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Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die Nutzung der Digitalen Welt? Nutzertypen und ihr jeweiliges Risiko

Titel: Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die Nutzung der Digitalen Welt? Nutzertypen und ihr jeweiliges Risiko

Fachbuch , 2019 , 75 Seiten

Autor:in: Benedict Haas (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Daten machen unser Leben leichter, sie verbinden Menschen aus aller Welt. Sie sind aber auch sehr wertvoll. Gelangen sie in die falschen Hände, droht schnell ein gravierender Datenmissbrauch. Dieses Problem betrifft nicht nur große Unternehmen, sondern auch private Haushalte. Wie also können Privatpersonen sich schützen?

Diese Frage beantwortet Benedict Haas praxisnah und klar verständlich. Dafür untersucht er die Verhaltensweisen verschiedener Nutzertypen und zeigt, welches Risikomanagement für welchen Verbrauchertyp sinnvoll ist.

Egal, wie private Verbraucher mit der Digitalisierung umgehen, ob progressiv oder konservativ, gelegentlich oder eher verletzlich: Auch sie haben ein Recht auf Datensouveränität. Haas zeigt mit seiner Publikation, wie man diese selbst schützen kann.

Aus dem Inhalt:
- Transparenz;
- Datenschutz;
- Privatsphäre;
- Digitalisierung;
- Cyber-Kriminalität

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundlegende Erkenntnisse und Theorien

2.1 Entwicklung, Begriffsbildung und Digitalisierungsgrad der Gesellschaft hinsichtlich der (potentiellen) Nutzung der Digitalen Welt privater Haushalte

2.2 Mangelnde Datensouveränität innerhalb der Digitalen Welt unter Berücksichtigung verhaltensökonomischer Erkenntnisse

2.3 Grundlagen des betriebswirtschaftlichen Risikomanagements als mögliches Konzept für private Haushalte zur Risikobewertung ihrer (potentiellen) Nutzung der Digitalen Welt

2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelles Schutzniveau der Verbraucher innerhalb der Digitalen Welt

3 Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die (potentielle) Nutzung der Digitalen Welt?

3.1 Herleitung und begründete Auswahl der Beurteilungskriterien und -perspektiven

3.2 Perspektive des „Progressiven Anwenders“ als versierter Verbraucher, der die Vorteile der Digitalen Welt eigenverantwortlich genießt, aber nicht alle Risiken exakt abschätzen kann

3.3 Perspektive des „Konservativen Gelegenheitsnutzers“, der als reflektierter Verbraucher digitale Dienste wohlüberlegt nutzt, wenngleich er die Risiken dahinter kaum nachvollziehen kann

3.4 Perspektive des „Offliners“, der als verletzlicher Verbraucher nicht am Digitalen Wandel partizipieren kann und große Sorge bezüglich der Risiken hegt

3.5 Perspektive des Geschäftsführers der Loyalty Partner GmbH, die für den Erfolg von Deutschlands größten Loyalitätsprogramms verantwortlich ist und dessen datenbasiertes Geschäftsmodell auf dem Vertrauen und der Offenheit seiner Kunden aufbaut

3.6 Perspektive der Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, für die als bundes- und verbraucherpolitische Institution die Bewertung und Steuerung der Risiken in der Digitalen Welt Priorität besitzt

3.7 Konfligierende und harmonische Beziehungen der Perspektiven unter Berücksichtigung möglicher Rückkopplungsprozesse

4 Schlussbemerkung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob private Haushalte ein Risikomanagement für die Nutzung der Digitalen Welt benötigen, indem sie die verschiedenen Risikowahrnehmungen und Handlungsweisen unterschiedlicher Nutzertypen im Kontext datenbasierter Geschäftsmodelle analysiert.

  • Analyse des digitalen Nutzertyps im Kontext von Datensouveränität und Risikomanagement.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Relevanz persönlicher Daten und deren Wertbemessung.
  • Evaluierung von verhaltensökonomischen Erkenntnissen und kognitiven Verzerrungen beim Umgang mit digitalen Diensten.
  • Gegenüberstellung von Perspektiven (privater Haushalte, Unternehmen und Politik) zur Risikobewertung.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für ein systematisches Risikomanagement privater Haushalte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Herleitung und begründete Auswahl der Beurteilungskriterien und -perspektiven

Die bisherigen Erkenntnisse konnten aufzeigen wie sehr die Entwicklungen einer immer stärker digitalisierten Welt die privaten Haushalte fordert und von diesen ein in vielerlei Hinsicht angemessenes Risikoverständnis verlangt. In welchem Maß sich deren Rendite-Risiko-Situation durch die neuen, datenbasierten Geschäftsmodelle schlussendlich verändert, bleibt zu diskutieren.

Zur Unterstützung und zum Schutz der Verbraucher wurden bereits erste Entscheidungen von Seiten des Gesetzgebers getroffen, auch wenn diese sich auf die Illusion stützen, die Verbraucher seien zu jeder Zeit fähig die jeweilige Entscheidungssituation unter Berücksichtigung aller Aspekte verstehen und dementsprechend handeln zu können.

Berücksichtigt man nun aber die im Grundlagenteil dargestellten Ergebnisse der Neuen Institutionen- und der Neuroökonomik, zeigen diese deutlich, dass sich private Haushalte in der Digitalen Welt mit einem gewissen Risikopotential konfrontiert sehen. Es besteht hierbei die Vermutung, dass Verbraucher dabei grundsätzlich ein Risikomanagement benötigen bzw. im Unterbewusstsein teilweise bereits betreiben.

Da neben den kognitiven Verzerrungen bei der korrekten Beurteilung einer Entscheidungssituation darüber hinaus weitere individuell variierende Aspekte, wie unter 2.3 dargelegt, innerhalb des Bewertungsrahmens ihre Entfaltung finden, scheint eine konsistente und allgemeingültige Antwort auf die ausgehende Forschungsfrage schwierig.

Um eine gesamthafte Beurteilung in Anbetracht der Ausgangsfrage gewährleisten zu können, sollte daher der Diversität der betreffenden Perspektiven und Beurteilungskriterien Rechnung getragen werden, was im Folgenden geschieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der zunehmenden Digitalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit ein, das Risikomanagement privater Haushalte zu untersuchen.

2 Grundlegende Erkenntnisse und Theorien: Es werden die theoretischen Grundlagen zum Digitalisierungsgrad, zu verhaltensökonomischen Aspekten der Datennutzung und zum betriebswirtschaftlichen Risikomanagement sowie der rechtliche Rahmen dargelegt.

3 Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die (potentielle) Nutzung der Digitalen Welt?: Hier erfolgt eine perspektivengetriebene Analyse der Risikosituation für verschiedene Nutzertypen sowie die Bewertung aus Unternehmens- und Politikperspektive.

4 Schlussbemerkung und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines Risikomanagements zusammen und diskutiert den Zielkonflikt zwischen ökonomischen Interessen und individuellem Schutz.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Privater Haushalt, Risikomanagement, Datensouveränität, Verhaltensökonomik, Persönliche Daten, Geschäftsmodelle, Datenschutz-Grundverordnung, Rendite-Risiko-Situation, Nutzertypen, Transparenz, Informationsasymmetrien, Verbraucherschutz, Datennutzung, Digitale Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob private Haushalte in der heutigen durchdigitalisierten Welt ein systematisches Risikomanagement benötigen, um ihre persönlichen Daten und ihre ökonomischen Interessen effektiv zu schützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomische Bewertung persönlicher Daten, die Analyse von Nutzertypen, verhaltensökonomische Erklärungsansätze für das Nutzerverhalten sowie der rechtliche Rahmen zum Verbraucherschutz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit ein Risikomanagement für die (potentielle) Nutzung der Digitalen Welt seitens der privaten Haushalte notwendig ist, um Rendite und Risiko in Einklang zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer perspektivengetriebenen Analyse, bei der verschiedene Rollenbilder (Nutzertypen, Unternehmen, Politik) anhand definierter Kriterien wie Datenwert, Transparenz und Souveränität gegeneinander abgewogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Nutzertypen wie den „Progressiven Anwender“, den „Konservativen Gelegenheitsnutzer“ und den „Offliner“ sowie deren Interaktion mit datenverarbeitenden Unternehmen und politischen Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Datensouveränität, Risikomanagement, Digitale Welt, Privater Haushalt und Verhaltensökonomik maßgeblich geprägt.

Wie unterscheidet sich die Risikowahrnehmung von „Progressiven Anwendern“ und „Offlinern“?

Während der Progressive Anwender Risiken aufgrund seines hohen Datenwertes bewusst eingeht, um den Nutzen der Digitalen Welt zu maximieren, meiden Offliner die Interaktion weitgehend aufgrund von mangelndem Vertrauen und fehlenden Kompetenzen.

Welche Rolle spielt die EU-DSGVO in der Argumentation des Autors?

Die DSGVO wird als rechtliches Instrument zur Transparenzsteigerung und zum Schutz der Privatsphäre diskutiert, wobei der Autor jedoch auf bestehende Öffnungsklauseln und begrenzte praktische Wirksamkeit durch kognitive Verzerrungen der Nutzer hinweist.

Warum lehnen Unternehmen laut der Analyse ein Risikomanagement auf Verbraucherseite tendenziell ab?

Unternehmen befürchten, dass ein aufgeklärter Verbraucher, der über den wahren Wert seiner Daten Bescheid weiß, höhere Gegenwerte fordert oder die Löschung seiner Daten verlangt, was die Grundlage datenbasierter Geschäftsmodelle schwächen würde.

Was schlägt der Autor für die Offliner-Gruppe vor?

Der Autor legt dar, dass ein systematisches Risikomanagement Offlinern helfen könnte, ihre Angst vor digitalen Prozessen abzubauen, Kompetenzen zu erwerben und somit die Teilhabe an den Vorteilen der Digitalen Welt überhaupt erst zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die Nutzung der Digitalen Welt? Nutzertypen und ihr jeweiliges Risiko
Autor
Benedict Haas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
75
Katalognummer
V452469
ISBN (eBook)
9783956877797
ISBN (Buch)
9783956877803
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Private Haushalte Verbraucher Digitale Welt Digitalisierug Risikomanagement Risiko Datensouveränität Risikobewertung digitales Schutzniveau Nutzertypen Nutzerprofile Wertbemessung persönlicher Daten datenbasierte Geschäftsmodelle EU-DSGVO Verhaltensökonomik Neue Institutionenökonomik Endowment-Effekt Privacy-Paradoxon Property- Rights-Theory Prinzipal-Agenten-Theorie Transparenz Datenschutz Privatsphäre Digitalisierung Cyber-Kriminalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benedict Haas (Autor:in), 2019, Brauchen private Haushalte ein Risikomanagement für die Nutzung der Digitalen Welt? Nutzertypen und ihr jeweiliges Risiko, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452469
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  75  Seiten
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