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McKenzie oder Manualtherapie. Welcher Behandlungsansatz ist wirkungsvoller

Titel: McKenzie oder Manualtherapie. Welcher Behandlungsansatz ist wirkungsvoller

Hausarbeit , 2018 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna-Lena Herter (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Circa 85% der deutschen Bevölkerung sowie Bewohner anderer industrieller westlicher Staaten haben mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen, die zu circa 70% unspezifisch sind. Die Inzidenz ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern und das Auftreten häuft sich mit zunehmendem Alter bei beiden Geschlechtern. Gründe sind neben den radiologisch manifestierten mechanischen Ursachen und Instabilitäten eine hohe Zahl von sozioökonomischen Ursachen, denn in allen Altersgruppen gaben Personen mit einem niedrigen sozialen Status, gemessen an Bildung, beruflicher Stellung und Einkommen, häufiger Kreuzschmerzen an.

Zudem zeigt sich bei chronischen Rückenschmerzen eine gesteigerte Häufigkeit in Bezug auf Komorbiditäten wie Osteoarthrose, degenerative Gelenkerkrankungen, kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Erkrankungen. Neben der teilweise hohen psychischen Belastung bei Betroffenen, die sich in nahezu allen Fällen auf die Lebensqualität auswirkt, muss der Staat für enorme Kosten aufkommen. Die muskuloskelettalen Erkrankungen gehören zu den teuersten Erkrankungen der industrialisierten Welt. Sie forderten 2008 noch 11,2% der gesamten Krankheitskosten und betrugen damit circa 3,6 Milliarden Euro.

Welche Möglichkeiten bieten sich also für einen Betroffenen, die eigenen Beschwerden schnellstmöglich zu lindern und im weiteren Verlauf damit die hohen Ausgaben des Staates zu reduzieren? Neben Analgetika, Operationsmöglichkeiten, zum Beispiel Spondylodesen oder Diskektomien, gibt es auch noch zahlreiche physiotherapeutische Ansätze, die zur Linderung oder Heilung der Rückenschmerzen führen können. Folgend ergab sich die Fragestellung: Ist die McKenzie-Methode für Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken wirkungsvoller als Manualtherapie?

In dieser Arbeit wird ein aktuelles Therapiekonzept, das McKenzie-Konzept, in seiner Entwicklung, den Inhalten, den Weiterbildungsqualifikationen und der nationalen und internationalen Verbreitung näher vorgestellt und anschließend mit der Manuellen Therapie auf deren Wirksamkeit hin überprüft und verglichen. In der medizinischen Datenbank PubMed wurde die Literaturrecherche mittels Schlagwortsuche gestartet, woraus sich zwei randomisierte kontrollierte Studien herausstellten, die sich mit dem oben genannten Thema befassen und in den Endparametern ähnliche beziehungsweise gleiche Assessmentverfahren verwenden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entwicklung der Therapieform

2. Inhalte der McKenzie-Methode und theoretische Grundlagen

2.1 Schritt 1 - Untersuchung

2.2 Schritt 2 – Klassifizierung

2.3 Schritt 3 – Management

2.4 Schritt 4 – Prävention

2. 5 Patientenbeispiel

3. Weiterbildungsqualifikation und Ausbildungsinhalte

4. Verbreitung der Therapie

5. Studienlage

5.1 Suchvorgang

5.2 „Orthopaedic manual therapy, McKenzie method or advice only for low back pain in working adults: a randomized controlled trial with one year follow-up.“

5.3 „Predicting a clinically important outcome in patients with low back pain following McKenzie therapy or spinal manipulation: a stratified analsis in a randomized controlled trial“

5.4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der McKenzie-Methode im Vergleich zur Manualtherapie bei Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken, um evidenzbasierte Entscheidungshilfen für die therapeutische Praxis abzuleiten.

  • Historische Entwicklung und theoretische Konzepte der McKenzie-Methode
  • Strukturierte Vorgehensweise: Untersuchung, Klassifizierung, Management und Prävention
  • Qualifikationswege und Verbreitung der Therapiemethode
  • Analyse randomisierter kontrollierter Studien zur Effektivität
  • Bedeutung der Schmerzzentralisation für den Heilungsverlauf

Auszug aus dem Buch

1. Entwicklung der Therapieform

1956 bat Robin Anthony McKenzie (geb.: 1931, gest.: 2013) einen Patienten, sich bereits auf die Liege im Behandlungsraum zu legen. Als der Therapeut nach einigen Minuten dazustieß, lag der Patient auf dem Bauch auf der Liege, deren Kopfteil um 70 Grad hochgestellt war. Als er den Patienten bat, aus dieser eher unkomfortablen Position aufzustehen, bedankte dieser sich für die Behandlung und die schnelle Reduktion seiner Schmerzen (vgl. Saner-Bissig, Clare, Kelley, May, Schellbach & Supp, 2007,3).

Dies alles klingt nach einer eher scherzhaften Geschichte aus einem Praxisalltag, jedoch erkannte Robin Anthony McKenzie in dieser Szenerie das Potential der Schmerzlinderung, die man aus geringen Bewegungen und gehaltenen Positionen gewinnen kann. Bei dem oben genannten Patienten wurde dies durch die Schmerzzentralisation erkenntlich, die eine wichtige Säule in der Methode der mechanischen Diagnose und Therapie (MDT) bildet.

Die folgenden zehn Jahre experimentierte McKenzie mit repetierten Wirbelsäulenbewegungen und Körperhaltungen und untersuchte deren Wirkung auf die Symptome des Patienten (vgl. ebd., 2007,4).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umriss der sozioökonomischen Relevanz von Rückenschmerzen und Vorstellung der Forschungsfrage zum Vergleich von McKenzie-Methode und Manualtherapie.

1. Entwicklung der Therapieform: Darstellung der historischen Entstehung der Methode durch Robin Anthony McKenzie und deren Entwicklung hin zur heutigen Stiftungsstruktur.

2. Inhalte der McKenzie-Methode und theoretische Grundlagen: Erläuterung der vier zentralen Behandlungsschritte sowie der syndrombasierten Klassifizierung und des Patientenbeispiels.

3. Weiterbildungsqualifikation und Ausbildungsinhalte: Überblick über die Ausbildungskurse, deren Inhalte sowie die organisatorischen Aspekte für Therapeuten.

4. Verbreitung der Therapie: Geografische Ausbreitung der McKenzie-Methode auf internationaler und nationaler Ebene.

5. Studienlage: Kritische Analyse ausgewählter randomisierter kontrollierter Studien zur therapeutischen Wirksamkeit im Vergleich zur Manualtherapie.

Schlüsselwörter

McKenzie-Methode, Manualtherapie, Rückenschmerzen, Lendenwirbelsäule, Schmerzzentralisation, Physiotherapie, Eigenübungen, Klinische Studien, Patientencompliance, Bandscheibenvorfall, Rehabilitation, Selbstmanagement, Evidenzbasierte Medizin, Orthopädie, Schmerztherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich zweier physiotherapeutischer Ansätze bei Kreuzschmerzen: der McKenzie-Methode und der Manualtherapie.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Das Spektrum reicht von der Entstehungsgeschichte und den theoretischen Säulen der McKenzie-Methode über Ausbildungsaspekte bis hin zur wissenschaftlichen Auswertung aktueller Studien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob die McKenzie-Methode für Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken wirkungsvoller ist als klassische Manualtherapie.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank PubMed durchgeführt, um randomisierte kontrollierte Studien zu finden und diese kritisch auszuwerten.

Was ist das zentrale Element des McKenzie-Konzepts im Hauptteil?

Ein besonderer Fokus liegt auf der „Schmerzzentralisation“ und der aktiven Mitverantwortung des Patienten durch ein spezifisches Eigenübungsprogramm.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben den Therapiemethoden auch die Schmerzzentralisation, Patientencompliance und die Qualitätssicherung durch validierte Assessmentverfahren.

Was ist bei dem Patientenbeispiel im zweiten Kapitel besonders?

Das Beispiel verdeutlicht die praktische Anwendung der Distraktion und des aktiven Schließens bei einer Patientin mit Bandscheibenvorfall zur Schmerzlinderung.

Was ist das Fazit zur Wirksamkeit laut der analysierten Studien?

Die Studienlage zeigt keine statistisch signifikante Überlegenheit der McKenzie-Methode gegenüber der Manualtherapie, deutet aber auf eine hohe Effektivität bei Vorliegen einer Zentralisation hin.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
McKenzie oder Manualtherapie. Welcher Behandlungsansatz ist wirkungsvoller
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,3
Autor
Anna-Lena Herter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V452739
ISBN (eBook)
9783668857216
ISBN (Buch)
9783668857223
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mckenzie manualtherapie welcher behandlungsansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Herter (Autor:in), 2018, McKenzie oder Manualtherapie. Welcher Behandlungsansatz ist wirkungsvoller, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452739
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Leseprobe aus  16  Seiten
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