Hier sollen der globale Handel und seine Kritik im Vordergrund stehen. Dem gegenüber gestellt wird die Regionalisierung, die in diesem Kontext von Kritikern und Nationalstaaten oft als Instrument zur Handhabung bzw. als Antwort auf Globalisierung angesehen wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A. Globalisierung
Einleitung
I. Definition und Entwicklung
1. Globale Finanzmärkte
2. Globale Produktion und Investitionsströme
3. Globaler Handel
II. Globalisierungskritik: Handel
1. Handelsliberalisierung - Wachstum doch nicht für alle?
2. Führt Globalisierung zu Armut?
3. Hat die Globalisierung negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt?
4. Ausbeutung von Arbeitskräften in den Entwicklungsländern?
5. Absenkung von Sozialstandards und Einkommen in den Industrieländern?
6. Migration von Arbeitskräften
7. Diskriminierungen und Handelsverzerrungen durch Industrieländer und transnationale Unternehmen?
III. Fazit
B. Regionalisierung
Einleitung
I. Die regionalen Abkommen
1. EU
2. ASEAN
3. MERCOSUR
4. NAFTA
5. FTAA
II. Wirtschaftliche (und andere) Faktoren für die Bildung regionaler Abkommen am Beispiel der NAFTA
1. Kanada
2. Mexiko
3. USA
III. Triade
IV. Positive und negative Aspekte der Regionalisierung
V. Fazit
C. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Regionalisierung. Ziel ist es zu analysieren, ob Regionalisierung ein Instrument zur Handhabung von Globalisierungsprozessen darstellt oder ob beide Konzepte sich gegenseitig ergänzen, wobei insbesondere die Auswirkungen auf Entwicklungsländer und die wirtschaftlichen Motive regionaler Handelsabkommen im Fokus stehen.
- Definition und Entwicklung von Globalisierung und globalen Finanzströmen.
- Analyse der Globalisierungskritik hinsichtlich Handel, Armut, Arbeitsmarkt und Sozialstandards.
- Überblick über regionale Abkommen wie EU, ASEAN, MERCOSUR, NAFTA und FTAA.
- Wirtschaftliche Faktoren für regionale Kooperation am Beispiel der NAFTA.
- Vergleich der Triade-Regionen und Bewertung der Vor- und Nachteile von Regionalisierung.
Auszug aus dem Buch
1. Globale Finanzmärkte
Als US-Präsident Nixon 1971 erklärte, dass die USA den Umtausch von Dollars gegen Gold zu einem festen Satz nicht mehr garantieren könnten, endete die 1944 beschlossene Weltwirtschaftsordnung von Bretton-Woods. In der darauf folgenden Zeit entwickelte sich ein System flexibler (floatender) Wechselkurse, das zu einer raschen Zunahme von Wechselkursschwankungen und Währungsgeschäften führte. Vor allem England und die USA versuchten durch eine Reihe von Deregulierungen, die auf den Druck der Finanzsektoren geschahen, die Attraktivität ihrer Länder als internationale Finanzplätze zu erhalten.
Es entstanden so genannte `off-shore´ Finanzplätze, die sich, wie auch schon während des Bretton-Woods Systems, unter anderem in den Finanzzentren Londons und New Yorks befanden. Diese „außerhalb nationaler Rechtssprechung stehenden Finanzplätze“ waren für Anleger und Kreditnehmer überaus attraktiv, so dass sich der Druck auf andere Länder, die Kapitalabflüsse natürlich verhindern wollten, verschärfte.
Zudem nahm das Volumen internationaler Anlage- und Kreditgeschäfte zu. Dies basierte auf den immer weiter zunehmenden Expansionsbestrebungen transnationaler Unternehmen (so genannter TNU´s) und den hohen Einnahmen der OPEC-Staaten, welche ihre Gewinne überwiegend in amerikanischen und europäischen Banken anlegten. Da die Banken diese enormen Geldmengen nicht komplett gewinnbringend anlegen konnten, verliehen sie Geld an Entwicklungsländer, die für ihre Industrialisierung dringend Geld brauchten. So bekamen auch die Entwicklungsländer, von denen sich viele nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Herrschaft ihrer europäischen Kolonialherren gelöst hatten, die Möglichkeit, sich in das Finanzsystem zu integrieren.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Globalisierung: Dieses Kapitel definiert den Prozess der Globalisierung, beleuchtet Finanzmärkte, Produktion sowie Handel und setzt sich kritisch mit den Vor- und Nachteilen für Industrie- und Entwicklungsländer auseinander.
B. Regionalisierung: Dieser Abschnitt erläutert verschiedene regionale Handelsabkommen, analysiert die Beweggründe für ihre Entstehung am Beispiel der NAFTA und vergleicht die Bedeutung der Triade-Regionen im Welthandel.
C. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Globalisierung und Regionalisierung keine Gegensätze sind, sondern als komplementäre Instrumente betrachtet werden müssen, um auf globale Herausforderungen zu reagieren.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Regionalisierung, Welthandel, Finanzmärkte, NAFTA, EU, ASEAN, MERCOSUR, Freihandelszone, Kapitalmobilität, Triade, Entwicklungsländer, Handelsliberalisierung, Wirtschaftspolitik, Protektionismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit untersucht das Verhältnis zwischen Globalisierung und Regionalisierung und hinterfragt, ob diese beiden Phänomene als konkurrierende oder einander ergänzende Prozesse zu verstehen sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen globaler Finanz- und Handelsströme, der Kritik an der Globalisierung (z. B. soziale Auswirkungen), der Analyse regionaler Handelsblöcke und der Rolle nationaler Wirtschaftspolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, inwieweit regionale Abkommen als Antwort oder Instrument zur Handhabung der Globalisierung dienen und ob sie die Lebensbedingungen in den beteiligten Ländern, insbesondere in Entwicklungsländern, positiv beeinflussen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle ökonomische Theorien und empirische Daten (z. B. Handelszahlen der Triade) gegenübergestellt werden, um die Auswirkungen von Globalisierung und Regionalisierung kritisch zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst werden Definitionen, Finanzmärkte und die Globalisierungskritik erörtert. Im zweiten Teil erfolgt die detaillierte Vorstellung regionaler Abkommen sowie eine Untersuchung der NAFTA als Fallbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Regionalisierung, Triade, Welthandel, transnationale Unternehmen, Kapitalmobilität und regionale Handelsabkommen wie NAFTA oder EU.
Warum ist die NAFTA ein besonders interessantes Fallbeispiel?
Die NAFTA ist ein weltweit einzigartiges Projekt, da sie zwei entwickelte Volkswirtschaften mit einem Schwellenland integriert und zudem explizit als Freihandelszone ohne komplexe gemeinsame Institutionen konzipiert wurde.
Zu welcher Schlussfolgerung kommen die Autoren bezüglich der Entwicklungsländer?
Die Autoren stellen fest, dass Entwicklungsländer durch die Globalisierung zwar Chancen erhalten, aber oft durch protektionistische Maßnahmen der Industrieländer benachteiligt werden, was bedeutet, dass regionale Abkommen für sie keine universelle Lösung darstellen.
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- Anke Seifert (Author), Claudia Breisa (Author), 2005, Globalisierung und Regionalisierung - zwei Seiten einer Medaille?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45124