Als potenzieller Lösungshebel wurde im Rahmen dieser Arbeit der Einsatz von innovativen Geschäftsmodellen untersucht. Es wurde versucht, das Potenzial von Geschäftsmodellinnovationen auf die zukünftige Teebranche zu transferieren. Der Untersuchungsprozess basierte dabei auf einer durchgeführten Gruppendiskussion, welche mit Unterstützung des Business Model Navigators von Gassmann umgesetzt wurde. Das finale Resultat bilden vier identifizierte Geschäftsmodellinnovationen ab, welche hinsichtlich ihres Innovationsgrades und Potenzials diskutiert worden sind.
Die Ergebnisse belegen ein durchaus positives Potenzial zum Einsatz neuer Geschäftsmodelle in der Teebranche und können ohne Zweifel als Lösung für die oben genannte Problematik standhalten. Insbesondere die Ausweitung der Kernkompetenzen und das entsprechende Eingehen von neuen Partnerschaften sind in dieser Beziehung als maßgebende Lösung festgehalten worden.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Theoretische Betrachtungsebene
2.1 GESCHÄFTSMODELL
2.2 BAUSTEINE EINES GESCHÄFTSMODELLS
2.3 ANALYSE DER UMWELTFAKTOREN EINES GESCHÄFTSMODELLS
2.4 INNOVATION EINES GESCHÄFTSMODELLS
2.5 BUSINESS MODEL NAVIGATOR
2.6 EINORDNUNG DES TEES
Kapitel 3: Methode
3.1 BEGRÜNDUNG DER FORSCHUNGSMETHODE
3.2 WAHL DER ERHEBUNGSMETHODE
3.3 AUSWERTUNGSMETHODE
Kapitel 4: Ergebnisse
4.1 VORBEREITUNGSTREFFEN
4.2 MODELL A
4.3 MODELL B
4.4 MODELL C
4.5 MODELL D
Kapitel 5: Diskussion
Kapitel 6: Güteprüfung
Kapitel 7: Synergetische Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle für die Teebranche, um der zunehmenden Commoditisierung und dem stagnierenden Konsum entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage untersucht, welche Potenziale die Entwicklung von Geschäftsmodellen in der Teebranche für die Zukunft bietet, wobei der St. Galler Business Model Navigator als methodische Grundlage dient.
- Grundlagen der Geschäftsmodelltheorie und -innovation
- Methodik der qualitativen Forschung mittels Gruppendiskussionen
- Identifikation und detaillierte Ausarbeitung von vier Geschäftsmodell-Innovationen
- Diskussion des Innovationsgrades und des Marktpotenzials
Auszug aus dem Buch
2.5 Business Model Navigator
Nachdem alle relevanten Bereiche rund um das Thema Geschäftsmodell diskutiert wurden, erfolgt nun die Vorstellung einer prozessorientierten Methodik zu Entwicklung von Geschäftsmodellen. Solche Methoden sind häufig in Form eines Frameworks aufgebaut. Diese bieten einen gezielten Nutzen bei der Planung, Analyse, Strukturierung, Visualisierung, Kommunikation und Implementierung von Geschäftsmodellen. Anzuführen ist in diesem Zusammenhang beispielgebend das Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur (2011), das Prozessmodell nach Bucherer (2010) oder das Reifegradmodell von Amit und Zott (2012). Allerdings wird aufgrund der vorliegenden Beschränkung dieser Abschlussarbeit und dem gesetzten Fokus auf den Business Model Navigator von Gassmann auf eine weiterführende Ausführung dieser Methoden bewusst verzichtet. Im Folgenden wird nun der Business Model Navigator einer detaillierten Exemplifizierung unterzogen.
Das zu untersuchende Model basiert auf einer empirischen Untersuchung an der Universität St. Gallen und wurde von Oliver Gassmann unter dem Buchtitel „Geschäftsmodelle entwickeln: 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator“ im Jahr 2013 publiziert. Die zentrale Erkenntnis der Forschung hat aufgezeigt, dass 90 % aller neuen und innovativen Geschäftsmodelle aus bereits vorhandenen Rekombination bestehen. Insgesamt konnten letztendlich 55 unterschiedliche Geschäftsmodellmuster identifiziert werden, welche sich auf die in Kapitel 2.1 beschriebenen Wer-Was-Wie-Wert Dimensionen transferieren lassen. Zweckgemäß lassen sich drei Basisstrategien anwenden, um aus dem Pool von 55 Geschäftsmodellmustern neue Geschäftsideen am Markt zu realisieren. Beiliegend betont Gassmann (2017), dass es nicht zwingend erforderlich ist die Basisstrategien in einzelner Form anzuwenden. Demnach kann entweder eine Strategie oder eine Kombination im Zuge des Prozesses angewandt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und der Commoditisierung in der Teebranche ein und definiert die Forschungsfrage.
Kapitel 2: Theoretische Betrachtungsebene: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Geschäftsmodellen, deren Komponenten sowie der Business Model Navigator als Innovationsmethodik dargelegt.
Kapitel 3: Methode: Dieses Kapitel erläutert das qualitative Forschungsdesign und die Anwendung von Gruppendiskussionen zur Datenerhebung.
Kapitel 4: Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren vier spezifische Geschäftsmodell-Innovationen, die auf Basis der Gruppendiskussion entwickelt wurden.
Kapitel 5: Diskussion: Hier findet die kritische Reflexion und Einordnung der entwickelten Geschäftsmodelle hinsichtlich ihres Innovationsgrades statt.
Kapitel 6: Güteprüfung: Dieses Kapitel bewertet die methodische Qualität und Validität der Untersuchung anhand wissenschaftlicher Kriterien.
Kapitel 7: Synergetische Schlussbetrachtung: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und Handlungsempfehlungen für die Teebranche formuliert.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodellinnovation, Teebranche, Business Model Navigator, Commoditisierung, Qualitative Forschung, Gruppendiskussion, Wer-Was-Wie-Wert-Modell, Kundennutzen, Wertschöpfung, Innovation, Wettbewerbsvorteil, Branchenanalyse, Musteradaption, Strategieentwicklung, Zukunftsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen der Teebranche durch innovative Geschäftsmodelle aus einer Phase stagnierender Märkte und austauschbarer Produkte herausfinden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Geschäftsmodell-Innovation, Anwendung des St. Galler Business Model Navigators und qualitative Methoden der Marktforschung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Potenziale für neue Geschäftsmodelle in der Teebranche zu identifizieren, um sich nachhaltig von der Konkurrenz abzuheben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bestehend aus einer Vorbereitung mit Expertenwissen und anschließenden Gruppendiskussionen, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen vermittelt, die Forschungsmethodik dokumentiert und die Ergebnisse der vier entwickelten Geschäftsmodelle (Modell A bis D) ausführlich diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Geschäftsmodellinnovation, Teebranche, Business Model Navigator und Wettbewerbsvorteile aus.
Was unterscheidet Modell A von den anderen Ansätzen?
Modell A kombiniert 'Experience Selling' und 'Mass Customization', um Kunden ein personalisiertes, informatives Kauferlebnis rund um gesundheitlichen Nutzen anzubieten.
Warum wird im Rahmen von Modell B das 'Robin Hood' Prinzip herangezogen?
Das Prinzip wird genutzt, um durch soziale Ansätze wie freiwillige Spenden Zahlungsbereitschaft zu erhöhen und gleichzeitig sozial benachteiligte Gruppen zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Matthias Pyka (Autor:in), 2018, Entwicklung eines innovativen Geschäftsmodells nach dem Prinzip des St. Galler Business Model Navigators für die Teebranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452150