Der Clinical Reasoning Prozess anhand einer manuellen Therapie im Bereich Hals-Schulter-Arm


Hausarbeit, 2018

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Patientenbeispiel
1.1 Diagnostische Schlüsselwörter
1.2 Konditionelle Schlüsselwörter
1.3 Ergänzende Anamnese
1.4 Hypothesenbildung

2. Manualtherapeutische Untersuchung und Behandlung
2.1 Untersuchungsschritte und Begründung
2.2 Untersuchungsergebnisse
2.3 Anwendung standardisierter Assessments
2.4 Durchführung der Therapie

3. Studienlage zu manualtherapeutischen Behandlungsstrategien
3.1 „Changes in shoulder pain and disability after thrust manipulation in subjects presenting with second and third rib syndrome“ (Dunning, Mourad, Giovannico, Maselli, Perreault & Fernández-de-las-Peñas, 2015)
3.2 „The Use of Nonthrust Manipulation in an Adolescent for the Treatment of Thoracic Pain and Rib Dysfunction: A Case Report“ (Kelley & Whitney, 2006)

Literaturverzeichnis

Einleitung

Hypothetische Diagnosen sind ein fester Bestandteil der physiotherapeutischen Arbeit. Obwohl der Arzt1 bereits eine Diagnose auf einem Rezept bestätigt hat, wird ein Physiotherapeut dazu angehalten, sich einem Prozess der eigenständigen Hypothesenbildung zu unterziehen, die dann im speziellen Fall auf den individuellen Patienten angewendet wird (vgl. Hilfiker & Sattelmayer, 2010, 19). Auch wenn der Ehrfahrungsschatz eines Therapeuten bereits groß ist und er ein großes Spektrum der Mustererkennung besitzt, werden in diesem Prozess ständig neue Erwartungen an die fachlichen und persönlichen Kompetenzen gestellt, die es folgend zu überwinden gilt (vgl. Lüdtke, 2006, 133).

Diesen Prozess der Evaluation und eigenen, sowie patientenorientierten Reflexion nennt man Clinical Reasoning. Im therapeutischen Bereich kann man nie von einer absoluten Sicherheit bei der Nennung einer bestimmten Diagnose ausgehen. Wenn der diagnostische Prozess allerdings im Einklang mit dem Clinical Reasoning steht, besteht die Chance, diese Unsicherheit zu reduzieren und eine zutreffende Behandlungsrichtung zu wählen (vgl. Hilfiker & Sattelmayer, 2010, 20). Besonders hilfreich erscheint diese Herangehensweise vor allem bei Patienten, die an Schmerzen unterschiedlicher Lokalisationen leiden. Der Therapeut verfolgt zunächst einen Gedankengang, der ihm in dieser Situation als plausibel erscheint. Belegt wird diese Hypothese dann mit geeigneten, validierten und standardisierten Tests und Assessments. Wird die Hypothese durch ein bestimmtes diagnostisches Hilfsmittel bestätigt, kann eine Therapieform ausgewählt werden. Widerlegt ein Test die angeführte Hypothese, ist der Therapeut dazu angehalten, einer anderen Hypothese nachzugehen (vgl. ebd., 20). Dieser Ansatz des hypothetisch-deduktiven Denkens ermöglicht es dem Therapeuten nicht nur die Symptomatik des Patienten zu verbessern, sondern an die Ursache seiner Beschwerden zu gelangen (vgl. ebd., 24). Orientiert am vorliegenden Fallbeispiel könnte man daher die Schmerzen im linken Ellenbogen von Herrn S. betrachten. Da eine direkte Schmerzprovokation im Bereich der Extensoren des Unterarms möglich ist, kann dieser mithilfe von Quer- und Längsfriktion, Dehnung, Kryotherapie, TENS-Gerät und einer Bandage versorgt werden. Vielleicht freut sich Herr S. über die schnelle, schmerzlindernde Wirkung, doch wenige Tage später sind die Schmerzen im Ellenbogen unverändert zurück. Wie können die Schmerzen des Ellenbogens also mit denen im Thorax und der Schulter zusammenhängen? An welchen Gelenken und Strukturen sollte der Therapeut ansetzen, um die Ursache zu behandeln?

In dieser Arbeit wird Schritt für Schritt die Herangehensweise des Clinical Reasoning erörtert. Auf der Grundlage des Fallbeispiels von Herrn S. werden zunächst alle diagnostischen und konditionellen Schlüsselwörter mit einer Hypothese verknüpft. Es folgen der exemplarische Aufbau einer physiotherapeutischen Untersuchung und die damit verbundene Überprüfung der Haupthypothesen mithilfe von Assessments und Tests aus der Manuellen Therapie. Zudem wird der Behandlungsaufbau einer Einheit der Manuellen Therapie umschrieben, deren Evidenzen abschließend mit zwei Studien belegt werden.

1. Patientenbeispiel

Folgend werden die im Text vorliegenden, diagnostischen und konditionellen Schlagwörter tabellarisch gelistet und mit einer oder mehreren Hypothesen versehen.

1.1 Diagnostische Schlüsselwörter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Konditionelle Schlüsselwörter

[...]


1 Aus Gründen der flüssigeren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung, wie z.B. Therapeut/In, Patient/In verzichtet. Genannte Begriffe gelten jedoch im Sinne der Gleichberechtigung für beide Geschlechter.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Der Clinical Reasoning Prozess anhand einer manuellen Therapie im Bereich Hals-Schulter-Arm
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V452746
ISBN (eBook)
9783346076991
ISBN (Buch)
9783346077004
Sprache
Deutsch
Schlagworte
clinical, reasoning, prozess, therapie, bereich, hals-schulter-arm
Arbeit zitieren
Anna-Lena Herter (Autor), 2018, Der Clinical Reasoning Prozess anhand einer manuellen Therapie im Bereich Hals-Schulter-Arm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452746

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