Protokoll zu Leistungsmotivation. Erwartung-mal-Wert Theorien. Einführung in die Motivationstheorie


Referat (Handout), 2010

3 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Einführung in die Motivationstheorie

Protokoll 19.05.2010

Leistungsmotivation: Erwartung-mal-Wert Theorien

1. Inwiefern basiert Atkinsons Theorie auf den Theorien Lewins?

Atkinsons Theorie der Leistungsmotivation baut in zweifacher Hinsicht auf den Überlegungen Lewins auf. Lewins Theorie der resultierenden Valenz zufolge bestimmen entgegengesetzte Erwartungen und Valenzen von möglichen Erfolgen und Misserfolgen das Verhalten in Leistungssituationen. Außerdem bestimmen sowohl Personenmerkmale als auch Umweltvariablen das Leistungsverhalten.

2. Was meint der Erwartung-mal-Wert Ansatz?

Der Wert (die Valenz) eines Ziels und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ziel erreicht wird bestimmen gemeinsam die Wahl einer Handlungsalternative und die Erwartung bzw. das Produkt.

3. Welches sind die zielsituativen Variablen, die das Leistungsverhalten determinieren bzw. Welche Größen bestimmen die Tendenz Erfolg aufzusuchen?

1. das Leistungsmotiv (Erfolgsmotiv) ist eine konstante und stabile Personenvariable. Es ist das Bedürfnis nach Leistung und Herausforderung. Es bestimmt wie wichtig es einem ist Erfolg anzustreben und Stolz nach dem erlangten Erfolg zu erleben.
2. die subjektive Erfolgserwartung (Wahrscheinlichkeit von Erfolg) ist eine Situationsvariable und
3. der Anreiz des Erfolgs ist in der Situation oder der Umgebung veränderlich. Es bestimmt Größe des Stolzes nach der erfolgreichen Bearbeitung der Aufgabe und sagt aus wie attraktiv der Erfolg für das Individuum ist. Je schwieriger die Aufgabe desto größer ist der Stolz nach dem Erfolg.

Diese drei Variablen werden in der folgenden Formel zusammengefasst:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hier wichtig anzumerken, dass außer der Tendenz Erfolg aufzusuchen es auch die Tendenz Misserfolg zu vermeiden gibt.

4. Wie funktioniert der thematische Apperzeptionstest (TAT)? Und wozu wird er eingesetzt?

Der TAT ist ein projektives Verfahren, das dazu benutzt wird eine Leistungsmessung vorzunehmen, also das Motiv, Erfolg anzustreben (M(e)). Außerdem werden damit auch andere Motive, wie Anschluss oder Macht gemessen.

Bei TAT werden den Probanden Bilder vorgegeben, zu denen sie eine Geschichte erfinden sollen. Ihnen werden dann Leitfragen gestellt, die durch diese Geschichte beantwortet werden können. Die Probanden können verborgene und unbewusste Bedürfnisse (Motive) in die erfundenen Geschichten projizieren.

5. Warum wurde die Leistungsmotivation so eingehend untersucht?

Erstens, kann man das Leistungsbedürfnis experimentell gut untersuchen. Zweitens, ist die Erfolgsorientiertheit bzw. die Leistungsbereitschaft eine wichtige persönliche Eigenschaft. Und drittens, sind die Ergebnisse der Test leicht auszuwerten.

6. Was sind die extrinsischen Kräfte?

Extrinsische Kräfte sind die Reize, die die Person dazu motivieren eine bestimmte Leistung zu erbringen, wie z.B. materielle Reize oder den Wunsch eine Strafe zu umgehen.

Das Leistungsverhalten wird durch die folgende Formel beschrieben: T(r) = T (ext)

Aufgrund des Konfliktcharakters der Leistungsmotivation lassen sich die Grundelemente von Atkinsons Theorie in einer Formel darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Leistung ist bei jeder Person vorhanden. Das Motiv ist ebenfalls bei jeder Person vorhanden, doch in unterschiedlichem Maße.

7. Welche Aufgaben bevorzugen erfolgsmotivierte Menschen lieber?

Die Bedürfnisse sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Erfolgsmotivierte Personen bevorzugen eher mittelschwere Aufgaben, weil man an denen die Leistung am besten messen kann. Mittelschwere Aufgaben sagen etwas über die Fähigkeiten der Person aus.

8. Wie hängen laut McClelland Leistungsstreben und Protestantismus zusammen?

McClelland benutzte in seinen Untersuchungen Max Webers Studien. Dieser stellte fest, dass bei den Protestanten die Eigenverantwortung des Individuums und der persönliche Ehrgeiz am größten sind. Protestanten arbeiten länger, sie können das Geld länger sparen und besetzen oft Spitzenpositionen. Protestanten sehen keinen persönlichen Gewinn und haben nur das Ziel eine gute Leistung zu erbringen. McClelland konnte Parallelen zu hoch leistungsmotivierten Personen finden. Er hat drei Befunde herausgearbeitet: Als erstes hat er protestantische Staaten mit katholischen verglichen. Dann hat er die Leistung der Gesellschaft erfasst und entdeckt, dass die protestantischen Gesellschaften besser waren. So hat sich seine Theorie bestätigt.

9. Wo sollten die Programme angesetzt werden? Und was kann man machen, damit die Person leistungsmotiviert handelt?

Man kann Kinder bestärken und ihnen beibringen sich gut einzuschätzen. Es gab Versuche die Leistungsmotivation bei den Kindern zu fördern und die Personenvariable zu ändern, aber das hat nicht gut funktioniert.

10. Kann man eine misserfolgorientierte Person durch wiederholbare gezielte extrinsische Anreize zu einer erfolgsorientierten Person umerziehen?

Es kommt sehr auf die Reize an und wenn diese Umerziehung auch stattfindet, dann nur temporär, denn von extrinsischen zu intrinsischen Reizen ist es ein langer Weg.

11. Gibt es Situationen in denen erfolgsorientierte Menschen in leistungsbezogenen Situationen Erfolg vermeiden wollen?

Diese gibt es, wenn z.B. der Anreiz nicht so hoch ist oder es konkurrierende Anreize gibt. Beispiel: Wenn Kinder denken, dass wenn sie eine Aufgabe lösen, dass die anderen dann neidisch sein werden oder sie hänseln werden und dann sich entscheiden die Aufgabe lieber nicht zu lösen.

Ein anderer Grund könnte Angst sein, z.B. wenn man einen Aufnahmetest für eine Universität schreibt und nach Bestehen umziehen müsste, aber es nicht will.

Einen weiteren Grund für den Wunsch der Vermeidung von Erfolg bei erfolgsorientierten Menschen könnten Depressionen liefern. Außerdem wäre es möglich, dass z.B. ein gemeinsam erreichter Erfolg nicht so attraktiv ist und es in dem Falle entschieden wird lieber gar keinen Erfolg zu erzielen.

12. Ist Atkinsons Annahme der überdauernden Motivdisposition wichtiger als Lewins Annahme der situationsbedingten Motivation?

Nach einiger Zeit fällt die überdauernde Motivdisposition weg und dann ist nur die situationsbezogen da, z.B. bei Klausuren.

Es ist aber schwierig zu sagen, da die Personenvariable nicht bekannt ist.

13. Welche Faktoren können den Stolz oder die Folgen eines Erfolgs maximieren bzw. minimieren? Und welche Faktoren gibt es?

- Anerkennung, z.B. Reaktion der Eltern nach einer bestandenen Klausur
- verschiedene Erwartungen
- abhängig von den Konsequenzen
- Schwierigkeitsgrad der Aufgaben
- Dichte der Erfolge
- wie viel wurde investiert
- momentane Lebenssituation

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Protokoll zu Leistungsmotivation. Erwartung-mal-Wert Theorien. Einführung in die Motivationstheorie
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Veranstaltung
Motivationstheorie
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
3
Katalognummer
V451920
ISBN (eBook)
9783668876064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
protokoll, leistungsmotivation, erwartung-mal-wert, theorien, einführung, motivationstheorie
Arbeit zitieren
Yevgeniya Marmer (Autor:in), 2010, Protokoll zu Leistungsmotivation. Erwartung-mal-Wert Theorien. Einführung in die Motivationstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451920

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