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Aristoteles' Rhetorikansichten - Darstellung anhand der ersten beiden Kapitel seines Werkes "Rhetorik"

Title: Aristoteles' Rhetorikansichten - Darstellung anhand der ersten beiden Kapitel seines Werkes "Rhetorik"

Term Paper , 2001 , 11 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sascha Storck (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Summary Excerpt Details

Das Thema der vorliegenden Hausarbeit sind Aristoteles Auffassungen darüber, was Rhetorik ist und was seiner Ansicht nach die wesentlichen Bestandteile einer Theorie der Beredsamkeit sind.
Die zugrunde liegende Textgrundlage sind hierbei die Kapitel eins und zwei des ersten Buches seiner „Rhetorik“. Im ersten Kapitel charakterisiert Aristoteles die Rhetorik als Analogon zur Dialektik, übt Kritik an den bis dahin aufgestellten Theorien der Beredsamkeit und bestimmt die für ihn essentiellen Objekte der Rhetorik, sowie die Nützlichkeit der Rhetorik in ihrer Anwendung. Aristoteles Anliegen ist es eine Methode der Glaubhaftmachung durch rhetorische Mittel zu erarbeiten. Im zweiten Kapitel dann unternimmt Aristoteles eine Definition von Rhetorik und untersucht die Grundlagen der Persuation. Diese Hausarbeit stellt einen Versuch dar zuerst Aristoteles Untersuchungen in der gebotenen Kürze in den historischen Zusammenhang der bis dahin aufgestellten Theorien der Beredsamkeit einzuordnen und Kritikpunkte herauszuarbeiten, die Aristoteles an den Theorien seiner Vorgänger findet. Danach werde ich anhand seines Textes verdeutlichen, was Überzeugungsmittel sind und wie Aristoteles sie klassifiziert. Der abschließende Teil der Hausarbeit beinhaltet eine kurze kritische Stellungnahme zu den im Seminar behandelten Theorien der Rhetorik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische Entwicklung

3 Aristoteles Theorie der Beredsamkeit

3.1 Kritik an bisherigen Theorien der Rhetorik

3.2 Die Überzeugungsmittel

4 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Aristoteles' Verständnis von Rhetorik und deren essenzielle Bestandteile basierend auf den ersten beiden Kapiteln seines Werkes „Rhetorik“. Dabei wird die rhetorische Methode zur Glaubhaftmachung analysiert, in den historischen Kontext eingeordnet und den Theorien seiner Vorgänger sowie zeitgenössischen Auffassungen gegenübergestellt.

  • Grundlagen der aristotelischen Rhetorikkonzeption
  • Kritik an der sophistischen Rhetorikauffassung
  • Klassifikation der Überzeugungsmittel (inartifiziell und artifiziell)
  • Die Bedeutung von Dialektik und Beweisverfahren (Enthymeme)
  • Die Rolle des Rezipienten in der Rhetorik

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Überzeugungsmittel

Aristoteles definiert Rhetorik folgendermaßen:

Die Rhetorik stelle also das Vermögen dar, bei jedem Gegenstand das möglicherweise Glaubenerweckende zu erkennen. (ebd., S. 12)

Die Theorie der Beredsamkeit ist also universell auf jeden Sachverhalt anzuwenden und nicht auf einen bestimmten Gegenstand beschränkt. Das hat sie mit der Dialektik gemeinsam.

In der Theorie der Beredsamkeit geht es ganz allgemein darum etwas darüber auszusagen, mit welchen Mitteln der Zuhörer überzeugt wird.

Nach Aristoteles gibt es zwei Arten von Überzeugungsmitteln: inartifizielle und artifizielle. Dabei sind inartifizielle Überzeugungsmittel diejenigen, die außerhalb der Theorie liegen, sie beinhalten das „was vorhanden war“ (ebd., S. 12). Aristoteles nennt als Beispiele für inartifizielle Überzeugungsmittel: „Zeugen, Folterungen, Urkunden und dergleichen sonst“ (ebd., S.12 f.). Artifizielle Überzeugungsmittel hingegen sind in der Theorie selbst begründet. Es sind dies zum einen der Charakter des Redners, die Stimmung der Zuhörer und die Rede selbst:

Durch seinen Charakter kann der Redner vor allem dort überzeugen, wo noch Zweifel herrschen. Der Redner muss glaubwürdig auftreten und sich der Rede entsprechend präsentieren. Der „sittliche Lebenswandel“ (ebd., S. 13) trägt nach Aristoteles sehr wohl zu der Glaubwürdigkeit des Redners in den Augen der Rezipienten bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der aristotelischen Rhetorikauffassung ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.

2 Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Rhetorik in Griechenland nach und thematisiert die Kritik Platons an der Rhetorik der Sophisten sowie erste eigene Lösungsansätze.

3 Aristoteles Theorie der Beredsamkeit: Hier wird der Kern der aristotelischen Rhetorik dargelegt, insbesondere ihre Nähe zur Dialektik und die wissenschaftliche Fundierung des Kanons der Beredsamkeit.

3.1 Kritik an bisherigen Theorien der Rhetorik: Dieses Kapitel arbeitet heraus, warum Aristoteles die bisherigen Ansätze für unvollständig hält, da sie sich zu stark auf die Affekterregung statt auf inhaltliche Argumente konzentrieren.

3.2 Die Überzeugungsmittel: Dieser Abschnitt klassifiziert die von Aristoteles definierten Überzeugungsmittel in inartifizielle und artifizielle Mittel sowie deren Anwendung in der Rede.

4 Schlussteil: Der Schlussteil reflektiert kritisch über das Machtpotenzial der Rhetorik und betont die notwendige Eigenständigkeit und Urteilsfähigkeit des Zuhörers gegenüber reiner Manipulation.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Rhetorik, Beredsamkeit, Dialektik, Überzeugungsmittel, Enthymem, Sophisten, Platon, Beweisführung, Argumentation, Persuasion, Rede, Glaubhaftmachung, antike Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auffassungen von Aristoteles darüber, was Rhetorik ausmacht und welche zentralen Komponenten eine Theorie der Beredsamkeit bilden sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Rhetorik, den Vergleich mit der Dialektik, die Einordnung in den historischen Kontext sowie die Analyse rhetorischer Überzeugungsmittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Aristoteles' wissenschaftliche Rhetorikkonzeption zu systematisieren, seine Kritik an den Sophisten darzulegen und die Klassifikation der Mittel zur Glaubhaftmachung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textnahen Analyse der ersten beiden Kapitel des ersten Buches von Aristoteles' Werk „Rhetorik“, ergänzt durch den historischen Vergleich mit anderen antiken Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Charakterisierung der Rhetorik durch Aristoteles, übt Kritik an vorherigen Theorien, die den Fokus einseitig auf Affekte legten, und erläutert die Unterscheidung zwischen artifiziellen und inartifiziellen Überzeugungsmitteln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Aristoteles, Rhetorik, Überzeugungsmittel, Enthymem, Dialektik und Persuasion charakterisiert.

Wie unterscheidet Aristoteles die Überzeugungsmittel?

Aristoteles differenziert zwischen inartifiziellen Mitteln, die außerhalb der Theorie existieren (wie Zeugen oder Urkunden), und artifiziellen Mitteln, die innerhalb der Theorie begründet sind (wie der Charakter des Redners, die Stimmung der Zuhörer und die inhaltliche Beweisführung der Rede).

Warum kritisiert Aristoteles die Rhetoriktheorien seiner Vorgänger?

Er kritisiert sie, weil sie sich zu stark auf die Manipulation des Publikums durch Affekte konzentrierten, anstatt dem Redner Werkzeuge an die Hand zu geben, um die objektive Glaubwürdigkeit einer Sache durch logische Schlussverfahren (Enthymeme) zu stützen.

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Details

Title
Aristoteles' Rhetorikansichten - Darstellung anhand der ersten beiden Kapitel seines Werkes "Rhetorik"
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophisches Institut)
Grade
2
Author
Sascha Storck (Author)
Publication Year
2001
Pages
11
Catalog Number
V44962
ISBN (eBook)
9783638424547
ISBN (Book)
9783638750493
Language
German
Tags
Aristoteles Rhetorikansichten Darstellung Kapitel Werkes Rhetorik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Storck (Author), 2001, Aristoteles' Rhetorikansichten - Darstellung anhand der ersten beiden Kapitel seines Werkes "Rhetorik", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44962
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