Die Erkrankung „Williams-Beuren-Syndrom“ wurde nach einem Herzspezialisten aus Neuseeland John C.P. Williams und nach dem ersten deutschen Lehrstuhlinhaber für Kinderkardiologie Alois Beuren benannt, da sie als erster Mediziner diese Erkrankung beschrieben haben. Kinder mit WBS haben ein Wesen, welches sich von anderen unterscheidet. Sie haben im Vergleich zu anderen einen kleineren Kopf, aufgeworfene Lippen sowie eine eher rundliche Nasenspitze. Früher wurden Kinder mit Williams-Beuren-Syndrom aufgrund ihres Aussehens als Elfengesichter oder Koboldgesichter bezeichnet.
Man muss beachten, dass jedoch auch die Persönlichkeit und die Erscheinung des restlichen Körpers ebenso durch das Williams-Beuren-Syndrom beeinflusst sind. Diese Kinder sind sehr neugierig, kontaktfreudig und gesellig. Meistens sind sie sehr sprachgewandt und merken sich häufig Gesichter sehr gut. Aufgrund ihrer offenen und geselligen Persönlichkeit werden Personen mit Willams-Beuren-Syndrom auch oft als Cocktailparty-Personalities bezeichnet. Diese Arbeit behandelt das Williams-Beuren-Syndrom. Wir werden auf bestimmte Punkte eingehen, wie etwa die Ursache der Erkrankung, das Erscheinungsbild, die Symptomatik und die möglichen Auswirkungen auf den Unterricht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ursache
3 Symptomatik
4 Erscheinungsbild und Auswirkungen im Unterricht
4.1 Hinweise für Lehrer/-innen
5 Stärken
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das Williams-Beuren-Syndrom, wobei insbesondere die genetischen Ursachen, das klinische Erscheinungsbild sowie die pädagogischen Implikationen für den schulischen Alltag beleuchtet werden.
- Genetische Grundlagen und Vererbbarkeit des Williams-Beuren-Syndroms
- Symptomatologie und physische sowie kognitive Merkmale
- Psychosoziale Besonderheiten und Verhaltensmuster der Betroffenen
- Herausforderungen und pädagogische Strategien in der schulischen Förderung
- Identifikation und Nutzung individueller Stärken und Begabungen
Auszug aus dem Buch
4 Erscheinungsbild und Auswirkungen im Unterricht
In der Zeit Online erschien der Artikel „Kobold und Elfenkind“ von Wiebke Schönbohm-Wilke, in dem das Leben von einem Kind mit dem Williams-Beuren-Syndrom beschrieben wird. Genauer gesagt, geht es um Michel aus dem Friesland bei dem nach unzähligen Untersuchungen und Vermutungen letztendlich, dass Williams-Beuren-Syndrom diagnostiziert wurde.
Die Widersprüchlichkeit der Krankheit erstaunt die Leute: Michel ist geistig behindert, aber sprachlich begabt. Auch wenn die Kinder das Sprechen meistens verspätet lernen, holen sie oft schnell auf und entwickeln einen besonders reichen Wortschatz. Sie sind sehr gesprächig und haben ein Talent zum faszinierenden Erzählen. Dennoch können sie Schwierigkeiten beim Verstehen von Gesprochenem haben. Neue Begriffe wie beispielsweise Erbsensuppe oder Prophylaxe wiederholt er an manchen Tagen bis zu hundert Mal. Michel bessert auch seine ältere Schwester gerne mal bei grammatikalischen Fehlern aus. Wegen seiner wortreichen Sprache wird Michel daher von vielen auf den ersten Blick für besonders intelligent gehalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die historische Namensgebung und die charakteristische Persönlichkeitsstruktur von Kindern mit Williams-Beuren-Syndrom vor.
2 Ursache: Hier wird der seltene Gendefekt, die sogenannte Mikrodeletion auf Chromosom 7, als zentrale Ursache der Erkrankung erläutert.
3 Symptomatik: Dieses Kapitel beschreibt die vielfältigen physischen Symptome, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie die kognitiven Besonderheiten der Betroffenen.
4 Erscheinungsbild und Auswirkungen im Unterricht: Der Fokus liegt hier auf dem Alltag der Betroffenen, ihren sozialen Interaktionen sowie spezifischen Hinweisen für Lehrkräfte zur Gestaltung des Unterrichts.
5 Stärken: Dieses Kapitel fasst die besonderen positiven Potenziale und Begabungen zusammen, wie etwa die ausgeprägte Sprachbegabung und Musikalität.
Schlüsselwörter
Williams-Beuren-Syndrom, Gendefekt, Mikrodeletion, Chromosom 7, Symptomatik, Pädagogik, Sprachbegabung, Inselbegabung, Inklusion, soziale Interaktion, Förderung, Genetik, Cocktailparty-Persönlichkeit, Entwicklungsstörung, Sonderpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Übersicht über das Williams-Beuren-Syndrom, beleuchtet dessen medizinische Hintergründe und untersucht, wie sich die Erkrankung auf den Alltag und den Unterricht auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die genetische Entstehung (Mikrodeletion), die körperliche und psychische Symptomatik sowie der pädagogische Umgang mit den betroffenen Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Syndrom zu schaffen, um Lehrkräften und Betreuern hilfreiche Ansätze für eine individuelle und angepasste Förderung zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle medizinische Fachartikel, Fallbeispiele und pädagogische Elternbroschüren auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der genetischen Ursachen, eine detaillierte Auflistung klinischer Symptome sowie die Analyse der pädagogischen Herausforderungen im schulischen Umfeld.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere das Williams-Beuren-Syndrom, Chromosom 7, Mikrodeletion, sonderpädagogische Förderung und die ausgeprägte soziale Offenheit der Betroffenen.
Was genau bedeutet der Begriff „Cocktailparty-Persönlichkeit“ im Kontext dieser Arbeit?
Dieser Begriff beschreibt die auffällige Diskrepanz zwischen der sprachlichen Gewandtheit und der freundlichen, geselligen Art der Kinder im Gegensatz zu ihrem tatsächlich begrenzten Intelligenzquotienten.
Warum ist laut der Arbeit eine frühzeitige heilpädagogische Betreuung so wichtig?
Aufgrund der spezifischen Lernschwächen und der gleichzeitigen Begabungen ist eine individuelle Förderung bereits im Kindergartenalter essenziell, um das volle Entwicklungspotenzial des Kindes in der Schule zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Caroline Pichler (Autor:in), 2018, Das Williams-Beuren-Syndrom. Ursache, Erscheinungsbild und Symptomatik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451343