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Der Krieg im Kosova und die europäische Akteure

Titel: Der Krieg im Kosova und die europäische Akteure

Hausarbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Bajram Cikaqi (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diese Hausarbeit soll der Ablauf des Kosova-Konflikts dargestellt werden. Dem Verhaltender europäischen Akteure wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt, so dass ihre Aktivitäten nachverfolgt werden können.

Die Bombenangriffe der NATO gegen Jugoslawien und die Einsetzung einer internationalen Friedenstruppe (KFOR) markieren das Ende des lange andauernden Konflikts zwischen Serben und Albanern im Kosova. Die Auseinandersetzungen der beiden Volksgruppen, deren Eckpfeiler einerseits der Machtanspruch der Serben über das Kosova und andererseits das Unabhängigkeitsstreben der albanischen Bevölkerung sind, dauern in dieser Form seitdem 19. Jahrhundert an. Die Ansprüche beider Seiten lassen sich historisch kontingent begründen: Das Kosova ist ein typisches Beispiel einer Region auf dem Balkan, mit einer über die Jahrhunderte hinweg wechselhaften Geschichte, Wanderbewegungen von Bevölkerungen und stete Änderungen der Herrschaftsverhältnisse. Die Albaner sind Nachkommen der Illyrer. Die Urbevölkerung Dardaniens (Kosovas)war der Stamm der Illyrer-Dardanen, dessen Nachkommen die heutigen Albaner sind. Im serbischen Geschichtsbewusstsein ist Kosova mit zwei Schlachten in den Jahren 1389 und 1448 verbunden. Die Schlachten ereigneten sich zwischen Serben und dem osmanischen Reich auf dem Amselfeld. Mit diesen verlorenen Schlachten ging die damalige serbische Herrschaft zu Ende und die Region wurde während fünf Jahrhunderten der osmanischen Herrschaft unterstellt. Im 12. Jh. Errichteten die Serben unter der Dynastie der Nemajiden ein Serbisches Königreich und installierten die serbisch-orthodoxe Kirche. Als erster König trat Stephan II. an. Sein Bruder Sava (Mönch) wurde erster serbischer Erzbischof der selbständigen serbischen Nationalkirche.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung:

1. Alte Geschichte

2. Der historische Hintergrund

3. Das Einschalten der internationalen Gemeinschaft

4. Erste militärische Planungen der NATO

5. Das Holbrooke-Milosevic Abkommen

6. Nach dem Massaker von Raçak

7. Die Verhandlungen von Rambouillet

8. Die Luftangriffe der NATO

9. Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts

10.Fazit – die Gründe warum Kosova Unabhängig sein soll!

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert den Ablauf des Kosova-Konflikts und untersucht dabei insbesondere das Verhalten europäischer Akteure sowie deren diplomatische und politische Bemühungen zur Konfliktlösung im Kontext der internationalen Interventionen.

  • Historische Herleitung des Konflikts und Wurzeln der albanischen Bevölkerung
  • Die Eskalationsstufen des Konflikts bis zum Beginn der NATO-Luftangriffe
  • Die Rolle der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der Kontaktgruppe und der EU
  • Die diplomatischen Verhandlungen, inklusive der Konferenz von Rambouillet und des Fischer-Plans
  • Argumentationslinien zur Unabhängigkeit des Kosova aus historischer, rechtlicher und politischer Sicht

Auszug aus dem Buch

3. Das Einschalten der internationalen Gemeinschaft

Der eigentliche Beginn des Kosova-Krieges wird angesetzt mit den serbischen Massakern mit mehr als achtzig Toten in den albanischen Dörfern der Region Drenica (Giersch 2000b: 447). Dieser Vorfall sensibilisierte die Öffentlichkeiten im Westen erstmals für die Vorgänge in der Region (Dammann 2000: 49). Die wachsende Empörung in den westlichen Öffentlichkeit über die Gräueltaten auf dem Balkan, die zunehmenden Migrationsströme in die umliegenden Länder, aber auch ins europäische Ausland und die leidvollen Erfahrungen aus Bosnien beförderten die internationale Aufmerksamkeit gegenüber der Region. Hinzu kam die Befürchtung, dass Milosevic den gesamten Balkan destabilisieren könnte, wenn man ihm nicht rechtzeitig Einhalt gebieten würde (Domino-Theorie) (Bernauer/Ruloff 1999).

Als Akteure der internationalen Gemeinschaft kristallisierten sich zu Anfang die Kontaktgruppe mit den USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland und später dann die NATO unter Führung der USA heraus. Die Europäische Union und allgemein die europäischen Staaten (hier speziell Deutschland) traten in diesem Rahmen nur zu Beginn als Sanktionierer und dann erst wieder zum Ende des Konflikts als Vermittler des Friedens in Erscheinung. Der Einfluss der UNO und der OSZE blieben im Kosova-Konflikt marginal oder wurden von den maßgeblichen Akteuren genutzt, um ihre Vorstellungen durchzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Einführung in das Ziel der Hausarbeit, den Ablauf des Kosova-Konflikts unter Berücksichtigung der europäischen Akteure darzustellen.

1. Alte Geschichte: Historischer Abriss über die illyrischen Wurzeln der Albaner und die Besiedlung des Balkans sowie die Veränderung der Machtverhältnisse über die Jahrhunderte.

2. Der historische Hintergrund: Darstellung der komplexen ethnischen Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern seit dem 19. Jahrhundert und die Bedeutung historischer Mythen.

3. Das Einschalten der internationalen Gemeinschaft: Analyse der zunehmenden Aufmerksamkeit des Westens aufgrund serbischer Gewalt und der Rolle der Kontaktgruppe sowie der NATO.

4. Erste militärische Planungen der NATO: Dokumentation der anfänglichen militärischen Optionen der NATO und der diplomatischen Sanktionen gegen Restjugoslawien.

5. Das Holbrooke-Milosevic Abkommen: Erläuterung der gescheiterten Friedensbemühungen durch das Abkommen von 1998 und der darauf folgenden unzureichenden Umsetzung.

6. Nach dem Massaker von Raçak: Schilderung der Eskalation nach der Entdeckung von Massakern und der Londoner Beschlüsse als Reaktion auf die Gewalt.

7. Die Verhandlungen von Rambouillet: Analyse der diplomatischen Verhandlungsphase im Schloss von Rambouillet und der zunehmenden Repressionen während der Gesprächspausen.

8. Die Luftangriffe der NATO: Übersicht über den Verlauf und die Folgen des 78-tägigen Luftkrieges gegen Serbien unter Einbeziehung verschiedener NATO-Staaten.

9. Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts: Beschreibung des diplomatischen Durchbruchs durch den Fischer-Plan und die Einbindung der G-8 und Russlands.

10.Fazit – die Gründe warum Kosova Unabhängig sein soll!: Zusammenfassende Argumentation der Unabhängigkeit auf Basis historischer, rechtlicher und politischer Gesichtspunkte.

Schlüsselwörter

Kosova-Konflikt, NATO, Balkan, Albaner, Serbien, Unabhängigkeit, Friedensmission, KFOR, Diplomatie, Milosevic, Rambouillet, OSZE, Menschenrechte, Autonomie, Jugoslawien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Ablauf des Kosova-Konflikts und untersucht dabei insbesondere, wie europäische Akteure in das diplomatische und militärische Geschehen eingegriffen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese des Konflikts, die Rolle internationaler Organisationen wie NATO und EU sowie der Übergang von diplomatischer Vermittlung hin zu militärischer Intervention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Aktivitäten der europäischen Akteure während des Konflikts nachzuverfolgen und die Argumente für die Unabhängigkeit des Kosova wissenschaftlich darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive historische Analyse sowie eine Aufarbeitung aktueller politischer Dokumente und historischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst chronologisch die historische Entwicklung, die Eskalationsphasen, diplomatische Verhandlungen wie in Rambouillet und die militärischen Interventionen der NATO.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Kosova-Konflikt, NATO, Diplomatie, Friedensmission und Unabhängigkeit charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle der EU im Konflikt?

Die EU wird als Akteur beschrieben, der anfänglich vor allem als Sanktionierer auftrat und gegen Ende des Konflikts eine komplementäre politische Rolle zur militärischen Führung der NATO einnahm.

Warum wird im Fazit die Unabhängigkeit gefordert?

Der Autor argumentiert, dass auf Basis historischer Besiedlungsgeschichte, rechtlicher Ansprüche und des politischen Unrechtsregimes unter Milosevic eine Unabhängigkeit die einzig konsequente Lösung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Krieg im Kosova und die europäische Akteure
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,3
Autor
Bajram Cikaqi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V452182
ISBN (eBook)
9783668849686
ISBN (Buch)
9783668849693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krieg kosova akteure
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bajram Cikaqi (Autor:in), 2009, Der Krieg im Kosova und die europäische Akteure, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452182
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Leseprobe aus  17  Seiten
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