Zusammenfassung der deutschen Literaturepochen bis zum Vormärz


Zusammenfassung, 2017
7 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Zusammenfassung Romantik

Drang nach Unendlichkeit, Leidenschaftlich-Bewegtem, Dunklem, maß- und regellosem Sprengenwollen aller Grenzen

Wichtige Personen:

Achim von Arnim & Clemens Brentano à Schrieben „Des Knaben Wunderhorn“, Entwicklung der Volksliedstrophe

Johann Gottlieb Fichte à Vordenker und Idealist der Romantik mit der Theorie, dass alle Gegenstände (Objekte) gegeben sind, es aber dem Menschen freigestellt ist, ob er diese und wenn ja, wie er diese Objekte wahrnimmt

Friedrich Schlegel à Athenäums Fragment 116. Definiert die romantische Dichtung als undefinierbar, als progressive Universalpoesie

Novalis à Progressive Universalpoesie, „die Welt muss romantisiert werden“. Schrieb Gedicht: „wenn nicht mehr Zahlen und Figuren“

Joseph von Eichendorff à Gedichte wie Mondnacht, Wünschelrute, Die blaue Blume und Nachtzauber

Wichtige Begriffe:

Volksliedstrophe à Einfach gebaute Strophe, mit meist vier Versen, regelmäßig alternierenden Hebungen und Senkungen

Labiale à Buchstaben wie n, m, l, d, b, die dem Text einen singlichen Klang geben

progressive Universalpoesie à Poesie, die nie ein Ende findet, immer weiterentwickelt wird, und nie als abgeschlossen gilt. Inhalt der Dichtung ist alles (Universal), da es alles verdient hat, Teil der Dichtung zu sein. Zudem werden bei der P.U. alle Formen des Dichtens zusammengefasst (Epik, Lyrik, Dramatik etc.). In der Literatur sollten nun nicht mehr wie in der Klassik bestimmte Schemata für die Erschaffung eines literarischen Werkes vorgegeben sein, sondern man betrachtete den Künstler als freischaffendes Genie. Die Regelpoetik und die Forderungen der drei aristotelischen Einheiten von Raum, Zeit und Handlung verloren an Bedeutung, vielmehr wurde der Roman zum subjektiven Spielfeld des Autors. Ziel war es – nach Schlegel – Philosophie, Prosa, Poesie, Genialität und Kritik miteinander verbindend darzustellen.

Onomatopoesie à Lautmalerei

Philister à Menschen, die keine Romantiker sind, heute Spießer. Wollen den Freiheitsgedanken der Romantiker nicht wahrhaben, sondern nach den Normen der Welt Leben, und sich voll und ganz in die Zivilisation eingliedern. Später machten die Autoren der Romantik den Philister, also den engstirnigen, kleingeistigen Spießbürger ohne besondere geistige Bedürfnisse, zu ihrem erklärten kulturellen Feindbild.

Synästhesie à Verbindung von zwei Sinnen z.B. süßer Klang

alternierend à gleichmäßiger Wechsel von irgendetwas, meistens von Hebungen und Senkungen im Versmaß

Motive der Romantik:

Transzendenzà Grenzüberschreitung, die Menschen wollen Grenzen überschreiten. Deswegen Nacht ein wichtiges Thema

Naturà Mensch soll aufgefordert werden, wieder in die Natur zurück zu kehren, Natur geheimnisvoll, unberechenbar, vor allem Wald

Einsamkeit, Traumhaftigkeit

Liebe à Menschen sollen mehr lieben, da dies eine Geschlechtergrenze überschreitet (Transzendenz). Überwindung einer zwischenmenschlichen Barriere

Wandern à Die Menschen gehen auf Wanderschaft, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen, und etwas Neues zu entdecken. Zudem kommt man beim Wandern mit der Natur in Berührung, und ist für sich alleine (Einsamkeit). Man kann die Städte (Industrialisierung) hinter sich lassen, und die Natur (Andenken an früher) besser erleben.

NACHT:

- Überschreiten von Grenzen, sowohl die Tag Nacht-Grenze, als auch die Grenze der menschlichen Zwänge. Der Mensch kann nun machen, was er will und muss sich nicht mehr der ORDNUNG des Tages hingeben.
- Zeit des menschlichen Eingeschränkt-Sein, die Sinne sind eingetrübt und der Mensch kann nur halbwegs erleben, was um ihn herum passiert. Verschmelzung der menschlichen Sinneseindrückeà Synästhesie
- Chaotische und ungeordnete Zeit, wo Hexen und andere Zauberwesen ihr Unheil treiben
- Transzendenz: Überschreiten der Grenzen des menschlichen Bewusstseins

Warum wichtig: Mensch will frei sein und die normale Welt hinter sich lassen. Kann dies guttun, indem er sich mit der Nacht beschäftigt, da dies das Gegenteil zu dem normalen und zivilisierten Leben ist.

Denken der Romantiker:

- Wille nach Freiheit
- Abspalten von dem Philister-Leben
- Zurück in die Natur
- Entkommen aus der näher rückenden Moderne (Industrialisierung)
- Progressive Universalpoesie
- Alles ist dem Menschen überlassenà Mehr Entscheidung dem einzelnen Menschen
- Kann sich aussuchen was er machen will

Zusammenfassung Klassik:

Wichtige Personen:

Johann Wolfgang von Goethe à Universalgelehrter Dichter aus Weimar, Italienreise 1786 gilt als Beginn der Klassik schreib auch Werke im Sturm und Drang, wollte das schöne im Menschen zu Vorschein bringen. Bevorzugte das Ständesystem, aber nur, wenn der Fürst (erster Stand) gerecht handelte schrieb viele bedeutende Werke, z.B.: Faust, des Wanderers Nachtlied, ein Gleiches

Johann Christoph Friedrich von Schiller à Neben Goethe der wichtigste Dichter der Klassik, bildet zusammen mit Goethe, Herder und Wieland das klassische Viergestirn. schrieb auch viel im Sturm und Drang, übt politischen Einfluss mit seinen Werken, schreibt rebellisch und lässt Kants Philosophie mit einlaufen. Schrieb werke wie die Bürgschaft, Maria Stuart, Don Carlos, die Horen und Wilhelm Tell

Friedrich Hölderlin à war ein bekannter deutscher Dichter, schreib Hyperion, wurde schwer krank (Hypochondrie), musste nach Behandlung gepflegt werden, verbrachte die letzten 36 Jahre seines Lebens in Turmstube wo er sehr produktiv war

Johann Gottfried Herder à Teil des klassischen Viergestirns, kannte Goethe, aber beide hatten unterschiedliche Meinungen, starb in Weimar, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Wollte das klassische Humanitätsideal verbessern, und Missstände von der Gesellschaft eliminieren. War gegen den subjektiven Idealismus Fichtes

Christoph Martin Wieland à ebenfalls Teil des klassischen Viergestirns, übersetzte Shakespeare ins deutsche, neben vielen anderen Werken. Bezog sich in seinen Werken sowohl auf die Klassik als auch auf den Idealismus des Menschen. kritisierte allerdings die Politik und die Philosophie

Johann Joachim Wincklemann à schaffte neben literarischen Werken auch noch künstlerische Werke, nach antikem Vorbild (Laokoon Gruppe). Arbeitete nach dem Prinzip Stille Größe, edle Einfalt, welcher später zum Leitsatz der Klassik wurde. Hatte großen Einfluss auf Goethe und Schiller

Anna Amalia à Herzogin von Weimar, die durch regelmäßige Tafelrunden mit bedeutenden Künstlern den Weimarer Musenhof kreierte. Wollte in Weimar wieder Kultur lebendig machen. War eine aufgeklärte deutsche Mäzenin und Komponistin. Gilt als Mutter der Weimarer Klassik

Wichtige Begriffe:

Stille Größe, edle Einfalt: Hiermit meint man den Geist eines Menschen, oder generell die Art wie das Idealbild der Klassik sein soll Der Mensch soll in sich selbst groß sein, die s aber nicht zur Show tragen. Dieser Leitsatz wird später auch in den klassischen Werken den Charakteren zugeschrieben. Ganz nach dem antiken griechischen Vorbild, sollen die Charaktere gelehrt und weise sein. Sich wissen mit Worten auszudrücken, und es schaffen ohne Gewalt Konflikte zu lösen.

Motive und Werte der Klassik:

Ausgleichen der Gegensätze: Die Dichter der Klassik wollen mit Hilfe ihrer Literatur die gesellschaftlichen Disparitäten ausgleichen. Sie wollen vor allem die Bildung des normalen Volkes an die des Adels anpassen, und somit den Grundstein für eine Gleichwertigkeit in der Gesellschaft legen. Protagonisten wie Iphigenie oder das Gretchen sollen zeigen wie das geht.

Humanität: Die Menschen sollen leben wie man es von Menschen erwartet. Sie sollen im Gegensatz zu dem Mittelalter ihren Verstand verwenden, und bewusst handeln. Außerdem sollen sie sich über ihre Herkunft und ihr Handeln im bewussten sein

Idealismus: Die Charaktere in den Dramen entsprechen der von den Dichtern als ideal angesehenen Person. Sie verkörpern die Ideale wie zum Beispiel Schönheit, Weisheit, Nachsicht, Selbstlosigkeit und Willensstärke.

Affinität gegenüber dem Adel: Das Adel hat in der Klassik keine guten Seiten, es gilt, genauso wie alle anderen auch als nicht vollkommen. Oftmals stellt das Adel in Gedichten oder Dramen den Antagonisten dar, welcher erst noch erzogen werden muss.

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Zusammenfassung der deutschen Literaturepochen bis zum Vormärz
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
7
Katalognummer
V452487
ISBN (eBook)
9783668863217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klassik, Biedermaier, Romantik, Zusammenfassung, Literaturepochen
Arbeit zitieren
Joshua Zick (Autor), 2017, Zusammenfassung der deutschen Literaturepochen bis zum Vormärz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452487

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Zusammenfassung der deutschen Literaturepochen bis zum Vormärz


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden