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Die Bedeutung von Übergangsritualen nach dem Dreiphasenmodell von Arnold van Gennep

Title: Die Bedeutung von Übergangsritualen nach dem Dreiphasenmodell von Arnold van Gennep

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jennifer Siehms (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Was macht Rituale aus? Laut Axel Michaels sind alle Rituale Handlungen und jede Handlung wiederum ist eine Veränderung, somit ist jedes Ritual in gewisser Weise eine Veränderung, ein Übergang. Den Begriff der Übergangsriten prägte Arnold van Gennep in seinem bekannten Werk „Les rites de passage“, welches erstmals 1909 erschien.

Noch heute ist sein Hauptwerk von großer Bedeutung, es findet eine breite Anwendung in der Ethnologie, Soziologie, Kulturgeschichte und anderen Gesellschaftswissenschaften. Mit seiner Analyse der Übergangsriten beschäftigt sich diese Arbeit, ebenso wie mit einem seiner Beispiele für Übergangsriten und mit dem Wandel, denen die Bedeutung von Ritualen unterworfen ist. Es soll deutlich gemacht werden, dass Rituale, die Übergänge begleiten bis heute nicht an Aktualität verloren haben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arnold van Gennep – ein kurzer Überblick

2.1 Biographie

2.2 Historische Einordnung

3. Genneps Modell der Übergangsriten

3.1 Bedeutung der Gesellschaft in Bezug auf Rituale

3.2 Wozu Übergangsriten?

3.3 Die drei Phasen der Übergangsriten

3.4 Beispiel: Bestattung

4. Heutige Bedeutung von Übergangsriten – Rituale im Wandel

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Übergangsriten anhand des klassischen Dreiphasenmodells von Arnold van Gennep. Ziel ist es, die wissenschaftliche Relevanz seiner Theorie für das Verständnis sozialer Transformationen darzulegen und deren Anwendbarkeit sowie den Wandel von Ritualen in modernen Gesellschaften kritisch zu beleuchten.

  • Biographische und historische Kontextualisierung von Arnold van Gennep
  • Analyse des Dreiphasenmodells (Trennungs-, Schwellen- und Angliederungsphase)
  • Funktion von Übergangsriten zur Stabilisierung sozialer Ordnungen
  • Untersuchung von Bestattungsriten als exemplarisches Fallbeispiel
  • Diskussion der Bedeutung von Ritualen in der heutigen, säkularisierten Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3.3 Die drei Phasen der Übergangsriten

Zwar hatten schon andere vor Arnold van Gennep, zum Beispiel Fustel de Coulange und Robertson Smith, die Dreigliedrigkeit von Ritualen erkannt, aber erst er unterteilte die Rituale strikt in die drei aufeinanderfolgenden Phasen von Trennungsriten (rites de separation), Schwellen- bzw. Umwandlungsriten (rites de marge) und Angliederungsriten (rites d’agrégation), damit betonte er deutlich ihren prozesshaften Charakter. Er demonstrierte dieses Modell an lebenszyklischen Ritualen (z.B. Geburt, Initiation, Heirat, Tod), ebenso wie an räumlichen und zeitlichen Übergängen (z.B. Ernterituale, Hauseinweihungen) und zeigte somit ihre beinahe universelle Anwendbarkeit (vgl. Michaels 2001, S. 24).

Die Trennungsphase löst das Individuum zunächst von seinem alten Zustand oder Ort, es tritt über in die ambivalente Schwellen- oder Umwandlungsphase, in der es sich in einer Art Zwischenwelt befindet, weder in dem einen Zustand noch in dem anderen, sondern zwischen zwei Welten 'schwebt' und schließlich die Angliederungsphase erreicht, die in den neuen Zustand oder den neuen Ort aufnimmt und integriert (vgl. Stohrer 2008, http://www.journal-ethnologie.de/Deutsch/Schwerpunktthemen/Schwerpunktthemen_2008/Ethnologische_Theorien/Vaeter_der_Ritualtheorie/index.phtml).

In der Theorie erfolgen Übergangsriten also in drei Schritten: „Trennungsriten, Schwellen- bzw. Umwandlungsriten die Zwischenphase und Angliederungsriten die Integrationsphase“ (Gennep 2005, S. 21). Je nach Ritualform und Kulturkreis sind diese drei Phasen unterschiedlich stark ausgebildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Übergangsriten ein, definiert den Begriff und umreißt die wissenschaftliche Relevanz des Werkes von Arnold van Gennep.

2. Arnold van Gennep – ein kurzer Überblick: Dieses Kapitel widmet sich dem Leben des Ethnologen und bettet sein Wirken in den historischen Kontext der Wissenschaftsgeschichte ein.

3. Genneps Modell der Übergangsriten: Hier wird das theoretische Kernstück der Arbeit behandelt: die gesellschaftliche Bedeutung von Ritualen, die Definition von Übergangsriten, das Dreiphasenmodell sowie ein praktisches Beispiel anhand von Bestattungen.

4. Heutige Bedeutung von Übergangsriten – Rituale im Wandel: Das Kapitel reflektiert über die Rolle von Ritualen in der modernen, säkularisierten Gesellschaft und zeigt auf, dass der Bedarf an strukturgebenden Übergängen bestehen bleibt.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die theoretischen Erkenntnisse und bestätigt die anhaltende Validität des Modells von van Gennep für das menschliche Leben.

Schlüsselwörter

Übergangsriten, Arnold van Gennep, Dreiphasenmodell, Trennungsriten, Schwellenriten, Angliederungsriten, Ritualtheorie, Ethnologie, Sozialstruktur, Bestattungsriten, Säkularisierung, Lebenszyklus, Statuspassage, Kulturwissenschaft, Soziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die anthropologische und soziologische Bedeutung von Übergangsriten, basierend auf dem einflussreichen Modell des Ethnologen Arnold van Gennep.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Ritualbildung, der gesellschaftlichen Funktion von Übergängen und der Anpassung ritueller Handlungen an den gesellschaftlichen Wandel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Dreiphasenmodell von van Gennep systematisch darzustellen und aufzuzeigen, warum Übergangsriten trotz gesellschaftlicher Veränderungen unverzichtbare Strukturen für Individuen bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturgestützte Analyse, bei der das Hauptwerk von Arnold van Gennep sowie aktuelle ritualwissenschaftliche Fachliteratur ausgewertet und kritisch interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biographische Vorstellung von van Gennep, die detaillierte Erläuterung seines Phasenmodells und eine Diskussion zur modernen Relevanz von Ritualen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Übergangsriten, Dreiphasenmodell, Statuspassage, Ritualtheorie, Soziologie und kultureller Wandel.

Wie unterscheidet van Gennep die drei Phasen der Übergangsriten?

Er unterscheidet zwischen der Trennungsphase (Ablösung vom alten Status), der Schwellenphase (Zwischenzustand) und der Angliederungsphase (Integration in den neuen Status).

Welches Beispiel wird zur Veranschaulichung der Theorie genutzt?

Die Arbeit zieht Bestattungsriten heran, um zu zeigen, wie soziale Übergänge bei einem so existenziellen Ereignis wie dem Tod rituell begleitet und strukturiert werden.

Verlieren Rituale in der heutigen modernen Gesellschaft an Bedeutung?

Obwohl traditionelle, stark formalisierte Rituale in säkularisierten Gesellschaften abnehmen, zeigt die Arbeit, dass das Bedürfnis nach Ritualen bei Übergängen als Konstante menschlicher Existenz erhalten bleibt.

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Details

Title
Die Bedeutung von Übergangsritualen nach dem Dreiphasenmodell von Arnold van Gennep
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Jennifer Siehms (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V449709
ISBN (eBook)
9783668835290
ISBN (Book)
9783668835306
Language
German
Tags
Rituale Übergangsrituale Arnold van Gennep Bestattungsriten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Siehms (Author), 2012, Die Bedeutung von Übergangsritualen nach dem Dreiphasenmodell von Arnold van Gennep, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449709
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