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Maria Montessori - Die Begabung eines Kindes

Titel: Maria Montessori - Die Begabung eines Kindes

Seminararbeit , 2004 , 19 Seiten , Note: 2

Autor:in: Silke Hirschberger (Autor:in)

Pädagogik - Reformpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf das Thema "Entwicklung und Entfaltung von Fähigkeiten". Ziel ist die Beantwortung folgender Forschungsfrage: Welche Rolle sollte vom Lehrer eingenommen werden, um ein Kind zu begaben?
Ausgehend von dieser Fragestellung wird angenommen, dass eine völlige Umstrukturierung der traditionellen Erzieherrolle [Aus der Sicht von Maria Montessori.] notwendig ist, um die eigenständige Begabungsentfaltung eines Kindes bestmöglich zu fördern [Im Sinne von begaben.]. Es wird vermutet, dass die traditionelle Rolle des Erziehers die Weiterbildung [Im Sinne von begaben.] der jungen Menschen eher hemmt anstatt anzuregen. Weiters wird angenommen, dass zur Begabung eines Kindes eine Veränderung des Machtverhältnisses zwischen Lehrer und Schüler notwendig ist.
Durch eine literarische Auseinandersetzung mit den Gedanken der Reformpädagogin Maria Montessori wird versucht, auf die Forschungsfrage Antwort zu geben. Die Frage nach der Rolle des Erziehers ist in jeder Epoche aktuell. Einem Pädagogen, der das Erziehungsziel verfolgt, das Kind optimal zu begaben, bleibt die Reflexion über seine Funktion nicht erspart. Obwohl Maria Montessoris Reformpädagogik bereits zwischen 1890 und 1933 anzusiedeln ist, enthält sie enorm fortschrittliche Gedanken über die Grundeinstellungen, die ein Erzieher einnehmen sollte, um die Lernfreude und die geistige Entwicklung eines jungen Menschen optimal zu fördern. Montessoris Schriften geben Antworten auf aktuelle Fragen.
Im Kapitel "Maria Montessori - eine außergewöhnliche Frau" erfolgt ein Überblick über Maria Montessoris Leben. Es dient als Einführung in die Gedanken der Reformpädagogin. Das anschließende Kapitel beschäftigt sich mit dem Begabungsbegriff. Es wird geklärt, was unter der Begabung eines Kindes durch den Lehrer verstanden wird. Zusätzlich erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Bedingungen, die zur Begabung eines Menschen notwendig sind. Die Erläuterung des Begriffes "Begaben" bildet die Grundlage für die Beantwortung der Forschungsfrage. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der traditionellen Rolle des Lehrers aus der Sicht von Maria Montessori. Zunächst werden die Merkmale eines solchen Pädagogen beschrieben. Im Anschluss erfolgt eine Bezugnahme auf den Begabungsbegriff. Das fünfte Kapitel widmet sich dem Erzieherverhalten, das Maria Montessori fordert. Es wird geklärt, welche Rolle ein Lehrer einnehmen muss, um ein Kind zu begaben. Im abschließenden Resümee erfolgt eine zusammenfassende Auseinandersetzung mit der Forschungsfrage und der ihr zugrunde liegenden Hypothesen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Maria Montessori – eine außergewöhnliche Frau

2.1 Biographische Daten

2.2 Aktualität der Montessori Pädagogik

3. Der Begabungsbegriff

3.1 Definition nach Heinrich Roth

3.2 Begaben als Fähigkeit

4. Die traditionelle Lehrerrolle

5. Die neue Lehrerrolle

6. Resümee und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Lehrers aus der Sicht von Maria Montessori mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine optimale Begabungsentfaltung des Kindes zu identifizieren und die Hypothese einer notwendigen Umstrukturierung der traditionellen Erzieherrolle zu verifizieren.

  • Analyse des Begabungsbegriffs nach Heinrich Roth
  • Gegenüberstellung der traditionellen und der neuen Lehrerrolle
  • Die Bedeutung von Freiheit, Selbsttätigkeit und individuellem Lernklima
  • Die Rolle des Lehrers als Beobachter und Begleiter statt als Wissensvermittler
  • Maria Montessoris pädagogische Grundgedanken zur Kindesentwicklung

Auszug aus dem Buch

Die neue Lehrerrolle

Maria Montessori ist der Überzeugung, dass Kinder Freiheit brauchen, um sich zu entfalten. Diese Auffassung kommt in folgenden Worten deutlich zum Ausdruck: „Sein Reichtum ist die Lebensflamme, die es dazu treibt zu wachsen und sich zu entfalten. Die Gesetze des Lebens sind in ihm enthalten, aber es kann sie uns nur offenbaren, wenn wir ihm Entwicklungsfreiheit lassen.“

Die Pädagogin weist auf die Selbsttätigkeit und Kraft des Kindes hin. Es benötigt keinen Erwachsenen, der ihn zum Lernen nötigt. Das Kind hat ein inneres Bedürfnis sich zu entwickeln. Diesem folgt es, sofern es nicht daran gehindert wird. Maria Montessori macht auch darauf aufmerksam, dass Freiheit keinesfalls mit „Sichselbstüberlassensein“ gleichzusetzen ist. Freiheit ist eine große Errungenschaft. Sie kann nicht einfach gegeben, sondern muss aufgebaut werden. Das Kind muss sich seine Freiheit erobern. Um dieses Ziel erreichen zu können, benötigt es Hilfe. Hierin ist auch die Aufgabe des Erziehers zu sehen.

Für die Entwicklung des Kindes ist es notwendig, dass ihm der Erwachsene zur Unabhängigkeit verhilft. Die neue Aufgabe des Erziehers beschreibt Maria Montessori mit den Worten „Hilf mir, es selbst zu tun!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Forschungsfrage bezüglich der idealen Lehrerrolle zur Förderung der kindlichen Begabung und stellt die zugrunde liegenden Hypothesen vor.

2. Maria Montessori – eine außergewöhnliche Frau: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über Maria Montessori und erörtert die anhaltende Aktualität ihrer reformpädagogischen Ansätze.

3. Der Begabungsbegriff: Hier wird der Begriff des „Begabens“ anhand der Definition von Heinrich Roth geklärt und die Rolle des begabenden Lehrers als Anreger erörtert.

4. Die traditionelle Lehrerrolle: Das Kapitel analysiert kritisch das traditionelle, autoritäre Erziehungsverhältnis und dessen negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes.

5. Die neue Lehrerrolle: Hier wird der Ansatz der Montessori-Pädagogik beschrieben, in dem der Lehrer vom aktiven Wissensvermittler zum passiven Beobachter und Begleiter wird.

6. Resümee und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Hypothesen über die Notwendigkeit eines Rollenwandels des Lehrers und benennt weiterführende Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Maria Montessori, Reformpädagogik, Begabungsbegriff, Lehrerrolle, Selbsttätigkeit, Entwicklungsfreiheit, Begabungsentfaltung, Erzieherverhalten, Lernen in Freiheit, Heinrich Roth, traditionelle Erziehung, Kindesentwicklung, Pädagogik, Lernklima, Beobachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Sichtweise von Maria Montessori auf die Rolle des Lehrers und wie diese die Entfaltung der Begabung eines Kindes beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den Begabungsbegriff, die Unterschiede zwischen traditioneller und neuer Lehrerrolle sowie die Bedeutung von Freiheit und Selbsttätigkeit in der Montessori-Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Rolle ein Lehrer einnehmen sollte, um die Entwicklung und Begabung eines Kindes optimal zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literarische Auseinandersetzung mit den Schriften und Gedanken der Reformpädagogin Maria Montessori sowie ergänzender Fachliteratur zur Begabungsförderung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lehrerbilder, die theoretische Fundierung des Begabungsbegriffs nach Heinrich Roth und die Kontrastierung von autoritären versus unterstützenden Erziehungsstilen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Montessori-Pädagogik, Begabungsentfaltung, Entwicklungsfreiheit, Selbsttätigkeit und die Wandlung der Lehrerrolle.

Wie definiert Maria Montessori die Aufgabe des Lehrers?

Sie beschreibt die neue Aufgabe des Erziehers mit dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun!“, was den Lehrer als passiven Beobachter und Helfer zur Selbsttätigkeit positioniert.

Was versteht man unter dem traditionellen Erziehungsverhältnis nach Montessori?

Es ist geprägt durch die Stärke des Erwachsenen und die Schwäche des Kindes, wobei der Lehrer als unfehlbarer Informationsträger agiert und das Kind in eine passive Rolle drängt.

Welchen Vergleich zieht Montessori zur traditionellen Lehrerrolle?

Sie vergleicht den traditionellen Pädagogen mit einem Chauffeur, der das Auto (das Kind) durch eigene Kraft schiebt, anstatt den Motor des Autos – den inneren Antrieb des Kindes – arbeiten zu lassen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Maria Montessori - Die Begabung eines Kindes
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Silke Hirschberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V45051
ISBN (eBook)
9783638425254
ISBN (Buch)
9783638597197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Maria Montessori Begabung Kindes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Hirschberger (Autor:in), 2004, Maria Montessori - Die Begabung eines Kindes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45051
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Leseprobe aus  19  Seiten
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