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Psychodynamisches Coaching. Voraussetzungen, Grundannahmen und methodische Ansätze

Title: Psychodynamisches Coaching. Voraussetzungen, Grundannahmen und methodische Ansätze

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Carolyn Sendler (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Organisationen greifen zunehmend auf das Instrument des Coachings für Personalentwicklung und Führung zurück. Der steigende Bedarf und die hohen Erwartungen bezüglich der Erfolge des Coachings verlangen schließlich, dass sich Coaching stetig weiterentwickelt und an verschiedene Gegebenheiten anpasst. Entsprechend beschäftigt sich die Wissenschaft intensiv mit diesem Thema. Neben dem konkreten Coachingprozess, verschiedenen Anwendungsgebieten oder den spezifischen Methoden, interessiert dabei auch das theoretische Fundament des Coachings und seiner Herangehensweisen.

Diese Arbeit widmet sich auf theoretischer Ebene einem konkreten Ansatz des Coachings, der in den vergangenen Jahren vergleichsweise wenig Beachtung gefunden hat. Sie stellt die Frage: Was ist psychodynamisches Coaching? Da der Fokus der Arbeit streng auf die Beantwortung dieser Frage gerichtet ist, bleiben allgemeine Betrachtungen des Coachings unberücksichtigt. Erarbeitet werden hingegen die konkreten Grundlagen des psychodynamischen Blickwinkels sowie das sich hieraus ergebende Coachingverständnis und anknüpfende Methoden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zentrale Fragestellung

1.2 Aufbau der Arbeit

1.3 Definitionen

1.3.1 Zur Psychodynamik

1.3.2 Zum Coachingbegriff

2 Die Psychoanalyse als Referenztheorie

2.1 Kurzer historischer Abriss der Psychoanalyse

2.2 Bewusstes – Vorbewusstes – Unbewusstes

2.3 Abwehrmechanismen

2.3.1 Verdrängung

2.3.2 Identifikation

2.4 Widerstand

2.5 Übertragung und Gegenübertragung

3 Psychodynamischer Zugang zum Coaching

3.1 Grundannahmen

3.2 Anforderungen an den Coach

3.3 Zielsetzung

4 Methodische Ansätze des psychodynamischen Coachings

4.1 Assoziieren

4.2 Containment

4.3 Szenisches Verstehen

4.4 Rollenanalyse

5 Kurze Diskussion des psychodynamischen Coachings

6 Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Fundament und die methodischen Ansätze des psychodynamischen Coachings, um zu klären, wie dieses Verfahren zur beruflichen Unterstützung von Führungskräften beitragen kann. Dabei liegt der Fokus auf der Anwendung psychoanalytischer Konzepte auf den Coaching-Kontext sowie der Abgrenzung zu anderen Beratungsformen.

  • Theoretische Grundlagen der Psychoanalyse als Basis für das Coaching.
  • Die Rolle des Unbewussten und von Abwehrmechanismen in Arbeitsbeziehungen.
  • Methodische Vorgehensweisen wie Assoziation, Containment und Rollenanalyse.
  • Das Spannungsfeld zwischen Führungskraft, Organisation und Privatperson.
  • Kritische Diskussion der Chancen und Risiken des psychodynamischen Ansatzes.

Auszug aus dem Buch

4.2 Containment

Das Containment entwickelt sich aus der Weiterentwicklung der Psychoanalyse durch Wilfred Bion heraus. Für Lazar (1997) bildet es die grundlegende Methode der psychodynamisch orientierten Beratung. Er stellt hierzu fest: „Klienten [...] sind ‚vollbeladen ‚ mit ihren Ängsten, Problemen und Konflikten, mit unverstandenem Material und mit ihren Übertragungsmustern, Rollenunsicherheiten usw. und wollen sich erst einmal davon erleichtern, sich entladen.“(S. 197) Dieser Ansatz geht folglich davon aus, dass sich im Klienten eine Menge ungeordneter, unbewusster Informationen befinden. Diese werden gleichsam abgesondert und vom Berater aufgenommen. Er fungiert demnach als Container für jenes Material. In ihm sollen die entladenen Elemente wirken und geordnet werden. Strukturiert und in einen Sinnzusammenhang eingebettet, werden sie anschließend an den Klienten zurückgegeben. Hierdurch ist es diesem möglich, Muster da zu erkennen, wo er zuvor Zufall oder Willkür vermutete. Das Unbewusste wird also für die Bewusstwerdung aufbereitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert die Forschungsfrage und stellt den Aufbau der Arbeit dar, wobei die Begriffe Coaching und Psychodynamik erläutert werden.

2 Die Psychoanalyse als Referenztheorie: Bietet einen historischen Überblick und führt zentrale Konzepte wie das Unbewusste, Abwehrmechanismen, Widerstand und Übertragung ein.

3 Psychodynamischer Zugang zum Coaching: Erläutert die Grundannahmen über unbewusste Prozesse in Organisationen, Anforderungen an den Coach und die Zielsetzung des Coachings.

4 Methodische Ansätze des psychodynamischen Coachings: Beschreibt spezifische Methoden wie Assoziieren, Containment, szenisches Verstehen und Rollenanalyse im Beratungskontext.

5 Kurze Diskussion des psychodynamischen Coachings: Reflektiert kritisch über die Anwendung des Ansatzes, insbesondere die Risiken von Fehlinterpretationen und die Abhängigkeit von der Kompetenz des Coaches.

6 Abschließende Bemerkungen: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet den Nutzen psychodynamischer Methoden für die Lösung beruflicher Konflikte.

Schlüsselwörter

Psychodynamisches Coaching, Psychoanalyse, Unbewusstes, Abwehrmechanismen, Führungskräfte, Personalentwicklung, Containment, Rollenanalyse, Übertragung, Gegenübertragung, Organisationskultur, Supervision, Selbstreflexion, Beratung, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Herleitung und methodischen Anwendung eines psychodynamisch orientierten Coaching-Ansatzes für Führungskräfte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind psychoanalytische Konzepte, die Dynamik von Arbeitsbeziehungen, die Rolle von Führungspersonen in Organisationen und verschiedene methodische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu definieren, was psychodynamisches Coaching ist, wie es sich von klassischen therapeutischen Ansätzen unterscheidet und wie es spezifische berufliche Problemlagen adressieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse und Synthese fachwissenschaftlicher Literatur und psychoanalytischer Referenztheorien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Psychoanalyse, den Transfer dieser Theorien in den Coaching-Kontext, die Darstellung konkreter Methoden und eine Diskussion über die Herausforderungen für den Coach.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Psychodynamik, Coaching, Unbewusstes, Containment, Rollenanalyse und Organisation.

Wie unterscheidet sich psychodynamisches Coaching von einer Therapie?

Coaching ist zielgerichtet auf berufliche Fragestellungen, findet in einem anderen zeitlichen Rahmen statt und basiert nicht auf der Arzt-Patienten-Beziehung einer Heilbehandlung, sondern auf einem Beratungsprozess für Führungskräfte.

Warum ist das Rollenverständnis des Coaches so wichtig?

Da der Coach selbst als Teil des Systems oder als Projektionsfläche (Übertragung) agieren kann, muss er durch ständige Selbstreflexion sicherstellen, dass er den Klienten nicht manipuliert oder vorschnelle Deutungen vornimmt.

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Details

Title
Psychodynamisches Coaching. Voraussetzungen, Grundannahmen und methodische Ansätze
College
http://www.uni-jena.de/  (Bildung und Kultur)
Course
Beratung und Coaching
Grade
1,0
Author
Carolyn Sendler (Author)
Publication Year
2018
Pages
24
Catalog Number
V452169
ISBN (eBook)
9783668858527
ISBN (Book)
9783668858534
Language
German
Tags
Coaching Beratung Pädagogik Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolyn Sendler (Author), 2018, Psychodynamisches Coaching. Voraussetzungen, Grundannahmen und methodische Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452169
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