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Verwendung und Effektivität von Time-out Methoden in der häuslichen und schulischen Erziehung

Title: Verwendung und Effektivität von Time-out Methoden in der häuslichen und schulischen Erziehung

Term Paper , 2018 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Kupp (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Time-out ist eine unter Eltern und Erziehern weit verbreite und oft genutzte disziplinarische Methode, um störendes Verhalten und Widerstand von Kindern und Jugendlichen zu reduzieren. Untersuchungen und Studien zeigen, dass Time-out, wenn es richtig angewendet wird, seine Berechtigung hat und eine effektive Erziehungsmethode darstellt. Dennoch wird das Verfahren häufig kritisiert. Gegner stellen fortlaufend den Einsatz von Time-out Techniken in Frage und weisen auf potenzielle negative Folgen hin. Sie sind der Meinung, dass Time-out sich negativ auf die Eltern-Kind Beziehung auswirkt und dem Kind mehr Schaden zufügt, als ihm in seine Erziehung zu unterstützten.

Diese Arbeit wird die Kontroverse, welche sich um die Benutzung von Time-out Techniken gebildet hat untersuchen und sich mit der Effektivität der Methode in der privaten Erziehung genauer auseinandersetzen. Dafür werden Ergebnisse unterschiedlicher Studien und Meinungen untersucht und miteinander verglichen, um einen Überblick über die Wirksamkeit der Time-out Methode zu erlangen.

Darüber hinaus bezieht sich ein großer Teil der Hausarbeit auch auf die Anwendung von Time-out in der Schule. Als disziplinäre Maßnahme haben sich die verschiedenen Time-out Techniken seit Jahren in Bildungseinrichtungen implementiert. Viele Schulen setzten vermehrt auf die Einrichtung von Time-out Räumen, um das Verhalten der Schülerinnen und Schüler besser zu kontrollieren und unangemessene Verhaltensweisen zu maßregeln. An verschiedenen Orten in der Schweiz und deren Umgebung entstanden in den vergangen Jahren zudem so genannte Time-out Klassen und Schulen, welche ihren Fokus gezielt auf den Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern gerichtet haben und durch Fördermaßnahmen und individuelle Angebote außerhalb ihrer gewohnten Umgebung eine Reintegration der Kinder und Jugendliche in ihre Stammklasse ermöglichen wollen. Die Arbeit wird sich mit den bisherigen Untersuchungen der Time-out Konzepte auseinandersetzen und ihre Anwendung und Berechtigung im Kontext der Schule untersuchen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Operantes Konditionieren

3. Time-out

3.1. Definition: Time-out

3.2. Arten von Time-out

4. Anwendung der Time-out Maßnahmen in der häuslichen Erziehung

4.1. Time-out in der Erziehung

4.2. Bewertung von Time-out

5. Time-out im Kontext Schule

5.1. Time-out Techniken im Unterricht

5.2. Time-out Raum

5.3. Time-out Klassen

5.4. Forschungsbericht Spannungsfeld Time-out Klassen

5.5 Time-out Schule

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verwendung und Effektivität von Time-out-Methoden sowohl im häuslichen Erziehungskontext als auch im schulischen Bereich. Dabei wird die Kontroverse um diese Disziplinierungsmaßnahme beleuchtet, indem theoretische Grundlagen, aktuelle Studien und praktische Anwendungsformen, wie Time-out-Räume oder spezielle Time-out-Klassen, kritisch hinterfragt werden.

  • Grundlagen des operanten Konditionierens als theoretischer Rahmen
  • Differenzierung der Time-out-Formen (nicht-ausschließend vs. ausschließend)
  • Wirksamkeit und pädagogische Bewertung in der privaten Erziehung
  • Implementierung und Herausforderungen von Time-out im Schulalltag
  • Analyse spezieller schulischer Konzepte wie Time-out-Klassen und -Schulen

Auszug aus dem Buch

3.1. Definition: Time-out

Time-out stellt eine Methode der Verhaltenstherapie dar und setzt sich das Ziel, „alle verstärkenden Einflüsse, die zum Aufrechthalten des Problemverhaltes führen, auszuschließen“(Bernitzke, 2015, S.83). Unter Verstärkern versteht man Ereignisse oder Konsequenzen, die das Auftreten eines Verhaltens in der Zukunft erhöhen. Ein positiver Verstärker, auch Belohnung genannt fügt einen positiven Reiz hinzu, während hingegen bei einem negativen Verstärker ein unangenehmer Reiz eliminiert wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter dem Time-out das Entfernen einer Person aus einem Raum für mehrere Minuten, als Konsequenz für unangemessenes Verhalten. Dies ist jedoch eine weit verbreitete Fehlannahme. Auch wenn Formen des Time-out gekennzeichnet sind, durch „sozialen Ausschluss“ und „zeitliche Isolierung“ (Bernitzke, 2015, S.84), so trifft dies nicht auf jede Time-out-Maßnahme zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Time-out-Methode in Erziehungskontexten, stellt die Kontroverse zwischen Befürwortern und Kritikern dar und formuliert das Ziel der Arbeit, Wirksamkeit und Berechtigung im privaten und schulischen Bereich zu untersuchen.

2. Operantes Konditionieren: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis, indem es das operante Konditionieren sowie das Gesetz der Wirkung nach Thorndike erklärt und Time-out als eine Form der indirekten Bestrafung einordnet.

3. Time-out: Es erfolgt eine definitorische Abgrenzung der Methode von bloßer Isolation sowie eine Differenzierung in nicht-ausschließende und ausschließende Time-out-Varianten.

4. Anwendung der Time-out Maßnahmen in der häuslichen Erziehung: Das Kapitel analysiert, wie Eltern die Methode in der Praxis anwenden, welche Ziele sie damit verfolgen und welche kritischen Stimmen – etwa zur Bedeutung von Bindung und Kommunikation – in der Fachliteratur existieren.

5. Time-out im Kontext Schule: Dieser Abschnitt behandelt die Implementierung in Bildungseinrichtungen, von Techniken im Unterricht bis hin zur rechtlichen und pädagogischen Einordnung von Time-out-Räumen, Klassen und spezialisierten Schulen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Time-out zwar effektiv zur Verhaltenssteuerung beitragen kann, jedoch aufgrund der Risiken für die Lehrer-Schüler-Beziehung einer kritischen Reflexion bedarf und keine universell gültige Lösung darstellt.

Schlüsselwörter

Time-out, Erziehungsmethode, operantes Konditionieren, Disziplinierung, Verhaltensauffälligkeit, schulische Integration, pädagogische Intervention, Time-out-Klassen, Verhaltensänderung, Erziehungsstil, Verstärkung, indirekte Bestrafung, Classroom Management, Bildungsforschung, Sozialverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und der Effektivität von Time-out-Methoden als disziplinarisches Instrument in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des operanten Konditionierens, die praktische Anwendung im häuslichen Umfeld sowie die verschiedenen Formen der Umsetzung im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Wirksamkeit der Time-out-Methode zu untersuchen und die Kontroverse um ihre Anwendung zu beleuchten, um deren pädagogische Berechtigung besser einordnen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der Ergebnisse unterschiedlicher Studien, Meinungen und Forschungsberichte systematisch untersucht und miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die Analyse der häuslichen Erziehungspraxis sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit schulischen Konzepten wie Time-out-Räumen und speziellen Time-out-Klassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Time-out, Erziehungsmethode, operantes Konditionieren, Disziplinierung, Verhaltensauffälligkeit und pädagogische Intervention.

Warum wird Time-out in Schulen kontrovers diskutiert?

Die Kritik entzündet sich vor allem an der Gefahr der Bloßstellung, der Stigmatisierung und der möglichen Beeinträchtigung der Beziehung zwischen Lehrkraft und Schülern sowie der Frage, ob tatsächlich alternatives Verhalten gelernt wird.

Was unterscheidet nicht-ausschließendes von ausschließendem Time-out?

Beim nicht-ausschließenden Time-out verbleibt das Kind in der sozialen Umgebung, erfährt aber beispielsweise durch Nichtbeachtung oder Entzug von Arbeitsmaterialien eine Konsequenz. Beim ausschließenden Time-out wird das Kind räumlich oder sozial von der aktuellen Situation getrennt.

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Details

Title
Verwendung und Effektivität von Time-out Methoden in der häuslichen und schulischen Erziehung
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1,0
Author
Julia Kupp (Author)
Publication Year
2018
Pages
18
Catalog Number
V452155
ISBN (eBook)
9783668847248
ISBN (Book)
9783668847255
Language
German
Tags
verwendung effektivität time-out methoden erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Kupp (Author), 2018, Verwendung und Effektivität von Time-out Methoden in der häuslichen und schulischen Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452155
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