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Kommunikation und interpersonale Beziehungen im Kulturvergleich

Titel: Kommunikation und interpersonale Beziehungen im Kulturvergleich

Hausarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Juliane Friedrich (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit bezieht sich vorwiegend auf das Geben von Feedback im Arbeitskontext sowie auf die Partnerwahl als zwei spezifische Formen der zwischenmenschlichen Interaktion. In einem ersten Teil, dem theoretischen Hintergrund, welcher kommunikationspsychologische Grundlagen schaffen soll, werden Basismotive menschlicher Interaktion, Arten zwischenmenschlicher Beziehungen sowie Beziehungsmodelle erläutert. Vor dem Hintergrund dieser theoretischen Grundlage wird im Anschluss Kommunikation im beruflichen Kontext beleuchtet. Dabei liegt der Fokus auf der unterschiedlichen Handhabung und Bewertung von Feedback und Kritik. Weiterhin wird eine Studie aus dem Bereich der Partnerwahl in verschiedenen Kulturen vorgestellt, in der insbesondere der familiäre Einfluss auf die Partnerwahl in Deutschland und der Türkei verglichen wird. Zuletzt sollen vorgestellte Theorien und Ergebnisse diskutiert und zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

3. KOMMUNIKATION IM BERUFLICHEN KONTEXT

4. PARTNERWAHL IN VERSCHIEDENEN KULTUREN

5. DISKUSSION UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Prägungen auf die Gestaltung zwischenmenschlicher Interaktionen, wobei der Fokus insbesondere auf der Feedback-Kommunikation im Arbeitskontext sowie auf den Determinanten der Partnerwahl liegt.

  • Kulturübergreifende Basismotive menschlicher Interaktion
  • Kommunikationspsychologische Modelle in interkulturellen Settings
  • Analyse von Feedbackkulturen (Upgrading/Downgrading)
  • Familiärer Einfluss auf die Partnerwahl im Kulturvergleich
  • Bedeutung interkultureller Kompetenz in einer globalisierten Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

3. KOMMUNIKATION IM BERUFLICHEN KONTEXT

Meyer (2016) betrachtet in seinen Ausführungen insbesondere den Einfluss kultureller Differenzen im Bereich der Kommunikation im Arbeitskontext. Dabei liegt sein Fokus auf unterschiedlichen Feedbackkulturen in verschiedenen Ländern. Bei der Handhabung negativen Feedbacks unterscheidet Meyer zwei Formen: Upgrading und Downgrading. Beim Upgrading, welches insbesondere in direkten Kulturen Anwendung findet, wird das Feedback verstärkt durch Worte wie „absolutely“, „totally“ oder „strongly“. Diese Art von Feedback findet sich vor allen Dingen in Europa wieder.

Downgrading, in indirekten Kulturen wie asiatischen Ländern zu finden, bezeichnet die Abschwächung von Feedback durch Worte wie „kind of“, „sort of“, „a little“ oder „slightly“. Eine besondere Form des Downgradens bietet das „Deliberate Understatement“. Meyer (2016) liefert dazu folgendes Beispiel: Obwohl „This is nowhere Close to complete“ gemeint ist, wird beim Deliberate Understatement „We are not quite there yet“ gesagt.

Schon dieses kleine linguale Beispiel zeigt, dass ein und derselbe Kritikpunkt je nach kulturellen Gepflogenheiten sehr unterschiedlich dargestellt und aufgefasst werden kann. Daher ist es von großer Bedeutung, Nachrichten anderer Kulturen interpretieren zu können, wofür interkulturelle Kompetenz benötigt wird.

Meyer (2016) unterscheidet Kulturen insbesondere nach der Direktheit, in der negatives Feedback gegeben wird. Bei einer direkten Feedbackkultur, die beispielsweise in Ländern wie Russland, Israel, den Niederlanden, aber auch Deutschland vorzufinden ist, wird die negative Kritik Kollegen ehrlich, offen und unverblümt präsentiert und wird nicht durch andere, positive Aspekte abgeschwächt. Auch das Geben von Kritik vor einer Gruppe von Menschen ist hier nicht ungewöhnlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung kultureller Kontexte für die Beziehungsqualität ein und skizziert die Schwerpunkte der Arbeit: Feedback im Arbeitskontext und Partnerwahl.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert fünf kulturübergreifende Basismotive menschlicher Interaktion sowie die Relational Models Theory zur Beschreibung sozialer Beziehungsstrukturen.

3. KOMMUNIKATION IM BERUFLICHEN KONTEXT: Hier werden unterschiedliche Feedbackkulturen sowie die Unterscheidung zwischen direkter/indirekter und expliziter/impliziter Kommunikation im Arbeitsalltag analysiert.

4. PARTNERWAHL IN VERSCHIEDENEN KULTUREN: Das Kapitel untersucht anhand einer Studie Determinanten der Partnerwahl bei türkischstämmigen Personen und vergleicht diese mit dem westlichen Liebesideal.

5. DISKUSSION UND FAZIT: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert methodische Kritikpunkte und betont die Relevanz interkultureller Kompetenz für das soziale Zusammenleben.

Schlüsselwörter

Kulturvergleich, Sozialpsychologie, Kommunikation, Feedbackkultur, Partnerwahl, Relational Models Theory, Interkulturelle Kompetenz, Basismotive, Arbeitskontext, Globalisierung, Familiärer Einfluss, Soziokultureller Kontext

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie kulturelle Unterschiede die Art und Weise beeinflussen, wie Menschen kommunizieren und zwischenmenschliche Beziehungen, wie etwa in Arbeitsverhältnissen oder bei der Partnerwahl, gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf kommunikationspsychologischen Grundlagen, Feedbackstrategien in internationalen Arbeitskontexten sowie soziologischen Faktoren, die die Entscheidung bei der Partnerwahl beeinflussen.

Was ist das übergeordnete Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für kulturell bedingte Kommunikationsunterschiede zu entwickeln, um Missverständnisse zu vermeiden und eine erfolgreiche Zusammenarbeit sowie zwischenmenschliche Interaktion zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit nutzt unter anderem die Fünf-Basismotive menschlicher Interaktion nach Fiske & Fiske sowie die Relational Models Theory (RMT) und die Typologie der Feedbackkultur nach Meyer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil wird zunächst theoretisch erläutert, wie Kultur soziale Interaktionen prägt. Anschließend werden Feedbackstile im Beruf (Upgrading vs. Downgrading) analysiert und eine Studie zur Partnerwahl bei Menschen mit türkischem Migrationshintergrund vorgestellt.

Welche Aspekte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch einen kulturvergleichenden Ansatz aus, der sowohl theoretische psychologische Konzepte als auch empirische Befunde kombiniert, um das Verständnis für interkulturelle Dynamiken zu schärfen.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Upgrading“ und „Downgrading“ eine Rolle?

Diese Begriffe beschreiben, wie Kritik in verschiedenen Kulturen entweder verstärkt oder abgeschwächt wird, was für die korrekte Interpretation von Feedback in interkulturellen Arbeitsteams essenziell ist.

Welche Faktoren beeinflussen laut der Studie die Partnerwahl?

Die Untersuchung identifiziert den Bildungsgrad, den Kontakt mit der Aufnahmegesellschaft, die Religiosität, das Geschlecht sowie die Freizeitgestaltung als wesentliche Einflussfaktoren auf die Entscheidung für eine individuelle Partnerwahl.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kommunikation und interpersonale Beziehungen im Kulturvergleich
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Autor
Juliane Friedrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V450204
ISBN (eBook)
9783668840270
ISBN (Buch)
9783668840287
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialpsychologie Kultur Soziologie interpersonale Beziehungen Kommunikation Kulturvergleich Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Friedrich (Autor:in), 2018, Kommunikation und interpersonale Beziehungen im Kulturvergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450204
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Leseprobe aus  18  Seiten
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