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Der Mensch unter dem Gesetz bei Thomas von Aquin

Titel: Der Mensch unter dem Gesetz bei Thomas von Aquin

Essay , 2017 , 8 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Miriam Zaki (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Mensch handelt, weil er ein bestimmtes Ziel erreichen will. Das übergeordnete Ziel ist die Glückseligkeit und die Aufgabe der Gesetze ist es, eine Ordnung herzustellen, die auf dieses Ziel ausgerichtet ist. Nach welchen Gesetzen der Mensch handelt wird im Folgenden beschrieben. Dazu werde ich die Fragen 90-94 des zweiten Teils der Summa Theologica genauer betrachten. Zuerst wird ein allgemeines Bild des Begriffs „Gesetz“ geschaffen, um anschließend auf die verschiedenen Gesetzesformen einzugehen. Besondere Bedeutung hat dabei das natürliche Gesetz.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Wesen des Gesetzes

3. Die verschiedenen Gesetze

3.1. Das ewige Gesetz

3.2. Das natürliche Gesetz

3.3. Das menschliches Gesetz

3.4. Das göttliche Gesetz

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis des Gesetzesbegriffs bei Thomas von Aquin, basierend auf den Fragen 90-94 aus dem zweiten Teil der Summa Theologica, um aufzuzeigen, wie das menschliche Handeln durch verschiedene Gesetzesformen auf das Ziel der Glückseligkeit ausgerichtet wird.

  • Grundlagen des Gesetzesbegriffs nach Thomas von Aquin
  • Differenzierung zwischen ewigem, natürlichem, menschlichem und göttlichem Gesetz
  • Die Rolle der Vernunft und des Willens im menschlichen Handeln
  • Die Bedeutung natürlicher Neigungen und deren Ordnung
  • Die Notwendigkeit göttlicher Offenbarung für die moralische Orientierung

Auszug aus dem Buch

3.2. Das natürliche Gesetz

Gemeint ist damit das von Natur aus gegebene und allgemein gültige Wissen um „Gut“ und „Böse“. Dieses Wissen zeigt sich im schlechten Gewissen, das jeder Mensch besitzt, ob er an Gott glaubt, oder nicht. Um diesen Gedanken zu unterstützen, geht Thomas von Aquin auf den Römerbrief ein. „Wenngleich die Heiden kein geschriebenes Gesetz haben, haben sie dennoch ein natürliches Gesetz, durch das jeder begreift und sich bewusst wird, was gut und was böse ist.“ (ebd, Q91,2). Die Teilnahme verschiedener Geschöpfe am ewigen Gesetz zeigt sich in unterschiedlicher Art und Weise. Der Mensch nimmt in Form des natürlichen Gesetzes am ewigen Gesetz teil, da er die Vernunft besitzt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. „Durch das Gesetz wird der Mensch in seinen Handlungen auf ein Ziel hingeordnet. Die Hinordnung der menschlichen Handlungen auf das Ziel geschieht aber nicht von Natur aus, wie es der Fall ist bei den unvernünftigen Geschöpfen, die durch bloßen Naturdrang zielstrebig handeln; der Mensch handelt vielmehr zielstrebig durch Verstand und Willen.“ (ebd. Q91,2) Während alle anderen Geschöpfe und Dinge unreflektiert Gottes Lenkung unterliegen, folgt der Mensch seiner eigenen Vernunft.

Im zweiten Artikel der 94. Frage geht Thomas von Aquin nochmal genauer auf das natürliche Gesetz ein. Das Prinzip, das hinter diesem Gesetz steht lautet: „Das Gute ist zu tun, das Böse zu meiden.“ (ebd. Q94,2). Aquin versucht in diesem Artikel zu bestimmen, worin das Gute besteht.

Zuerst zieht Aquin eine Parallele zwischen theoretischer und praktischer Vernunft. „Die Gebote des Naturgesetzes verhalten sich zu der auf das Tun gerichteten Vernunft ebenso, wie die Grundsätze der strengen Beweise sich zu der auf die Schau gerichteten Vernunft verhalten.“ (ebd. Q94,2). Die Prinzipien beider Bereiche müssen nicht erlernt werden, sondern sind allein durch die Vernunft einleuchtend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das menschliche Handeln im Kontext der Gesetze nach der Summa Theologica von Thomas von Aquin zu untersuchen.

2. Das Wesen des Gesetzes: Dieses Kapitel definiert das Gesetz als eine vernunftbasierte Regel des Handelns, die eng mit dem Willen verknüpft ist und auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet bleibt.

3. Die verschiedenen Gesetze: Hier werden die vier Gesetzesformen (ewig, natürlich, menschlich, göttlich) detailliert analysiert und deren Zusammenspiel im menschlichen Leben dargelegt.

3.1. Das ewige Gesetz: Beschreibt die göttliche Vernunft als lenkende Instanz, der alles unterworfen ist, ohne zeitlich gebunden zu sein.

3.2. Das natürliche Gesetz: Erläutert das menschliche Teilhaben am ewigen Gesetz durch die Vernunft, wobei das Streben nach dem Guten und die Vermeidung des Bösen im Zentrum stehen.

3.3. Das menschliches Gesetz: Behandelt die Ableitung von konkreten, rational abgewogenen Regeln für das gesellschaftliche Zusammenleben aus den Prinzipien des Naturgesetzes.

3.4. Das göttliche Gesetz: Begründet die Notwendigkeit von Gottes Offenbarungen als Orientierungshilfe für das letzte Ziel der Seligkeit und für innerliche moralische Urteile.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die harmonische Ordnung der verschiedenen Gesetze, durch die der Mensch sein Handeln reflektiert und auf das Gute ausrichtet.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, Summa Theologica, Gesetz, ewiges Gesetz, natürliches Gesetz, menschliches Gesetz, göttliches Gesetz, Vernunft, Wille, Moral, Handeln, Gut und Böse, Glückseligkeit, natürliche Neigungen, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Gesetz und menschlichem Handeln in der Philosophie von Thomas von Aquin, basierend auf zentralen Fragen seiner Summa Theologica.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition des Gesetzes, die Unterscheidung verschiedener Gesetzesarten (ewig, natürlich, menschlich, göttlich) sowie die Rolle der menschlichen Vernunft.

Welches primäre Ziel verfolgt der Text?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Gesetz den Menschen in seinem Handeln auf das übergeordnete Ziel der Glückseligkeit hinordnet.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung der philosophisch-theologischen Ausführungen des Thomas von Aquin, primär gestützt auf die Summa Theologica.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Gesetzeswesens und eine detaillierte Erörterung der vier spezifischen Gesetzesformen bei Aquin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem das natürliche Gesetz, Vernunft, Wille, göttliches Gesetz und moralische Zielausrichtung.

Wie unterscheidet sich das natürliche Gesetz vom menschlichen Gesetz?

Das natürliche Gesetz ist das von Natur aus gegebene Wissen um Gut und Böse, während das menschliche Gesetz aus diesem abgeleitete, auf konkrete Einzelfälle angewandte Regeln darstellt.

Warum ist laut Aquin ein göttliches Gesetz notwendig?

Ein göttliches Gesetz ist notwendig, um den Menschen sicher auf das Ziel der ewigen Seligkeit zu lenken, da die menschliche Urteilskraft unsicher ist und nur äußere Handlungen beurteilen kann.

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Details

Titel
Der Mensch unter dem Gesetz bei Thomas von Aquin
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Wille und Vernunft bei Thomas von Aquin
Note
2,0
Autor
Miriam Zaki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V450735
ISBN (eBook)
9783668858107
ISBN (Buch)
9783668858114
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wille Vernunft Gesetz Mensch Naturgesetz göttliches Gesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Zaki (Autor:in), 2017, Der Mensch unter dem Gesetz bei Thomas von Aquin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450735
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