Roman beobachten, wie später noch beschrieben werden wird; genauso verhält es sich mit dem „suchtartige[n], triebhafte[n] und phasenweise exzessive[n] Charakter des Lesens“, der „für das Leseverhalten bis zur Pubertät charakteristisch ist.“ [4]

Kennzeichnend für den Umgang von Kindern mit fiktionaler Literatur sind neben der Fähigkeit, alles um sich herum auszublenden und einem oft triebartigen Leseverhalten außerdem die Flucht in literarische Ersatzwelten oder die Wunscherfüllung durch Lesephantasien, also die – häufig abwertend – als eskapistisch bezeichnete Lektüre.[5] Hinzu kommt die spezielle Dynamik und Qualität der kindlichen Leselust bzw. –motivation: „In der kindlichen Lektüre überlagern sich […] verschiedene psychische Dynamiken, von regressiven Lusterfahrungen über die Bearbeitung entwicklungsspezifischer Konflikte und die Befriedigung unerfüllter Wünsche bis zur Notwendigkeit, konkreten Situationen und momentanen Krisen zu entfliehen.“ [6] Eine weitere Besonderheit der kindlichen Lektüre stellt außerdem sicherlich auch die Tatsache dar, dass diese oft durch die Kontrolle und Zensur von Erwachsenen beeinflusst ist.[7]

Viele, wenn auch nicht alle dieser typischen Charakteristika der kindlichen Leseerfahrung sind, wie bereits angedeutet, auch für die Lesedarstellung in dem zur Diskussion stehenden Roman Die Bücherdiebin signifikant, wie im Folgenden zu lesen sein wird.

2.2. Lesen gegen das Regime: Markus Zusaks Roman Die Bücherdiebin

In dem 2005 erschienenen Jugendroman Die Bücherdiebin des australischen Autors Markus Zusak spielen Bücher, Sprache und das Lesen an sich eine zentrale Rolle.

Die Handlung spielt sich im Deutschland vor und während des Zweiten Weltkriegs ab; Erzähler des Romans ist der Tod, der die Seelen der Menschen mitnimmt und dem sein Beruf zutiefst zuwider ist. Erzählt wird die Geschichte des zu Beginn – im Jahr 1939 – neunjährigen Mädchens Liesel Meminger. Aus kindlicher Perspektive werden ihre Erlebnisse in dem fiktiven Ort Molching bei München während der Zeit des Nationalsozialismus geschildert. Liesel bleibt zurück, als ihr kleiner Bruder auf der Fahrt nach Süddeutschland stirbt und ihre Mutter – wie zuvor schon der Vater – für immer aus ihrem Leben verschwindet. Hier, am Grab ihres Bruders, beginnt Liesels „Karriere als Bücherdiebin“. Sie nimmt sich ein Buch, als Ausgleich zum Verlust all dessen, was ihr vertraut war: das Handbuch für Totengräber. Der liebevolle Pflegevater Hans Hubermannbringt bringt ihr in Ermangelung anderer Lektüre mit Hilfe dieses Buches das Lesen bei. Die Welt der Sprache und der – zumeist fiktiven – Bücher, die Liesel geschenkt bekommt oder die sie bei günstigen Gelegenheiten mitgehen lässt – Faust, der Hund, Der Leuchtturm, Das Schulterzucken, Der Pfeifer, Die Menschen aus Lehm, Der Überstehmann, Der Traumträger, Ein Lied im Dunkeln, Duden Bedeutungswörterbuch sowie ein Buch, das düster über allen Geschehnissen steht: Mein Kampf – werden für sie zum unverzichtbaren Trost in dieser finsteren Zeit und bringen sie schließlich dazu, ihre eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben.

Die Geschichte endet mit Liesels Tod, als sie schon eine alte Frau ist und mit ihrer Familie in Australien wohnt. Der Tod befragt sie über ihr Leben, zeigt ihr ihre schon lange vergessene Autobiographie und bekennt, dass er von den Menschen heimgesucht wird – und nicht umgekehrt.

2.2.1. Die Welt der Bücher

Um die Protagonistin des Romans in ihrer Rolle als lesende Figur verstehen und analysieren zu können, ist es zunächst wichtig, ihr besonderes Verhältnis zu Büchern und zur Sprache herauszuarbeiten.

2.2.1.1. Bücherbesitz und seine Bedeutung

Bücher und deren Besitz haben für die Protagonistin eine ganz spezielle Bedeutung, die ihren Ursprung weder im materiellen Wert noch – jedenfalls nicht vordergründig – im Inhalt der jeweiligen Exemplare hat. Vielmehr sind Liesels Bücher ganz eng mit bestimmten Situationen, Menschen und Empfindungen verknüpft und daher für sie extrem wertvoll. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die Wahllosigkeit, mit der Liesel bei der Zusammenstellung ihrer kleinen Bibliothek vorgeht: sie nimmt sich gewissermaßen, was immer sie bekommen kann. Schon durch das erste eigene Buch, anhand dessen sie lesen und schreiben lernt – das „Das Handbuch des Totengräbers“, das ihr, wie zuvor bereits angedeutet, bei der Beerdigung ihres Bruder in die Hände fällt[8] – wird die Zufälligkeit bei der Auswahl ihrer Bücher deutlich. Auch später, beispielsweise bei den Streifzügen durch die Bibliothek des Bürgermeisters, lässt sich dieses Verhalten erkennen: „Wie so oft fühlte sie sich von etlichen der Titel in Versuchung geführt, aber nach ein oder zwei Minuten entschied sie sich für Ein Lied im Dunkeln , wahrscheinlich weil das Buch grün war und sie noch kein Buch in dieser Farbe besaß“ [9], und auch ein Ausblick in die Zukunft weist in diese Richtung: „Als sie älter geworden war […], konnte sie sich nicht mehr an die Titel erinnern. An keinen einzigen.“ [10] Dennoch erliegt sie schnell der „Verlockung der Bücher“ [11] und fühlt sich „daheim, zwischen den Büchern […]“.[12]

Die Bücher, die sich im Lauf der Romanhandlung ansammeln, begleiten die Protagonistin durch die Kriegsjahre hindurch, und jedes einzelne ist mit einer ganz bestimmten Begebenheit, Emotion oder Person konnotiert. Wie wichtig Liesel ihre Bücher sind, wird nicht zuletzt an der Stelle deutlich, an der sich Liesel aufgrund eines drohenden Bombenangriffs gemeinsam mit den anderen Bewohnern Molchings auf den Weg zu einem Luftschutzraum macht: „Durch die Himmelstraße zog sich eine Prozession aus durcheinanderlaufenden Menschen, die sich mit ihren Kostbarkeiten abplagten. Manchmal war es ein Baby. Manchmal ein Stapel Fotoalben oder eine Holzkiste. Liesel hatte ihre Bücher bei sich, zwischen ihrem Arm und ihren Rippen.“ [13]

Die Bücher und ihre Sprache stellen für Liesel also das wichtigste Gut dar; sie dokumentieren alles, was ihr in den Jahren in der Himmelstraße in Molching passiert und sind dementsprechend unersetzbar. Später, als sie ihre eigene Lebensgeschichte aufschreibt, wird sie sich selbst fragen, „ab welchem Augenblick genau die Bücher und Worte nicht mehr nur irgendetwas bedeuteten, sondern alles. War es, als sie das erste Mal jenen Raum erblickte, in dem sich die Regale bis zur Zimmerdecke streckten? Oder als Max Vandenburg in der Himmelsstraße eintraf und zwei Hände voll Leid und eine Ausgabe von Hitlers Mein Kampf bei sich trug? War es das Vorlesen im Luftschutzraum? Der letzte Marsch nach Dachau? War es Die Worteschüttlerin ? Vielleicht würde es niemals eine befriedigende Antwort auf das Wann und Wo geben.“ [14]

2.2.1.2. Bücher: gestohlen, gerettet, geschenkt

Angesichts der bibliophilen Züge, die Liesels Persönlichkeit im Lauf der Romanhandlung immer mehr annimmt, ist vor allem die bereits im Titel enthaltene Tatsache, dass die Protagonistin meistens durch Diebstahl in den Besitz ihrer Bücher gelangt, interessant. Diese Verhaltensweise ist natürlich zu einem großen Teil durch die Mittellosigkeit Liesels und ihrer Pflegeeltern – Hans und Rosa Hubermann – bedingt, die den Kauf von Büchern unmöglich macht; ihren Ursprung hat sie aber in dem bereits angesprochenen, für die Protagonistin sehr emotionalen Ereignis, das am Beginn der Handlung steht: dem Tod ihres kleinen Bruders und, unmittelbar damit verbunden, den Verlust der Mutter, einer „Kommunistin“[15], die ihre Tochter um derentwillen an eine Pflegefamilie abgibt: „Ihr Bruder war tot. […] Als Nächstes ihre Mutter. […] Der Abschied war feucht.“ [16]. Während der kurzen behelfsmäßigen Bestattung des Bruders an einer Bahnstation entdeckt Liesel das Buch und steckt es unbemerkt ein: „Etwas Schwarzes, Eckiges ruhte im Schnee. Nur das Mädchen sah es. Sie bückte sich, hob es auf und hielt es fest in ihren Fingern. Die Schrift auf dem Buch war silbern.“ [17] Diese Handlung bildet den Auftakt zu einer Reihe weiterer Bücherdiebstähle, die sie später noch tätigen wird: „Die Bücherdiebin hatte zum ersten Mal zugeschlagen. Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere.“ [18]

Das Buch, das die zu diesem Zeitpunkt neunjährige Liesel in einer für sie extrem belastenden Situation scheinbar beiläufig, vermutlich aus Hilflosigkeit an sich nimmt, wird ihr im nächsten Abschnitt ihres Lebens zum ständigen Begleiter und hält vor allem die Erinnerung an den verstorbenen Bruder aufrecht: „In der ersten Nacht bei den Hubermanns hatte sie das letzte Bindeglied zu ihm – Das Handbuch für Totengräber – unter der Matratze versteckt. Manchmal zog sie es hervor und betrachtete es.“ [19] Liesel, die des Lesens zu diesem Zeitpunkt noch nicht mächtig ist, ist zunächst überhaupt nicht an der Lektüre interessiert; vielmehr sieht sie in dem Buch den einzigen Gegenstand, der ihr zum Andenken an die verlorene Familie bleibt: „[E]s war ja auch völlig ohne Bedeutung, wovon das Buch handelte. Wichtig war nur, was es ihr bedeutete. […] 1. Das letzte Beisammensein mit ihrem Bruder. 2. Das letzte Beisammensein mit ihrer Mutter.“ 12

Zum zweiten Mal, an dem die Protagonistin die Gelegenheit ergreift und ein Buch stiehlt, kommt es ungefähr ein Jahr später. Allerdings handelt es sich hierbei genau genommen weniger um einen Diebstahl als vielmehr die Rettung eines Buches aus dem Feuer während einer durch die Nationalsozialisten eingeleiteten Bücherverbrennung. Liesel wohnt dieser Veranstaltung mit gemischten Gefühlen bei: „Obwohl etwas in Ihrem Innern ihr sagte, dass all dies ein Verbrechen war – immerhin waren ihre […] Bücher ihre kostbarsten Besitztümer – war sie entschlossen, sich das Feuer anzusehen. […] Die Angst, etwas zu verpassen, verflog, als sie […] den noch unberührten Schuldberg vor sich sah.“ [20] Dennoch bleibt sie, und als alles verbrannt und das Feuer schon fast erloschen zu sein scheint, entdeckt sie drei Bücher – „zusammengekauert zwischen den Ascheflocken. Zitternd. Überlebende“ [21] – und nutzt den günstigen Augenblick: „Sie griff mit der Hand hinein und […] packte das Buch, das ihr am nächsten war.“ 14 Obwohl sie das Gefühl hat, „das Buch würde sie verbrennen“ [22], ist Liesel gewissermaßen zufrieden mit ihrer Tat: „ [D]as war es wert gewesen.“ [23] Der Entschluss, das Buch aus dem Feuer zu retten, ist in der Tat ein folgenreicher; es „spielten in diesem Verlangen nicht nur zahlreiche Faktoren eine Rolle, sondern die Tat – das Stehlen – war selbst auch Auslöser dessen, was noch folgen sollte. Sie würde ihr den Weg zu weiteren Diebstählen weisen.“ 16

Der erste dieser folgenden Diebstähle findet dann allerdings erst geraume Zeit später statt. Ort des „Verbrechens“ ist die Bibliothek des Bürgermeisters von Molching bzw. dessen Frau, in der es der mittlerweile lesenden Liesel – wie an späterer Stelle noch genauer erläutert werden wird – hin und wieder erlaubt ist, sich zur Lektüre zurückzuziehen. Wütend über die Tatsache, dass das Bürgermeisterehepaar Liesels Pflegemutter, Rosa Hubermann, nicht wie bisher zum Wäschewaschen beschäftigen will, überredet sie ihren besten Freund Rudi zu einem Diebeszug in dessen Haus. Während Rudi auf Lebensmittel aus ist, plant Liesel die Entwendung eines Buches, das Ilse Hermann, die Frau des Bürgermeisters, ihr als Geschenk anbietet, was sie aus Trotz aber nicht annimmt: „Lebensmittel waren ihr egal. […] Was sie wollte, war das Buch. Der Pfeifer. Sie konnte es nicht ertragen, dass diese […] Frau es ihr schenkte. Es zu stehlen schien ihr akzeptabler zu sein. Wenn sie es stahl, dann hatte sie irgendwie – merkwürdigerweise – das Gefühl, es sich verdient zu haben.“ [24] Diese Stelle zeigt ein beinahe zwanghaftes Verhalten der Protagonistin. Zuvor unfähig, das Buch als Geschenk anzunehmen, will sie es jetzt unbedingt besitzen, und stellt diesen Wunsch über ihrer körperlichen Bedürfnisse: „>>Hunger?<<, fragte Rudi. Liesel erwiderte: >>Bärenhunger.<< Auf ein Buch.“ 17 Nachdem der Diebstahl gelingt und auch Rudi erkannt hat, worum es seiner Freundin eigentlich ging, spricht er das Offensichtliche erstmals an – „Gute Nacht, Bücherdiebin“ [25] – und bestärkt Liesel dadurch in ihrer neuen Rolle: „[Sie] hatte […] schon früher Bücher gestohlen, aber im Oktober 1941 wurde es offiziell. In dieser Nacht wurde Liesel Meminger wahrhaftig zur Bücherdiebin ernannt.“ 18

Damit beginnt eine Reihe weiterer Diebeszüge durch die Bibliothek der Hermanns, die vor allem in der starken Anziehungskraft, die dieser Raum auf die „Bücherdiebin“ ausübt, begründet sind. Bereits bei ihrem ersten Besuch in der Bibliothek ist sie überwältigt von der Masse an vorhandenen Büchern, die sie hier findet: „[…] ein[…] Raum, der voller Luft und kalter Bücher war. Überall Bücher! […] Erfüllt von diesem Wunder, lächelte sie. Dass ein solcher Raum existierte!“ [26] Von der Sehnsucht nach immer neuem Lesestoff angetrieben, wird Liesel dabei immer unbefangener und mutiger, was beispielsweise bei ihrem dritten Streifzug durch die Bibliothek deutlich wird: „Gier klebte an ihren Fingern und Buchtitel an ihren Lippen. Heute fühlte sie sich sicher genug, um mit den Händen über die Regale zu streichen […] und sie flüsterte im Vorbeigehen viele der Titel vor sich hin.“ [27] Dennoch scheint Liesel sich an gewisse Prinzipien zu halten – „Sie überlegte sogar, ob sie mehr als nur ein Buch mitnehmen sollte, aber sie wollte ihr System nicht durchbrechen. Im Augenblick war nur ein Buch nötig“ [28] – und macht insgesamt nicht den Eindruck einer kaltblütigen Diebin: „Mit dem Buch kletterte sie aus dem Fenster und bedankte sich lautlos.“ 21

Interessant ist an dieser Stelle auch, dass die Bibliothek durch das scheinbar Tag und Nacht offenstehende Fenster, durch das Liesel sich regelmäßig Eingang in den Raum verschafft, stets problemlos zugänglich ist und sie quasi zum Eintreten einlädt. Liesel ahnt bald, dass das Fenster möglicherweise nicht zum Lüften geöffnet bleibt: „[V]ielleicht gab es da eine Frau in der Großen Straße, die das Fenster der Bibliothek aus einem anderen Grund offen ließ.“ [29] Die Vermutung, dass Ilse Hermann, die Frau des Bürgermeisters, das Fenster absichtlich offenlässt, soll sich später bestätigen: „[S]ie [Liesel] erfreute sich an der Tatsache, dass dieser Raum voller Bücher der Frau gehörte. Sie war es, die Liesel in die Bibliothek geführt und ihr gezeigt hatte, dass ihr die Tür – besser gesagt: das Fenster – immer offen stand.“ [30] Dadurch wird der Diebstahl als solcher abgeschwächt; Ilse Hermann stellt Liesel ihre Bücher in einer Art unausgesprochenen Abmachung von Anfang an frei zur Verfügung.

Auffällig ist auch, dass Liesel meistens ihren Freund Rudi mitnimmt, wenn sie ein Buch stehlen geht: „Normalerweise fehlte ihr etwas, wenn Rudi nicht da war […].“ [31] Diese Tatsache lässt eine starke Verknüpfung des Bücherstehlens und der Freundschaft zu Rudi erkennen.

Insgesamt unterstreicht die Tatsache, dass die meisten der Bücher, die sie als ihr Eigentum betrachtet, gestohlen sind, das besondere Verhältnis der Protagonistin zur Welt der Bücher und des Lesens, wie es sich im weiteren Verlauf der Arbeit noch besser herauskristallisieren wird. Die Motive und Emotionen, die hinter ihren Taten stehen, sind vielfältig und lassen sich nicht klar bestimmten, was vielleicht am besten an folgender Stelle deutlich wird, an der Liesel gerade ihr zweites Buch geklaut hat: „[Sie] schämte sich […] nicht, dass sie das Buch gestohlen hatte. Im Gegenteil: das Gefühl, das der Empfindung in ihrem Bauch am nächsten kam, war Stolz – und dann waren da noch Wut und dunkler Hass, der das Verlangen zu stehlen angestachelt hatte.“ [32]

Nicht alle Bücher jedoch, die in den Besitzt der Bücherdiebin gelangen, sind tatsächlich gestohlen; einige werden ihr auch geschenkt. Das erste Mal zu einem solchen Ereignis kommt es am ersten Weihnachten, das Liesel bei ihren Pflegeeltern verbringt: „Zu ihrer Überraschung sah sie an Heiligabend […] etwas in Zeitungspapier eingewickeltes unter dem Weihnachtsbaum liegen.[…] Sie riss das Papier auf und enthüllte zwei kleine Bücher.“ [33] Liesel ist sich bewusst, dass dieses Geschenk angesichts der miserablen finanziellen Situation der Hubermanns keine Selbstverständlichkeit darstellt, was die beiden Bücher für sie wiederum extrem kostbar macht. Ähnlich verhält es sich mit dem Buch, dass sie zwei Jahre später, im Jahr 1941, zum Geburtstag geschenkt bekommt.[34]

Eine ganz besondere Rolle spielen auch die beiden Bücher, die Liesel von Max Vandenberg, einem Juden, den die Hubermanns in den Jahren des zweiten Weltkriegs in ihrem Keller verstecken, geschenkt bekommt, wie an späterer Stelle noch genauer erläutert werden wird.

2.2.2. Leseerfahrungen

2.2.2.1. Lesen lernen

Was die Darstellung Liesel Memingers in ihrer Rolle als lesende Figur innerhalb des Romans betrifft, ist zunächst vor allem ihre Entwicklung von der Quasi-Analphabetin zur bibliophilen Vielleserin aufschlussreich.

Wesentlich ist vor allem der enge Zusammenhang zwischen Liesels Leseausbildung und ihrer Beziehung zu ihrem Pflegevater Hans Hubermann: er ist es, der – anfangs ausgelöst durch die Albträume der zu diesem Zeitpunkt Zehnjährigen, die sie nach dem Verlust ihres Bruders und ihrer Mutter quälen, und die sie zur Bettnässerin machen – nachts zu ihr ans Bett kommt und das Handbuch für Totengräber entdeckt, dass sie unter ihrer Matratze versteckt hat: „Ein schwarzes Buch mit silberner Schrift lag jetzt zwischen den Füßen des großen Mannes. […] Er hob es auf und sagte, so weich wie Watte: […] >>Na, dann lesen wir es wohl besser.<<“ [35] Damit beginnt eine ganze Reihe von „Mitternachtsklasse[n]“ [36], in denen Liesel – bis dahin des geschriebenen Worts offensichtlich nicht mächtig: „Man kann es kaum glauben, aber in der Schule habe ich das Lesen nicht gelernt“ 28 – anhand des Handbuchs Schritt für Schritt in die Welt der Buchstaben eingeführt wird. Später wird sie sich an diese Zeit als eine von ihr als sehr positiv empfundene erinnern: „Zum einen war sie überglücklich, dass es Papa war, der das Buch gefunden hatte. […] Zweitens war sie uneingeschränkt stolz auf die Ausbildung, die sie durch Hans Hubermann erfuhr.“ 28 Liesel ist froh über die Möglichkeit, die sich ihr endlich bietet: „Sie würde lesen lernen. Sie würde das Buch lesen. Die Erregung stand ihr ins Gesicht geschrieben.“ 29 Die Lektionen erfolgen zunächst nach einem festen System: „In den folgenden Wochen und weit in den Sommer hinein erfolgte auf jeden Albtraum der Mitternachtsunterricht“ [37] ; bald finden sie aber immer öfter und dann auch tagsüber statt: „Wenn das Wetter gut war, gingen sie nachmittags zur Amper. Bei Regen blieb nur der Keller.“ [38] Bemerkenswert ist an dieser Stelle, dass die Lesestunden immer im Stillen und an einsamen Orten stattfinden. Dieser Hauch des Geheimnisvollen stärkt die Beziehung zwischen Liesel und ihrem Pflegevater und macht sie zu Verbündeten. Interessant ist auch, dass Liesel das Lesen anhand eines denkbar unpassenden Werks lernt, dem Handbuch für Totengräber: „Er [Hans Hubermann] erkannte, wie schwierig der Text war und wie wenig geeignet für ihr Vorhaben. […] Ganz zu schweigen von dem düsteren Thema des Buchs.“ [39] Dennoch lässt sich Liesel – vor allem auch wegen des besonderen Werts, den sie diesem Buch zuschreibt – davon nicht abschrecken: „Das Mädchen […] empfand ein solches Verlangen zu lesen, dass sie nicht einmal versuchte, diesen Umstand zu begreifen.“ 32

Während der Hausunterricht gut vorangeht, wird Liesel in der Schule kaum gefördert: „[…] so wurde sie versetzt, wurde zu einem Platz am Rande des Klassenzimmers gewiesen, und die Lehrerin […] befahl ihr, den Mund zu halten.“ [40] Auch von der Leseprüfung, zu der alle Schüler antreten müssen, wird sie von der Lehrerin ausgeschlossen: „>>Ich befürchte, Liesel kann das nicht […].<<“ [41] Als sie sich nichtsdestotrotz dazu entschließt, vor der ganzen Klasse vorzulesen, scheitert sie: „Die Sätze verschwammen. […] Sie konnte die Worte nicht einmal mehr sehen.“ [42] Trotz dieses Misserfolgs lässt Liesel sich nicht verunsichern – „Sie liebte die Tatsache, dass sie trotz ihrer Niederlage in der Schule mit dem Lesen und Schreiben vorankam und sie schon bald ein recht anständiges Niveau erreicht haben würde“ [43] – und verfolgt ihr Vorhaben konsequent weiter: „Langsam, zwischen Schule und Zuhause, zwischen Fluss und Keller, zwischen guten und schlechten Tagen – langsam lernte Liesel lesen und schreiben.“ 31 Als die Lektüre des Handbuchs für Totengräber endlich beendet ist, empfinden sowohl Liesel als auch ihr Pflegevater, den sie mittlerweile „Papa“ nennt, ein Gefühl des Triumphs: “Über dem geschlossenen Buch wechselten sie einen Seitenblick. Papa sprach. >>Wir haben’s geschafft, hm?“ [44] Mit der gemeinsamen Bewältigung des schwierigen Buchs ist der Grundstein für Liesels Liebe zum Lesen gelegt, und von diesem Zeitpunkt an gehört die Lektüre als fester Bestandteil zu ihrem Leben.

2.2.2.2. Lesemotivation

Interessant ist in diesem Zusammenhang natürlich die Frage nach den Gründen für das starke Verlangen der Protagonistin zuerst lesen zu lernen und später nach immer neuer Lektüre. Wie schon zuvor angedeutet, gilt Liesels Interesse nicht oder jedenfalls nicht primär dem Inhalt der Werke, die sie liest; vielmehr geht es um den Akt des Lesens an sich, den Besitz und die Präsenz ihrer Bücher.

Auslöser oder zumindest Mitgrund für dieses Interesse ist, wie sich ja bereits gezeigt hat, mit Sicherheit die Tatsache, dass das einzige Erinnerungsstück, dass Liesel an ihren toten Bruder und an die Mutter, die durch ihr Verschwinden für Liesel gewissermaßen auch gestorben ist, ein Buch ist. Dementsprechend groß ist ihr Verlangen, es zu lesen: „Vielleicht wollte ein Teil von ihr sicher sein, dass ihr Bruder richtig begraben worden war. Doch was immer der Grund war, ihr Hunger nach diesem Buch war so heftig, wie ihn ein zehnjähriges Kind nur empfinden konnte.“ [45] Die Lektüre dient hier insofern sicherlich auch der Kompensation der Verluste und der emotionalen Mängel, die die Protagonistin erleiden muss.

Einen weiteren Grund, sich dem Lesen zuzuwenden, stellt sicher auch die im vorhergehenden Kapitel bereits angesprochene problematische Schulsituation dar. Man steckt Liesel „[z]u ihrer Beschämung […] zu den kleinen Kindern, die gerade erst das Alphabet lernten“ [46], und ihre Mitschüler machen sich „über die Dummheit des neuen Mädchens lustig […]“.[47] Folglich ist Liesels Wunsch, schnell Lesen und Schreiben zu lernen und das Niveau der Gleichaltrigen zu erreichen, groß – auch wenn ihr dabei „klar [wird], dass es viel leichter [ist], auf etwas hinzuarbeiten, als es tatsächlich zu erreichen.“ [48] Dahinter steht freilich auch das Bedürfnis, in einer Zeit, die von Verlusten und Ängsten bestimmt ist, etwas zu meistern und so einen kleinen Sieg zu erreichen: „Sie war ein Mädchen, das einen Berg besteigen wollte.“ [49]

Einen weiteren wichtigen Anstoß gibt die ebenfalls schon erwähnte Bibliothek im Haus des Bürgermeisters. Liesel, die hier regelmäßig schmutzige Wäsche abholt, um sie zu ihrer Pflegemutter zum Waschen zu bringen, wird eines Tages von Ilse Hermann – die das Mädchen bei der „Rettung“ des Buches aus dem Feuer der Nationalsozialisten beobachtet hat und so von dessen Vorliebe weiß – dorthin eingeladen. Der Raum macht großen Eindruck auf die „Bücherdiebin“: „Der Anblick gehörte zu den schönsten, die Liesel Meminger je gesehen hatte.“ [50] Von da an hat sie freien Zugang zu der Bibliothek und besucht sie regelmäßig, um dort zu lesen. Die Stunden des einsamen Lesens scheinen einen beruhigenden Eindruck auf Liesel zu haben – „[D]er Raum voller Bücher wurde wärmer. Mit jedem Besuch […] kam Liesel der Boden weniger schmerzhaft vor“ [51] – und tragen davon abgesehen auch maßgeblich zu ihrer Leseentwicklung bei: „[S]ie versuchte, sich die Worte, die sie nicht kannte, einzuprägen, um später, zu Hause, Papa danach zu fragen.“ 44 Das Gefühl, lesen zu können, ist für die Protagonistin offensichtlich auch mit einem Gefühl des Triumphs verbunden: „Früher waren Worte für Liesel nutzlos gewesen, aber jetzt, wenn sie auf dem Fußboden saß und die Frau des Bürgermeisters am Schreibtisch ihres Mannes, verspürte sie ein unwillkürliches Gefühl der Macht. Es kam jedes Mal über sie, wenn sie ein neues Wort entzifferte oder einen Satz zusammentrug.“ [52] Dieses Gefühl ist vor allem in Hinblick auf den politisch-historischen Kontext, in dem sich die Handlung abspielt, von Bedeutung: „Sie war ein Mädchen. In Deutschland, unter Hitler. Wie passend, dass sie die Macht der Worte entdeckte.“ [53]

Hinzu kommt natürlich noch, dass das Lesen bei Liesel von Beginn an in enger Verbindung mit bestimmten Personen steht: wie bereits erwähnt, gründet die Beziehung zu ihrem Pflegevater Hans Hubermann – jedenfalls zunächst – auf den gemeinsamen Unterrichts- und Lektürestunden; und auch das Verhältnis zu Max Vandenburg, dem Juden, den die Hubermanns vor den Nationalsozialisten in ihrem Keller verstecken, wird maßgeblich durch Bücher und gemeinsame Leseerfahrungen geprägt. Was Hans Hubermann betrifft, stellt das Lesen, wie schon beschrieben, vor allem aufgrund der Heimlichkeit und Zurückgezogenheit, in der es stattfindet, eine starke Verbindung zwischen ihm und seiner Pflegetochter her: „Das hier ist unser Geheimnis, dieses Buch. Wir lesen es nachts oder im Keller, genau wie die anderen […].“ [54] Mit Max Vandenburg verhält es sich ähnlich. Nach anfänglicher Scheu vor dem Fremden – „Hockt da unten ein Ungeheuer?“ [55] – entwickelt sich zwischen den Beiden eine tiefgehende Freundschaft, die ganz entscheidend von der gemeinsamen Lektüreerfahrung, die im nachfolgenden Kapitel noch genauer beschrieben wird, beeinflusst: „Max und Liesel wurden zusammengeschweißt durch das stille Ansammeln von Wörtern.“ [56]

Liesel verbindet die Lektüre von Büchern also von Anfang an mit positiven Erlebnissen und Menschen, die für sie wichtig werden, was sicherlich einen der Hauptgründe für ihre Faszination am Lesen darstellt.

[...]


[1] Stocker, Günther: Vom Bücherlesen. Zur Darstellung des Lesens in der deutschsprachigen Literatur seit 1945. Habilitationsschrift, Wien 2006, S. 4.

[2] Stocker (2006), S. 215.

[3] Stocker (2006), S. 229-30.

[4] Stocker (2006), S. 230.

[5] Vgl. Stocker (2006), S. 231 ff.

[6] Stocker (2006), S. 239.

[7] Vgl. Stocker (2006), S. 227.

[8] Vgl. Zusak, Markus: Die Bücherdiebin. Blanvalet: München 2009, S. 29 ff.

[9] Zusak (2009), S. 396.

[10] Zusak (2009), S. 161.

[11] Zusak (2009), S. 149.

[12] Zusak (2009), S. 315.

[13] Zusak (2009), S. 403.

[14] Zusak (2009), S. 36.

[15] Vgl. Zusak (2009), S. 124 ff.

[16] Zusak (2009), S. 26-31.

[17] Zusak (2009), S. 30.

[18] Zusak (2009), S. 35.

[19] Zusak (2009), S. 44.

[20] Zusak (2009), S. 122/23.

[21] Zusak (2009), S. 134.

[22] Zusak (2009), S. 135.

[23] Zusak (2009), S. 95.

[24] Zusak (2009), S. 313.

[25] Zusak (2009), S. 319.

[26] Zusak (2009), S. 149.

[27] Zusak (2009), S. 396.

[28] Zusak (2009), S. 356.

[29] Zusak (2009), S. 357.

[30] Zusak (2009), S. 495.

[31] Zusak (2009), S. 396.

[32] Zusak (2009), S. 96.

[33] Zusak (2009), S. 101.

[34] Vgl. Zusak (2009), S. 244.

[35] Zusak (2009), S. 72.

[36] Zusak (2009), S. 73.

[37] Zusak (2009), S. 78.

[38] Zusak (2009), S. 81.

[39] Zusak (2009), S. 74.

[40] Zusak (2009), S. 85.

[41] Zusak (2009), S. 87.

[42] Zusak (2009), S. 87/88.

[43] Zusak (2009), S. 98.

[44] Zusak (2009), S. 100.

[45] Zusak (2009), S. 74.

[46] Zusak (2009), S. 45.

[47] Zusak (2009), S. 59.

[48] Zusak (2009), S. 101.

[49] Zusak (2009), S. 99.

[50] Zusak (2009), S. 149.

[51] Zusak (2009), S. 161.

[52] Zusak (2009), S. 163.

[53] Zusak (2009), S. 164.

[54] Zusak (2009), S. 141.

[55] Zusak (2009), S. 236.

[56] Zusak (2009), S. 272.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Daheim zwischen den Büchern. Lesedarstellungen in Markus Zusaks "Die Bücherdiebin"
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Jahr
2013
Seiten
27
Katalognummer
V448722
ISBN (eBook)
9783668832756
ISBN (Buch)
9783668832763
Sprache
Deutsch
Schlagworte
daheim, büchern, lesedarstellungen, markus, zusaks, bücherdiebin
Arbeit zitieren
Melanie Heiland (Autor), 2013, Daheim zwischen den Büchern. Lesedarstellungen in Markus Zusaks "Die Bücherdiebin", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448722

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