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Zwölf Grundformen des Lehrens nach Aebli

Title: Zwölf Grundformen des Lehrens nach Aebli

Term Paper , 2002 , 12 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Natalia Schlichter (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Der Anfang der wissenschaftlichen Tätigkeit von Hans Aebli wurde durch seine Dissertation "Didactigue psychologigue" im Jahre 1951 geleistet, die eine didaktische Übertragung der Psychologie von Jean Piaget darstellt, denn Aebli selbst verstand sich als "Piagetianer". Er entwickelte einen kognitiven didaktischen Ansatz, in dem Lernen als individueller Entwicklungsprozess bestimmt wird. In den fünfziger Jahren arbeitete Aebli an einem seiner Hauptwerke: einer allgemeinen Didaktik auf kognitionspsychologischer Grundlage. "Das 1961 veröffentlichte Buch "Grundformen des Lehrens", das 1983 in einer Neuausgabe als "Zwölf Grundformen des Lehrens" erschien und 1998 seine 10. Auflage erfuhr, erlangte in der Form in der Lehrerausbildung den Status eines Klassikers." (Berner 1999, 88). Es wurden in diesem Buch traditionelle didaktische Ansätze mit modernen psychologischen Theorien verbunden.
In den sechziger Jahren beschäftigte sich Aebli mit der Frage, wie Entwicklung zustande kommt. Darauf lautete seine Antwort: Durch Sozialisation, Erziehung und Anleitung. "Nach Piaget wird die Welt von den einzelnen Individuen konstruiert, repräsentiert und im Handeln zur Gestalt gebracht oder in Szene gesetzt." (ebenda, 88). Diesen Gedanke der Konstruktion übernahm Aebli für seine Überlegungen über kognitive Entwicklung, die unter Anleitung erfolgt und die eigene geistige Leistung des Kindes präsentiert. Das Kind konstruiert sich dementsprechend sein Wissen selbst, aufgrund seiner Erfahrung werden vermittelte Daten zu neuen Strukturen seines Wissens und Denkens. In der Schule geschieht dieser Aufbau auf eine systematische Art und Weise, doch dafür müssen die Lehrpersonen eine hohe psychologische und didaktische Kompetenz aufweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hans Aebli und seine zentralen Werke

1.1. Über Hans Aebli

1.2. Die kognitive Entwicklung nach Aebli

2. Das System der zwölf Grundformen und die drei Dimensionen didaktischer Kompetenz

2.1. Drei Dimensionen des Lehrens und Lernens

2.2. Drei Dimensionen der didaktischen Kompetenz

3. PADUA - Konzept

4. Grundform 1: Erzählen und Referieren

4.1. Psychologischer Teil

4.2. Didaktischer Teil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das pädagogische Konzept von Hans Aebli, insbesondere sein System der „Zwölf Grundformen des Lehrens“, theoretisch zu erläutern und in die praktische didaktische Anwendung zu überführen. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Lehrpersonen ihre kommunikative Kompetenz professionalisieren können, um Lernprozesse kognitionspsychologisch fundiert zu gestalten.

  • Grundlagen der Entwicklungspsychologie und Kognitionspsychologie nach Hans Aebli
  • Strukturmodell der drei Dimensionen didaktischer Kompetenz
  • Analyse des PADUA-Prozesses als systematisches Unterrichtsmodell
  • Didaktische Aufbereitung der Grundform „Erzählen und Referieren“
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion für den Wissensaufbau

Auszug aus dem Buch

4.1. Psychologischer Teil

Die erste Frage lautet hier: „Was findet beim Erzähler statt?“ Damit wird der Prozess des Produzierens der Sprache unter die Lupe genommen. „Wer erzählt, hat eine Vorstellung von Ereignissen, den Personen und ihren Zusammenhängen.“ (Aebli 1997, 37). Die Erzählung wird sozusagen aus Bedeutungserlebnissen erzeugt. Das bedeutet, die Handlungen (Rudern, Kurs halten, das Kanu von See zur See tragen) und die Wahrnehmungen (Die Ufersümpfe, die Stille, der Schrei der Wildgänse), die man vollzogen hat, in der Vorstellung erneut erleben lassen. Aus einer ursprünglichen Handlung wird eine Handlungsvorstellung, aus der Wahrnehmung das innere Bild. Diese Vorstellungen sind zuerst bunt und reich an Einzelheiten, sie spiegeln ein Stück konkretes Leben wider. Außer konkreten Vorstellungen kommen in Geschichten aber auch abstrakte Begriffe vor: die Distanz, die der Reisende an einem Tag zurückgelegen hat, das Klima des Gebietes, Traditionen. Dem Zuhörer müssen die abstrakten Begriffe bekannt sein, sonst wird die Geschichte womöglich nicht verstanden.

Hinzu kommen noch die gefühlsmäßigen und werthaften Töne beim Erzählen, genau das macht eine erzählte Geschichte attraktiv für den Zuhörer. Zusammenfassend sagt Aebli, dass „mit den sachlich bestimmten Bedeutungsgehalten [...] im Bewusstsein des Erzählers affektive und werthafte Elemente wieder auf[leben]. Sie sind keine selbständigen Inhalte des geistigen Lebens. Die Gefühle stellen Tönungen der Vorstellungen und Begriffe dar. Sie bestimmen die Modalität ihres Seins“ (Herbart 1825, 53 –74; Pierre Janet 1928; Piaget 1947; Guyer 1949; zitiert nach Aebli 1997, 38).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hans Aebli und seine zentralen Werke: Biografische Einordnung von Hans Aebli sowie Erläuterung seiner wissenschaftlichen Schwerpunkte in der Psychologie und Pädagogik.

2. Das System der zwölf Grundformen und die drei Dimensionen didaktischer Kompetenz: Einführung in das dreidimensionale System der Medien, Inhalte und Funktionen zur Gestaltung effektiver Lehr-Lern-Prozesse.

3. PADUA - Konzept: Darstellung der fünfschrittigen Unterrichtsstruktur von der Problemstellung bis zum Anwenden als zentrales didaktisches Modell.

4. Grundform 1: Erzählen und Referieren: Detaillierte Untersuchung der sprachlichen Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schülern unter Berücksichtigung psychologischer und didaktischer Aspekte.

Schlüsselwörter

Hans Aebli, Didaktik, Kognitionspsychologie, PADUA-Konzept, Lehroperationen, Wissenskonstruktion, Lehrbefähigung, Unterrichtsplanung, Grundformen des Lehrens, Sprachliche Kommunikation, Didaktische Kompetenz, Pädagogische Psychologie, Lernprozesse, Schulisches Lernen, Unterrichtsfigur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den didaktischen Theorien von Hans Aebli, insbesondere seinem „System der zwölf Grundformen des Lehrens“, und zeigt auf, wie diese die moderne Lehrerausbildung prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf kognitionspsychologischen Grundlagen des Lehrens, der Entwicklung didaktischer Kompetenz und der praktischen Anwendung von Unterrichtsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für die Chancen und Probleme der Kommunikation im Unterricht zu fördern und den Weg zur Professionalisierung der kommunikativen Lehrerkompetenz aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf Aeblis Grundlagenwerk „Zwölf Grundformen des Lehrens“ sowie ergänzender fachdidaktischer Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Aeblis Theorie, die Erläuterung des dreidimensionalen Kompetenzmodells, das PADUA-Modell und eine spezifische Analyse der Erzählform im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Aebli, Didaktik, Wissenskonstruktion, PADUA, Lehrbefähigung und kognitive Entwicklung.

Was genau versteht Aebli unter der „Einfühlung“ beim Erzählen?

Einfühlung beschreibt den unbewussten Übermittlungsprozess von Gefühlen zwischen Erzähler und Zuhörer durch Mimik, Gestik und Sprachrhythmus, welche die Bindung und das Verständnis fördern.

Warum ist das PADUA-Modell für die Praxis so relevant?

Das PADUA-Modell bietet eine einprägsame und systematische Struktur für die Unterrichtsplanung, die vom ersten Interesse bis zum praktischen Anwenden des Wissens alle kognitiven Phasen abdeckt.

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Details

Title
Zwölf Grundformen des Lehrens nach Aebli
College
Saarland University  (Pädagogik)
Course
Grundlagen des Lernens
Grade
sehr gut
Author
Natalia Schlichter (Author)
Publication Year
2002
Pages
12
Catalog Number
V4506
ISBN (eBook)
9783638127769
ISBN (Book)
9783638770897
Language
German
Tags
Zwölf Grundformen Lehrens Aebli Grundlagen Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalia Schlichter (Author), 2002, Zwölf Grundformen des Lehrens nach Aebli, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4506
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