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Selfies und die Sehnsucht des Menschen nach Identität zwischen Narzissmus und Nächstenliebe

Title: Selfies und die Sehnsucht des Menschen nach Identität zwischen Narzissmus und Nächstenliebe

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Borges (Author)

Theology - Miscellaneous
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Der Verfasser beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, inwieweit Selfies, als Beispiel für die heute digitale Außendarstellung, im Spannungsgefüge von Selbstliebe und Nächstenliebe einzuordnen sind. Der Leser soll durch eine induktive Gliederung einen strukturierten und kohärenten Eindruck des Themas erhalten.

In Kapitel 2 werden die grundlegenden Fachbegriffe von Narzissmus, Nächstenliebe und Identität näher erläutert und einer Definition angenähert. Im darauffolgenden Kapitel geht der Verfasser spezifischer auf den Prozess der Identitätsbildung ein. Hierbei stützt er sich besonders auf die grundlegenden Thesen von Heiner Keupp. Eine spezifischere Überleitung hin zur Selfie-Thematik findet sich in Kapitel 4. Hier findet sich eine Symbiose aus medienpsychologischen, theologischen und anthropologischen Sichtweisen hinsichtlich des Forschungsfeldes. Michael Bauer stellt mit seinem Aufsatz die Frage in den Raum, ob die sozialen Netzwerke einer „Narzissmus-Epidemie“ ausgesetzt sind und wie man ihnen begegnen sollte. Er entgegnet kritischen Medienberichten, argumentierenden Medienpädagogen und der theologischen Ethik mit zwölf Indizien, warum der Narzissmus-Vorwurf gegenüber der Selfie-Kultur unangebracht ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Narzissmus

2.2 Nächstenliebe

2.3 Identität

3. Die Frage nach der Identitätsbildung

3.1 Identität nach Heiner Keupp

4. Medienbildung im Blick – Zwischen Selfies und Identität

4.1 Wegfall des Großen Anderen und Folgen daraus

4.2 Mediennutzung zwischen Narzissmus und Identität

4.3 Weiterer Umgang mit Selfies in der Anthropologie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwieweit Selfies als digitale Form der Außendarstellung in das Spannungsgefüge von Selbstliebe und Nächstenliebe einzuordnen sind und welche Rolle sie bei der Identitätsbildung einnehmen.

  • Identitätskonstruktion im digitalen Zeitalter
  • Psychologische und theologische Perspektiven auf Narzissmus und Nächstenliebe
  • Die Bedeutung von Spiegelungsprozessen in sozialen Netzwerken
  • Medienkompetenz als anthropologische Herausforderung

Auszug aus dem Buch

3.1 Identität nach Heiner Keupp

Der Sozialpsychologe Heiner Keupp, der zu den Schülern von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer gehörte, beschäftigt sich unter anderem mit den gesellschaftlichen Wandlungsprozessen des Individuums.

Für Heiner Keupp ist Identität nichts von Geburt an Gegebenes. Vielmehr ist es ein Weg und ein Prozess sich seiner selbst bewusst zu werden. Keupp sieht es als „Projekt, das den Menschen zu sich selbst führt [...]“ (Keupp 2013: 65). Die Grundlage für die Konstruktion einer Identität ist in dem menschlichen Grundbedürfnis nach Anerkennung und Zugehörigkeit angesiedelt (vgl. Keupp 2000, 2011). Ohne die Verortung von Dritten in einem sozialen Gefüge ist dem Individuum ein wichtiger Eckpfeiler in der Identitätskonstruktion abhanden und macht es somit schwer, dem Suchenden eine Orientierung zu seinem Standpunkt innerhalb der Gesellschaft zu geben. Selfies bilden in diesem Sinne, in Bezug auf das vorangehende Zitat, das Mittel zum Zweck der Selbsterkenntnis. Folgt man den Aussagen Keupps, gestaltet der Mensch sein zu sich selbst führendes Projekt mit dem Werkzeug der Smartphones und Kameras. Durch eine nach außen getragene „selbstgebaute“ Inszenierung dieser Identität, wird diese innerhalb der Gesellschaft verortet und trägt zur Verortung des Selbst bei. Im Falle der virtuellen Welt ist es ein Geben und Nehmen von Feedback (vgl. Paus-Hasebrink 2018: 11f.), anlehnbar an die Ausrichtung der Nächstenliebe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Forschungsfrage ein, die sich mit der Identitätssuche des Menschen im digitalen Zeitalter und der Bedeutung von Medien als Sozialisationsinstanzen befasst.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe Narzissmus, Nächstenliebe und Identität, um das theoretische Fundament für die weitere Analyse zu legen.

3. Die Frage nach der Identitätsbildung: Hier wird der Prozess der Identitätskonstruktion anhand der Thesen von Heiner Keupp erläutert, wobei insbesondere die Spannung zwischen Individualität und sozialer Anpassung im Vordergrund steht.

4. Medienbildung im Blick – Zwischen Selfies und Identität: Dieses Hauptkapitel analysiert die Auswirkungen von Selfies auf die Identität, den Wegfall traditioneller Instanzen des "Großen Anderen" und die Notwendigkeit medienpädagogischer Handlungsstrategien.

5. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und verdeutlicht, dass Selfies als Werkzeug der Identitätsverortung dienen, deren Nutzung eine kritische Reflexion und Medienkompetenz erfordert.

Schlüsselwörter

Selfies, Identität, Narzissmus, Nächstenliebe, Identitätsbildung, Heiner Keupp, Medienbildung, soziale Netzwerke, Selbstinszenierung, Anerkennung, Authentizität, digitale Außendarstellung, Medienkompetenz, Subjektivität, Peer-Group

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen digitaler Selbstinszenierung durch Selfies und den ethischen bzw. psychologischen Konzepten von Narzissmus und Nächstenliebe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Identitätstheorie, dem Einfluss digitaler Medien auf die Persönlichkeitsentwicklung und der Rolle von Anerkennung in sozialen Netzwerken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Selfies nicht nur als oberflächliche Selbstdarstellung zu begreifen, sondern ihr Potenzial und ihre Risiken für die Identitätsbildung des Menschen zu analysieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und verknüpft dabei medienpsychologische, sozialpsychologische und theologische Perspektiven.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Identitätsbildung nach Heiner Keupp, dem Phänomen des "Großen Anderen" und der Bedeutung von Medienkompetenz für den richtigen Umgang mit Selfies.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identität, Narzissmus, Selbstliebe, Inszenierung und Medienbildung definiert.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Narzissmus und Selfies?

Der Autor grenzt den pathologischen Narzissmus ab und betrachtet eher das alltagspsychologische Phänomen der Selbstverliebtheit und den Druck zur ständigen digitalen Selbstoptimierung.

Welche Rolle spielt die Theologie in dieser Untersuchung?

Die Theologie dient als ethischer Kontrapunkt, insbesondere durch das Gebot der Nächstenliebe, welches im Kontrast zur modernen, oft narzisstisch geprägten digitalen Selbstinszenierung steht.

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Details

Title
Selfies und die Sehnsucht des Menschen nach Identität zwischen Narzissmus und Nächstenliebe
College
RWTH Aachen University  (Katholische Theologie)
Grade
1,3
Author
Jan Borges (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V449695
ISBN (eBook)
9783668836822
ISBN (Book)
9783668836839
Language
German
Tags
Selfie Medien Medienpädagogik Theologie Narzissmus Nächstenliebe Keupp Jugend Identität Identitätsbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Borges (Author), 2018, Selfies und die Sehnsucht des Menschen nach Identität zwischen Narzissmus und Nächstenliebe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449695
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