Nachrichten und Adressierung. Ein Vergleich der Nachrichtensendungen von RTL II und ARD


Ausarbeitung, 2015

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Vergleich der Nachrichten bei ARD und RTL II
2.1 Eingangssequenz
2.2 Studio
2.3 Technik
2.4 Moderatoren
2.5 Sprache
2.6 Themen und Beiträge
2.7 Struktur der Nachrichten
2.8 Verabschiedung

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Seit der Erstausstrahlung am 26. Dezember 1952, stellt die Tagesschau der ARD eine feste Größe des deutschen Fernsehens dar, die bis heute nicht an Bedeutung verloren hat. Wurde sie anfangs lediglich dreimal wöchentlich gesendet, ist sie jetzt für viele Menschen ein alltägliches Ritual, um sich über die aktuellen Geschehnisse des Landes zu informieren, aber auch, um international auf dem Laufenden zu bleiben.1 Inzwischen hat es sich bei beinahe jedem Sender etabliert, eine eigene Nachrichtensendung in das Programm mitaufzunehmen und an die jeweiligen Interessen des vermeintlichen Publikums, aber auch des Senders selbst, anzupassen. Somit kann der Zuschauer heute aus einer Vielzahl an Nachrichtensendungen wählen, die bei genauerer Betrachtung allerdings eklatante Unterschiede in Punkto Inhalt und Darstellung aufweisen können. Da Nachrichten bekanntermaßen wesentlich zur allgemeinen Meinungsbildung beitragen können, ist es sinnvoll, auf diese Unterschiede zu achten und sie durchaus kritisch zu betrachten.

Im Folgenden sollen nun einige Kriterien an zwei verschiedenen Nachrichtensendungen untersucht werden. Es wird dabei auf die Darstellung im Allgemeinen, also sowohl technisch als auch inhaltlich, und im Besonderen auf Unterschiede der daraus resultierenden Wirkung eingegangen.

2. Vergleich der Nachrichten bei ARD und RTL II

Verglichen werden die „Tagesschau“ der ARD und die „RTL II News“ von RTL II. Die Folge der Analysepunkte kann man hierbei wie einen Zoom-In betrachten, der mit der Eingangssequenz beginnt, um dann über das Studio bis hin zu den konkreten Themen und dem Schluss, die beiden Nachrichtensendungen charakterisieren und spezifizieren soll.

2.1 Eingangssequenz

Die „Tagesschau“ beginnt mit dem berühmten Gong, gefolgt von der Ansage „Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.“ Nach einer „Fanfaren-Melodie“ wird der jeweilige Moderator2 vorgestellt und die Kamera fährt von der linken oberen Ecke langsam näher an das Moderatorenpult heran. Diese auffällige akustische Gestaltung ist nicht zufällig, sondern bewusst gewählt, da beim Fernsehen der Ton als zentrale Informationsquelle angesehen wird, welcher die Nachrichtensendung trägt, während dem Bild nur eine illustrierende Rolle zukommt.3 Somit löst diese feste und seit Jahren bekannte Eingangssequenz große Aufmerksamkeit beim Zuschauer aus und wirkt insgesamt sehr imposant und seriös.

Ganz anders verlaufen die ersten Sekunden bei den „RTL II News“, da hier auf eine längere Sequenz sowie die namentliche Vorstellung des heutigen Moderators verzichtet wird. Man hört eine kurze elektronische Tonfolge, die während des Direkteinstiegs und der Vorstellung der Themen, leise im Hintergrund weiterläuft und im Laufe der Sendung, immer bei Beginn einer neuen Meldung, erneut mit einem etwas lauteren, aufmerksamkeitsgebenden Ton erklingt. Insgesamt ist der Einstieg so sehr einfach, schnell und unaufdringlich gehalten.

2.2 Studio

Bei der Studiogestaltung lassen sich signifikante Unterschiede erkennen. In der ARD ist das typische Moderatorenpult, in einem in weiß und blau gehaltenem Studio, zu sehen, das so schlicht, elegant und ebenso modern wirkt.

Bei RTL II hingegen fehlt dieses Pult, weswegen die Moderatoren im freien Raum stehen. Ein „Studio“ im gewohnten Sinn, ist nicht vorhanden, oder wird aufgrund des fast durchgängigen Splitscreens zumindest nicht gezeigt, wodurch die Darstellung sehr modern und technikversiert wirkt. Das Studiodesign wechselt außerdem nach jedem größeren Nachrichtenblock seine Farbe.

2.3 Technik

Auffällig unauffällig sind die Effekte in der ARD. Sie gliedern sich logisch und schlicht in das Gesamtbild ein und stechen somit nicht sonderlich heraus. Es gibt eine feste Bildsequenz hinter dem Moderator, die sich zu Beginn kurz auffächert, um dann während der Anmoderation in ein großes, dem Thema entsprechendes Bild, überzugehen. Bewegte Bilder werden nur in Fullscreen während den laufenden Beiträgen gezeigt. Gleiches gilt für die wenigen Grafiken, die zur Veranschaulichung von Sachverhalten oder zur Aufzählung genutzt werden.

Die Effekte, die dahingegen bei den „RTL II News“ genutzt werden, sind deutlich sichtbar und schneller. Man nimmt einen stetigen Wechsel zwischen Splitscreen und Fullscreen sowie zwischen bewegten und unbewegten Bildern wahr. Auch die Moderatoren besitzen keinen „festen Platz“ sondern werden mal links, mal rechts neben den Beitragsbildern eingeblendet oder in kurzen Sequenzen in Fullscreen gezeigt. Auch bei den Grafiken tendiert der Sender dazu, diese schnell in das Gesamtbild „einzuwerfen“ und das bewegte Bild währenddessen weiterlaufen zu lassen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten4

[...]


1 vgl. für die Zahlen Trost, Gabriele (2014)

2 der Einfachheit halber wird im Folgenden immer die Form „Moderator“ verwendet; beide Sender setzen aber sowohl weibliche als auch männliche Sprecher ein.

3 vgl. Ellis, John (2002, S.60)

4 beide Abbildungen sind Screenshots der jeweiligen Nachrichtensendung um 20:00 am 22.08.2015, entnommen aus den Online-Archiven der Sender.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Nachrichten und Adressierung. Ein Vergleich der Nachrichtensendungen von RTL II und ARD
Hochschule
Universität Regensburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V450345
ISBN (eBook)
9783668841888
ISBN (Buch)
9783668841895
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachrichten, adressierung, vergleich, nachrichtensendungen
Arbeit zitieren
Sabrina Kaindl (Autor), 2015, Nachrichten und Adressierung. Ein Vergleich der Nachrichtensendungen von RTL II und ARD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450345

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