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Das Mehrebenensystem der Europäischen Union. Was ist die EU und wie lässt sich ihr verschachteltes System verstehen?

Titel: Das Mehrebenensystem der Europäischen Union. Was ist die EU und wie lässt sich ihr verschachteltes System verstehen?

Essay , 2017 , 10 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Natalie Ruf (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Europäische Union, als ein Zusammenschluss demokratischer, europäischer Staaten, stellt eine einmalige Konstruktion dar, deren System nicht so einfach zu erklären ist. „Was ist die EU und wie lässt sich ihr verschachteltes System verstehen?“ In dem vorliegenden Essay werde ich auf das äußerst komplexe Gebilde der EU, deren Grundstruktur, sowie die Vielzahl der politischen Akteure, aber auch Probleme, die hiermit verbunden sind, näher eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundstruktur der EU

3. Internationale Organisation

4. Nationalstaat

5. Akteure in der EU

6. Demokratische Legitimation

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Architektur des Mehrebenensystems der Europäischen Union. Das Ziel ist es, die spezifische Grundstruktur der EU zu analysieren, indem sie von klassischen Kategorien wie dem Nationalstaat oder der internationalen Organisation abgegrenzt wird, um das Wesen des Systems „sui generis“ sowie die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich der demokratischen Legitimation zu verdeutlichen.

  • Strukturanalyse der Europäischen Union als Mehrebenensystem
  • Abgrenzung von internationalen Organisationen und Nationalstaaten
  • Funktionsweise und Rollenverteilung der EU-Organe
  • Einfluss von Interessensgruppen und Lobbyismus
  • Das demokratische Defizit und Legitimitätsprobleme

Auszug aus dem Buch

Demokratische Legitimation

Wie oben bereits kurz erwähnt, hat die Europäische Union trotz ihrem eimaligen Aufbau und leider gerade auch aufgrund dieses verschachtelten Systems, einige Funktionsprobleme und Mängel. Ich möchte in diesem Abschnitt auf ein großes und äußerst präsentes Problem der EU eingehen, nämlich dem, des demokratischen Defizits, in der Sozialwissenschaftlichen Sprache auch als Legitimitätsdefizit bekannt (Schmidt 2009:242). Neben Effizienz- und Effektivitätsproblemen stellt dieses, das meist diskutierte Funktionsproblem der EU dar (Tömmel 2008:229). Ingeborg Tömmel zieht zur Untersuchung der Defizite drei Aspekte heran:

- die unübliche Gewaltenteilung zwischen den EU-Organen

- die Rolle der Interessensverbände und anderer organisierter Gruppen

- die Verschiebung von Entscheidungen der Legislative zur Exekutive und der damit mangelnden Kontrollierbarkeit der Organe

Betrachten wir zunächst den ersten Aspekt, die unübliche Gewaltenteilung zwischen den EU-Organen. Wie oben bereits erwähnt, sind Exekutiv- und Legislativfunktionen zwischen den Organen sehr unterschiedlich gewichtet. Dem Ministerrat kommen sowohl Legislativ-, als auch Exekutivaufgaben zu, was ihm eine eindeutige Dominanz in der EU verleiht. Wo doch das Parlament das einzig demokratisch, legitimierte Organ in der EU ist. Diesem steht allerdings nur eine begrenzte Menge an Funktionen zu und das auch erst seit dem Vertrag von Maastricht. Die Kommission übernimmt wie auch der Ministerrat sowohl Exekutiv,- als auch Legislativfunktionen, obwohl beide nur indirekt demokratisch legitimiert sind (Tömmel 2008:230-231). Wir sehen also, dass alle drei Organe kaum Kontrolle über das jeweils andere Organ haben. Und das einzig, demokratisch legitimierte Organ, verfügt über einen sehr eingeschränkten Funktionskatalog.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Komplexität des Mehrebenensystems der EU ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Wesen und der Struktur dieser besonderen politischen Konstruktion.

2. Die Grundstruktur der EU: Dieses Kapitel erläutert die Grundstruktur der Union und hinterfragt die kategoriale Einordnung als Staat oder Organisation, was zur Definition als System „sui generis“ führt.

3. Internationale Organisation: Hier werden die Merkmale internationaler Organisationen beleuchtet und mit den Strukturen der EU verglichen, wobei Abweichungen in der Funktionsweise und Mitgliedschaft hervorgehoben werden.

4. Nationalstaat: Das Kapitel analysiert, warum die EU nicht als Nationalstaat bezeichnet werden kann, insbesondere aufgrund fehlender klassischer Gewaltenteilung und einer zentralen Regierung.

5. Akteure in der EU: Hier werden die Rollen und Kompetenzen der wichtigsten Organe (Parlament, Rat, Kommission, Gerichtshof) sowie weitere Akteure wie Interessenverbände detailliert beschrieben.

6. Demokratische Legitimation: Dieses Kapitel widmet sich dem demokratischen Defizit der EU, untersucht die unübliche Gewaltenteilung sowie den Einfluss von Lobbygruppen und die Verlagerung von Entscheidungsbefugnissen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont, dass die Komplexität und die Verflechtungen der Ebenen zwar die Besonderheit der EU ausmachen, aber gleichzeitig erhebliche Legitimitätsprobleme erzeugen.

Schlüsselwörter

Mehrebenensystem, Europäische Union, Demokratisches Defizit, Legislative, Exekutive, Europäisches Parlament, Europäische Kommission, Ministerrat, Supranationalität, System sui generis, Interessenvertretung, Lobbying, Gewaltenteilung, Legitimität, Politische Akteure

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen politischen System der Europäischen Union und dessen Einordnung in politikwissenschaftliche Kategorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Grundstruktur der EU, die Rolle ihrer offiziellen Organe, die Einflüsse externer Akteure sowie die Problematik der demokratischen Legitimation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das „Mehrebenensystem“ der EU als Struktur eigener Art („sui generis“) zu definieren und aufzuzeigen, warum eine einfache Einordnung als Staat oder Organisation nicht ausreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse der Strukturen, Organfunktionen und Legitimitätsprobleme unter Rückgriff auf einschlägige Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der EU als internationale Organisation versus Nationalstaat, die detaillierte Vorstellung der Akteure sowie eine kritische Untersuchung des demokratischen Defizits.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mehrebenensystem, Supranationalität, demokratisches Defizit, Legislative, Exekutive und System sui generis charakterisiert.

Warum wird die EU als System „sui generis“ bezeichnet?

Die Bezeichnung wählt die Autorin, weil die EU Merkmale internationaler Organisationen und nationalstaatliche Züge in einer so verschachtelten Weise vereint, dass sie in keine klassische Kategorie passt.

Welche drei Aspekte führen laut Ingeborg Tömmel zum Legitimitätsdefizit der EU?

Dazu zählen die unübliche Gewaltenteilung zwischen den Organen, der ungleiche Einfluss organisierter Interessengruppen und die Verschiebung von Entscheidungsbefugnissen von der Legislative zur Exekutive.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Mehrebenensystem der Europäischen Union. Was ist die EU und wie lässt sich ihr verschachteltes System verstehen?
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Bundesrepublik Deutschland
Note
2,7
Autor
Natalie Ruf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
10
Katalognummer
V451161
ISBN (eBook)
9783668844216
ISBN (Buch)
9783668844223
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mehrebenensystem europäischen union system
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalie Ruf (Autor:in), 2017, Das Mehrebenensystem der Europäischen Union. Was ist die EU und wie lässt sich ihr verschachteltes System verstehen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451161
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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