Eine Wissenschaft hat das Ziel, das Wissen einer Gesellschaft zu vergrößern, indem systematisch neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die neuen Erkenntnisse werden mit Hilfe von Aussagen ausformuliert, daher haben Aussagen eine sehr große Bedeutung für die Wissensgenerierung. Aussagen sind Sätze, die einen beobachteten Sachverhalt sprachlich beschreiben. Diese Ausarbeitung soll aufzeigen, welche Aussagearten es gibt und in welche Kategorisierungsklasse die verschiedenen Aussagearten eingruppiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Aussagen
2. Arten von Aussagen
2.1 Nicht wahrheitsfähige Aussagen - Normative Aussagen
2.2 Nicht wahrheitsfähige Aussagen – Metaphysische Aussagen
2.3 Wahrheitsfähige Aussagen – Logische Aussagen
2.4 Wahrheitsfähige Aussagen – Empirische Aussagen
2.4.1 Empirische Aussagen – Deskriptive Aussagen
2.4.2 Empirische Aussagen - Explikative Aussagen
2.4.3 Empirische Aussagen – Technologische Aussage
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftstheoretischen Einordnung und Differenzierung verschiedener Aussagearten, um deren Bedeutung für die Wissensgenerierung und wissenschaftliche Praxis zu verdeutlichen.
- Klassifizierung von Aussagen in wahrheitsfähige und nicht wahrheitsfähige Kategorien
- Analyse normativer und metaphysischer Aussagetypen
- Erläuterung logischer Aussagen und deren Überprüfbarkeit
- Unterscheidung empirischer Subkategorien wie deskriptiver, explikativer und technologischer Aussagen
Auszug aus dem Buch
Empirische Aussagen – Deskriptive Aussagen
Deskriptive Aussagen sind Aussagen, die besagen, dass an einem bestimmten Ort und zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt / Zeitraum etwas zu beobachten ist bzw. war. Sie werden auch als „Singuläre Aussagen“ bzw. als „Raum-zeitliche begrenzte Existenzaussagen“ bezeichnet. Ein Beispiel für eine deskriptive Aussage wäre z.B. der Satz „Die Bundesrepublik Deutschland hatte im Jahr 2015 650000 öffentlich Angestellte“. Da deskriptive Aussagen auch als „Raum-zeitliche begrenze Existenzaussagen“ bezeichnet werden können, kann man die Beispielaussage auch zu einem „Es-gibt-Satz“ umformulieren, dann würde diese Aussage „In Deutschland gab es zum Zeitpunkt t 650000 öffentliche Angestellte“ lauten. Der Wahrheitsgehalt einer deskriptiven Aussage, kann wie bei allen anderen empirischen Aussagen auch, überprüft werden, indem die Aussage mit der Realität konfrontiert wird. Die Überprüfung einer deskriptiven Aussage gibt Aufschluss zu den Fragestellungen „Was war bzw. was ist der Fall?“
Zusammenfassung der Kapitel
Aussagen: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftliche Relevanz von Aussagen als sprachliche Beschreibung von Sachverhalten zur Wissensgenerierung ein.
Arten von Aussagen: Hier erfolgt die systematische Einteilung der Aussagen in wahrheitsfähige und nicht wahrheitsfähige Kategorien sowie deren jeweilige Untergruppen.
Nicht wahrheitsfähige Aussagen - Normative Aussagen: Diese Sektion erläutert wertsetzende Aussagen, die als Empfehlungen oder Soll-Aussagen fungieren und nicht direkt wahrheitsfähig sind.
Nicht wahrheitsfähige Aussagen – Metaphysische Aussagen: Das Kapitel behandelt Aussagen, die auf Glauben basieren und wissenschaftlich weder logisch noch empirisch beweisbar sind.
Wahrheitsfähige Aussagen – Logische Aussagen: Fokus auf Aussagen, deren Wahrheitsgehalt rein durch logische Regeln und deren internen Sinn bestimmt wird.
Wahrheitsfähige Aussagen – Empirische Aussagen: Einleitung in die Kategorie der Sätze, die durch Abgleich mit der Realität verifizierbar sind.
Empirische Aussagen – Deskriptive Aussagen: Erläuterung singulärer Aussagen, die räumlich und zeitlich begrenzte Gegebenheiten beschreiben.
Empirische Aussagen - Explikative Aussagen: Betrachtung genereller Sätze, die zur Ableitung von Gesetzmäßigkeiten dienen und das „Warum“ eines Sachverhalts erklären.
Empirische Aussagen – Technologische Aussage: Definition von Ziel-Mittel-Aussagen, die beschreiben, mit welchen Mitteln ein angestrebtes Ziel erreicht werden kann.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, Wissensgenerierung, wahrheitsfähige Aussagen, normative Aussagen, metaphysische Aussagen, logische Aussagen, empirische Aussagen, deskriptive Aussagen, explikative Aussagen, technologische Aussagen, Soll-Aussage, L-Wahrheit, Ziel-Mittel-Aussagen, Wissenschaftstheorie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung?
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Vielfalt der Aussagearten in der Wissenschaft zu systematisieren und die Bedeutung der sprachlichen Fixierung von Erkenntnissen für die Forschung aufzuzeigen.
Welche zentralen Themenfelder werden in dem Dokument behandelt?
Das Dokument deckt die Kategorisierung von Aussagen in wahrheitsfähige und nicht wahrheitsfähige Gruppen sowie die detaillierte Unterteilung in logische, empirische, normative und metaphysische Sätze ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung innerhalb der Aussagearten?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Aussagearten existieren und in welche spezifischen Kategorisierungsklassen diese eingruppiert werden können, um ihre wissenschaftliche Nutzbarkeit zu definieren.
Welcher methodische Ansatz wird in der Arbeit verfolgt?
Die Arbeit nutzt eine wissenschaftstheoretische Analyse und Systematisierung, um die logischen und empirischen Eigenschaften verschiedener Aussageformen anhand von Fachliteratur und Beispielen zu differenzieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung und Abgrenzung von normativen, metaphysischen, logischen sowie verschiedenen empirischen Aussagearten (deskriptiv, explikativ, technologisch).
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Wissenschaftstheorie, Wahrheitsfähigkeit, empirische Methoden, logische Deduktion und normative Zielsetzungen.
Wie unterscheiden sich normative von technologischen Aussagen gemäß der Ausarbeitung?
Während normative Aussagen eine Wertung enthalten (Soll-Aussagen), dienen technologische Aussagen als Ziel-Mittel-Beziehung, die lediglich beschreibt, wie ein Ziel erreicht werden kann, ohne eine moralische Bewertung vorzunehmen.
Warum gelten metaphysische Aussagen als nicht wahrheitsfähig?
Sie beruhen auf Überzeugungen und Glauben, die weder empirisch an der Realität geprüft noch durch rein logische Schlussfolgerungen bewiesen werden können.
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- Andreas Markstädter (Author), 2016, Arten von Aussagen. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448965