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Welche Konstruktionen sollten Private Equity Anlagen aus Sicht eines Investors aufweisen und wie kann man sie bewerten?

Title: Welche Konstruktionen sollten Private Equity Anlagen aus Sicht eines Investors aufweisen und wie kann man sie bewerten?

Diploma Thesis , 2005 , 94 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lars Armgart (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Bevor man sich mit dem Thema Private Equity näher beschäftigt, empfiehlt es sich zunächst, die wichtigsten Begriffe aus diesem Themenbereich kurz zu erläutern und zu definieren. Da in der Fachliteratur die Termini des Private Equity-Marktes teilweise unterschiedlich definiert werden, orientiere ich mich bei den Begrifflichkeiten an den Definitionen des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften(BVK). Es handelt sich hierbei um die Organisation der deutschen Kapitalbeteiligungsgesellschaften und der in Deutschland tätigen Repräsentanten ausländischer Kapitalbeteiligungsgesellschaften.
Private Equity umfasst demnach die Gesamtheit aller Eigenkapital-Anlageformen, unterteilt in Venture Capital (VC) und Buyouts. Venture Capital ist jenes Eigenkapital, das Unternehmungen hauptsächlich in der early stage, seltener auch in der expansion stage Phase, zur Verfügung gestellt wird. Die sogenannten Buyouts sind Investitionen in bereits länger bestehende Unternehmungen und werden in den Management Buy Out (MBO) und den Leveraged Buy Out (LBO) unterteilt.
Als MBO bezeichnet man die Übernahme einer Unternehmung durch das vorhandene Management mit Hilfe einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft. Ein typisches Einsatzgebiet für MBO-Finanzierungen ist der Ausstieg des Unternehmensgründers aus einer Firma und die Übernahme der Unternehmung durch das vorhandene Management. Wenn bei dieser Übernahme zur Finanzierung relativ viel Fremdkapital eingesetzt wird, spricht man von einem LBO. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Gesellschaften auf dem Private Equity-Markt allgemein als Kapitalbeteiligungsgesellschaften (KBG) bezeichnet. Neben dieser allgemeinen Bezeichnung erfolgt noch eine Zweiteilung der Gesellschaften in Abhängigkeit von ihrem Investitionsschwerpunkt.
Auf dem VC-Markt sind die Venture Capital-Gesellschaften (VC-Gesellschaften bzw. VC-Fonds) auf seed und start up-Finanzierungen in der early stage Unternehmensphase spezialisiert. Daneben dominieren in der late stage-Phase die sogenannten Buyout-Fonds, die sich auf MBO und LBO-Finanzierungen konzentrieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung

3. Theoretische Grundlagen

3.1 Moral Hazard, Prinzipal-Agent-Beziehung und Signalling-Theorie

3.2 Transaktionskostentheorie

3.3 Vertragstheorie

3.4 Zusammenfassung

4. Die steuerliche und rechtliche Struktur der Beteiligungsgesellschaften

4.1 Private independent funds und public independent funds

4.2 Captive funds, semi captive funds und government funds

4.3 Besteuerung des Investors und der Beteiligungsgesellschaft

4.4 Zusammenfassung

5. Die Portfolioentscheidungen des Investors und der Beteiligungsgesellschaft

5.1 Private Equity als Anlagekategorie

5.2 Portfolio der Beteiligungsgesellschaft

5.2.1 Diversifikation nach der Investitionsphase

5.2.2 Diversifikation nach der Branche der Portfoliounternehmungen

5.2.3 Diversifikation nach dem Standort der Portfoliounternehmungen

5.2.4 Diversifikation nach Anzahl und Höhe der Beteiligungen

5.3 Beurteilung des Portfolios der Beteiligungsgesellschaft

5.3.1 Beurteilung der Entwicklungsphasen aus Investorensicht

5.3.2 Beurteilung der anderen Diversifikationsmöglichkeiten aus Investorensicht

5.3.3 Beurteilung der Investitionsstrategie

5.4 Private Equity-Portfolio des Investors

5.5 Beteiligungsformen im Private Equity-Portfolio des Investors

5.6 Zusammenfassung

6. Das Management der Beteiligungsgesellschaft

6.1 Fonds-Performance in Abhängigkeit vom Management

6.2 Allgemeine Fondsdaten zur Beurteilung der Managementqualität

6.2.1 Track Record

6.2.2 Draw Down Rate

6.2.3 IPO

6.2.4 Fondsvolumen

6.3 Fondsinterne Kriterien als Qualitätsmerkmal

6.3.1 Managementqualifikation und Managementerfahrung

6.3.2 Beteiligungswürdigkeitsprüfungen

6.3.3 Lead Investor

6.3.4 Zusammenarbeit des Managements

6.4 Vintage-Jahr

6.5 Zusammenfassung

7. Der Beteiligungsvertrag

7.1 Vergütungsregeln

7.1.1 Management Fee

7.1.2 Carried Interest und Hurdle Rate

7.1.3 Kritische Betrachtung der Vergütungsregeln

7.2 Vertragsklauseln

7.2.1 Regelung des allgemeinen Fondsmanagements

7.2.2 Regelung der Aktivitäten der Fondsmanager

7.2.3 Regelung der Investments

7.2.4 Kritische Betrachtung der Vertragsklauseln

7.3 Zusammenfassung

8. Investor Relations

8.1 Kommunikationsinstrumente

8.2 Finanzwirtschaftliche Instrumente

8.3 Kritische Betrachtung und Zusammenfassung

9. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Konstruktionsmerkmale Private-Equity-Anlagen aus Sicht eines institutionellen Investors aufweisen sollten, um eine fundierte Beteiligungswürdigkeitsprüfung zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie ein Investor diese Merkmale bewerten kann, um das Risiko-Rendite-Profil seiner eigenen Anlagestrategie durch die Integration von Private-Equity-Fonds zu optimieren und agency-theoretische Probleme zu minimieren.

  • Theoretische Fundierung (Agency-Theorie, Signalling, Transaktionskosten)
  • Strukturelle Analyse von Beteiligungsgesellschaften und deren Portfolioentscheidungen
  • Risiko- und Renditebewertung von unterschiedlichen Private-Equity-Investitionsphasen
  • Analyse von Management-Qualitätsindikatoren (Track Record, Deal Flow, IPOs)
  • Ausgestaltung des Beteiligungsvertrages (Vergütungsregeln und Vertragsklauseln)

Auszug aus dem Buch

3.1 Moral Hazard, Prinzipal-Agent-Beziehung und Signalling-Theorie

Die vertragliche Beziehung zwischen Investor und KBG ist eine Prinzipal-Agent Beziehung, wobei der Investor als Prinzipal auftritt und die KBG als Agent. Auf dem PE-Markt gibt es neben dieser originären Agency-Beziehung noch die derivative Beziehung zwischen KBG und kapitalsuchender Unternehmung. In dieser Beziehung tritt die KBG als Prinzipal auf, die Unternehmung als Agent. Diese derivative Agency-Beziehung wird im weiteren Verlauf vernachlässigt, da sie den Investor nicht direkt betrifft.

Annahmegemäß versuchen Investor und KBG im Rahmen der Prinzipal Agent-Beziehung ihren individuellen Nutzen zu maximieren. Innerhalb der Prinzipal Agent-Beziehung kann es durch Informationsasymmetrien, sogenannten „hidden information“, zu drei verschiedenen Problemen kommen. Der Begriff „hidden information“ beruht auf der Annahme, dass es in einer vertraglichen Beziehung für den Investor versteckte relevante Informationen gibt , die nur dem Agenten zur Verfügung stehen.

So kann der Prinzipal ex ante, also vor Abschluss des Beteiligungsvertrages, nicht wissen, wie sich der Agent ex post verhält. Es kann hier zu opportunistischen Verhaltensweisen kommen, die sogenannte Moral Hazard-Problematik. Unter opportunistisch versteht man Verhaltensweisen, die vertragswidrig sind, bzw. die aus Sicht des Prinzipals ökonomisch nicht rational sind. Da die Verteilung der Rendite eines Projektes nicht exogen gegeben ist, sondern von den Handlungen des Investor und der KBG abhängt, schaden opportunistische Verhaltensweisen dem Investor. Darunter fallen sämtliche Aktionen des Agenten die dem Gewinnmaximierungspostulat des Prinzipals widersprechen, z.B. indem er seine Aufgaben qualitativ schlechter erfüllt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Grundlegende Definitionen und Einführung in den Private-Equity-Markt sowie die Akteure.

2. Problemstellung: Beschreibung des Auswahlproblems für Investoren und die Relevanz der Beteiligungswürdigkeitsprüfung.

3. Theoretische Grundlagen: Ökonomische Theorien wie Agency- und Transaktionskostentheorie als Basis für Investitionsentscheidungen.

4. Die steuerliche und rechtliche Struktur der Beteiligungsgesellschaften: Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen und steuerlicher Implikationen für den Investor.

5. Die Portfolioentscheidungen des Investors und der Beteiligungsgesellschaft: Analyse von Diversifikationsstrategien und der Rolle von Private Equity als Anlagekategorie.

6. Das Management der Beteiligungsgesellschaft: Identifikation von Qualitätsmerkmalen für das Management und Analyse von Performancedaten.

7. Der Beteiligungsvertrag: Gestaltung von Vergütungsmodellen und Vertragsklauseln zur Risikominimierung.

8. Investor Relations: Instrumente für das Monitoring und die Kommunikation nach Vertragsschluss.

9. Ergebnisse: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Prüfungskriterien für den Investor.

Schlüsselwörter

Private Equity, Venture Capital, Buyout, Agency-Theorie, Moral Hazard, Beteiligungswürdigkeitsprüfung, Risikodiversifikation, Fondsmanagement, Management Fee, Carried Interest, Hurdle Rate, Vertragstheorie, Transaktionskosten, Monitoring, Kapitalbeteiligungsgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie ein institutioneller Investor die Qualität und Beteiligungswürdigkeit von Kapitalbeteiligungsgesellschaften (KBG) prüfen kann, um eine erfolgreiche Investition im Bereich Private Equity zu tätigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit deckt theoretische Grundlagen, steuerliche und rechtliche Strukturen, Portfolio-Diversifikationsstrategien, die Bewertung von Fondsmanagement-Qualität sowie die vertragliche Gestaltung der Investor-Fonds-Beziehung ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifikation und Bewertung von Konstruktionsmerkmalen einer Private-Equity-Anlage, damit der Investor das Risiko-Rendite-Verhältnis seines Gesamtportfolios verbessern kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse ökonomischer Theorien sowie der Auswertung empirischer Studien zur Performance von Private-Equity-Fonds und deren vertraglicher Ausgestaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der steuerlichen Struktur, die Analyse der Portfoliostrategien der Fonds, die Bewertung der Managementqualität anhand verschiedener Indikatoren sowie die Gestaltung von Beteiligungsverträgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Private Equity, Moral Hazard, Managementqualität, Risikodiversifikation, Beteiligungsvertrag, Agency-Kosten und Performance-Messung.

Wie unterscheidet sich die Bewertung von Early-Stage-Fonds von Buyout-Fonds?

Die Arbeit zeigt, dass Early-Stage-Fonds aufgrund des Diffusionsrisikos und Informationsasymmetrien ein höheres Ausfallrisiko bei Einzelprojekten aufweisen, was durch ein höheres Maß an Quersubventionierung und diversifizierte Portfolios ausgeglichen werden muss.

Warum spielt die Person des "Lead Investors" eine so große Rolle für die Qualität?

Die Tätigkeit als Lead Investor wird als Qualitätsmerkmal gewertet, da andere professionelle Investoren durch ihr Co-Investment signalisieren, dass sie die Qualität des Projektes und das Management des Lead Investors nach eingehender Prüfung für gut befunden haben.

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Details

Title
Welche Konstruktionen sollten Private Equity Anlagen aus Sicht eines Investors aufweisen und wie kann man sie bewerten?
College
University of Dortmund
Grade
1,7
Author
Lars Armgart (Author)
Publication Year
2005
Pages
94
Catalog Number
V45136
ISBN (eBook)
9783638425919
Language
German
Tags
Welche Konstruktionen Private Equity Anlagen Sicht Investors
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Armgart (Author), 2005, Welche Konstruktionen sollten Private Equity Anlagen aus Sicht eines Investors aufweisen und wie kann man sie bewerten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45136
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