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Altfranzösisch und Altfranzösische Literatur am Beispiel von 'De la vedve et del chevalier' von Marie de France

Titre: Altfranzösisch und Altfranzösische Literatur am Beispiel von 'De la vedve et del chevalier' von Marie de France

Dossier / Travail , 2005 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Steffi Kny (Auteur)

Philologie française - Littérature
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„In der romanischen Sprachgeschichte ist wohl kein Weg weiter als der von Rom nach Paris.“ schreibt Sergijewskij in seiner Einführung in das ältere Französisch.Damit will er ausdrücken, dass unter allen romanischen Sprache n das moderne Französisch diejenige ist, die am wenigsten Ähnlichkeit mit Latein hat. Dies hat verschiedene Gründe- zum einen die Substate der Sprachen, die vorher das heutige französische Sprachgebiet beherrschten, zum anderen die Superstrate, die nach der bereits vollzogenen Romanisierung, die von den Römern mitgebrachte Sprache immer wieder beeinflussten und somit teilweise modifizierten. Gerade das macht jedoch die Beschäftigung mit der französischen Sprachgeschichte so interessant- nachzuvollziehen, wie hat sich diese Sprache langsam vom Lateinischen zu einer eigenen Sprache entwickelt und wie ist der Sprachstand im 12./13.Jh. Doch nicht nur die französische Sprache des Mittelalters, sondern auch die Literatur, die zu dieser Zeit entstand, bietet eine große Formenvielfalt und die Beschäftigung mit ihr überaus lohnenswert. So existieren neben der höfischen Epik, wie dem roman courtois, dem roman d’antiquité oder dem chanson de geste, und der Minnelyrik der Troubadoure auch viele narrative Kurzformen. Mit einer dieser kurzen Erzählformen, der Fabel, werde ich mich in dieser Hausarbeit näher auseinandersetzten.
Zu Beginn der Arbeit werde ich den altfranzösischen Text De la vedve et del chevalier ins Deutsche übersetzten und diesen dann in Bezug auf seine sprachliche Gestaltung kommentieren. Im Anschluss möchte ich mich mit den literarischen Aspekten dieses Textes in Bezug auf seine Gattung sowie in Bezug auf seine Sinnebenen auseinandersetzen. Abschließend werde ich dann auch andere Gattungen der altfranzösischen Literatur kurz betrachten.
Im Ergebnis hoffe ich einen guten Einblick in den oben erwähnten Text werde gegeben haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersetzung des altfranzösischen Textes De la vedve et del chevalier

3. Charakterisierung der Gattung und des Sinngehaltes des Textes

4. Sprachliche Gestaltung des Textes in den Bereichen Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Schreibung

5. Weitere Beispiele der vergleichbaren Gattung und andere Gattungen der altfranzösischen Literatur

6. Resümee

7. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die altfranzösische Fabel "De la vedve et del chevalier" von Marie de France sowohl unter literaturwissenschaftlichen als auch sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten, um Einblicke in das mittelalterliche Wertesystem sowie die Entwicklung der französischen Sprache zu gewinnen.

  • Literarische Gattungsbestimmung und Motivik (Tod, Ehre, Liebe)
  • Analyse des altfranzösischen Wortschatzes und etymologischer Einflüsse
  • Grundlagen der altfranzösischen Grammatik (Kasussystem)
  • Aussprache und graphemische Besonderheiten des Anglonormannischen
  • Einordnung des Textes in den Kontext narrativer Kurzformen des Mittelalters

Auszug aus dem Buch

Charakterisierung der Gattung und des Sinngehaltes des Textes

Bei dem vorliegendem Text handelt es sich um eine Fabel. Es mag seltsam anmuten, dass die Charaktere dieser Fabel keine Tiere sind, doch gibt es in vielen französischen Fabelsammlungen auch immer Erzählungen, die keine Tierfabeln sind und trotzdem zu der Gattung der Fabel gezählt werden. Diese werden in anderen Fassungen auch conte oder dit bezeichnet.

Die meisten Fabelsammlungen des Mittelalters gehen auf die Fabelsammlung Ésope bzw. Ysopet, die 1180 und 1190 von Marie de France verfasst wurden, zurück. Auch diese Fabel entstammt dieser Sammlung, die insgesamt 103 Texte umfasst- Nachdichtungen von Fabeln, Anekdoten und Schwänken des lateinischen Autors Äsop. Marie de France selbst hat die Fabeln aus dem Englischen übersetzt, die, ihrer eigenen Angabe nach, einer lateinischen Vorlage äsopischer (und phärischer) Fabeln entstammen. Die Fabeln hat Marie de France dann „cunte Willalme, le plus vaillant de cest reialme“ gewidmet.

Die Gattung der Fabel, abgeleitet von lateinisch fabula, ist als kurze Lehrdichtung charakterisiert. Sie kann in Prosa- oder in Versform dargestellt werden und soll eine allgemein gültige Lebensweisheit oder belehrende, sentenzhafte Weisheit vermittelt, die üblicherweise als Moral (Epimythion) am Ende der Geschichte zusammengefasst wird. In der Regel sind die Handlungsträger Tiere, die mit meist stereotyp verwendeten menschlichen Charaktereigenschaften ausgestattet sind (der schlaue Fuchs, der mächtige Löwe etc.), wobei Ausnahmen, wie an dem Beispiel dieser Arbeit zu sehen, die Regel bestätigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die französische Sprachgeschichte ein und erläutert das Ziel der Arbeit, den Text "De la vedve et del chevalier" sprachlich und literarisch zu untersuchen.

2. Übersetzung des altfranzösischen Textes De la vedve et del chevalier: Dieses Kapitel präsentiert den Originaltext der Fabel zusammen mit einer deutschen Übersetzung.

3. Charakterisierung der Gattung und des Sinngehaltes des Textes: Der Text wird als Fabel identifiziert und hinsichtlich seiner Motive (Ehre, Liebe, Tod) sowie seiner moralischen Aussage analysiert.

4. Sprachliche Gestaltung des Textes in den Bereichen Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Schreibung: Eine detaillierte Untersuchung der sprachlichen Merkmale, inklusive Etymologie, Kasusstrukturen und Besonderheiten der anglonormannischen Schreibung.

5. Weitere Beispiele der vergleichbaren Gattung und andere Gattungen der altfranzösischen Literatur: Ein Überblick über andere Werke Marie de Frances sowie über weitere Gattungen wie Lais, Fabliaux und Exempla.

6. Resümee: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der untersuchten Fabel für das Verständnis mittelalterlicher Wertesysteme.

7. Literaturangaben: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Altfranzösisch, Marie de France, De la vedve et del chevalier, Fabel, Mittelalter, Sprachgeschichte, Literaturwissenschaft, Ehre, Tod, Grammatik, Etymologie, Anglonormannisch, Lehrdichtung, Motivik, Wertesystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Fabel "De la vedve et del chevalier" der Dichterin Marie de France sowohl unter literarischen als auch sprachgeschichtlichen Aspekten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gattungsanalyse, der Untersuchung mittelalterlicher Motive wie Ehre und Tod sowie der sprachlichen Analyse des anglonormannischen Textes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Text sowohl inhaltlich in Bezug auf sein mittelalterliches Wertesystem zu erschließen als auch seine sprachliche Struktur (Wortschatz und Grammatik) zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine literaturwissenschaftliche Gattungsanalyse mit einer sprachwissenschaftlichen Untersuchung, die sich auf Etymologie, Kasuslehre und orthografische Besonderheiten stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Charakterisierung der Fabel und eine detaillierte sprachliche Analyse, gefolgt von einer Einordnung in den Kontext der altfranzösischen Literatur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Altfranzösisch, Marie de France, Gattungstheorie, mittelalterliches Wertesystem und die spezifischen Merkmale der anglonormannischen Varietät.

Warum wird gerade der Text von Marie de France analysiert?

Der Text dient als interessantes Beispiel für eine "untypische" Fabel, die menschliche Charaktere statt Tiere nutzt und fundamentale Fragen zum Konflikt zwischen Ehre und Überleben aufwirft.

Welche Rolle spielt die anglonormannische Varietät in der Analyse?

Sie erklärt spezifische Schreibweisen und phonetische Eigenheiten im Text, die von den Standardnormen des Kontinentalfranzösischen abweichen.

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Résumé des informations

Titre
Altfranzösisch und Altfranzösische Literatur am Beispiel von 'De la vedve et del chevalier' von Marie de France
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Romanistik)
Cours
Altfranzösisch
Note
1,3
Auteur
Steffi Kny (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
13
N° de catalogue
V45169
ISBN (ebook)
9783638426176
Langue
allemand
mots-clé
Altfranzösisch Altfranzösische Literatur Beispiel Marie France Altfranzösisch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Steffi Kny (Auteur), 2005, Altfranzösisch und Altfranzösische Literatur am Beispiel von 'De la vedve et del chevalier' von Marie de France, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45169
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Extrait de  13  pages
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