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Illegales Filesharing in Österreich

Titel: Illegales Filesharing in Österreich

Diplomarbeit , 2017 , 110 Seiten , Note: 1

Autor:in: Martin Pojer (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der unlizenzierten Mediennutzung. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Breitbandnetzes und der Weiterentwicklung der verwendeten Technologien, aber auch durch rechtliche Änderungen und Anpassungen unterzieht sich die unlizenzierte Mediennutzung einem ständigen Wandel. Problematisch ist hierbei auch der Abgang vom herkömmlichen Peer to Peer-Filesharing hin zum Streaming und der Nutzung von Filehoster.

Zu Beginn der Arbeit werden die technischen Möglichkeiten betrachtet, die eine Herausforderung für das Urheberrechtsgesetz darstellen. Hierbei erfolgt eine technische Vorstellung der Funktionsweise der unterschiedlichen Technologien. Zusätzlich werden Möglichkeiten vorgestellt um die eigene Person im Internet zu verbergen.

Im zweiten Abschnitt erfolgt die rechtliche Betrachtung, begonnen mit der historischen Entwicklung des Urheberrechtsgesetzes und der Vorstellung der wichtigsten Urheberrechtsnovellen. Anschließend erfolgt eine Analyse und Darstellung der jüngsten rechtlichen Entwicklungen der Länder Österreich, Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Im dritten und letzten Abschnitt werden die wirtschaftlichen Aspekte betrachtet. Es erfolgt die Aufarbeitung bereits durchgeführter Studien zur unlizenzierten Mediennutzung. Zusätzlich erfolgt die Auswertung, der in dieser Arbeit durchgeführten quantitativen Untersuchung. Die Ergebnisse werden in Zusammenhang gebracht und mit dem bisherigen Forschungsstand verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition, Erläuterung und Klärung wichtiger Begriffe

2.1 Filesharing

2.2 Digitalisierung

2.3 Download

2.4 Upload

2.5 Streaming

2.6 Übertragungsgeschwindigkeit

2.7 Tauschbörsen / Torrent Netzwerke / Peer to Peer (P2P)

2.8 Filehoster / Sharehoster / One Click Hoster (OCH)

2.9 Untersuchungsgegenstand: unlizenzierte Mediennutzung

3 Technische Möglichkeiten zur unlizenzierten Mediennutzung

3.1 Filesharing nach dem Client-Server-Prinzip

3.1.1 Usenet

3.1.2 One Click Hoster

3.2 Peer to Peer Filesharing - BitTorrent

3.3 Anonymes Peer to Peer

3.3.1 Zwischenstationen zur Verschleierung – Proxies

3.3.2 Kleine Gruppen (Darknet)

3.4 Streaming-Plattformen

3.4.1 Live-Streaming

3.4.2 On-Demand-Streaming

3.5 Zwischenergebnis

4 Rechtliche Grundlagen

4.1 Der Begriff “Raubkopierer“

4.2 Raubkopie

4.3 Raub

4.4 Sind “Raubkopierer“ Verbrecher?

4.5 Fazit

5 Das österreichische Urheberrechtsgesetz

5.1 Historische Entwicklung

5.2 Die wichtigsten Urheberrechtsnovellen

5.2.1 Urheberrechtsnovelle 1980

5.2.2 Urheberrechtsnovelle 1996

5.2.3 Urheberrechtsnovelle 2003

5.2.4 Urheberrechtsnovelle 2013

5.2.5 Urheberrechtsnovelle 2015

5.3 Das österreichische Urheberrecht im Vergleich zum Copyright

5.4 Fazit

6 Rechtliche Entwicklung im internationalen Vergleich

6.1 Österreich

6.2 Frankreich

6.2.1 Three-Strikes Modell

6.2.2 Umgang mit Zugangssperren

6.3 Großbritannien

6.3.1 Digital Economy Act 2010

6.3.2 Digital Economy Act 2017

6.3.3 Umgang mit Zugangssperren

6.3.4 Urteile

6.4 Deutschland

6.4.1 Umgang mit Zugangssperren

6.4.2 Urteile / Abmahnungen

6.5 Zwischenergebnis

7 Wirtschaftliche Aspekte

7.1 Ausmaß und Verbreitung von unlizenzierten Medieninhalten

7.2 Motive für unlizenzierte Mediennutzung

7.3 Moralische Bewertung von unlizenzierter Mediennutzung

7.4 Wirtschaftliche Auswirkungen durch unlizenzierte Mediennutzung

7.5 Quantitative Online-Befragung

7.5.1 Fragebogenaufbau

7.5.2 Methodisches Vorgehen

7.6 Ergebnisse der quantitativen Befragung

7.6.1 Soziodemographische Daten

7.6.2 Internetfähigkeiten

7.6.3 Unlizenzierte Mediennutzung

7.6.4 Moralische Einstellungen

7.7 Zwischenergebnis

8 Schlusswort und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die aktuelle Situation und Entwicklung der unlizenzierten Mediennutzung in Österreich unter Berücksichtigung rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das primäre Ziel ist es, den Status quo der urheberrechtlichen und strafrechtlichen Aufstellung Österreichs im internationalen Vergleich zu analysieren und notwendige Anpassungen für technologische Entwicklungen zu identifizieren.

  • Technische Funktionsweisen von Filesharing, Streaming und Anonymisierungstools
  • Historische Entwicklung und Novellierungen des österreichischen Urheberrechtsgesetzes
  • Internationaler Vergleich der Rechtslage und regulatorischer Ansätze (Österreich, Frankreich, Großbritannien, Deutschland)
  • Wirtschaftliche Auswirkungen und Motive für unlizenzierte Mediennutzung
  • Quantitative Analyse des Nutzerverhaltens und moralischer Einstellungen in Österreich

Auszug aus dem Buch

3.2 Peer to Peer Filesharing - BitTorrent

Das derzeit noch bedeutendste Protokoll, das für P2P-Dienste genutzt wird, ist BitTorrent. Nach einer Studie aus dem Jahr 2011, durchgeführt von Envisional, war BitTorrent für fast 15 Prozent des gesamten Internettraffics verantwortlich. Es sind rund um die Uhr mehr als acht Millionen Nutzerinnen und Nutzer mit dem Netzwerk verbunden, die beiden größten BitTorrent-Clients besitzen 100 Millionen einzigartige Benutzerinnen und Benutzer und täglich nutzen 20 Millionen Personen die Clients. 22

Das BitTorrent Protokoll ist technisch der OSI-Schicht 7 – der Anwendungsschicht, zuzuordnen und setzt auf das Transmission Control Protocol (TCP) / Internet Protocol (IP)-Referenzmodell auf. Der Unterschied von P2P Programmen wie BitTorrent ist, dass die Dateien nicht wie in der Client-Server-Architektur zentral auf einem Server abgespeichert sind und einzeln heruntergeladen werden können, sondern die Dateien werden zwischen den Nutzerinnen und Nutzern ausgetauscht. Die Dateien liegen auf mehreren lokalen Clients bereit und werden auch von mehreren Clients gleichzeitig bezogen. Während die Datei noch heruntergeladen wird, werden Teile dieser Datei direkt den anderen Benutzerinnen und Benutzern bereitgestellt. Dieses Verhalten stellt eine hohe Geschwindigkeit für den Download sicher und unterscheidet es auch vom herkömmlichen Herunterladen einer Datei mittels Hypertext Transfer Protocol (HTTP) oder File Transfer Protocol (FTP). Diese Vorgehensweise macht das BitTorrent Protokoll besonders geeignet für große Dateien, jedoch impliziert es auch, dass die Nutzerin und der Nutzer nicht nur Downloaderin und Downloader, wie es bei der Nutzung eines Filehosters der Fall wäre, sondern gleichzeitig auch Uploaderin und Uploader sind. Die benötigten Programme und Dienste stellen lediglich die Infrastruktur dar, um andere Peers zu finden, bzw. um die gesuchte Datei zu finden. Ein Beispiel stellt “The Pirate Bay“ (TPB) dar. Die Webseite ist ein sogenannter “Tracker“, das bedeutet, das Portal stellt lediglich die Informationen für die Peers bereit, um sich gegenseitig zu finden. Im Normalfall hält ein Tracker lediglich eine eindeutige ID des Torrents bereit, der die IP-Adressen der Peers zugeordnet sind, die die Datei lokal verfügbar halten. Es wird kontinuierlich eine Verbindung zwischen den Peers und dem Tracker hergestellt, um auf Änderungen der verfügbaren Peers schnellstmöglich reagieren zu können. 23

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die technische Konzeption des Internets in Bezug auf das Kopieren von Inhalten und stellt die Forschungsfragen bezüglich der rechtlichen Aufstellung Österreichs und notwendiger Anpassungen.

2 Definition, Erläuterung und Klärung wichtiger Begriffe: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Filesharing, Digitalisierung, Download, Upload und Streaming, um ein grundlegendes Verständnis für die Arbeit zu schaffen.

3 Technische Möglichkeiten zur unlizenzierten Mediennutzung: Das Kapitel analysiert die technischen Grundlagen der unlizenzierten Mediennutzung, unterteilt in P2P-Netzwerke, Filehoster und Streaming-Plattformen, sowie Techniken zur Anonymisierung.

4 Rechtliche Grundlagen: Es werden zentrale Begriffe wie Raubkopie und Raub rechtlich eingeordnet und die Werbekampagnen der Medienindustrie kritisch hinterfragt.

5 Das österreichische Urheberrechtsgesetz: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des österreichischen Urheberrechts sowie die wichtigsten Novellen und vergleicht diese mit dem angloamerikanischen Copyright.

6 Rechtliche Entwicklung im internationalen Vergleich: Eine Analyse und Darstellung jüngster rechtlicher Entwicklungen und Ansätze zum Umgang mit Zugangssperren in Österreich, Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

7 Wirtschaftliche Aspekte: Untersuchung der ökonomischen Dimensionen illegaler Mediennutzung durch Studienaufarbeitung und Darstellung einer eigenen quantitativen Online-Befragung.

8 Schlusswort und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Handhabung von Urheberrechtsverletzungen im Internet.

Schlüsselwörter

Filesharing, unlizenzierte Mediennutzung, Urheberrecht, Streaming, BitTorrent, One Click Hoster, Raubkopie, Netzsperren, Internetpiraterie, digitale Distribution, Medienindustrie, Rechtsvergleich, Online-Befragung, Nutzerverhalten, Urheberrechtsnovelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung der unlizenzierten Mediennutzung, den damit verbundenen technischen Herausforderungen und den rechtlichen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen in Österreich und im internationalen Vergleich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt technische Aspekte der Internetpiraterie, die Entwicklung des österreichischen Urheberrechts, internationale rechtliche Ansätze (wie Sperren und Haftungsfragen) sowie wirtschaftliche Auswirkungen und Motive von Nutzern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Österreich im internationalen Vergleich bezüglich Urheber- und Strafrecht aufgestellt ist und welche rechtlichen Ergänzungen notwendig sind, um auf zukünftige technologische Entwicklungen reagieren zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der theoretische Teil basiert auf einer Literaturanalyse. Der empirische Teil umfasst eine quantitative Online-Befragung von 139 in Österreich lebenden Personen zur Mediennutzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Analyse (P2P, Streaming), eine rechtliche Einordnung (Urheberrechtsgesetz, Novellen, internationaler Vergleich) und eine wirtschaftliche Untersuchung mittels Studien und eigener Primärforschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Filesharing, unlizenzierte Mediennutzung, Urheberrecht, Streaming, Netzsperren und Internetpiraterie.

Warum wird der Begriff "unlizenzierte Mediennutzung" anstelle von "Raubkopie" verwendet?

Der Begriff wurde gewählt, um die in Österreich häufig verwendeten, aber rechtlich unpräzisen Begriffe wie "Raubkopie" zu vermeiden und eine neutralere, sachliche Grundlage für die Untersuchung zu schaffen.

Welche Rolle spielen Netzsperren in der aktuellen rechtlichen Debatte?

Netzsperren werden von verschiedenen Ländern unterschiedlich gehandhabt. Die Arbeit zeigt auf, dass ihre Effektivität oft hinterfragt wird und sie technische Herausforderungen sowie Bedenken hinsichtlich der Meinungsfreiheit mit sich bringen.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Illegales Filesharing in Österreich
Hochschule
FH JOANNEUM Kapfenberg
Note
1
Autor
Martin Pojer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
110
Katalognummer
V449790
ISBN (eBook)
9783668843554
ISBN (Buch)
9783668843561
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Filesharing Raubkopie Urheberrecht unlizenzierte Mediennutzung One Click Hoster BitTorrent Streaming
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Pojer (Autor:in), 2017, Illegales Filesharing in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449790
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