Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Romance Studies - Spanish Studies

Die U.S.-amerikanische politische Kultur im Spiegel lateinamerikanischer Communities. Welche Mobilisierungstendenzen politischer Partizipation lassen sich auszeichnen?

Title: Die U.S.-amerikanische politische Kultur im Spiegel lateinamerikanischer Communities. Welche Mobilisierungstendenzen politischer Partizipation lassen sich auszeichnen?

Term Paper , 2015 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Yves Ribaric (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Während Lateinamerika in den vorherigen Jahrhunderten einst ein klassisches Einwanderungsziel für Europäer war, so wird der Kontinent heute vor allem durch das Moment der Auswanderung bestimmt. Waren es einst politische Gründe, so sind es gegenwärtig vorwiegend wirtschaftliche wie finanzielle Anlässe, die den hierbei zu verzeichnenden Migrationsströmen ihre Motivationsgrundlage geben. Insbesondere die USA sind zum primären Aufnahmeland avanciert, was zur Folge hat, dass neusten Zahlen zufolge ungefähr über 54 Millionen U.S. Bürger entweder Lateinamerikaner oder lateinamerikanischer Abstammung sind. Damit stellt diese Bevölkerungsgruppe etwa 17 Prozent der U.S.-amerikanischen Gesamtbevölkerung dar.

Im Zuge dessen haben sich auf unterschiedlichen Wege eine Vielzahl an politischen Organisationen und Wirtschaftsverbänden auf kommunaler, lokaler wie nationaler Ebene etabliert, welche die Interessen der lateinamerikanischen Bevölkerungsgruppe hinsichtlich humanitär wie sozialer Fragen repräsentieren und dabei einen erheblichen Einfluss auf die politischen Entscheidungsprozesse ausüben

Vor diesem Hintergrund liegt das wesentliche Anliegen der vorliegenden Studie in der Herausarbeitung der divergenten politischen Gestaltungsmöglichkeiten seitens der lateinamerikanischen Bevölkerungsgruppe. Sie widmet sich dabei der Leitfrage, welche Mobilisierungstendenzen politischer Partizipation sich im historischen Verlauf auszeichnen lassen, wo ihre Motivation zu finden war und aktuell ist und zu welchen Ergebnissen diese divergente Partizipation innerhalb der politischen Kultur schlussendlich geführt haben

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. U.S-amerikanische politische Kultur im Wandel des 21. Jahrhunderts

1.2 Problemstellung, erkenntnisleitendes Interesse und Forschungsfrage

1.3 Forschungsdesign und methodischen Vorgehen

2. Lateinamerikanische Communities und Mobilisierungsformen im Kontext der politischen Kultur

2.1 Die Diversität der politischen Aktivität im historischen Kontext

2.2 Die Kampagne Viva Kennedy! und der Voting Right Act als Wendepunkt politischer Partizipation

2.3 Dimensionen lateinamerikanischer Partizipation am politischen System

3. Grassroots- und Top-down-Strukturen als Ausdruck eines politischen Engage- ments

3.1 Lokale Protestbewegungen mit Ziel nationaler Vernetzung

3.1.1 Chicanos

3.1.2 Young Lords Party

3.2 Strukturierte Identitätsbildung durch politische Organisationen: National Council of la Raza (NCLR)

4. Der differenzierte Blick auf die kulturellen Identitäten und Partikularinteressen lateinamerikanischer Bevölkerungsgruppen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die divergenten politischen Gestaltungsmöglichkeiten lateinamerikanischer Communities in den USA. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Mobilisierungstendenzen sich historisch auszeichnen lassen, welche Motivationen diesen zugrunde liegen und wie diese zu einer Partizipation innerhalb der U.S.-amerikanischen politischen Kultur geführt haben.

  • Politische Mobilisierung von lateinamerikanischen Bevölkerungsgruppen
  • Unterscheidung zwischen Grassroots- und Top-Down-Strukturen
  • Historischer Wandel der Partizipationsmöglichkeiten
  • Einfluss von Identitätsbildung auf politisches Engagement
  • Analyse der Interdependenz zwischen Communities und dem politischen Establishment

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Chicanos

Die semantische Klassifizierung Chicano, auch bekannt unter dem Synonym el Movimiento wurde von Historikern verwendet, um das Moment eines ethnischen Empowerments zu beschreiben und den Protest von Amerikanern mexikanischer Abstammung widerzuspiegeln, welche sich seit den 1940er Jahren mit Fokus auf die Erweiterung der Bürgerrechte vollzog. Und obwohl der Terminus Chicano ursprünglich als abwertende Bezeichnung für die MigranInnen und die deren nachfolgenden Generationen verwendet wurde, setzte er sich, aufgrund der schwierige Situation einer Identifikationkonstruktion, innerhalb welcher die MigranInnen sowohl als U.S. BürgerInnen als auch innerhalb Mexikos keine Akzeptanz mehr erfuhren, schlussendlich als Symbol der Selbstbestimmung innerhalb der USA durch:

The Chicano movement was a cultural as well as a political movement, helping to construct new, transnational cultural identities and fueling a renaissance in politically charged visual, literary, and performance art.

Hierbei handelt es sich um eine Konvergenz von mehreren Bewegungen, die sich wie folgt zusammengesetzt haben: Einerseits eine Jugendbewegung, die aus dem Kampf gegen Diskriminierung im Schulwesen hervorging:

Students played a central role in the Chicano fight for justice. Notable student groups include United Mexican American Students and Mexican American Youth Association. Members of such groups staged walkouts from schools in Denver and Los Angeles in 1968 to protest Eurocentric curriculums, high dropout rates among Chicano students, a ban on speaking Spanish and related issues. By the next decade, both the Department of Health, Education and Welfare and the U.S. Supreme Court declared it unlawful to keep students who couldn’t speak English from getting an education. Later, Congress passed the Equal Opportunity Act of 1974, which resulted in the implementation of more bilingual education programs in public schools.

Zusammenfassung der Kapitel

1. U.S-amerikanische politische Kultur im Wandel des 21. Jahrhunderts: Das Kapitel führt in die demographische Veränderung der USA durch lateinamerikanische Zuwanderung ein und erörtert die Forschungsfrage hinsichtlich politischer Partizipationsmöglichkeiten.

2. Lateinamerikanische Communities und Mobilisierungsformen im Kontext der politischen Kultur: Es wird der historische Kontext der politischen Aktivität beleuchtet, insbesondere durch die Kampagne "Viva Kennedy!" und die Bedeutung des Voting Right Act als Wendepunkt der Partizipation.

3. Grassroots- und Top-down-Strukturen als Ausdruck eines politischen Engage- ments: Dieses Kapitel analysiert spezifische Organisationsformen wie die Chicano-Bewegung und die Young Lords Party sowie den National Council of la Raza als Gegenbeispiel für nationale Interessenvertretung.

4. Der differenzierte Blick auf die kulturellen Identitäten und Partikularinteressen lateinamerikanischer Bevölkerungsgruppen: Das abschließende Kapitel fasst die Analyse zusammen und bewertet den zunehmenden politischen Machtfaktor lateinamerikanischer Bevölkerungsgruppen in den USA.

Schlüsselwörter

Lateinamerikanische Communities, Politische Partizipation, Grassroots-Organisationen, Top-Down-Strukturen, Chicanos, Young Lords Party, National Council of la Raza, Politische Kultur, Demographischer Wandel, Identitätsbildung, Bürgerrechte, Voting Right Act, Politische Mobilisierung, USA, Migration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich lateinamerikanische Bevölkerungsgruppen in den USA politisch organisieren und welche Faktoren ihre Partizipation im politischen System beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung lateinamerikanischer Mobilisierung, die Unterscheidung zwischen lokalen Grassroots-Bewegungen und nationalen Top-Down-Strukturen sowie die Bedeutung von kultureller Identität für politisches Engagement.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Mobilisierungstendenzen sich im historischen Verlauf bei lateinamerikanischen Gruppen gezeigt haben und wo deren spezifische Motivationsgründe sowie politische Einflussmöglichkeiten liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historischen Rückblick und die Analyse ausgewählter Organisationen als Forschungseinheiten, ergänzt durch die theoretische Einordnung mittels "Multilevel-Analysis".

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Partizipation, die detaillierte Untersuchung von Protestbewegungen wie den Chicanos und der Young Lords Party sowie die Analyse der strukturierten Interessenvertretung durch den National Council of la Raza.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie lateinamerikanische Communities, politische Partizipation, Grassroots- und Top-Down-Organisationen, Identitätsbildung und politischer Machtfaktor prägen den Kern der Analyse.

Was unterscheidet die "Grassroots"- von der "Top-Down"-Strategie in dieser Arbeit?

Grassroots-Organisationen sind laut der Analyse lokal fokussiert und entstehen aus unmittelbaren Missständen im nachbarschaftlichen Umfeld, während Top-Down-Strukturen eher national vernetzt, oftmals elitär gesteuert sind und eine pan-ethnische Interessenvertretung anstreben.

Welche Rolle spielten die Chicanos und die Young Lords Party?

Diese Gruppen dienten als Forschungseinheiten für lokale Protestbewegungen, die durch ihren Kampf gegen soziale und wirtschaftliche Diskriminierung sowie ihre Forderungen nach Selbstbestimmung das politische Bewusstsein nachhaltig veränderten.

Wie hat sich die Bedeutung der "Viva Kennedy!"-Kampagne für die spätere politische Arbeit ausgewirkt?

Die Kampagne gilt als Wendepunkt, da sie erstmals zu einer nationalen, pan-ethnischen Zusammenarbeit führte und die lateinamerikanische Bevölkerung als entscheidende Wählergruppe für das politische Establishment sichtbar machte.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Die U.S.-amerikanische politische Kultur im Spiegel lateinamerikanischer Communities. Welche Mobilisierungstendenzen politischer Partizipation lassen sich auszeichnen?
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Romanisches Seminar)
Course
Hauptseminar Sprachwissenschaft: Das Spanische in den USA
Grade
1,0
Author
Yves Ribaric (Author)
Publication Year
2015
Pages
25
Catalog Number
V450184
ISBN (eBook)
9783668840171
ISBN (Book)
9783668840188
Language
German
Tags
Politische Kultur der USA/Lateinamerika/Migration/Mobilisierungstendenzen politischer Partizipation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yves Ribaric (Author), 2015, Die U.S.-amerikanische politische Kultur im Spiegel lateinamerikanischer Communities. Welche Mobilisierungstendenzen politischer Partizipation lassen sich auszeichnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450184
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint