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Was macht Musik kreativ?

Eine Analyse musikalischer Eigenschaften

Title: Was macht Musik kreativ?

Bachelor Thesis , 2017 , 31 Pages , Grade: 1

Autor:in: Maximilian Specht (Author)

Psychology - Cognition
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Summary Excerpt Details

In diesen Studien sollte ermittelt werden, ob das subjektive Urteil über ein Musikstück oder einer Melodie als kreativ festgelegten Regeln folgt, die bei den meisten Personen eines Kulturkreises universell sind. Voraussetzung dafür ist, dass der Großteil der Menschen in ihrer Bewertung übereinstimmen. Dazu wurden Probanden gebeten, zwei einfache Melodien mit zwei unterschiedlichen Skalen zu komponieren, die dann von vier Amateuren und vier Experten nach ihrer Kreativität beurteilt wurden.

Es zeigte sich eine hohe bis sehr hohe interne Konsistenz über alle Rater, in beiden Bedingungen, was bedeutet, dass diese ein ähnliches Empfinden für kreative Stücke hatten. Darüber hinaus zeigten sich Präferenzen für bestimmte Intervalle, Töne, Pausen, Konturen, die Länge der Melodie und die Anzahl der genutzten Tonkombinationen. Diese Präferenzen waren teilweise nicht bei beiden Skalen vorhanden und es konnte kein erkennbares Muster festgestellt werden. Es konnte also herausgefunden werden, dass positiv bewertete Stücke gemeinsame Charakteristiken besaßen, nicht aber, warum diese entscheidend waren. Teilnehmer,
die ein Musikinstrument spielten, verwendeten teilweise andere Intervalle, produzierten die Melodien schneller. Ihre Stücke waren durchschnittlich kürzer und besaßen weniger Kombinationen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstract

Einleitung

„psychometrische“ Modelle der Kreativität

Flow und Kreativität

„Korrelativer“ Ansatz (University of California)

Investment Theory of Creativity

Methode

Studie 1

Stichprobe

Messinstrumente

Vorgehensweise

Auswertung

Studie 2

Stichprobe

Messinstrumente und Vorgehensweise

Resultate

Studie 1

Studie 2

Mixolydisch #11

Dorisch #11

Diskussion

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu untersuchen, welche musikalischen Elemente und kompositorischen Prozesse die subjektive Einschätzung von Kreativität bei Musikstücken beeinflussen, um zu klären, ob solchen Urteilen universelle Regeln zugrunde liegen.

  • Analyse psychologischer Kreativitätsmodelle im musikalischen Kontext
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen technischen Melodieparametern und Kreativitätsratings
  • Einfluss des Flow-Erlebens auf den Kompositionsprozess
  • Vergleich von Musikern und Nicht-Musikern im Kompositionsverhalten
  • Untersuchung von Strukturpräferenzen (Intervallwahl, Pausen, Rhythmus)

Auszug aus dem Buch

Investment Theory of Creativity

Die Investment Theory of Creativity sieht einen kreativen Menschen als jemanden, der Ideen „billig einkauft und teuer verkauft“ („buy low and sell high“; Sternberg, 2006, S. 87). Dabei sind „billige“ Ideen unbekannte oder unbeliebte Konzepte, die in den Augen des „Verkäufers“ vielversprechend sind. Dieser schafft es, entgegen des anfänglichen Widerstandes, andere vom Wert seiner Idee zu überzeugen und „verkauft“ diese zu einem hohen Preis. Dies kann mit drei intellektuellen Kompetenzen erreicht werden: „synthetische“ Fähigkeiten, die im wesentlichen Guilfords divergentem Denken entsprechen, „analytischen“ Fähigkeiten, mit denen der Handelnde unterscheidet, welche Ideen verfolgt werden sollten oder nicht und „praktisch-kontextuellen“ Fähigkeiten, mit denen eine Person fähig ist, anderen Personen von ihrer Idee zu überzeugen. Alle drei Kompetenzbereiche müssen gleichzeitig vorhanden sein.

Neben intellektuellen Fähigkeiten umfasst die Theorie, empirisch fundierte Ansätze zu Wissen, Denkstilen, Persönlichkeit, Motivation und Umwelt (Sternberg, 2006). Optimales Wissen für die Produktion kreativer Ideen, bewegt sich auf einem Kontinuum. Offensichtlich ist ein ausreichendes Wissen in einem Gebiet wichtig, für die Entwicklung qualitativ hochwertiger Ideen. Dem entgegen, laufen Experten in einem Feld häufig Gefahr, Dinge aus den etablierten Sichtweisen zu interpretieren, was neuartige Ideen verhindert. Denkstile werden im Wesentlichen als die Entscheidung beschrieben, wie die eigenen Fähigkeiten auf die Aufgabe angewendet werden sollen. Sternberg stellt besonders die Bedeutung eines „legislativen“ Stils (Sternberg, 2006, S. 89) heraus, bei dem eine Person allgemein gerne denkt, aber auch die Entscheidung trifft, neuartig zu denken. Die Persönlichkeit einer kreativen Person enthält den Willen Hindernisse zu überwinden, die Bereitschaft Risiken einzugehen, die Akzeptanz von Uneindeutigkeiten und Selbstwirksamkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, diskutiert Urheberrechtsfragen bei kreativen Neuschöpfungen und stellt existierende Kreativitätsmodelle (psychometrisch, Flow, Investment Theory) vor.

Methode: Hier wird das experimentelle Design beschrieben, inklusive der Stichprobenbeschreibung für zwei Studien sowie der verwendeten Kompositionssoftware und Messinstrumente wie dem Flow-Kurzfragebogen.

Resultate: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Ergebnisse der beiden durchgeführten Studien, insbesondere die Korrelationen zwischen technischen Melodievariablen und der subjektiven Kreativitätsbewertung.

Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, Hypothesen evaluiert und die Grenzen der Studie sowie Empfehlungen für weiterführende musikwissenschaftliche und psychologische Forschung dargelegt.

Schlüsselwörter

Kreativität, Musik, Komposition, divergentes Denken, Flow, psychometrische Modelle, Investment Theory, musikalische Eigenschaften, Intervalle, Melodieanalyse, Konsistenz, Rater, technische Variablen, Intervallpräferenz, Center-Stage Effekt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die subjektive Wahrnehmung von Kreativität bei Melodien auf universellen, regelbasierten Kriterien beruht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft musikwissenschaftliche Aspekte der Kompositionstechnik mit psychologischen Theorien zur Kreativität und Persönlichkeitsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, welche spezifischen Prozesse und Elemente (z.B. Intervalle, Pausen, Länge) beim Komponieren einen signifikanten Einfluss auf die Zuschreibung von Kreativität haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in den Studien verwendet?

Es wurde ein exploratives Design gewählt, bei dem Probanden mittels einer Web-basierten Software eigene Melodien komponierten, die anschließend von Experten und Amateuren bewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch verschiedene Kreativitätsmodelle, die detaillierte Methodenbeschreibung der zwei Studien und die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kreativität, Musik, Komposition, divergentes Denken, Flow und Melodieanalyse sind die zentralen Begriffe der Publikation.

Gibt es Unterschiede in der Kreativitätsschätzung zwischen Musikern und Nicht-Musikern?

Ja, die Ergebnisse zeigen, dass Musiker beim Komponieren andere Intervalle verwenden, schneller produzieren und ihre Stücke durchschnittlich kürzer sind, wobei sich dies jedoch nicht signifikant auf die zugeschriebene Qualität auswirkt.

Was ist der „Center-Stage Effekt“ in dieser Studie?

Dieser sozialpsychologische Effekt beschreibt die Tendenz von Menschen, bei Auswahlentscheidungen die mittlere Option zu bevorzugen, was hier als mögliche Erklärung für die Präferenz bestimmter Töne angeführt wird.

Welche Rolle spielt die „Investment Theory of Creativity“ für die Arbeit?

Sie dient als theoretischer Rahmen, um Kreativität als einen Prozess zu verstehen, bei dem Ideen „billig eingekauft und teuer verkauft“ werden, was in der Musik oft der Neuinterpretation vorhandener Stile entspricht.

Warum wurden spezifische Skalen (Mixolydisch/Dorisch #11) gewählt?

Die Skalen wurden aufgrund ihrer verminderten Quarten gewählt, da diese besonders viel Raum für ungewöhnliche harmonische Kombinationen und Doppeldeutigkeiten bieten.

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Details

Title
Was macht Musik kreativ?
Subtitle
Eine Analyse musikalischer Eigenschaften
College
University of Innsbruck  (Psychologie)
Grade
1
Author
Maximilian Specht (Author)
Publication Year
2017
Pages
31
Catalog Number
V452075
ISBN (eBook)
9783668847187
ISBN (Book)
9783668847194
Language
German
Tags
Kreativität Musik musikalisch kreativ kognition Psychologie Musikpsychologie Musikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Specht (Author), 2017, Was macht Musik kreativ?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452075
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