Literarische Kommunikation um 1200


Hausarbeit, 2000

27 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildung im Mittelalter

3. Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit
3.1 Die Anfänge
3.2 Gönner und Auftraggeber
3.2.1 Literatur am Kaiserhof
3.2.2 Das Mäzenatentum der Fürsten
3.3 Dichter und Publikum
3.3.1 Die Epiker
3.3.2 Die Minnesänger
3.3.3 Das höfische Publikum
3.4 Aufführung der Literatur
3.4.1 Höfische Epik
3.4.2 Minnesang

4. Die Lebensbedeutsamkeit der höfischen Literatur
4.1 Höfische Epik
4.1.1 Betroffensein
4.1.2 Kommunikationsgemeinschaften
4.2 Minnesang
4.2.1 Minnesang als höfisches Zeremonialhandeln

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis
6.1 Hilfsmittel

1. Einleitung

Der Höhepunkt der Regierungszeit Kaiser Friedrich Barbarossas 1180 markiert den Beginn der Blütezeit der höfischen Dichtung. Bis zu seinem Regierungsantritt 1152 war Literatur fast ausschließ­lich den Geistlichen vorenthalten. Mit der Machtentfaltung des staufischen Kaiser­tums entwickelte sich eine eigenständige deutsche Kultur, die vom Adel getragen wurde. Da­mit war die Literatur ad­lige Standesdichtung, die der Repräsentation, z.B. bei Hoffesten, dient. Trotz der Bezeichnung „staufische Literaturepoche“ handelte es sich nicht um politi­sche Dichtung, sondern um eine Stan­desdichtung, deren Aufgabe es war, das höfische Gesell­schaftsideal zu transportieren.

In dieser Arbeit soll zunächst dargestellt werden, wie, ausgehend von der Bildungssituation, ein neuer Typ von Texten aufkommen konnte, die hauptsächlich mündlich verbreitet wurden. Weitere Entstehungsvoraussetzungen finden sich im fürstlichen Mäzenatentum, durch das die materiellen Grundlagen für die Dichter geschaffen wurden. Die Rolle der Dichter und des Publikums sowie die Situation bei der Aufführung der Literatur sollen ebenfalls beleuchtet werden.

Es folgt eine eingehende Darstellung über die Lebensbedeutsamkeit der Literatur. Bei den höfischen Romanen spielen das Betroffenmachen der Zuhörer und die Schaffung von Kom­munikationsgemeinschaften eine große Rolle. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Frage nach der epischen Wahrheit gerichtet. Was den Minnesang anbetrifft, soll zunächst das Kon­zept der höfischen Liebe kurz vorgestellt werden. Des weiteren stellt sich der Minnesang als Teil des höfischen Zeremonialhandelns dar, was der Gruppe der unfreien Ministerialen das Teilhaben an der Herrschaftsausübung durch Repräsentation ermöglichte.

2. Bildung im Mittelalter

Das lateinische Begriffspaar litteratus – illitteratus gehörte zum Sprachgebrauch der mittelal­terlichen Überlieferung und wird oft übersetzt mit gebildet – ungebildet. Die Begriffe sind aus dem antiken Latein übernommen. Die ursprüngliche Bedeutung von litteratus ist ‚schreib- und lesekundig’, illitteratus ist im Gegensatz dazu der Analphabet.[1] Im Mittelalter mußte je­doch genauer zwischen diesen Begriffen differenziert werden, da sie zu der Zeit eine spezielle Be­deutung hatten. Es waren keine Extreme, sondern neutrale Begriffe, die man zur Charakte­risierung der verschiedenen Stände heranzie­hen konnte. Litteratus bezeichnete das Mindest­maß an Bildung, nämlich Lese- und Schreibfähigkeit. Im Mittelalter besaßen dies bis ins 12. Jahr­hun­dert fast ausschließlich die Kleriker und Mönche. Die Laien waren bis in die höchsten Ge­sell­schaftsschichten illiterat, also Analphabeten.

Litteratus bedeutete aber auch immer zugleich ‚lateinkundig’, da man nur am Latein lesen und schreiben lernen konnte. Bis ins 12. Jahrhundert hinein gab es nur vereinzelt volks­sprachliche Lite­ratur, fast die gesamte schriftliche Überlieferung war lateinisch.[2] So bezeich­nete das Wort littera (Buchstabe, Geschriebenes, Literatur) die lateinische Sprache, was die alleinige Schriftsprache war. Eine nicht-lateinische Literatur wäre danach ein Widerspruch in sich gewesen. Daran kann man erken­nen, was sich für ein großer Wandel mit dem Aufkom­men der volk­sprachlichen Literatur vollzog.

Die Volkssprache konnte nur derjenige schreiben, der Latein schreiben konnte. Dies lernte man mit der grammatica, was die erste der sieben freien Künste war.[3] (Das waren die drei sprachlichen Künste Grammatik, Rhetorik und Dialektik und die vier mathematischen Künste Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik. Man bezeichnete sie als ‚freie Künste’, weil sie brot­lose Künste und damit nur eines freien Mannes würdig waren.[4] ) Grammatica war zu­dem oft gleichbe­deutend mit littera, bezeichnete demnach ebenfalls das Latein. Es gab die Ausdrücke grammatica loqui und littera loqui, was soviel hieß wie ‚lateinisch sprechen’.[5]

Ein ähnlicher Begriff wie illitteratus war idiota. Im Griechischen bezeichnete dieser Aus­druck den Privat­mann, im Mittelalter war es derjenige, der nur seine Muttersprache be­herrsch­te und damit auch Analphabet war. Im kirchenrechtlichen Sinn war mit idiota der Laie gemeint, da Latein­kenntnis bei den Klerikern Pflicht war.[6]

Nicht lesen zu können, schloß nicht aus, daß man dennoch gebildet sein konnte. Neben der litera­risch-lateinischen Bildung gab es eine Laien- und Adelsbildung mit vielfältigen Tradi­tionen, die nicht schriftlich, sondern mündlich weitergegeben wurden. Darunter fielen die Stoffe der Helden­epen sowie Recht und Brauchtum. Besonders die Heldensagen, die mit Be­ginn des geregelten Lite­raturbetriebs Ende des 12. Jahrhunderts verschriftlicht wurden, waren beim Adel sehr beliebt.[7]

Lesen und schreiben zu können, gehörte auch nicht zum hohen Bildungsideal der Stauferzeit. Aller­dings gab es Ausnahmen lese- und lateinkundiger Adliger. Die lassen sich z.T. dadurch erklären, daß jemand für eine kirchliche Laufbahn bestimmt war und ausgebildet wurde, dann aber doch ins weltliche Leben zurückkehrte.

Zum Bildungsideal der adligen Frauen gehörte jedoch ein gewisses Maß an Lateinkenntnis­sen, zuminde­st soviel, daß sie lateinische Gebete lesen konnten.[8] Dies wurde von den Män­nern nicht ver­langt; selbst Herrscher blieben meist Analphabeten, was erst seit dem 12. Jahr­hundert Kri­tik erregte. Kaiser und Könige hatten anderes Wissen und Können, das sie aus­zeichnete.[9]

Das Begriffspaar litteratus – illitteratus stand im Mittelalter also nicht für die verschieden Bil­dungs­grade, sondern für verschiedene Bildungsweisen, die nebeneinander existierten. Und diese Bil­dungsformen verteilten sich – mit Ausnahmen – auf die verschiedenen Stände. Litterati waren die Kle­riker, illitterati die Laien aller Gesellschaftsschichten.[10] Daher darf es nicht verwunderlich sein, daß die Mehrzahl der Herrscher Analphabeten waren.

Es wird aber auch von Königen berichtet, die noch als Erwachsene lesen gelernt haben oder trotz fehlender Bildung an lateinischer Literatur interessiert waren, die sie sich in die eigene Sprache übersetzen und vorlesen ließen. Diese Zwischenformen der Bildung kann man nicht mehr eindeutig den Kategorien litteratus und illitteratus zuordnen.[11]

3. Der Literaturbetrieb der höfischen Zeit

Die Bildungssituation des Adels führte zu einem neuen Typ von Literatur: „Texte, die nach schriftlichen Vorlagen gearbeitet waren und selbst schriftlich fixiert worden sind, [...] die aber nach dem Willen ihrer Auftraggeber primär für eine mündliche Verbreitung durch den Vor­trag bestimmt waren.“[12]

Als Hauptgattungen der höfischen Dichtung gelten Epik und Lyrik. Der höfische Roman, die erzählende Hauptform, war meist in vierhebigen Reimpaaren in auktorialem Erzählstil ver­faßt. Die verwendeten Stoffe stammten im Gegensatz zum Heldenepos, welches nationale Sagen­motive enthält, aus keltischen (König Artus, Tristan), antiken (Alexander, Troja, Aeneas) und orientalischen (Flore und Blancheflor) Sagenkreisen. Dargestellt wurden die Lebensformen und Probleme der höfischen Gesellschaft, jedoch auf idealisierende Art und Weise. Seinen Ur­sprung hat das höfische Epos um 1150 in Frankreich, wo Chrétien de Troyes in seinen Artus­romanen psychologische Themen wie Treue und Ehebruch mit Abenteuerer­zählungen ver­band. Diese und weitere französische Vorlagen wurden in den Jahren 1190 bis 1230 von deut­schen Dichtern wie Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach und Gott­fried von Straß­burg mit großem künstlerischem Können verarbeitet. Nach dieser Blütezeit finden sich nur noch Nachahmer, die nicht an die Größe der früheren Dichter heranreichten.[13]

Der Minnesang, die Hauptform der höfischen Lyrik, wies verschiede Gattungen auf, wie z.B. das Tagelied, das Tanzlied und das eigentliche Minnelied, bei welchem wiederum zwischen Leich (ungleiche Versgruppen, religiöse oder Minnethematik) und Lied (dreigeteilte Stro­phen, Minnethematik) unterschieden wurde.[14] In streng eingehaltenen Strophenformen wurde als Rollenlyrik der Frauendienst thematisiert, also die Verehrung einer verheirateten, uner­reich­baren Herrin, die das weibliche Idealbild verkörperte. Aus der Unmöglichkeit eines er­füllten Liebesglücks und dem Wissen darum ergab sich die Minneklage. Auch beim Minne­sang sind die Ursprünge in Frankreich zu finden. Der höfische Frauenkult der Troubadours der Pro­vence hatte aber noch weiter zurückreichende Wurzeln z.B. in der Antike, in der Mari­envereh­rung des Christentums oder bei den Arabern in Spanien. Dichter wie Heinrich von Veldeke, Friedrich von Hausen und Heinrich von Morungen vermittelten die französische Dichtung ab 1170 in Deutschland; allerdings war der deutsche Minnesang weniger galant und sinnlich, da­für aber sehnsuchtsvoller, seelisch durchdringender und mit mehr Naturempfinden ausgestat­tet als der französische. Die strengen Regeln durchbrach Walther von der Vogel­weide mit seinen zur niedern Minne gehörenden Mädchenliedern. Nach seiner Blütezeit von 1190 bis 1230 verfiel der höfische Minnesang.[15]

3.1 Die Anfänge

Der analphabetische Laienadel lebte nicht vollkommen schriftlos. Es gab sogenannte Haus­klöster, die auf dem Besitz von Adelsfamilien gegründet worden waren und in denen die Geistlichen, Ärzte und Architekten für den zugehörigen Hof ausgebildet wurden. Wann im­mer es nötig war, konnten die Schreiber des Klosters in Anspruch genommen werden, z.B. um Rechtsakte festzuhalten. Ferner lassen sich Schriftstücke aus dem 11. Jahrhundert finden, die die Gründungsgeschichte des Klosters und des weltlichen Hofs beinhalten. Weiterhin ent­standen Genealogien, Haus- und Landesge­schichten, sowie Fürstenbiographien und Landes­chroniken.[16]

Entscheidend für die Entwicklung eines geregelten Schriftbetriebs an den weltlichen Höfen war die Einrichtung eigener Kanzleien. Eine neu organisierte Verwaltung, die durch die mo­dernen Formen der Landesherrschaft bedingt war, forderte ein höheres Maß an Schriftlichkeit, was nun von den Kanzleien realisiert wurde. Neben Urkunden wurden daher u.a. genaue Be­sitz- und Einkunftsver­zeichnisse, Geschäfts- und Rechnungsbücher sowie Steuerverzeichnisse angefertigt.[17]

3. 2 Gönner und Auftraggeber

Die Literaturproduktion im Mittelalter ist wesentlich durch Abhängigkeits- und Auftragsver­hält­nisse geprägt. Während geistliche Autoren in den Skriptorien der Klöster unabgängig von Gönnern arbeiten konnten, schufen erst die Gönner und Auftraggeber die materiellen und or­ganisatorischen Voraussetzungen für die weltlichen Dichter.[18]

3.2.1 Literatur am Kaiserhof

Kunst und Literatur wurden bis ins 12. Jahrhundert nur am Kaiserhof gefördert, was der Pra­xis der römischen Antike entsprach, als Kunst der Selbstverherrlichung des Herrschers diente. Im Mittelalter geschah dies durch die panegyrische Hofdichtung und die Geschichtsschrei­bung. Um persönlich am literarischen Leben des Hofs teilzunehmen, fehlte den meisten Herr­schern die notwendige Bildung, da die Literatur am Kaiserhof über die Hälfte des 12. Jahr­hunderts hinaus auf Latein war.[19]

Friedrich I. besaß ebenfalls keine Lateinkenntnisse. In seinem Hof in der Kaiserpfalz Hagenau soll es jedoch eine umfangreiche Bibliothek gegeben haben, die zu den bedeutendsten ihrer Zeit gehört hat. Zudem kann man annehmen, daß die Ehe Friedrichs I. mit Beatrix von Bur­gund den literarischen Austausch mit Frankreich begünstigte.[20] Der deutsche Adel zeigte gro­ßes Interesse an der modernen französischen Hofdich­tung, die er zusammen mit den französi­schen Umgangsformen und Sitten über­nahm. Die Rezeption vollzog sich u.a. über Lothrin­gen, die Picardie, Flandern und Brabant.[21]

Man vermutet, daß der Hof Friedrichs I. ein Sammelpunkt für Minnesänger war, da Friedrich von Hausen (der als einer der ersten im romanischen Stil gedichtet hat) zu den eng­sten Ver­trauten des Kaisers gehörte.[22]

Friedrichs Sohn Heinrich VI., der von 1190 bis 1197 regierte, war im Gegensatz zu seinem Vater gebildet und hat sogar selbst gedichtet. Jedoch ist Heinrich VI. nirgendwo als Gön­ner bezeugt.[23]

Über das literarische Leben am Kaiserhof in der Zeit des Bürgerkriegs zwischen Staufern und Welfen ist nicht viel bekannt. Erst ab 1220 wurde von den Söhnen Friedrichs II., der seinen Hof in Italien hatte, die Literatur in Deutschland wieder gefördert.

3.2.2 Das Mäzenatentum der Fürsten

Sich ein Vorbild an königlichen Repräsentationsformen nehmend, förderten seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts auch weltliche Fürsten Literatur. Anders als am Kaiserhof war dies vor allem volkssprachliche Literatur, welche dadurch zur Blüte kam. Die Fürsten zeigten großes persönliches Interesse an der Literatur und traten zudem selbst als Dichter von Min­nely­rik auf.[24]

Literarische Aufträge begannen mit der Berufung des Dichters an den Fürstenhof. Die Gönner müssen für den Lebensunterhalt der Dichter und die benötigten Arbeitsmittel aufgekommen sein, da die Schaffung eines Epos Jahre beanspruchte. Ebenso waren wahrscheinlich die Für­sten aus finanziellen Gründen dafür verantwortlich, die gewünschten Handschriften, welche die literarischen Vorlagen enthielten, zu beschaffen. So wurden z.B. oft Handschriften aus Frankreich besorgt oder von Reisen mitgebracht, allerdings waren sie wohl nur ausgeliehen.[25]

Das persönliche Interesse der Mäzene prägte maßgeblich die Stoffwahl. Dies kann man daran erkennen, daß bestimmte Fürsten mehrere Werke, die einen bestimmten Typ von Stoff behan­deln, in Auftrag gaben. Wie in den Prologen mancher Werke deutlich wird, nahmen die Für­sten auch Einfluß auf die literarische Form, indem sie z.B. das Werk in Prosa statt in Versen dichten ließen.[26]

Es gibt Schriftstücke, die bezeugen, daß sich Frauen ebenfalls an der Förderung von Literatur ak­tiv beteiligten. So wurde Heinrich von Veldeke von den Gräfinnen Agnes von Loon und Mar­garete von Kleve gefördert. Das besondere Interesse fürstlicher Gönnerinnen richtete sich auf höfische Legendenepen.[27]

Die Förderung höfischer Literatur fand um 1200 jedoch lediglich an den Höfen der großen weltlichen Fürsten statt, da nur diese wenige über eigene Kanzleien verfügten. Als die wich­tigsten Gönner sind die Welfen, die Ludowinger in Thüringen, die Babenberger und die Zäh­ringer zu nennen.[28]

An den kleineren weltlichen Höfen waren hingegen vor allem die Spruchdichter, die ihre Kunst auch schriftlos ausüben konnten, willkommen. Geistliche Fürsten traten erst im späten 13. Jahrhundert als Förderer höfischer Literatur auf.[29]

3.3 Dichter und Publikum

3.3.1 Die Epiker

Mit Beginn des Literaturbetriebs an den weltlichen Höfen gewannen die Dichter, die bis dahin anonym geblieben waren, ein neues Selbstbewußtsein. Die Epiker stellten sich in den Prolo­gen ihrer Werke selbst vor, um sich ihrem Publikum bekannt zu machen. Dies deutet zugleich darauf hin, daß die Dichter in der höfischen Gesellschaft hoch geschätzt wurden.[30]

Die meisten Autoren höfischer Epen waren gebildet, was oft durch den Titel pfaffe deutlich wird. Dieser Begriff, der dem lateinischen clericus entsprach, diente mehr zur Kennzeichnung des Bildungsstandes als zur Bezeichnung eines kirchlichen Amtes. Zudem konnte Bildung damals nur an kirchlichen Schulen erworben werden. Daher konnte ein gebildeter Laie pfaffe genannt werden. Während die meisten Dichter weltlicher Epen der Ministerialität angehörten, waren sie ihrem Bildungsstand nach Kleriker. Eine Ausnahme bildet Wolfram von Eschen­bach, der als illiterater Laie bekannt ist.[31]

Die Epiker waren durch die langen Arbeitszeiten von mehreren Jahren, die ein Epos bean­spruchte, in besonderem Maße von ihren Gönnern abhängig. Die meisten waren Berufsdich­ter, hatten aber vermutlich nebenher noch andere Aufgaben zu erledigen. Weitere Störungen konnten auftreten, wenn ein Auftraggeber dem Dichter sein Wohlwollen entzog oder starb. Auch der Tod des Dichters verhinderte oft die Vollendung eines Werkes.[32]

[...]


[1] Vgl. Herbert Grundmann: Litteratus – illitteratus. Der Wandel einer Bildungsnorm vom Altertum zum Mittelalter, in: Archiv für Kulturgeschichte 40, 1958, S. 15.

[2] Ebd., S. 3f.

[3] Ebd., S. 4f.

[4] Vgl. Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur, 7., verbesserte und erweiterte Auflage, Stuttgart 1989, S. 53.

[5] Vgl. Grundmann, S. 5.

[6] Ebd., S. 6ff.

[7] Vgl. Joachim Bumke: Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, München 81997, S. 611f.

[8] Vgl. Grundmann, S. 8f.

[9] Ebd., S. 11ff.

[10] Ebd., S. 13f.

[11] Vgl. Bumke, S. 607ff.

[12] Bumke, S. 609.

[13] Vgl. von Wilpert, S. 384f.

[14] Vgl. Herbert A. und Elisabeth Frenzel: Daten deutscher Dichtung. Chronologischer Abriß der deutschen Literaturgeschichte, Bd.1: Von den Anfängen bis zum Jungen Deutschland, Köln 281994, S. 27.

[15] Vgl. von Wilpert, S. 578ff.

[16] Vgl. Bumke, S. 617ff.

[17] Ebd., S. 630f.

[18] Ebd., S. 638f.

[19] Ebd., S. 639f.

[20] Ebd., S. 646f.

[21] Vgl. Hilkert Weddige: Einführung in die germanistische Mediävistik, 3., durchgesehene und ergänzte Auflage, München 1997, S. 190.

[22] Vgl. Bumke, S. 647.

[23] Ebd., S. 651.

[24] Ebd., S. 654ff.

[25] Ebd., S. 656ff.

[26] Ebd., S. 659.

[27] Ebd., S. 668f.

[28] Ebd., S. 660ff.

[29] Ebd., S. 672ff.

[30] Ebd., S. 678.

[31] Ebd., S. 682ff.

[32] Ebd., S. 679f.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Literarische Kommunikation um 1200
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Veranstaltung
Neue Medien und alte Texte: Medienumbrüche in den Geisteswissenschaften
Note
1,7
Autor
Jahr
2000
Seiten
27
Katalognummer
V45221
ISBN (eBook)
9783638426596
ISBN (Buch)
9783640459568
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit befasst sich mit den Entstehungsvoraussetungen von Literatur im Mittelalter und ihrer Lebensbedeutsamkeit.
Schlagworte
Literarische, Kommunikation, Neue, Medien, Texte, Medienumbrüche, Geisteswissenschaften, Mediävistik, Mittelalter, Hof, Mäzen
Arbeit zitieren
Eleni Stefanidou (Autor), 2000, Literarische Kommunikation um 1200, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45221

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