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Türkisch-Deutsch. Wie Migration die deutsche Sprache verändert

Titel: Türkisch-Deutsch. Wie Migration die deutsche Sprache verändert

Facharbeit (Schule) , 2018 , 14 Seiten

Autor:in: Domenic Hartmann (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich werde mich in dieser Facharbeit mit dem Einfluss der Migration auf die deutsche Sprache beschäftigen, wobei ich zuerst die Merkmale der türkischen Sprache beleuchte, bevor die Veränderungen in der deutschen Umgangssprache ins Zentrum der Arbeit rücken.

Die deutsche Sprache befindet sich seit Jahren im Wandel und vor allem in der gesprochenen Sprache lassen sich bedeutende Veränderungen feststellen. Insbesondere die englische Sprache übt einen großen Einfluss auf das neue Deutsch aus, jedoch gewinnen die Migrantensprachen wie Türkisch, Russisch und Arabisch immer mehr an Bedeutung für die Alltagssprache. Während sich das Gesprochene immer mehr vom Hochdeutschen entfernt, sind die neuen Sprachmischungen, wie zum Beispiel Türkisch-Deutsch, eine wichtige Quelle für sprachliche Veränderung und insbesondere Simplifizierung.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, eine Erklärung für diese Entwicklung darzulegen. Dabei werden die linguistischen Aspekte der türkischen Sprache genauer betrachtet, um dort eine Quelle der Veränderung auszumachen. Meiner Meinung nach ist die Veränderung der Alltagssprache allgegenwärtig. Es ist für mich spürbar, wie grammatische Strukturen an Bedeutung verlieren und im Zuge von Simplifizierung abgebaut werden. Aus diesem Grund möchte ich die Quellen dieses Trends erkunden. Ein wichtiger Aspekt wird dabei der Einfluss der Migrantensprachen sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorbemerkungen

3 Einführung in die Migrationslinguistik

3.1 Die Rolle der türkischen Sprache in Deutschland

4 Einführung in die Strukturen der türkischen Sprache

4.1 Türkisch: Der agglutinierende Sprachtyp

4.2 Die Kasus

4.3 Präpositionen und Personalpronomen

4.4 Satzbau und Wortschatz

4.5 Die Steigerung

5 Beispiele und Erklärungen für Veränderungen

6 Migrantensprachen als Ursache des Wandels

6.1 Realitätsabgleich

6.2 Relativierungen

7 Fazit und Bewertung

8 Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Migration auf die deutsche Sprache, mit einem spezifischen Fokus auf die strukturellen Auswirkungen der türkischen Sprache auf das gesprochene Deutsch. Ziel ist es, sprachliche Simplifizierungstendenzen zu analysieren und zu erörtern, ob diese auf Sprachkontakte oder auf andere gesellschaftliche Entwicklungen zurückzuführen sind.

  • Analyse der linguistischen Merkmale des Türkischen
  • Einfluss von Migrantensprachen auf die deutsche Alltagssprache
  • Untersuchung von Grammatikabbau und Simplifizierung
  • Rolle von Codeswitching im Sprachalltag
  • Diskussion über Sprachwandel versus Sprachverfall

Auszug aus dem Buch

4.1 Türkisch: Der agglutinierende Sprachtyp

Die türkische Sprache zeichnet sich dadurch aus, dass die grammatischen Bedeutungen nacheinander an die Wortwurzel „angeklebt“ (von lateinisch agglutinare – ankleben) werden. Jede agglutinierte Silbe hat dabei nur eine einzige bestimmte Bedeutung, was der Grund dafür ist, dass ein Wort einen immensen Umfang (größer als im Deutschen) annehmen kann. Daher ist festzustellen, dass die Bedeutung der türkischen Wörter direkt optisch dargestellt wird und ein Wort so einen ganzen deutschen Satz ersetzen kann.

Ein Beispiel: evlerimizde - In unseren Häusern ev-ler-imiz-de - Haus-Plural-unser-in

Es gibt so gesehen nur einen Anzeiger für eine grammatische Kategorie: z. B. -ler für Plural oder -de für den Ort. Dass eine Kategorie möglichst sparsam ausgedrückt wird, nennt man das „kreolische Prinzip“ und kommt auch im Neudeutschen mit dem frequenten Abbau der Grammatik zum Ausdruck.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Sprachwandels durch Migration ein und beschreibt das Ziel, linguistische Ursachen für Veränderungen im Deutschen zu identifizieren.

2 Vorbemerkungen: Es wird dargelegt, dass der Einfluss der Migration noch nicht hinreichend erforscht ist und die Arbeit auf Indizien sowie der Analyse wissenschaftlicher Literatur basiert.

3 Einführung in die Migrationslinguistik: Dieses Kapitel erläutert den Sprachwandel in Migrationskontexten und die dominante Rolle des Türkischen in Deutschland.

4 Einführung in die Strukturen der türkischen Sprache: Hier werden die agglutinierende Natur, das Kasussystem, die Satzstruktur und die Steigerungsformen des Türkischen dargelegt.

5 Beispiele und Erklärungen für Veränderungen: Es werden konkrete Phänomene wie der Ausfall von Artikeln, Kasusfehlern und der Gebrauch von Codeswitching anhand von Beispielen analysiert.

6 Migrantensprachen als Ursache des Wandels: Dieses Kapitel verbindet die türkischen Sprachmerkmale mit aktuellen Tendenzen des deutschen Sprachwandels und hinterfragt die Ursachen.

7 Fazit und Bewertung: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Migration zu einer Vereinfachung des gesprochenen Deutsch beiträgt, ohne dass dies zwangsläufig als bloßer Sprachverfall zu werten ist.

8 Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Migration, Türkisch-Deutsch, Migrationslinguistik, Agglutination, Sprachkontakt, Simplifizierung, Ethnolekte, Kiezdeutsch, Grammatikabbau, Codeswitching, Sprachverfall, Alltagssprache, Mehrsprachigkeit, Sprachvarietäten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Migration – konkret am Beispiel des Türkischen – die deutsche Sprache verändert und welche linguistischen Hintergründe dies hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören der Aufbau der türkischen Sprache, die Analyse des Sprachkontakts und die Untersuchung von Tendenzen zur sprachlichen Vereinfachung im Deutschen.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine wissenschaftliche Erklärung für die beobachteten Veränderungen in der deutschen Alltagssprache zu finden und den Einfluss des Türkischen dabei zu isolieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung und Analyse bestehender wissenschaftlicher Literatur sowie auf dem Abgleich mit alltagssprachlichen Beobachtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturelle Analyse des Türkischen und eine anschließende Gegenüberstellung mit dem deutschen Sprachgebrauch, illustriert durch zahlreiche Beispiele.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Sprachwandel, Agglutination, Simplifizierung, Migrationslinguistik und Sprachkontakt.

Was unterscheidet das Türkische grundlegend vom Deutschen in Bezug auf die Grammatik?

Das Türkische ist eine agglutinierende Sprache, in der grammatische Informationen durch angehängte Silben an die Wortwurzel ausgedrückt werden, während das Deutsche eine flektierende Sprache ist.

Inwiefern spielt das „kreolische Prinzip“ eine Rolle?

Das Prinzip beschreibt eine ökonomische, sparsame Ausdrucksweise von Kategorien, die laut Autor im heutigen Deutsch durch grammatische Vereinfachungen widergespiegelt wird.

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Details

Titel
Türkisch-Deutsch. Wie Migration die deutsche Sprache verändert
Autor
Domenic Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V452244
ISBN (eBook)
9783346029195
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Linguistik Migrationslinguistik Türkisch Türkisch-Deutsch Migrantensprachen Sprachveränderung Sprachverfall Kiezdeutsch Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Domenic Hartmann (Autor:in), 2018, Türkisch-Deutsch. Wie Migration die deutsche Sprache verändert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452244
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Leseprobe aus  14  Seiten
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