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Migration unter den Bedingungen der sich verändernden internationalen Arbeitsteilung und der Globalisierung

Title: Migration unter den Bedingungen der sich verändernden internationalen Arbeitsteilung und der Globalisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 17 Pages , Grade: ohne

Autor:in: Diplom Sozialwissenschaftler Thomas Kruthaup (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Der Schwerpunkt dieser Arbeit dreht sich um den Transnationalismus in der Migrationsforschung. Neben der Definition des Terminus Transnationalismus, wird dieser dem Terminus der Assimilation gegen übergesetzt.
Erarbeit werden die Einflüsse des Transnationalismus auf die Zielgesellschaft, unter dem besonderen Aspekt der Globalisierung und die Möglichkeiten der Steuerung der neuen Form der Migration.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Migration – Definition – Begriffserklärung

3. Veränderungen in der internationalen Arbeitsteilung – Globalisierung

4. Assimilationismus – Transnationalismus

4.1 Definition Assimilation

4.2 Definition Transnationalismus

4.3 Assimilationismus und Transnationalismus in der Migrationsforschung

5. Veränderte Integrationsbedingungen in der Zielgesellschaft, durch die Zunahme von Transmigranten als Ergebnis der Globalisierung?

6. Lässt sich die „neue Migration“ steuern?

7. Resümee

Zielsetzung und Thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die fortschreitende Globalisierung und die damit verbundenen Veränderungen der internationalen Arbeitsteilung neue theoretische Ansätze und Betrachtungsweisen in der Migrationsforschung erforderlich machen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich moderne Migrationsprozesse auf die Integrationsbedingungen in Zielgesellschaften auswirken und ob diese als steuerbar anzusehen sind.

  • Wandel von klassischen Migrationsmustern hin zur Transmigration
  • Gegenüberstellung der Theorien des Assimilationismus und Transnationalismus
  • Analyse der Folgen plurilokaler Lebensführung für die soziale Integration
  • Diskussion über politische Steuerungsmöglichkeiten der „neuen Migration“
  • Implikationen demographischer Entwicklungen für Wirtschaftsstandorte

Auszug aus dem Buch

4.2 Definition Transnationalismus

Ludger Pries leitet sein Essay, „Transnationalisierung der sozialen Welt“, mit einer wie ich finde sehr guten Erläuterung bezüglich der Notwendigkeit neuer wissenschaftlicher Schemata ein: „Vieles spricht dafür, dass Globalisierung in vielerlei Hinsicht, und besonders für sozialwissenschaftliche Beobachtungen, eine globale Wahrnehmungs-Chiffre ist, die der Ergänzung bedarf. Sie ist nicht falsch, sie kann per definitionem ja nur nichts sagend punktuell angemessen oder erklärungsmächtig sein. …, so bedarf das Wahrnehmungsschema Globalisierung doch der Ergänzung – nicht der Ersetzung.“ (Pries 2002: 264). Eine dieser Ergänzungen ist die seit dem Ende der 80er Jahre verstärkt auftretende Beobachtung des Transnationalismus – transnationalism.

Transnationalismus bezieht sich auf die, die Grenzen von Nationalstaaten überschreitende, kulturellen Gemeinsamkeiten, Kommunikationsverflechtungen, Wanderungen, Arbeitszusammenhänge, sowie institutionalisierten Beziehungen von mehr oder weniger Stabilität oder Dauerhaftigkeit. In Erweiterung dieser Definition spricht man auch von dem so genannten transnationalen sozialen Raum. Dabei geht es auch um die Beschäftigung mit der Frage, reift die „nationale“ moderne Gesellschaft, zu einer globalen Gesellschaft, einer Weltgesellschaft und verändert dieser Prozess das Assimilationsverhalten der Migranten? Der die nationalen Grenzen überschreitenden Gesellschaft. Diese geographische und soziale Genese der modernen Gesellschaft hat natürlich ihre „Grenzen“, die dort auftreten, wo ethnische und kulturelle Fragmente einer globalen Sozialintegration im Wege stehen. Solange ein Migrant an einer Staatsgrenze wegen eines nicht vorhanden Eintrages in seinem Pass abgewiesen wird, solange ist man von dem Idealbild der Weltgesellschaft so weit entfernt wie von einem Zustand des Weltfriedens. Begrenzt man die Betrachtung auf regionale Zentren wie der EU oder auch den Vereinigten Staaten, so kann man den Ansatz des transnationalen sozialen Raumes, durchaus als existent bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das „Zeitalter der Migration“ ein und definiert das Ziel, die Auswirkungen der Globalisierung auf Migrationsprozesse und Integrationsanforderungen zu untersuchen.

2. Migration – Definition – Begriffserklärung: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftliche Vielschichtigkeit des Migrationsbegriffs und grenzt klassische Wanderungsbewegungen von neuen Formen wie der Transmigration ab.

3. Veränderungen in der internationalen Arbeitsteilung – Globalisierung: Hier wird der Prozess der Globalisierung beschrieben und dessen Einfluss auf die Mobilität von Kapital und Arbeit sowie die damit einhergehende wirtschaftliche Anpassungsnotwendigkeit analysiert.

4. Assimilationismus – Transnationalismus: Dieses Kapitel stellt die beiden zentralen theoretischen Ansätze der Migrationsforschung gegenüber und analysiert deren unterschiedliche Perspektiven auf die Anpassung von Migranten.

4.1 Definition Assimilation: Hier werden Dimensionen der Assimilation, wie kognitive, strukturelle, soziale und identifikative Aspekte, theoretisch differenziert.

4.2 Definition Transnationalismus: Es wird das Konzept des transnationalen sozialen Raums erläutert, welches die Notwendigkeit ergänzender Wahrnehmungsschemata in der modernen Migrationsforschung betont.

4.3 Assimilationismus und Transnationalismus in der Migrationsforschung: Dieses Kapitel dekonstruiert den scheinbaren Widerspruch zwischen den beiden Ansätzen und zeigt, dass sie primär unterschiedliche Hypothesen über Integrationsbedingungen aufstellen.

5. Veränderte Integrationsbedingungen in der Zielgesellschaft, durch die Zunahme von Transmigranten als Ergebnis der Globalisierung?: Der Fokus liegt hier auf den Auswirkungen plurilokaler Lebensformen auf die soziale und systemische Integration in der Zielgesellschaft.

6. Lässt sich die „neue Migration“ steuern?: Dieses Kapitel hinterfragt die Möglichkeiten der politischen Administration, Migrationsprozesse durch gesetzliche Regelungen angesichts globaler wirtschaftlicher Dynamiken effektiv zu steuern.

7. Resümee: Das Resümee fasst die Notwendigkeit zusammen, alte Denkmuster der Migrationsforschung zu verlassen und proaktiv auf die demographischen und ökonomischen Herausforderungen der modernen Migration zu reagieren.

Schlüsselwörter

Migration, Globalisierung, Transnationalismus, Assimilation, Transmigration, Arbeitsmarkt, soziale Integration, internationale Arbeitsteilung, plurilokale Lebensführung, Sozialintegration, Systemintegration, Migrationsforschung, Standort Deutschland, ethnische Milieus, Identifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die zunehmende Globalisierung und der Wandel der internationalen Arbeitsteilung das Migrationsverhalten verändern und welche Auswirkungen dies auf die Integration von Migranten in die Zielgesellschaften hat.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Unterscheidung zwischen Assimilationismus und Transnationalismus, das Phänomen der Transmigration sowie die Problematik der sozialen Integration unter Bedingungen einer plurilokalen Lebensführung.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Forschungsfrage lautet, ob die durch Globalisierung verursachten, veränderten Migrationsprozesse neue Betrachtungsweisen und Integrationskonzepte erfordern und ob eine staatliche Steuerung dieser „neuen Migration“ überhaupt möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie existierende sozialwissenschaftliche Definitionen und Migrationsansätze (u.a. von Pries, Bommes, Esser) rekonsturiert und in den Kontext der aktuellen Globalisierungsdebatte stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des Transnationalismus, die Differenzierung verschiedener Assimilationsformen und analysiert, wie die Zunahme von Transmigranten die systemische und soziale Integration in der Zielgesellschaft beeinflusst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Transnationalismus, plurilokale Lebensführung, soziale Integration, Globalisierung, ethnische Milieus und Migrationssteuerung geprägt.

Wie unterscheidet sich die „neue Migration“ vom klassischen Modell?

Während das klassische Modell von einer dauerhaften Auswanderung aus einer Herkunfts- in eine Zielgesellschaft ausgeht, zeichnet sich die „neue Migration“ durch Transmigration aus, bei der Migranten ihre Lebensführung plurilokal gestalten und dauerhaft in grenzübergreifende soziale Netzwerke eingebunden bleiben.

Warum sieht die Autorin die Integration bei Transmigranten als problematisch an?

Die Autorin argumentiert, dass eine fehlende Identifikation mit der Zielgesellschaft aufgrund der Aufrechterhaltung von Netzwerken im Herkunftsland zur Bildung ethnischer Milieus führen kann, was wiederum den Integrationserfolg in das gesamte soziale System der Zielgesellschaft gefährdet.

Kann die „neue Migration“ laut der Arbeit politisch gesteuert werden?

Die Autorin ist skeptisch gegenüber der Annahme einer einfachen politischen Steuerbarkeit, da Migrationsentscheidungen stark durch globale wirtschaftliche Dynamiken beeinflusst werden, die sich einer präzisen Prognose und damit auch einer gezielten Steuerung entziehen.

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Details

Title
Migration unter den Bedingungen der sich verändernden internationalen Arbeitsteilung und der Globalisierung
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Sozialwissenschaften)
Grade
ohne
Author
Diplom Sozialwissenschaftler Thomas Kruthaup (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V45233
ISBN (eBook)
9783638426688
ISBN (Book)
9783638772853
Language
German
Tags
Migration Bedingungen Arbeitsteilung Globalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sozialwissenschaftler Thomas Kruthaup (Author), 2005, Migration unter den Bedingungen der sich verändernden internationalen Arbeitsteilung und der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45233
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