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"Euthanasie". Sterbehilfe im Kontext Sozialer Arbeit

Title: "Euthanasie". Sterbehilfe im Kontext Sozialer Arbeit

Term Paper , 2017 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elisabeth Theisen (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit soll es um den Tod, insbesondere um die Sterbehilfe, auch Euthanasie genannt, gehen.

Das erste Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Arten der Sterbehilfe. Unter 2.1 wird auf die aktive direkte Sterbehilfe, in 2.2 auf die aktive indirekte Sterbehilfe, in 2.3 auf die passive Sterbehilfe und in Kapitel 2.4 auf die Beihilfe zum Suizid eingegangen. Gerade in Deutschland ist die Sterbehilfe ein sehr ethisch umstrittenes Thema. Hierzu werde ich unter 3.ff auf die rechtlichen Hintergründe in Deutschland und im europäischen Ausland eingehen. In 4. werden die ethischen Aspekte zur Sterbehilfe beleuchtet. Hierzu zählt ebenfalls das grundlegende, theoretische Verständnis von Sozialer Arbeit. Was kann die Soziale Arbeit im Rahmen von Sterbehilfe professionell beitragen? Ich werde in 4.1 auf die Soziale Arbeit im Hospizbereich eingehen und in 4.2 und 4.3 die Soziale Arbeit in der Sterbebegleitung/ -betreuung und in der Trauerarbeit/ -begleitung der Hinterbliebenen erläutern, welche für die Soziale Arbeit wesentlich sind und auch ineinander übergehen können. Denn nicht nur der Betroffene benötigt Beratung und Begleitung, sondern auch die Hinterbliebenen und Angehörigen benötigen eine Unterstützung. Gerade bei der Sterbehilfe wünschen sich die Menschen Akzeptanz und Verständnis und dies hat mich auch zu dieser Hausarbeit bewegt. Denn wenn der Mensch auf Grund einer Krankheit sein Leben nicht mehr lebenswert weiterführen kann, so finde ich, soll er doch das Recht haben selbst zu entscheiden um in Würde gehen zu können. In der heutigen Gesellschaft wird deutlich, dass ein langes Leben und nicht der Tod gewollt ist. Die Medizin entwickelt ungeahnte Möglichkeiten, ein Leben auch künstlich weiter zu erhalten, auch wenn es vielen nicht mehr lebenswert ist. Auch der Suizid findet in unserer heutigen keine Akzeptanz. Hierzu werde ich unter 5. das Verständnis von Würde in Bezug auf die Sterbehilfe erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arten der Sterbehilfe

2.1 Aktive direkte Sterbehilfe

2.2 Aktive indirekte Sterbehilfe

2.3 Passive Sterbehilfe

2.4 Beihilfe zum Suizid

3. Rechtliche Hintergründe zur Sterbehilfe

3.1 Deutsche Rechtslagen

3.2 Rechtslagen im europäischen Ausland

3.2.1 Niederlande

3.2.2 Belgien

3.2.3 Schweiz

4. Sterbehilfe im Kontext Sozialer Arbeit

4.1 Soziale Arbeit im Hospizbereich

4.2 Sterbebegleitung/ -betreuung

4.3 Trauerarbeit/ -begleitung

5. Sterbehilfe und Ethik

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld der Sterbehilfe im Kontext der Sozialen Arbeit. Dabei wird analysiert, wie professionelle Unterstützungsangebote dazu beitragen können, Sterbenden und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase ein würdevolles Erleben zu ermöglichen und welche ethischen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen dabei in Deutschland und im europäischen Ausland zu berücksichtigen sind.

  • Klassifizierung verschiedener Formen der Sterbehilfe
  • Rechtliche Situation der Sterbehilfe in Deutschland und im europäischen Ausland
  • Rolle der Sozialen Arbeit bei der Sterbe- und Trauerbegleitung
  • Ethische Reflexion von Würde und Selbstbestimmung am Lebensende
  • Bedeutung psychosozialer Unterstützung für Sterbende und Hinterbliebene

Auszug aus dem Buch

2.2 Aktive indirekte Sterbehilfe

Die aktive indirekte Sterbehilfe umschließt Maßnahmen bei Schwerkranken und Sterbenden, die die Schmerzen des Betroffenen lindern sollen. Als unbeabsichtigte Nebenwirkung kann die Beschleunigung des Todeseintritts erfolgen. Hauptsächlich soll die aktive indirekte Sterbehilfe aber das Lindern des Leids sein. (Vgl. Woellert/ Schmiedebach 2008, S. 18)

Überraschenderweise stammt das ethische Prinzip der indirekten Sterbehilfe aus der katholischen Morallehre. Damals nennt es sich die Lehre des Doppeleffektes. Es geht darum, dass eine Tat moralisch erlaub ist, wenn sie einem guten Zweck dient. Der negative Nebeneffekt muss hierbei in Kauf genommen werden, auch wenn er nicht als Handlungszweck erwünscht wird. Dieses ethische Prinzip wurde zum Ende des letzten Jahrhunderts vom Bundesgerichtshof explizit bestätigt, um Ärzten die Angst zu nehmen, sich strafbar zu machen. (Vgl. Borasio 2016, S.50)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der Sterbehilfe ein, definiert den Tod als natürlichen Abschluss des Lebens und erläutert die Relevanz der Sozialen Arbeit in diesem Umfeld.

2. Arten der Sterbehilfe: Es werden die verschiedenen Formen der Sterbehilfe, wie aktive direkte, aktive indirekte, passive Sterbehilfe sowie die Beihilfe zum Suizid, differenziert dargestellt.

3. Rechtliche Hintergründe zur Sterbehilfe: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Rechtslage in Deutschland und vergleicht diese mit den Regelungen in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz.

4. Sterbehilfe im Kontext Sozialer Arbeit: Hier wird der professionelle Beitrag der Sozialen Arbeit in Hospizen sowie in der Sterbe- und Trauerbegleitung untersucht und theoretisch eingeordnet.

5. Sterbehilfe und Ethik: Das Kapitel widmet sich der zentralen Bedeutung von Würde und Selbstbestimmung und deren Einfluss auf die Wahrnehmung von Lebensqualität am Lebensende.

6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit psychosozialer Handlungskompetenzen für SozialarbeiterInnen im Kontext der Sterbebegleitung.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Euthanasie, Soziale Arbeit, Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Trauerarbeit, Lebensende, Würde, Selbstbestimmung, Beihilfe zum Suizid, Palliativversorgung, Ethik, psychosoziale Unterstützung, Angehörigenbegleitung, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung und Unterstützung sterbender Menschen durch die Soziale Arbeit im Spannungsfeld zwischen Ethik, Recht und professioneller Begleitung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Arten der Sterbehilfe, die rechtliche Situation in Deutschland und Europa, die ethischen Implikationen sowie die konkreten Aufgaben der Sozialen Arbeit im Hospizbereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Verbesserung der Lebensqualität am Lebensende leisten kann und wie sie Betroffene sowie Angehörige professionell unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung existierender Fachliteratur und rechtlicher Grundlagen zur Sterbehilfe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung der Sterbehilfeformen, eine Rechtsanalyse, die Darstellung der psychosozialen Unterstützung durch SozialarbeiterInnen und eine ethische Reflexion des Würdebegriffs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Sterbehilfe, Soziale Arbeit, Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Trauerarbeit, Würde und Selbstbestimmung.

Warum wird die „Lehre des Doppeleffektes“ erwähnt?

Sie dient zur moralischen Rechtfertigung der aktiven indirekten Sterbehilfe, bei der Schmerzlinderung das Ziel ist und eine mögliche Lebensverkürzung als unbeabsichtigte Nebenwirkung hingenommen wird.

Welche spezifischen Aufgaben übernimmt die Soziale Arbeit im Hospiz?

Neben der psychosozialen Begleitung fungiert sie als Bindeglied im multiprofessionellen Team und unterstützt bei der Koordination sowie der Auseinandersetzung mit Krankheit, Sterben und Tod.

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Details

Title
"Euthanasie". Sterbehilfe im Kontext Sozialer Arbeit
College
University of Applied Sciences Koblenz
Course
Modul 6b
Grade
1,7
Author
Elisabeth Theisen (Author)
Publication Year
2017
Pages
14
Catalog Number
V450224
ISBN (eBook)
9783668841024
ISBN (Book)
9783668841031
Language
German
Tags
Ethik Euthanasie Sterbehilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Theisen (Author), 2017, "Euthanasie". Sterbehilfe im Kontext Sozialer Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450224
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