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Terrorismus: Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Verläufe

Title: Terrorismus: Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Verläufe

Thesis (M.A.) , 2005 , 85 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sascha Storck (Author)

Sociology - War and Peace, Military
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Unter dem Slogan „Krieg gegen den Terrorismus“ geht die Weltgemeinschaft, allen voran die USA, seit den Attentaten des 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington, gegen den Terrorismus vor. Nun stellt sich die Frage: Was ist Terrorismus eigentlich? Und wie zutreffend ist die Bezeichnung „Krieg“ für die Gegenmaßnahmen gegen ihn? Wer ist Terrorist? In der Rhetorik des amerikanischen Präsidenten, zum Beispiel sind Terroristen die anderen - die Angreifer. Niemand bezeichnet sich selbst als „Terrorist“, Aktivisten von Gewaltorganisationen verstehen sich selbst als „Freiheitskämpfer“. Es besteht also die Notwendigkeit, eine allgemeingültige Definition dessen zu finden, was als „Terrorismus“ bezeichnet werden kann. Um den Terrorismus zu bekämpfen, werden häufig zunächst Kriegsmetaphern verwendet und dann vor allem militärische Mittel, wie jüngst in Afghanistan und im Irak geschehen. Doch ist eine militärische Strategie, die sich an Nationen und Armeen orientiert, in diesem Fall überhaupt wirksam, oder muss die Weltgemeinschaft beim Vorgehen gegen Terrorismus nicht neue Strategien entwickeln, die sich mehr am Wesen des Terrorismus orientieren?
Diesen Fragestellungen widmet sich die vorliegende Arbeit. Unter dem Thema: Terrorismus - Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Verläufe, werden hier verschiedene Definitionsansätze des Terrorismus betrachtet, genauso wie die Organisation terroristischer Gruppen, ihre Vorgehensweise und ihre Zeile.
Um sich dem Thema zu nähern, werden zunächst die grundlegenden Prinzipien des Phänomens Terrorismus erläutert. Eingangs wird der Begriff Terrorismus bestimmt, wobei mehrere Definitionsansätze der Literatur miteinander verglichen werden, um anschließend die Definition von Terrorismus herauszuarbeiten, die dieser Magisterarbeit zugrunde liegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terrorismus im wissenschaftlichen Diskurs

2.1 Terrorismus als Kommunikationsstrategie

2.2 Terrorismus und Medien

2.3 Terrorismus versus Guerillakampf

2.4 Terrorismus versus Terror

2.5 Internationaler Terrorismus

3. Das terroristische Kalkül

3.1 Terroristische Strategie

3.2 Provokation als Machtstrategie

3.3 Erfolgsaussichten der Terroristen

4. Erscheinungsformen des Terrorismus

4.1 Sozialrevolutionärer Terrorismus

4.2 Ethnisch-nationalistischer Terrorismus

4.2.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten

4.3 Vigilantistischer Terrorismus

4.4 Religiöser Terrorismus

5. Terroristische Mechanismen

5.1 Medien

5.2 Die terroristische Organisation

5.3 Geographie

5.4 Technik

6. Zusammenhang zwischen Protestbewegungen und Terrorismus

6.1 Zwischenbetrachtung: Sind Demokratien besonders anfällig für Terrorismus?

7. Eskalationsschraube von Isolierung und Radikalisierung

7.1 Rahmenbedingungen im Untergrund

7.2 Schlüsselrolle der Ideologie

7.3 Der Militarisierungsprozess

7.4 Auswirkungen terroristischer Gewalt

8. Gegenmaßnahmen

8.1 Gegenmaßnahmen auf der Makroebene

8.2 Maßnahmen auf der Mesoebene

8.3 Maßnahmen auf der Mikroebene

8.4 Maßnahmen gegen den internationalen Terrorismus

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen des Terrorismus, wobei der Fokus auf dessen Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Verläufen liegt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Wesen terroristischer Organisationen zu entwickeln und zu hinterfragen, ob militärische Strategien allein zur Bekämpfung dieses komplexen Problems ausreichen.

  • Definitionsansätze und theoretische Abgrenzung des Terrorismus
  • Die Kommunikationsstrategie und das Kalkül terroristischer Gewalt
  • Differenzierung der Typen: Sozialrevolutionär, ethnisch-nationalistisch, vigilantistisch und religiös
  • Der Zusammenhang zwischen Protestbewegungen und Radikalisierung
  • Anfälligkeit demokratischer Systeme für terroristische Aktivitäten

Auszug aus dem Buch

2.1 Terrorismus als Kommunikationsstrategie

Terroristische Anschläge zielen jedoch nicht zuletzt auch darauf ab, ein möglichst großes Publikum zu beeindrucken. Hoffman bemerkt: „Beim Terrorismus geht es ebenso sehr um die Androhung von Gewalt wie um die Gewalttat selbst, dementsprechend ist er bewusst auf weitreichende psychologische Auswirkungen über das eigentliche Ziel der Tat hinaus an ein breiteres zuschauendes ‚Zielpublikum’ gerichtet.“ Für Waldmann hat der Terrorismus im Unterschied zu anderen Gewaltformen eine explizit öffentliche, mediale Komponente. Es handelt sich um symbolische Gewalt, die eine Botschaft vermitteln will: „Dem Terroristen geht es nicht um den eigentlichen Zerstörungseffekt seiner Aktionen. Diese sind nur ein Mittel, eine Art Signal, um einer Vielzahl von Menschen etwas mitzuteilen. Terrorismus, das gilt es festzuhalten, ist primär eine Kommunikationsstrategie.“ Hoffman betont in diesem Zusammenhang vor allem die Rolle der modernen Nachrichtenmedien „als wichtigster Kanal zur Verbreitung von Informationen über derartige Taten“. So spielen diese im Kalkül der Terroristen eine entscheidende Rolle: „Tatsächlich läuft ihr Tun, was seine Wirkung angeht, ohne Medienberichterstattung wohl weitgehend ins Leere, die Wahrnehmung desselben bleibt dann eng begrenzt auf die unmittelbaren Opfer von Angriffen und erreicht nicht das größere ‚Zielpublikum’ auf das die Gewalttätigkeit der Terroristen eigentlich abzielt.“

„Terrorismus ist Theater“, erklärt in diesem Zusammenhang Michael Jenkins und betont, dass „terroristische Angriffe oftmals sorgfältig so gestaltet werden, dass sie die Aufmerksamkeit der elektronischen Medien und der internationalen Presse auf sich ziehen.“

Dabei stellt sich die Frage nach der Art der Botschaften, welche Terroristen übermitteln, genau so, wie die nach dem Kommunikationsraum, in dem Terroristen agieren, und wie sich die kommunikative Funktion der Gewaltbotschaften auf die Frequenz terroristischer Anschläge auswirkt. Die Literatur beantwortet die Frage nach der Intention der Gewaltaktivitäten überwiegend damit, dass es das Ziel der Anschläge ist, das Vertrauen in den Staat und dessen Fähigkeit zum Bürgerschutz zu untergraben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung hinterfragt die Wirksamkeit militärischer Ansätze im sogenannten „Krieg gegen den Terrorismus“ und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen.

2. Terrorismus im wissenschaftlichen Diskurs: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Definitionsansätze und grenzt Terrorismus von anderen Gewaltformen wie dem Guerillakampf und staatlichem Terror ab.

3. Das terroristische Kalkül: Hier wird analysiert, wie terroristische Strategien, insbesondere Provokation, dazu genutzt werden, um politische Ziele durch psychologische Effekte zu erreichen.

4. Erscheinungsformen des Terrorismus: Das Kapitel kategorisiert Terrorismus in vier Leitideen: sozialrevolutionär, ethnisch-nationalistisch, vigilantistisch und religiös motiviert.

5. Terroristische Mechanismen: Dieser Abschnitt beleuchtet externe Faktoren wie die Rolle der Medien, den internen Aufbau von Organisationen, geographische Aspekte und den Einsatz von Technik.

6. Zusammenhang zwischen Protestbewegungen und Terrorismus: Es wird untersucht, wie aus friedlichen Protesten terroristische Gruppen hervorgehen können und warum Demokratien als besonders anfällig gelten.

7. Eskalationsschraube von Isolierung und Radikalisierung: Dieses Kapitel beschreibt die Eigendynamik terroristischer Gewalt im Untergrund sowie den Prozess der Militarisierung.

8. Gegenmaßnahmen: Abschließend werden Strategien zur Eindämmung auf Makro-, Meso- und Mikroebene kritisch bewertet.

9. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass klassische Strafverfolgung und militärische Mittel den modernen, globalen Terrorismus nur bedingt erfassen und plädiert für eine international organisierte Prävention.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Radikalisierung, Kommunikationsstrategie, Guerillakampf, Staatsterrorismus, Politische Gewalt, Sicherheitsdienste, Medien, Islamismus, Provokation, Untergrundorganisation, Eskalationsdynamik, Demokratien, Prävention, Systemkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Terrorismus nicht nur als Gewalttat, sondern als rational kalkuliertes, kommunikatives Phänomen, das auf spezifischen Entstehungsbedingungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen basiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die theoretische Definition des Begriffs, die Analyse des terroristischen Kalküls, die Klassifizierung verschiedener Terrorismustypen sowie die Mechanismen der Radikalisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, wie Terrorismus funktioniert, warum er in manchen Gesellschaften (insbesondere Demokratien) gedeiht und inwiefern staatliche Gegenmaßnahmen tatsächlich wirksam oder gar kontraproduktiv sein können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und theoretische Auseinandersetzung mit der politikwissenschaftlichen und soziologischen Forschung zum Thema Terrorismus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Strategien, die Untersuchung von Erscheinungsformen (z.B. RAF, ETA), Mechanismen der Organisation im Untergrund sowie die Dynamik der Eskalation und Möglichkeiten der staatlichen Gegensteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Terrorismus, Kommunikationsstrategie, Radikalisierung, Politische Gewalt, Ideologie, Sicherheitsmanagement und gesellschaftliche Anfälligkeit.

Warum gelten Demokratien als besonders anfälliger Nährboden für Terrorismus?

Aufgrund verbürgter Grundrechte, wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, bieten Demokratien einen idealen Resonanzraum für die Verbreitung terroristischer Botschaften, was Terroristen gezielt ausnutzen.

Was bedeutet die „Eskalationsschraube von Isolierung und Radikalisierung“?

Dies beschreibt eine Eigendynamik, bei der sich terroristische Gruppen durch das Leben im Untergrund sozial isolieren, sich immer stärker militarisieren und schließlich den Bezug zu ihren ursprünglichen politischen Zielen zugunsten der bloßen Selbsterhaltung verlieren.

Ist der Einsatz von Massenvernichtungswaffen durch Terroristen wahrscheinlich?

Nach Ansicht des Autors ist dies eher unwahrscheinlich, da die Mehrheit der terroristischen Gruppen an einer gezielten, symbolischen Wirkung interessiert ist, die durch Massenmorde konterkariert würde und zum Verlust der Unterstützung aus der eigenen Anhängerschaft führen könnte.

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Details

Title
Terrorismus: Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Verläufe
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Grade
2
Author
Sascha Storck (Author)
Publication Year
2005
Pages
85
Catalog Number
V44972
ISBN (eBook)
9783638424622
Language
German
Tags
Terrorismus Erscheinungsformen Entstehungsbedingungen Verläufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Storck (Author), 2005, Terrorismus: Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Verläufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44972
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