Die zunehmende Globalisierung, der zunehmende Anspruch der Unternehmen auch international agieren und wachsen zu können, agil zu arbeiten und auch mal etwas Neues, etwas Innovatives zu probieren. All das sind Gründe, welche die Wichtigkeit und Relevanz von Projektarbeit hervorheben. In fast jedem Großkonzern und auch in vielen mittelständischen Unternehmen, gehört die Projektarbeit zum Arbeitsalltag im 21.Jahrhundert dazu. Doch Projektarbeit allein bringt keinen Wandel, keine Internationalisierung und am Ende auch keinen Erfolg. Es sind federführend die Personen, welche im Rahmen dieser Projektteams tätig werden und maßgeblich auch die Führungskraft dahinter, welche die Verantwortung dafür trägt, dass das Projekt zum Erfolg geführt wird. Der Mensch ist hier das Maß aller Dinge. Nun ist gerade die Projektebene eine Welt voller besonderer Gegebenheiten und Herausforderungen welchen man gegenübersteht, umso wichtiger ist es hier die Führung der Mitarbeiter zu optimieren, um die Resultate langfristig, kurzfristig und vor allem anwendungsorientiert zu verbessern.
Im Verlauf dieser Arbeit, soll zuerst einmal ein Verständnis dafür geschaffen werden, was es mit der Projektarbeit auf sich hat, welche Relevanz ihr zugeschrieben wird und auch welchen Ursprungs sie ist. Darüber hinaus wird die besondere Rolle der Führung im Projekt thematisiert, um dann fern von alten Modellen, zwei bekannte Disziplinen miteinander zu kombinieren, denn die Frage nach dem „wie ticken wir wirklich?“, beschäftigt lang schon nicht mehr nur die Wissenschaft. Es werden die Disziplinen aufgezeigt, welche die Neurobetriebswirtschaftslehre prägen, den Ursprung und die ersten Experimente, welche eine ganze Reihe von Forschungen auslösten. In der zweiten Hälfte dieser Arbeit, werden die aktuellsten Modelle des Neuroleaderships aufgezeigt und final mit konkreten Fallbeispielen dargestellt.
Ziel ist es, diese Disziplin mit allen Besonderheiten und Begrifflichkeiten zu veranschaulichen um sie als Führungskraft möglichst effizient auf das Wesen der Projektarbeit anwenden zu können.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Projektmanagement – Grundlagen und Definition
2.1 Projekte
2.2 Projektmanagement
2.3 Die Rolle der Führung in Projekten
3. Neuroleadership
3.1 Neuroökonomie
3.2 Neurobetriebswirtschaftslehre
3.3 Neuroleadership als Disziplin
3.4 Umsetzung des Neuroleaderships als Führungskraft
3.4.1 Das AKTIV-Modell
3.4.2 Das PERFEKT-Schema
4.Anwendungsbeispiele Neuroleadership bei Führung auf Projektebene
5.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendbarkeit neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf die Führung von Projektteams. Ziel ist es, ein Verständnis für die projektorientierte Führung zu schaffen und neurobiologische Modelle als effizientes Werkzeug zur Leistungssteigerung und Konsistenzförderung bei Mitarbeitern innerhalb komplexer Projektumgebungen zu etablieren.
- Grundlagen des klassischen Projektmanagements und die Rolle der Führungskraft.
- Einführung in die Neuroökonomie und Neurobetriebswirtschaftslehre.
- Vorstellung von Neuroleadership als interdisziplinäre Managementdisziplin.
- Detaillierte Analyse des AKTIV-Modells und des PERFEKT-Schemas.
- Praktische Anwendungsbeispiele zur Optimierung des Führungshandelns in Projekten.
Auszug aus dem Buch
3.1 Neuroökönomie
Unter Neuroökonomie, versteht sich die Wissenschaft, die menschliches Verhalten in Verhaltenssituationen ökonomischen Umfelds, mithilfe methodischer Unterstützung der Neurowissenschaften beschreibt und zugleich auch erklärt. Seit Mitte der 90er Jahre erlebt diese Wissenschaftsdisziplin eine Art Boom, was zum Teil durch eine rasante technische Entwicklung der modernen Hirnforschung zu erklären ist und mit eben „neuen“ technischen Möglichkeiten einhergeht. Das Ziel der Neuroökonomie ist es, das Gehirn besser zu verstehen und alle affektiven und kognitiven Prozesse vollends zu erfassen. Dieses Ziel ist durch den zuvor genannten technischen Fortschritt, zunehmend besser erreichbar. Die Neuroökonomie versteht sich als interdisziplinäre Wissenschaft, da sie Ergebnisse der Psychologie und Ergebnisse der Neurowissenschaften, mit betriebswirtschaftlichen Themen zusammenbringt.
Erste Berührungspunkte der Neurowissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre, gehen bis in die 1970er-Jahre zurück. Erstmalig angestoßen von Werner Kröber-Riel, welcher mit seinen Forschungen im Bereich Marketing und Konsum nahelegte, die Gehirnaktivitäten in Relation zu einem Stimulus zu untersuchen, um damit das Verhalten der Konsumenten besser einschätzen zu können. Die Studie, welche als Begründer der Neuroökonomie gilt, ist das sogenannte Cola-Experiment. In diesem Experiment von McClure, wurden die neuronalen Stoffwechselprozesse der Testpersonen auf Korrelationen mit dem Verzehr der beiden bekanntesten Getränke und der dahinterstehenden Marken, Coca-Cola und Pepsi, untersucht. Ergebnis der Studie war, dass die Probanden beim Probieren der Getränke mit vorheriger Anonymisierung der dahinterstehenden Marken, stringente neuronale Stoffwechselprozesse verzeichneten. Hingegen im zweiten Versuch, bei Offenlegung der Marken, die Ergebnisse signifikant beeinflusst wurden und zwar zu Gunsten von Coca-Cola. Der Grund dafür wurde in Aktivitäten der Hirnregionen begründet, welche maßgeblich im Zusammenhang mit den Emotionen stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz der Arbeit durch die steigende Bedeutung der Projektarbeit in globalisierten Unternehmen und stellt die Forschungsfrage nach der Kombination von Neuroleadership und Projektführung.
2. Projektmanagement – Grundlagen und Definition: Hier werden der Projektbegriff definiert, die Abgrenzung zu Nicht-Projekten verdeutlicht sowie die Rolle der Führungskraft als Dirigent im Projektkontext erläutert.
3. Neuroleadership: Dieses Kapitel erläutert die neurowissenschaftlichen Grundlagen, ordnet die Neuroökonomie ein und stellt das AKTIV-Modell sowie das PERFEKT-Schema als Werkzeuge für Führungskräfte vor.
4.Anwendungsbeispiele Neuroleadership bei Führung auf Projektebene: Anhand eines Fallbeispiels in einem Chemiekonzern wird die praktische Anwendung der Neuroleadership-Modelle demonstriert, um die Mitarbeiterzufriedenheit und Projektleistung zu steigern.
5.Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass Neuroleadership eine wertvolle, wissenschaftlich fundierte Ergänzung zu traditionellen Managementtheorien darstellt, um Herausforderungen in der Projektarbeit effizient zu meistern.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Führung, Neuroleadership, Neuroökonomie, Neurowissenschaften, AKTIV-Modell, PERFEKT-Schema, Konsistenz, Mitarbeiterführung, Projektteams, Gehirngerechte Führung, Emotionale Ebene, Motivation, Projektführung, Leistungssteigerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie Erkenntnisse aus dem Neuroleadership die Führung von Projektteams effektiver gestalten können.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Zentrale Felder sind die Definition von Projekten, das moderne Projektmanagement, die neurowissenschaftliche Fundierung von Entscheidungen (Neuroökonomie) sowie die Anwendung neuroleadership-spezifischer Modelle in der Personalführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Neuroleadership-Methoden für Projektmanager greifbar zu machen, damit diese ihre Mitarbeiter gehirngerecht führen und so die Gesamtleistung in Projekten verbessern können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Erläuterung neurowissenschaftlicher Studien (wie dem Cola-Experiment) und der Anwendung von Modellen (AKTIV, PERFEKT) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Projektmanagements, die Herleitung von Neuroleadership aus der Hirnforschung und die praktische Darstellung von Implementierungsstrategien in der Projektpraxis.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Neuroleadership, Projektführung, Konsistenzprofil, AKTIV-Modell und Gehirngerechte Führung.
Was genau beschreibt das AKTIV-Modell?
Das AKTIV-Modell ist ein systematischer Prozess zur Evaluierung der Grundbedürfnisse von Mitarbeitern, um durch Konsistenzprofile eine passgenaue Führung zu ermöglichen.
Wie hilft das PERFEKT-Schema dem Projektleiter?
Das PERFEKT-Schema definiert konkrete Anforderungen an eine Führungskraft, wie etwa die Förderung von Potenzialen, transparente Kommunikation und emotionales Führen, um die Grundbedürfnisse der Teammitglieder positiv zu adressieren.
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- Patrick Majunke (Author), 2018, Anwendung des Neuroleaderships im Projektmanagement. Untersuchung der Erkenntnisse zum Neuro-Leadership auf die Projektführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450181