Ist das Kunst? Moderne Kunst verstehen lernen. Josef Beuys "Das Ende des 20. Jahrhunderts" (1983)


Term Paper, 2018
8 Pages, Grade: 2,0

Excerpt

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Analyse des Anschauungsbefundes
2.1 Schilderung des ersten Eindrucks
2.2 Genaue Beschreibung dessen, was sichtbar ist

3 Interpretation

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Vgl. vergleiche

BstGs Bayerische Staatsgemäldesammlungen

1 Einleitung

Beuys war ein Künstler, der versuchte sich immer wieder mit neuen Medien auszudrücken, sei es in Zeichnungen, Plastiken, Objekten, in Aktionen, Videos und Texten. Seine Materialen, die er für Kunst benutzte, waren nicht nur ungewöhnlich, auch der Kontext, in den er seine Kunst brachte, erschien dem damaligen Betrachter und Beobachter ungewohnt. Joseph Beuys hat seit Aufnahme seines Studiums 1947 bis zu seinem Tod 1986 hat er rund 70 Aktionen, 50 Installationen ausgeführt und 130 Einzelausstellungen gefüllt. Abgesehen davon, hatte er noch sein politisches Engagement: die Gründung der Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung, die der freien Internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung und schließlich die Mitgründung der Partei Die Grünen. Er selbst hat die Einheit von Künstler, Pädagoge und Politiker immer wieder betont und in der schon oft zitierten plastischen Theorie einen entsprechenden Überbau dafür gefunden.[1]

Das größte Ziel von Beuys war es, die Grenzen zwischen Kunst und Leben einzureißen. Für Beuys ist der Mensch das zentrale Thema, weil er ihn überhaupt als zentralen Punkt der Welt ansieht.[2]

Die vorliegende Hausarbeit wird sich speziell mit dem Werk „Das Ende des 20.Jahrundert beschäftigen. „Das Ende des 20. Jahrhunderts, 1983“, von Joseph Beuys entstand im Jahr 1983 und wurde aus Basaltsteinen, Ton und Filz erstellt. Zwei Jahre bevor Joseph Beuys verstarb, installierte er sein monumentales Werk noch selbst im Münchner Haus der Kunst. Nach der Errichtung der Modernen Pinakothek im Jahr 2002 wurde die Installation anschließend in der modernen Pinakothek durchgeführt.[3]

Als erstes werden ich eine Analyse des Anschauungsbefundes durchführen, in dem ich den ersten Eindruck schildere und anschließend die genaue Beschreibung, dessen was sichtbar ist. Nach der kurzen Analyse werde ich eine Interpretation durchführen was der Künstler mit dem Kunstwerk eigentlich deuten wollte. Als letztes gibt es ein kurzes Fazit über mein Werk.

2 Analyse des Anschauungsbefundes

2.1 Schilderung des ersten Eindrucks

Beim Betreten des Raumes fallen zuerst die mächtigen Steine auf, die durcheinander liegen aber auch irgendwie geordnet sind. Der Raum mit den massiven Blöcken versetzt einen in eine scheinbar ort- und zeitlose Sphäre. Was aber besonders gleich im ersten Augenblick auffällt sind die herausgeschnittenen konischen Kegel. Für den Betrachter wirkt das sehr mächtig aber auch wiederum traurig. Wenn man an den Steinen Außen rum geht, hat man das Gefühl, egal aus welcher Perspektive man das Kunstwerk betrachtet, dass es auch irgendwie seine Richtigkeit hat.

2.2 Genaue Beschreibung dessen, was sichtbar ist

Es sind 44 Basaltblöcke zu einer beeindruckend bewegten und bewegenden Formation geordnet. Diese Basaltblöcke sind im Raum komplett verteilt und alle bis auf einem Basaltblock sind liegend. 44 unregelmäßig große Basaltblöcke (je ca. 1,20 bis ca. 1,80m in der Länge und 0,30 bis 0,53m im Durchmesser)[4] haben eine sich bauende spiralförmig kreisende Anordnung die links zum Zentrum verschoben ist. Die Oberfläche der Basaltsteine werden ästhetisch durch die Versinterungsspuren mitbestimmt und sind dadurch ein wichtiges gestalterisches Element. Der einzige Eingriff in die Blöcke sind die kegelförmigen, aus dem Stein sorgfältig gefrästen Pfropfen, die allerdings wieder mit Ton und Filz an ihrer eigentlichen Stelle verankert wurden. An jedem der Steine wurde an einem Ende ein Kegelstumpf herausgearbeitet, die sich in Richtung des Steininneren verjüngen und man erkennt außerdem noch Innen der gefrästen Pfropfen noch eine kleine Bruchfläche. Die Seiten der Konen und der Vertiefungen wurden geglättet und es sieht danach sso aus, als ob die Seiten weiterbearbeitet wurden. Die Konen sind mit Ton und auch zusätzlich mit Filzstreifen in die Vertiefungen eingebettet. Manche Konen liegen schräg in ihrer Vertiefung, die aber mehr oder mit weniger gleichmäßigen Abständen liegen. Von der einen Seite betrachtet lässt sich allerdings eine bestimmte Orientierung der mittleren Steine bemerken, die an die Formation der Schlitten in das Rudel, 1969 erinnert. Diese Blöcke hätte man auch nicht andersrum platzieren können, da die gefrästen Löcher vielleicht nicht mehr zu sehen wären und die Anordnung sich verändert hätte und vielleicht dabei auch die Bedeutung.

[...]


[1] Vgl. Romain, Wedewer, 1972, S.111

[2] Vgl. Harlan, Rappmann, 1984, S.74

[3] Vgl. Beuys, 2007, S.95 - 98

[4] Vgl. Beuys, 2007, S.26

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Details

Title
Ist das Kunst? Moderne Kunst verstehen lernen. Josef Beuys "Das Ende des 20. Jahrhunderts" (1983)
College
Munich University of Applied Sciences
Grade
2,0
Author
Year
2018
Pages
8
Catalog Number
V452281
ISBN (eBook)
9783668848641
Language
German
Tags
kunst, moderne, josef, beuys, ende, jahrhunderts
Quote paper
Mehmet Bulut (Author), 2018, Ist das Kunst? Moderne Kunst verstehen lernen. Josef Beuys "Das Ende des 20. Jahrhunderts" (1983), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452281

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