Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende die aufgrund von Straftaten, Gewalt oder kriminellem Verhalten nicht mehr zu Hause leben können und sich anderweitig pädagogische Jugendhilfeangebote als nicht geeignete Maßnahmen anbieten, wachsen auch heute noch in Kinderheimen oder Jugendhilfeeinrichtungen auf. Kinderheime und Jugendhilfeeinrichtungen sollen benachteiligte und individuell beeinträchtige Kinder und junge Menschen wieder in die Gemeinschaft integrieren, resozialisieren und sie aktiv mit Hilfe von pädagogischen Methoden bei ihrer Entwicklung und einer eigenständigen Lebensführung unterstützen. Die Heimerziehung ist eines der ältesten Formen von sozialen Einrichtungen und heutzutage noch ein wichtiger Bestandteil in der Gesellschaft und des Sozialsystems.
Mit dieser Arbeit möchte ich das Jugendhilfezentrum „Don Bosco“ in Sannerz vorstellen, in dem männliche Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsene zwischen 10 – 21 Jahren aus verschiedenen Gründen leben und die zentrale Fragestellung klären, mit welchen Maßnahmen sie in das Leben integriert und resozialisiert werden. Zunächst werde ich kurz erläutern, was Management in sozialer Einrichtung bedeutet und was allgemein die Aufgaben von sozialen Organisationen sind. Anschließend werde ich das Jugendhilfezentrum „Don Bosco“ beschreiben und die Ziele erläutern.
Die Einrichtung steht im Wesentlichen auf drei Säulen: Schule, Berufliche Bildung und Wohnen. Auf diese Punkte werde ich genauer eingehen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, die das Jugendhilfezentrum den Kindern und jungen Menschen ermöglicht. Im letzten Teil dieser Arbeit werde ich darstellen, mit welchen Maßnahmen die in der Einrichtung lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in das Leben integriert und resozialisiert werden. In einem anschließenden Fazit werde ich die wichtigsten Inhalte nochmals zusammenfassen.
Das Ziel dieser Arbeit ist, das Jugendhilfezentrum „Don Bosco“ kennenzulernen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie junge Menschen die aus einem schwierigen Lebensumfeld kommen, wieder auf die Richtige Spur gebracht werden.
1. Einleitung
2. Management sozialer Einrichtung
3. Historische Entwicklung des Jugendhilfezentrums „Don Bosco“
3.1 Beschreibung und Ziele des Jugendhilfezentrums
3.2 Bewohner
3.2.1 Strafunmündigkeit
3.2.2 Verhaltensauffälligkeit
3.2.3 Gewaltbereitschaft
3.3 Schulische Ausbildung
3.3.1 Intensivpädagogische Klasse
3.3.2 Willkommensklasse
3.3.3 Das Grüne Klassenzimmer
3.3.4 Die Vari-Klasse
3.3.5 Praxis und Schule
3.4 Berufliche Bildung
3.4.1 Metalltechnik
3.4.2 Holztechnik
3.4.3 Farbtechnik
3.5 Wohnen und Betreuung
3.5.1 Außenbetreutes Wohnen
3.5.2 Intensivpädagogik
4. Maßnahmen der Integrierung und Resozialisierung im Jugendhilfezentrum
4.1 Darstellung und Auswertung der Ergebnisse
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Jugendhilfezentrum „Don Bosco“ in Sannerz vorzustellen und aufzuzeigen, durch welche spezifischen pädagogischen und strukturellen Maßnahmen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die aus schwierigen Lebensumfeldern kommen, wieder in das Leben integriert und resozialisiert werden können.
- Grundlagen des Managements in sozialen Einrichtungen
- Strukturen und pädagogische Konzepte der schulischen Ausbildung
- Angebote zur beruflichen Bildung und Qualifizierung
- Wohn- und Betreuungsformen zur Förderung der Verselbstständigung
- Methoden der Resozialisierung und Integration im Alltag
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Intensivpädagogische Klasse
Die Intensivpädagogisch-therapeutische Gruppe ist ein sozialpädagogisch ausgerichteter Unterricht, welches ein vorsichtiges Herantasten an schulisches Lernen ermöglichen soll. Diese wird durch zwei Lehrenden für vier Schüler gestaltet. Nach einer Motivations- und Orientierungsphase werden verschüttete Bildungsmotivationen aufgespürt, sodass nach und nach ein gemeinsames Arbeiten mit den Schülern möglich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Problematik benachteiligter junger Menschen und Einführung in die Ziele des Jugendhilfezentrums „Don Bosco“.
2. Management sozialer Einrichtung: Erläuterung der Bedeutung und Aufgaben des Sozialmanagements zur Sicherung der Leistungsfähigkeit sozialer Organisationen.
3. Historische Entwicklung des Jugendhilfezentrums „Don Bosco“: Einblick in die Entstehungsgeschichte und die heutige Trägerschaft durch die Salesianer Don Boscos.
3.1 Beschreibung und Ziele des Jugendhilfezentrums: Darstellung der geographischen Lage und der drei Säulen der Einrichtung: Schule, berufliche Bildung und Wohnen.
3.2 Bewohner: Definition der Zielgruppe, die sich durch Strafunmündigkeit, Verhaltensauffälligkeiten oder Gewaltbereitschaft auszeichnet.
3.3 Schulische Ausbildung: Überblick über das schulische Angebot an der staatlich anerkannten Ersatzschule für Erziehungshilfe.
3.4 Berufliche Bildung: Vorstellung der verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Metall-, Holz- und Farbtechnik.
3.5 Wohnen und Betreuung: Erläuterung der Wohnformen, die zur Förderung der sozialen Integration und Verselbstständigung dienen.
4. Maßnahmen der Integrierung und Resozialisierung im Jugendhilfezentrum: Reflexion der praktischen pädagogischen Arbeit und der Stufenpläne zur Integration.
4.1 Darstellung und Auswertung der Ergebnisse: Auswertung der Erkenntnisse aus Gesprächen mit dem Ausbildungsleiter über den pädagogischen Prozess.
5. Zusammenfassung: Resümee über die Notwendigkeit ganzheitlicher Ansätze für eine gelungene Wiedereingliederung.
Schlüsselwörter
Jugendhilfezentrum, Don Bosco, Resozialisierung, Integration, Sozialmanagement, Heimerziehung, berufliche Bildung, pädagogische Maßnahmen, Verselbstständigung, Jugendhilfe, Strafunmündigkeit, Verhaltensauffälligkeit, Intensivpädagogik, Schulabschluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert die pädagogischen Maßnahmen und Organisationsstrukturen des Jugendhilfezentrums „Don Bosco“, um jungen Menschen eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?
Die Themenfelder umfassen das Management sozialer Einrichtungen, die schulische Ausbildung, berufliche Qualifizierung sowie verschiedene Wohn- und Betreuungskonzepte.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Ziel ist es, die Arbeitsweise des Zentrums zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Jugendliche aus schwierigen Lebensverhältnissen auf einen stabilen Lebensweg gebracht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem informativen Experten-Gespräch mit dem Ausbildungsleiter vor Ort.
Welche Säulen bilden das Fundament der Einrichtung?
Das Zentrum ruht im Wesentlichen auf den drei Säulen Schule, Berufliche Bildung und Wohnen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Jugendhilfezentrum, Resozialisierung, Integration, Sozialmanagement und Pädagogik.
Was unterscheidet das „Außenbetreute Wohnen“ von der „Intensivpädagogik“?
Das Außenbetreute Wohnen bereitet Jugendliche auf die Verselbstständigung vor, während die Intensivpädagogik eine geschlossene Unterbringung für besonders schutzbedürftige strafunmündige Kinder darstellt.
Wie wirkt sich der Stufenplan auf die Jugendlichen aus?
Der Stufenplan motiviert die Jugendlichen zu positivem Verhalten; mit steigender Stufe erhalten sie mehr Freiheiten bei gleichzeitig wachsender Eigenverantwortung.
Warum ist laut Autor die Einbeziehung der Familie wichtig?
Da Probleme oft im familiären Kontext entstehen, plädiert der Autor dafür, die gesamte Familie in den Reintegrationsprozess einzubeziehen, um langfristige Erfolge zu sichern.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Mit welchen Maßnahmen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Jugendhilfezentrum "Don Bosco" zurück in das Leben integriert und resozialisiert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451765