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Unterrichtsentwurf zur römischen Familie. Ein geschichtlicher Blick

Ist die römische "familia" eine Familie im heutigen Sinne?

Titel: Unterrichtsentwurf zur römischen Familie. Ein geschichtlicher Blick

Unterrichtsentwurf , 2018 , 8 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Andreas Bonß (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte in der Sekundarstufe I befasst sich mit der römischen Familie.
Die SuS sollen damit am Beispiel der römischen "familia" ihre Urteilskompetenz erweitern, indem sie die wesentlichen Merkmale der Mitglieder der "familia" herausarbeiten, kritisch hinterfragen und zu einem eigenen Werturteil über die "familia" gelangen.

Die SuS sollen letztlich das römische Familienmodell verstehen und ihre hierzu gewonnen Erkenntnisse kritisch hinterfragen können, zum Beispiel durch den Vergleich mit dem ägyptischen Familienmodell.
Dadurch soll nicht nur ihre Deutungs- und Reflexionskompetenz, sondern auch die Medien- und Methodenkompetenz geschärft werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Verlauf der Unterrichtsreihe

2. Hauptlernziel

3. Angestrebte Kompetenzen

3.1 Sachkompetenz

3.2 Deutungs- und Reflexionskompetenz

3.3 Medien- und Methodenkompetenz

4. Geplanter Unterrichtsverlauf

5. Literatur- und Quellenverzeichnis

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Unterrichtseinheit ist die Förderung der Urteilskompetenz der Schülerinnen und Schüler durch eine kritische Auseinandersetzung mit der antiken römischen Familienstruktur. Dabei wird hinterfragt, inwiefern das römische Rollenverständnis und die patriarchalische Hierarchie als Vorläufer oder Kontrast zum modernen Familienbegriff fungieren können.

  • Analyse der Struktur und Hierarchie einer römischen "familia"
  • Unterscheidung der Rechte und Pflichten einzelner Familienmitglieder
  • Vergleich der römischen Gesellschaftsstruktur mit der heutigen Lebenswelt
  • Reflexion über patriarchalische Strukturen in historischen Kontexten
  • Erarbeitung eines eigenen Werturteils zur römischen Hausgemeinschaft

Auszug aus dem Buch

Die römische „familia“

Der wichtigste Bereich des Zusammenlebens war bei den Römern die Hausgemeinschaft der familia. Darin besaß der Familienvater (pater familias) eine herausragende Stellung. Als Hausvater herrschte er über alle Güter und Personen einer familia. Kein Gesetz schränkte seine Gewalt ein. Die Herrschaft der [männlichen] Familienoberhäupter wird als Patriarchat bezeichnet. Wer gegen die Entscheidungen des pater familias aufbegehrte, der verstieß gegen die Sitten der Vorväter. Nach römischem Familienrecht konnte der Vater jedes Familienmitglied körperlich bestrafen, verkaufen oder sogar töten.

Die römische Gesellschaft wurde von Männern beherrscht. Nur sie durften wählen, vor Gericht aussagen und öffentliche Ämter übernehmen. Für die Frauen gab es eine vorgegebene Rolle: die der Ehefrau und Mutter. Durch die Heirat eines römischen Bürgers erwarb eine Frau Ansehen. Als mater familias erzog sie die Kinder und verwaltete Haus und Hof.

Kam ein Kind zur Welt, dann legte die Hebamme das Neugeborene auf den Boden. Hob der pater familias das Kind auf den Arm, zeigte er damit, dass er es anerkannte. Die Kinder unterstanden dann lebenslänglich der Hausgewalt des Vaters. Er bestimmte über die Erziehung, die Berufswahl und die Eheschließung seiner Kinder. Im Extremfall durfte der pater familias Angehörige mit dem Tod bestrafen. Das musste er allerdings gegenüber den anderen Verwandten in einem Hausgericht rechtfertigen. Söhne und Töchter konnten nur vom Vater aus der Hausgemeinschaft entlassen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Verlauf der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Überblick über die 22 Unterrichtsstunden der Reihe, die verschiedene Aspekte der antiken Kulturen behandeln.

Hauptlernziel: Hier wird der Fokus auf die Entwicklung der Urteilskompetenz der Lernenden bezüglich der römischen Familienverhältnisse gelegt.

Angestrebte Kompetenzen: Dieser Abschnitt definiert die spezifischen Fach-, Deutungs- und Methodenkompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler durch die Bearbeitung des Themas erwerben sollen.

Geplanter Unterrichtsverlauf: Diese Sektion schlüsselt die methodisch-didaktische Gestaltung der Einzelstunde in Phasen wie Einstieg, Erarbeitung und Sicherung auf.

Literatur- und Quellenverzeichnis: Hier werden die verwendeten Schulbuchreihen und Materialien dokumentiert.

Anhang: Dieser Teil enthält ergänzende Materialien wie Abbildungen für den Unterrichtseinstieg und Arbeitsblätter.

Schlüsselwörter

Römische Geschichte, familia, pater familias, Patriarchat, Hausgewalt, mater familias, Antike, soziale Hierarchie, Sklaven, Klienten, Urteilskompetenz, Gesellschaftsstruktur, Rollenbild, Erziehung, Geschichtsunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit primär?

Der Entwurf befasst sich mit der Analyse der römischen "familia" als historischem Modell einer Hausgemeinschaft und stellt diese der modernen Familienauffassung gegenüber.

Welche Akteure der römischen Familie werden untersucht?

Die Arbeit behandelt die Rollen des pater familias, der mater familias, der Kinder sowie die rechtliche Stellung von Sklaven und Klienten.

Was ist das zentrale Ziel für die Schülerinnen und Schüler?

Ziel ist es, dass die Lernenden die Hierarchie innerhalb der römischen Familie durchdringen und ein begründetes eigenes Werturteil über dieses historische System bilden können.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es wird ein problemorientierter Ansatz verfolgt, der mit visuellem Einstieg, Partnerarbeit bei der Textanalyse und einer abschließenden Diskussion zur Urteilsbildung arbeitet.

Was wird im Hauptteil des Entwurfs behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der gesamten Unterrichtsreihe sowie die detaillierte Planung der speziellen Unterrichtsstunde zur Struktur der "familia".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Patriarchat, pater familias, Hausgewalt, Sklavenstatus und das römische Gesellschaftsmodell.

Welche Rolle spielten Klienten innerhalb der römischen "familia"?

Klienten waren ökonomisch von der Familie abhängige Personen, die zwar außerhalb des Hauses lebten, aber durch politische Unterstützung des Hausherrn eng an diesen gebunden waren.

Warum war das Anerkennungsritual durch den pater familias bei der Geburt so entscheidend?

Das Aufheben des Kindes symbolisierte die rechtliche Anerkennung durch den Vater, wodurch das Kind erst Teil der rechtlich geschützten Hausgemeinschaft und unter dessen lebenslange Hausgewalt gestellt wurde.

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Details

Titel
Unterrichtsentwurf zur römischen Familie. Ein geschichtlicher Blick
Untertitel
Ist die römische "familia" eine Familie im heutigen Sinne?
Hochschule
Studienseminar für Gymnasien Wiesbaden
Veranstaltung
Fachseminar Geschichte
Note
2,0
Autor
Andreas Bonß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
8
Katalognummer
V452498
ISBN (eBook)
9783668867123
ISBN (Buch)
9783668867130
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rom Römische Familie Hierarchie Patriarchat familia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Bonß (Autor:in), 2018, Unterrichtsentwurf zur römischen Familie. Ein geschichtlicher Blick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452498
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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