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Nichtmarktstrategien in der Lebensmittelbranche. Wie reagieren Unternehmen richtig auf die Forderungen von Konsumenten?

Title: Nichtmarktstrategien in der Lebensmittelbranche. Wie reagieren Unternehmen richtig auf die Forderungen von Konsumenten?

Textbook , 2019 , 95 Pages

Autor:in: Ibrahim Ruç (Author)

Business economics - General
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In Zeiten des globalen Wettbewerbs und zunehmender öffentlicher Aufmerksamkeit gewinnen Nichtmarktstrategien für Unternehmen immer mehr Bedeutung. Dabei handelt es sich um Maßnahmen in der gesellschaftlichen und politischen Umwelt, die zur Verbesserung oder zum Schutz der eigenen Marktposition dienen.

Besonders die Lebensmittelbranche muss sich auf ihre Nichtmarktumwelt einstellen. Denn Konsumenten fragen zum Beispiel vermehrt gesunde und nachhaltige Produkte nach. Welche gesellschaftlichen und politischen Akteure hierbei eine Rolle spielen, erklärt Ibrahim Ruç in seiner Publikation.

Dafür analysiert Ruç verschiedene Nichtmarktstrategien und stellt ihre jeweiligen Erfolgsfaktoren vor. Er plädiert dafür, dass Unternehmen auf Forderungen der Nichtmarktumwelt eingehen. Besonders der deutschen Lebensmittelindustrie empfiehlt er eine antizipative Nichtmarktstrategie.

Aus dem Inhalt:
- Strategisches Management;
- Bio;
- Stakeholder;
- Marktstrategie;
- Zuckersteuer

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strategie im Kontext der Unternehmensumwelt

2.1 Der Strategiebegriff

2.2 Die Umweltanalyse

3 Die Nichtmarktumwelt

3.1 Definition und Abgrenzung zum Markt

3.2 Die Analyse der Nichtmarktumwelt auf Themenbasis

3.3 Die Analyse der Nichtmarktumwelt auf Stakeholder-Basis

4 Nichtmarktstrategien

4.1 Ökonomische Begründung für den Einsatz

4.2 Der Zeitpunkt für Nichtmarktstrategien

4.3 Nichtmarktstrategietypen

4.4 Nichtmarktmaßnahmen

4.5 Nichtmarktstrategieformulierung

4.6 Integration von Markt- und Nichtmarktstrategien

5 Determinanten und Resultate

5.1 Interne Faktoren

5.2 Externe Faktoren

5.3 Einfluss auf die Unternehmensleistung

6 Nichtmarktumwelt der Lebensmittelbranche

6.1 Analyse der Nichtmarktumwelt

6.2 Praxisbeispiele für Nichtmarktstrategien

6.3 Special Case: Relationale kollektive Nichtmarktstrategien durch das BLL

6.4 Weitere Beispiele

6.5 Empfehlungen für die Lebensmittelindustrie

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen der Lebensmittelbranche ihre Nichtmarktumwelt strategisch steuern können, um ihre Wettbewerbsposition zu sichern, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher und politischer Forderungen nach gesünderen Produkten und strengeren Regulierungen.

  • Grundlagen der Strategieentwicklung und Umweltanalyse
  • Differenzierung zwischen Markt- und Nichtmarktumwelt
  • Kategorisierung und Anwendung von Nichtmarktstrategien
  • Einflussfaktoren (Determinanten) auf die Strategiewahl
  • Analyse praktischer Fallbeispiele in der deutschen Lebensmittelindustrie

Auszug aus dem Buch

4.1 Ökonomische Begründung für den Einsatz

Eine Vielzahl von Nichtmarktakteuren wie Individuen, Organisationen und Institutionen versuchen durch verschiedene Arten Unternehmen zu beeinflussen. Formell durch Gesetze und Regulierungen und informell durch gesellschaftlichen Druck, politischem Aktivismus und der Gestaltung der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmens und seiner Aktivitäten. Dadurch erleiden Unternehmen Wettbewerbsnachteile oder diese werden verstärkt. Gleichzeitig stellt der potenzielle Druck durch Nichtmarktakteure und damit verbundene mögliche Veränderungen in den Rahmenbedingungen Unsicherheiten für Unternehmen dar. Daher sind Unternehmen gezwungen, mit ihrer Nichtmarktumwelt zu interagieren und einen Einfluss auszuüben auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen ihres wirtschaftlichen Handelns und auf die öffentliche Wahrnehmung dessen.

Nichtmarktaktivitäten können sowohl von Nichtmarktakteuren als auch von Unternehmen selbst ausgehen. In beiden Fällen ist das Ziel des Unternehmens der Werterhalt oder die Wertsteigerung, welches in Form des Unternehmenswertes oder anderen Größen wie Unternehmensgewinn oder Cash-Flow ausgedrückt werden kann. Nichtmarktakteure verfolgen ideelle Ziele wie Umweltschutz, Schutz der Gesundheit oder die allgemeine nachhaltige Nutzung von Ressourcen.

Gehen Nichtmarktaktivitäten von den Nichtmarktakteuren aus, können diese verschiedene Formen annehmen. Abstrahiert betrachtet verfolgen diese Aktivitäten das Ziel, die gesellschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen derart zu verändern, dass Unternehmen bestimmte Tätigkeiten verändern oder unterlassen. Dazu organisieren Nichtmarktakteure Kampagnen, in denen sie Unternehmen auffordern, bestimmte Praktiken zu verändern. Diese Aufforderungen können bspw. die Reduzierung der Umweltbelastung oder Unterlassung aggressiver Marketingtaktiken sein. Geben Unternehmen diesen Forderungen nach, werden sie durch den Nichtmarktakteur belohnt. Dies kann in Form von öffentlicher Anerkennung durch den Nichtmarktakteur, die Verleihung von Zertifikaten oder das Versprechen sein, in Zukunft keine weiteren Forderungen an das Unternehmen zu stellen. Gehen Unternehmen den Forderungen der Nichtmarktakteure nicht nach, fügen diese dem Unternehmen einen Schaden zu. Dies kann durch Boykott, Demonstrationen, öffentlicher Kritik und ähnlichen Mitteln, die der Materie oder der Reputation des Unternehmens schaden, erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Nichtmarktumwelt für den unternehmerischen Erfolg und Darstellung der Problemstellung in der Lebensmittelbranche.

2 Strategie im Kontext der Unternehmensumwelt: Erläuterung der Grundlagen strategischer Entscheidungsfindung und der Bedeutung der systematischen Umweltanalyse für Unternehmen.

3 Die Nichtmarktumwelt: Definition der Nichtmarktumwelt sowie Methoden zur Analyse derselben basierend auf Themen und Stakeholdern.

4 Nichtmarktstrategien: Kategorisierung verschiedener Strategietypen und Maßnahmen sowie mathematische Nutzenbetrachtungen zur Begründung des Strategieeinsatzes.

5 Determinanten und Resultate: Empirische Untersuchung interner und externer Faktoren, die die Wahl von Nichtmarktstrategien beeinflussen, sowie deren Auswirkung auf die Unternehmensperformance.

6 Nichtmarktumwelt der Lebensmittelbranche: Anwendung der erarbeiteten Konzepte auf die Lebensmittelbranche inklusive praktischer Fallbeispiele und Handlungsempfehlungen.

7 Zusammenfassung: Synthese der wesentlichen Erkenntnisse über Markt- und Nichtmarktstrategien und deren Bedeutung für die Lebensmittelindustrie.

Schlüsselwörter

Nichtmarktstrategien, Nichtmarktumwelt, Lebensmittelbranche, Unternehmensstrategie, Stakeholder, Lobbying, Informationskaskaden, Reputationsmanagement, Politische Strategien, Wettbewerbsvorteile, Nachhaltigkeit, Regulierung, Zuckersteuer, Unternehmensführung, Stakeholder-Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sogenannten Nichtmarktstrategien von Unternehmen. Sie beleuchtet, wie Firmen die politische und gesellschaftliche Umwelt aktiv gestalten und managen, anstatt nur auf externe Veränderungen zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Analyse der Nichtmarktumwelt, die Unterscheidung zwischen Markt- und Nichtmarktstrategien, die Rolle von Interessenvertretern (Stakeholdern) sowie die ökonomischen Determinanten für den Einsatz politischer und gesellschaftlicher Strategien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Unternehmen ihre Beziehungen zur gesellschaftlichen und politischen Umwelt gestalten können, und dies beispielhaft anhand der aktuellen Herausforderungen der deutschen Lebensmittelbranche zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und theoretischen Herleitung, ergänzt durch eine komparative Fallstudienanalyse von Unternehmen der Lebensmittelbranche, um theoretische Konzepte in der Praxis zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Strategieformulierung und eine praktische Anwendung auf die Lebensmittelindustrie, wobei Konzepte wie das (ia)³-System und Strategietypen nach Oliver angewandt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Konzepte sind Nichtmarktstrategien, Stakeholder-Management, politische Ökonomie, Unternehmensreputation und strategische Integration von Markt- und Nichtmarktaktivitäten.

Wie geht die deutsche Lebensmittelindustrie mit den Forderungen nach einer Zuckersteuer um?

Die Branche agiert oft defensiv und setzt primär auf kollektive Informationsstrategien über Branchenverbände wie den BLL. Diese betonen Eigenverantwortung der Konsumenten und lehnen verpflichtende staatliche Eingriffe als ineffektiv oder bevormundend ab.

Warum ist die Analyse von Stakeholdern für Unternehmen der Lebensmittelbranche so kritisch?

Da die Branche ein hohes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit genießt, haben Stakeholder wie NGOs (z.B. foodwatch) großen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung, was Unternehmen zwingt, proaktiv oder defensiv auf deren Kampagnen zu reagieren.

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Details

Title
Nichtmarktstrategien in der Lebensmittelbranche. Wie reagieren Unternehmen richtig auf die Forderungen von Konsumenten?
Author
Ibrahim Ruç (Author)
Publication Year
2019
Pages
95
Catalog Number
V450630
ISBN (eBook)
9783960955207
ISBN (Book)
9783960955214
Language
German
Tags
Strategie Management Nichtmarktstrategien CPA CSR Gesellschaft Politik Zuckersteuer Lebensmittel Lebensmittelindustrie Lebensmittelbranche strategisches Management Marktanalyse Nichtmarktumwelt Übergewicht Lobbyismus Public Affairs Public Relations Marketing Parteispenden Steuer Bio Stakeholder Marktstrategie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ibrahim Ruç (Author), 2019, Nichtmarktstrategien in der Lebensmittelbranche. Wie reagieren Unternehmen richtig auf die Forderungen von Konsumenten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450630
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