Internationalisierung von Familienunternehmen im Rahmen der Globalisierung. Analyse am Beispiel von Bosch


Hausarbeit, 2016

17 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung
2.1 Familienunternehmen
2.2 Internationalisierung
2.3 Globalisierung

3 Internationalisierung von Familienunternehmen
3.1 Motive für eine Internationalisierung
3.2 Risiken einer Internationalisierung
3.3 Einfluss der Globalisierung
3.4 Strategien im Falle einer Internationalisierung

4 Internationalisierung eines Familienunternehmens am Beispiel von Bosch
4.1 Das Unternehmen „Bosch“
4.2 Aktuelle Zahlen
4.3 Internationalisierungsstrategien von Bosch

5 Fazit

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Deutschland ist das Land der Familienunternehmer. Im Jahre 2015 wiesen deutsche Familienunternehmen einen Umsatz von 2,5 Billionen Euro auf.1 Nicht zu übersehen ist, dass ein Drittel aller Umsätze aus dem Ausland kommen. Laut den jährlichen Ergebnissen der globalen „Family Business Survey“ von PwC und INTES ist erkennbar, dass rund 88% der deutschen Familienunternehmen in den kommenden Jahren planen zu wachsen und sich dabei nicht auf die lokalen Märkte beschränken – ausländische Märkte stehen im Visier.2 Daraus lässt sich eine große Relevanz der Forschungsfrage ableiten und ein noch ein auffallend mangelndes Wissen im Bereich der Familienunternehmen. Ein Beispiel dafür ist die nicht vorhandene konkrete, allgemein anerkannte Definition des Begriffes „Familienunternehmen.“

Es gilt in der folgenden wissenschaftlichen Arbeit zu untersuchen, welche Möglichkeiten für Unternehmen bestehen sich zu internationalisieren. Im Rahmen der Globalisierung ist zu unterstreichen, dass das „know how“ einer Expansion auf die ausländischen Märkte relevant und notwendig für die Unternehmen ist, um auf dem Markt zu überleben. Zum verdeutlichen der Hypothese werden zunächst Begrifflichkeiten erläutert, um einen generellen Überblick zu ermöglichen. Dem zu Folge gilt es, mögliche Motive der Unternehmen eine Expansion zu wagen und die dementsprechenden Strategien zu thematisieren. Mit Hilfe wissenschaftlicher Artikel, Bücher und aktueller Umfragen und Statistiken werden zusätzlich zu dem Einfluss der Globalisierung auch die Risiken und Gefahren des ausländischen Marktes erläutert. Um den Prozess und die bereits erhaltenen Informationen zugänglicher zu machen wird im weiteren Verlauf der Arbeit das deutsche Familienunternehmen „Bosch“ als Beispiel der erfolgreichen Expansion hinzugezogen und zuletzt gilt es, die erhaltenen Ergebnisse im Fazit einer endgültigen Behauptung

2 Begriffserklärung

2.1 Familienunternehmen

Weltweit gibt es für den Begriff des Familienunternehmens keine festgesetzte, klare Definition. Jedoch gibt es seit 2017 eine Definition die für alle europäischen Staaten gilt, an deren Erarbeitung die Stiftung „Familienunternehmen“ beteiligt war. Demnach ist jedes Unternehmen beliebiger Größe ein Familienunternehmen, wenn es folgende Kriterien erfüllt. Die Mehrheit der Entscheidungsrechte gehört entweder Personen die das Unternehmen gründeten, Personen, die das Erwerbskapital erwarben oder deren Ehepartnern, direkten Erben oder Kindern. Dabei muss die Mehrheit der Entscheidungsrechte direkt oder indirekt bestehen. Ein Vertreter der Gründerfamilie oder der Kapitals Erwerber ist an der Führung und Kontrolle des Unternehmens beteiligt.

Ein Börsenorientiertes Unternehmen kann als ein Familienunternehmen bezeichnet werden, wenn der Gründer, Kapitalerwerbe oder deren Kinder, Ehe Partner oder direkte Erben 25% der Entscheidungsrechte halten.3 Über 70% der Unternehmen weltweit sind Familienunternehmen, welches sie zu einem der stärksten Träger von Erwerbstätigkeit macht. Sie schaffen Arbeitsplätze, leisten Innovationsarbeit, investieren in gemeinnützige Projekte und fordern die Forschung in den jeweiligen Bereichen.4

2.2 Internationalisierung

Die Aus dem englischen übersetzt, „über den Rahmen eines Staates hinausgehend“ bezeichnet die Internationalisierung einen wachsenden internationalen Austausch von Waren und Dienstleistungen.5

Ganz übergreifend bezeichnet der Prozess die „geographische Ausdehnung ökonomischer Aktivitäten über nationale Grenzen“.6

Man betrachtet die Internationalisierung als eine Vorstufe der Globalisierung.

2.3 Globalisierung

Wahrscheinlich wird in den letzten Jahren über kein anderes Thema so intensiv diskutiert als über die Globalisierung. Laut dem Politikwissenschaftler Wichard Woyke ist die Globalisierung ein „Prozess, in dem Ereignisse in einem Teil der Welt zunehmend Gesellschaften in anderen Teilen der Welt berühren. „Den Prozess kann man an gewissen Merkmalen erkennen. Zunächst an der immer mehr fortschreitenden Liberalisierung, welche den Außenhandel bereits von möglichen Beschränkungen wie beispielsweise den Zoll befreite, an der Zunahme des internationalen Handels, den Expansionen der, wie dieses Muster für die Erstellung der Textfassung einer wissenschaftlichen Arbeit genutzt werden kann. ausländischen Direktinvestitionen und im Weiteren an den weltweiten Finanzströmen. All diese Entwicklungen führen zu einem verstärkten Wettbewerb. Es lässt sich deutlich sagen, dass der internationale Austausch von Informationen, dem „know how“ und den neuen Ideen verschiedener Unternehmen eine riesige Rolle spielen. Einige Begleiterscheinung der Globalisierung sind mögliche kulturelle Probleme bei vielen Zweigen und Richtlinien die sich im Prozess überschneiden. Bei Diskussionen zum Thema der Globalisierung kommt man schnell in Verbindung mit den Begriffen der Demokratie und der sozialen Gerechtigkeit in der Wirtschaft des 21 Jahrhunderts.7

3 Internationalisierung von Familienunternehmen

3.1 Motive für eine Internationalisierung

Die Motive einer Expansion ins Ausland sind sehr vielgestaltig. Zunächst beinhaltet eine Ausdehnung auf den ausländischen Markt immer eine Chance auf höheren Gewinn und Absatz. Grundsätzlich lassen sich einige grundlegende Motive erkennen. Angefangen mit einem kleinen und bereits gesättigten Heimatmarkt, der den mittelständigen lokalen Familienunternehmen entweder gar kein Wachstum mehr ermöglicht, oder dieser nur mit sehr hohen Kosten im Bereich des Marketings verbunden wäre. Zweitens entsteht durch die bereits erwähnte Globalisierung eine Konkurrenz auch auf den lokalen Märkten.8 „Global Player“ die ihre Ware bereits aus dem Ausland auf die Märkte in Deutschland importieren zwingen somit besonders technisch orientierte Familienunternehmen den Schritt in Richtung einer Internationalisierung zu wagen.9 Zudem können Standorte im Ausland Vorteile aufweisen. Sie sind billiger, mit etwas strategischem Handeln könnten Unternehmen dort Kosten für Logistik und Rohstoffe minimieren. Die Ziele einer Expansion können Ressourcenorientiert, Effizienzorientiert oder strategisch motoviert sein. Die Entscheidung innerhalb eines Familienunternehmens kann unterlegt werden auf zwei weisen: proaktiv oder reaktiv. Bei diesen unterscheiden man den Einfluss vom der Führung des Unternehmens selbst, geleitet durch einen Wusch nach Wachstum, dem generellen Interesse des Managements an einer Expansion, und der erwünschten Nutzung von Chancen oder vom Einfluss und Anpassung an die Umwelt und bereits Einkommenden Bestellungen aus dem Ausland.10 Vorteile wie zum Beispiel eine deutlich geringere Abhängigkeit vom Markt, neue Kompetenzen, Erfahrungen und eine Anlockung motivierter Arbeiter aus einer Erkundung ausländischer Märkte können für Familienunternehmen natürlich auch entstehen, genauso wie Risiken, auf die im Folgenden explizit eingegangen wird.11

3.2 Risiken einer Internationalisierung

Nicht zu unterschätzen sind Risiken und Gefahren des Auslandes und die nötigen Voraussetzungen des jeweiligen Unternehmens um sich dort überhaupt aufstellen zu können. Zu den Gefahren gehört erstmals die Gefahr der Überforderung und des unerwarteten Ausmaßes der Arbeit. Wenn das Unternehmen mehrere Länder und somit mehrere Märkte besiedelt lässt sich schnell der Überblick über die Geschäftsvorfälle verlieren. Ein Weiterer wichtiger Punkt ist oft die mangelnde Marktkenntnis und Unsicherheit, besonders im Mittelstand.12 Die kleinen Unternehmen haben in diesen Fällen nur begrenzte Personal und Finanzressourcen.

Weiterhin ist eine Expansion erschwert, wenn das nötige „know how“ fehlt verbunden mit den fehlenden Erfahrungen im Marketing und der fremden Märkte. Möglich ist es, dass gerade in Familienunternehmen, die an ihrer Philosophie festhalten der zu starke Einfluss von fremden Kulturen eher negativ gesehen wird. Im Falle von einer Expansion ist dies jedoch fast unumgänglich, genauso wie das Einstellen von hochqualifiziertem, international ausgebildetem Personal. Grundsätzlich müssen Flexibilität und Schnelligkeit in einem als auch im Inland, sowieso im Ausland erfolgreichen Unternehmen dominieren.13 Die aktuelle Wettbewerbssituation ist zudem eine wichtige Information für das Unternehmen, sowie die politische Situation und Auflagen zum Umweltschutz, soweit sich das Land von den EU Vorgaben abgrenzt oder gar nicht in der europäischen Union besteht. Es lässt sich sagen, dass es eine gründliche Abwägung erfordert, eine Stabilität und ein strukturiertes System innerhalb des Unternehmens erfordert um sich auch im Ausland auf dem Markt aufstellen zu können. Den meisten Unternehmen ist es aufgrund knapper Managementkapazität jedoch kaum möglich, gleichzeitig verschiedene Absatzmärkte im Ausland zu Erschließen. Notwendig ist daher eine Fokussierung auf strategische Zielregionen, da das Produkt sonst zwar auf der ganzen Welt, aber nicht erfolgreich und effektiv vermarktet wird.14 Entsprechend unbefriedigend sind die Ergebnisse. Grundsätzlich ist zu empfehlen soweit es finanziell möglich ist, sich nicht nur auf einem Markt zu etablieren, sondern sich mehrere Standbeine zu schaffen. Es gilt „so standardisiert wie möglich, so angepasst wie möglich und so individualisiert wie nötig.“15

3.3 Einfluss der Globalisierung

Familienunternehmen werden oft mit alten Wertvorstellungen, Traditionen und familiären Bindungen verbunden. Sie stehen für bestimmte Kunden, bestimmte Lieferanten und Vorstellungen, welches Ihnen den Sprung ins Ausland erschwert. Zudem haben sie eine gesellschaftliche Verantwortung die darin besteht nachhaltig zu Wirtschaften. Diese Nachhaltigkeit ist es, die viele aber genau dazu zwingt, sich dem globalisierten Markt anzupassen. Der technische Fortschritt, neue Kommunikationswege und Möglichkeiten und Innovationswege der Globalisierung lassen den kleinen, mittelständigen Familienbetrieben keine anderen Ausweichmöglichkeiten.16 Besonders technisch orientierte Unternehmen können sich dem Wettbewerb nicht entziehen, da globale Wertschöpfungsketten in der Herstellung komplexer Technik eine immer größere Rolle spielen.17

[...]


1 Vgl. http://www.familienunternehmen.de/de/definition-familienunternehmen

2 Vgl. http://www.unternehmeredition.de/familienunternehmen-setzen-auf-internationalisierung/

3 Vgl. http://www.familienunternehmen.de/media/public/pdf/definition-familienunternehmen/definition-familienunternehmen.pdf

4 Kraus, Pohjola und Koponen, 2012

5 Vgl. http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/internationalisierung/internationalisierung.htm

6 Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/internationalisierung.html

7 ILO-Weltkomission zur sozialen Dimension der Globalisierung, https://www.bpb.de/veranstaltungen/netzwerke/teamglobal/67277/was-ist-globalisierung

8 Vgl. Internationales Marketing, Kluxen, 2012, S.31

9 Vgl http://www.grin.com/de/e-book/115440/ziele-motive-risiken-und-chancen-zur-internationalisierung-fuer-klein, 10.5.17

10 Vgl. Internationales Marketing, Kluxen, 2012

11 Vgl. Grundlagen Export und Internationalisierung, Sternad, Höfferer, Haber, 2013

12 Vgl. Familienunternehmen im 21 Jahrhundert, Nadine Kammerlander, 2016

13 http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783834942975-c1.pdf?SGWID=0-0-45-1404203-p175071953

14 http://thought-leadership.top-consultant.com/Deutschland/Chancen-und-Risiken-der-Internationalisierung-528.html

15 Internationales Marketing, Kluxen, 2012, S.31

16 Opus. Uni- hohenheim.de, 2012

17 Destatis.de, Export und Import im Zeichen der Globalisierung, 2017

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Internationalisierung von Familienunternehmen im Rahmen der Globalisierung. Analyse am Beispiel von Bosch
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Note
1,7
Jahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V451766
ISBN (eBook)
9783668859333
ISBN (Buch)
9783668859340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
internationalisierung, familienunternehmen, rahmen, globalisierung, analyse, beispiel, bosch
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Internationalisierung von Familienunternehmen im Rahmen der Globalisierung. Analyse am Beispiel von Bosch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451766

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