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Zeitphilosophie im Vortrag "Der Begriff der Zeit" von Martin Heidegger

Titel: Zeitphilosophie im Vortrag "Der Begriff der Zeit" von Martin Heidegger

Essay , 2017 , 4 Seiten , Note: 2

Autor:in: Kevin-Michael Neimeier (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden wissenschaftlichen Ausarbeitung soll die Zeitphilosophie von Martin Heidegger anhand des von ihm gehaltenen Vortrags "Der Begriff der Zeit" (1924) veranschaulicht werden. Dieser sowie die gleichnamige schriftliche Ausarbeitung enthalten die Grundkonzeptionen seines 1927 veröffentlichten Hauptwerks "Sein und Zeit". Aufgrund dessen ermöglicht die Analyse dieses Vortrages eine anschauliche Einleitung der Zeitphilosophie Heideggers und ermöglicht somit eine Einführung in die weitaus komplexere Philosophie seines Hauptwerkes

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zeitverständnis und die Rolle der Uhr

3. Grundstrukturen des Daseins

4. Die Eigentlichkeit des Daseins und der Tod

5. Zeit als Dasein und die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Zeitphilosophie von Martin Heidegger anhand seines Vortrags "Der Begriff der Zeit" (1924) zu erläutern und als Hinführung zu seinem Hauptwerk "Sein und Zeit" zu nutzen.

  • Kritik an der physikalischen und alltäglichen Zeitmessung
  • Die Verknüpfung von Zeit und menschlichem Dasein
  • Die kategorialen Grundstrukturen des Daseins (In-der-Welt-sein, Mit-einander-sein)
  • Der Tod als äußerste und eigentliche Seinsmöglichkeit
  • Die Bedeutung der Zukunft als Grundphänomen der Zeit

Auszug aus dem Buch

Die Eigentlichkeit des Daseins und der Tod

An diese kategorialen Grundstrukturen des Daseins anknüpfend, eröffnet Heidegger die Möglichkeit, dass das Dasein in der Eigentlichkeit seines Seins zu denken ist. Diese Eigentlichkeit des Daseins wird als die äußerste Seinsmöglichkeit charakterisiert. Das Dasein hat verschiedene Seinsmöglichkeiten. Diejenige Seinsmöglichkeit aber, die die äußerste und zugleich allen Menschen gemeinsame ist, ist die des Todes. Heidegger denkt den Tod jedoch nicht lediglich als die äußerste Seinsmöglichkeit, sondern als die eigentliche Seinsmöglichkeit. Der Tod ist "die unbestimmte Gewißheit der eigensten Möglichkeit des Zu-Ende-seins." (Heidegger 2004: 116) Das Dasein weiß um seinen eigenen Tod, auch wenn es dieses Wissen nicht wach rufen möchte oder sich ansinnt dieses zu verdrängen. "Es ist ein Vorlaufen des Daseins zu seinem Vorbei als einer in Gewißheit und völliger Unbestimmtheit bevorstehenden äußersten Möglichkeit seiner selbst. Dasein als menschliches Leben ist primär Möglichsein, das Sein der Möglichkeit des gewissen und dabei unbestimmten Vorbei." (Heidegger 2004: 116)

Das Dasein ist somit ein Vorlaufen zum Tod, der als unbestimmte Gewissheit jedem Menschen vorliegt: Das Wann und das Wie stellen hierbei das Unbestimmte dar. Indem ich in meinem Dasein zur äußersten und eigentlichen Seinsmöglichkeit des Daseins, meinem Tode, vorlaufe, laufe ich auch dagegen an. Dieses Anlaufen gegen das unwiederbringliche Ende meines Daseins ist Leben im eigentlichen Sinne. Der Tod bringt nicht eine Veränderung der Art des Daseins, sondern ist das Ende des Daseins ansich. „Dieses Vorbei, [...], ist kein Was, sondern das Wie meines Daseins schlechthin.“ (Heidegger 2004: 117) Heidegger denkt das Dasein, begriffen in seiner äußersten Seinsmöglichkeit, als die Zeit an sich und nicht als etwas, das lediglich in der Zeit ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in Heideggers Zeitbegriff ein, indem sie den Vortrag von 1924 als Basis für das Verständnis von "Sein und Zeit" präsentiert.

2. Zeitverständnis und die Rolle der Uhr: Dieses Kapitel thematisiert Heideggers Auseinandersetzung mit der Relativitätstheorie und seine Kritik an der Uhr als Instrument zur bloßen Fixierung des Jetzt.

3. Grundstrukturen des Daseins: Hier werden die existentiellen Grundbegriffe wie In-der-Welt-sein und Mit-einander-sein erläutert, die das Fundament für Heideggers Analyse bilden.

4. Die Eigentlichkeit des Daseins und der Tod: Das Kapitel befasst sich mit der zentralen These, dass der Tod als unbestimmte Gewissheit die eigentliche Seinsmöglichkeit des Menschen definiert.

5. Zeit als Dasein und die Zukunft: Hier wird dargelegt, warum die Zukunft das Grundphänomen der Zeit darstellt und wie das Dasein durch sein Zukünftigsein die Zeit selbst konstituiert.

Schlüsselwörter

Martin Heidegger, Zeitphilosophie, Dasein, Sein und Zeit, Zeitverständnis, In-der-Welt-sein, Mit-einander-sein, Tod, Eigentlichkeit, Vorlaufen zum Tod, Zukunft, Zeitmessung, Existenzphilosophie, Phänomenologie, Zeitlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Martin Heideggers Vortrag "Der Begriff der Zeit" von 1924, um eine verständliche Einführung in seine komplexe Zeitphilosophie und sein Hauptwerk "Sein und Zeit" zu bieten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis von Zeit und Dasein, die Kritik an der mechanischen Zeitmessung sowie die existenzielle Bedeutung des Todes für das menschliche Selbstverständnis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse des Vortrags eine Brücke zum Verständnis der Grundkonzeptionen in "Sein und Zeit" zu schlagen und die Differenz zwischen alltäglicher Zeitwahrnehmung und eigentlicher Zeitlichkeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Textanalyse, bei der zentrale Zitate und Konzepte aus Heideggers Vortrag und Hauptwerk systematisch gegenübergestellt und interpretiert werden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundstrukturen des Daseins definiert, gefolgt von der existenziellen Analyse des Todes als "eigentliche Seinsmöglichkeit" und der Bedeutung der Zukunft als Konstituens von Zeit.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Ausarbeitung?

Wichtige Begriffe sind Zeitphilosophie, Dasein, Eigentlichkeit, Vorlaufen zum Tod, In-der-Welt-sein und die Unterscheidung zwischen Zeit-ansich und der Uhrzeit.

Wie unterscheidet Heidegger laut der Arbeit zwischen der "Uhr" und der "Zeit"?

Heidegger sieht in der Uhr lediglich ein Instrument zur Messung des Jetzt, das den Menschen von seiner eigenen, eigentlichen Zeitlichkeit entfremdet, während die wahre Zeit untrennbar mit dem Dasein verknüpft ist.

Welche Rolle spielt der Begriff des "Vorlaufens" im Kontext des Todes?

Das Vorlaufen zum Tod beschreibt eine bewusste Haltung des Daseins, in der sich der Mensch zu seiner äußersten, wenn auch unbestimmten Möglichkeit verhält, was den Akt als "eigentliches Leben" kennzeichnet.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zeitphilosophie im Vortrag "Der Begriff der Zeit" von Martin Heidegger
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Probleme der Zeitphilosophie im 20./21. Jahrhundert
Note
2
Autor
Kevin-Michael Neimeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
4
Katalognummer
V452450
ISBN (eBook)
9783668852051
ISBN (Buch)
9783668852068
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heidegger Zeit Zeitphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin-Michael Neimeier (Autor:in), 2017, Zeitphilosophie im Vortrag "Der Begriff der Zeit" von Martin Heidegger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452450
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Leseprobe aus  4  Seiten
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