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Muss Strafe in der Schule sein? Eine kritische Auseinandersetzung unter pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkten

Title: Muss Strafe in der Schule sein? Eine kritische Auseinandersetzung unter pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkten

Term Paper , 2004 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Isabel Chowanietz (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Der Rohrstock gehört in der Schule mittlerweile (zum Glück) der Vergangenheit an. Doch auch heute noch gibt es "moderne" Formen der "Bestrafung", die jedoch den erzieherischen und pädagogischen Nutzen in den Vordergrund stellen und weit entfernt sind von der rein körperlichen Züchtigung vergangener Tage. So zum Beispiel das "Trainingsraum-Programm".
Die in vielen Schulen an der Tagesordnung stehenden Unterrichtsstörungen durch einige wenige Schüler, haben in jüngster Zeit den Ruf nach Methoden, die den Lernalltag in der Schule stressfreiher und ruhiger gestalten sollen, verstärkt.
In dieser Arbeit werde ich anfangs auf die besondere Bedeutung der Schule aus psychologischer Sicht eingehen, um einen Grundstein für das Verständnis der Strafe in diesem Zusammenhang zu legen. Nachfolgend werde ich das „Trainingsraum-Programm“ näher – wenn auch nur kurz – erläutern, um einen besseren Einblick in Sinn und Zweck des Programms, nämlich den einer modernen Disziplinarstrafe zu geben. Im Anschluss werde ich mich tiefer gehend und ausführlich mit dem Sinn und Zweck von Strafe in der Pädagogik beschäftigen und die Strafe aus pädagogischem und psychologischem Blickwinkel betrachten. Jedoch werde ich einen größeren Schwerpunkt auf die pädagogische Betrachtungsweise legen. Des Weiteren werde ich mich speziell dem Thema „Strafe in der Schule“ widmen und abschließend diskutieren, ob Strafe gemäß dem Schlagwort „Strafe muss sein!“ wirklich sein muss oder ob die Vorstellung der helfenden und unumgehbaren Sanktion in diesem Kontext nicht überholt erscheint. Zum Abschluss dieses letzten Kapitels werde ich auf diesem Hintergrund mein Praktikum und die Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte, kritisch reflektieren und versuchen, eine eigene Position und einen eigenen Standpunkt zu diesem Thema zu finden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die besondere Bedeutung der Schule

3. Das „Trainingsraum-Programm“ – ein Disziplinarprogramm in der Schule

3.1 Grundannahmen

3.2 Das Programm

4. „Strafe“ unter pädagogischen Gesichtspunkten

4.1 Was bedeutet eigentlich „Strafe“ in der Pädagogik?

4.2 Unterscheidung: Disziplinar- und Erziehungsstrafe

4.3 Die pädagogische Funktion der Disziplinarstrafe

4.4 Die pädagogische Funktion der Erziehungsstrafe

5. „Strafe“ unter psychologischen Gesichtspunkten

5.1 Definition von „Strafe“ in der Psychologie und die Legitimation ihrer Notwendigkeit

5.2 Erziehung und Strafe – pure Manipulation?

6. „Strafe“ in der Schule – Sinn und Zweck

7. „Strafe muss sein?“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Thematik der Strafe im schulischen Kontext auseinander. Ausgehend von praktischen Erfahrungen mit dem „Trainingsraum-Programm“ untersucht der Autor, ob und unter welchen pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkten Strafen in der Schule zu legitimieren sind oder ob alternative Ansätze der Schulförderung vorzuziehen wären.

  • Kritische Analyse des „Trainingsraum-Programms“ als Disziplinarmaßnahme.
  • Pädagogische Differenzierung zwischen Disziplinar- und Erziehungsstrafen.
  • Psychologische Untersuchung von Strafe als Lenkungsmittel und deren Auswirkungen.
  • Reflexion der Vereinbarkeit von Strafe mit moderner individueller Lebensweltorientierung.
  • Erörterung der Forschungsfrage: „Strafe muss sein?“

Auszug aus dem Buch

4.1 Was bedeutet eigentlich „Strafe“ in der Pädagogik?

In der Pädagogik sei die „Strafe“, laut Stimmer, ein heftig diskutiertes, aber praktiziertes Erziehungsmittel. Hier werde zwischen der Disziplinarstrafe, die den Raum für eine geordnete Erziehung schaffen bzw. wieder herstellen solle, und der Strafe nach erzieherischen Gesichtspunkten (Erziehungsstrafe) unterschieden. Mindestanforderung an diese „Strafen“ seien, dass sie nicht als Dressurmittel oder Racheinstrument angewendet werden, sondern aus dem pädagogischen Bezug heraus einsehbar („gerecht“) seien.

Dennoch könne jede „Strafe“ für den Bestraften auch die Qualität eines sinnlich erfahrenen Leids haben, das der pädagogischen Wirkung entgegenstehe. Dementsprechend gäbe es wahrscheinlich nichts anderes im Bereich der Erziehung, bei dem sich pädagogische Theorie und ihre Praxis so eindeutig zu widersprechen scheinen, als dies bei der Frage der Fall sei, ob „Strafe“ ein Erziehungsmittel sei. Jedoch sei es eine Tatsache, dass im Elternhaus und in der Schule gestraft werde, mit dem Ziel, erzieherische Wirkungen zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor stellt die Relevanz der Thematik vor dem Hintergrund seines Praktikums und der Implementierung des Trainingsraum-Programms dar und skizziert das Vorgehen der Arbeit.

2. Die besondere Bedeutung der Schule: Es wird die Rolle der Schule für die psychische Entwicklung und das Selbstbild von Jugendlichen sowie deren Suche nach Orientierung innerhalb des schulischen Mikrokosmos analysiert.

3. Das „Trainingsraum-Programm“ – ein Disziplinarprogramm in der Schule: Das Programm wird in seinen Grundannahmen, der Zielsetzung sowie dem praktischen Ablauf kritisch beschrieben und hinterfragt.

4. „Strafe“ unter pädagogischen Gesichtspunkten: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Differenzierung der Strafe in pädagogische Kategorien sowie die Untersuchung ihrer Funktionen.

5. „Strafe“ unter psychologischen Gesichtspunkten: Die Arbeit beleuchtet die psychologische Definition von Strafe und diskutiert die Kontroverse um ihre Notwendigkeit als Erziehungsmittel.

6. „Strafe“ in der Schule – Sinn und Zweck: Dieses Kapitel verknüpft historische und theoretische Positionen zum schulischen Erziehungsauftrag und zur Rolle von Disziplin.

7. „Strafe muss sein?“: Der Autor reflektiert seine gewonnenen Erfahrungen, hinterfragt den Leitsatz kritisch und diskutiert die Notwendigkeit moderner, lebensweltorientierter Strafkonzepte.

Schlüsselwörter

Strafe, Schule, Pädagogik, Psychologie, Trainingsraum-Programm, Disziplin, Erziehungsstrafe, Disziplinarstrafe, Schulklima, Lernatmosphäre, Sozialverhalten, Erziehungsmittel, Selbstbild, Identität, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung von Strafen im schulischen Umfeld unter Berücksichtigung pädagogischer und psychologischer Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind das „Trainingsraum-Programm“, die theoretische Differenzierung zwischen Disziplinar- und Erziehungsstrafen sowie die psychologischen Auswirkungen und Legitimationsfragen von Strafe.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die zentrale Frage lautet, ob die gängige Praxis und der Leitsatz „Strafe muss sein?“ im modernen schulischen Kontext noch haltbar sind oder ob sie durch entwicklungsförderlichere Ansätze abgelöst werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die durch eine reflektierende Analyse der eigenen Praxiserfahrungen während eines Studiums-Praktikums untermauert wird.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die pädagogische und psychologische Einordnung von Strafe sowie deren praktische Anwendung anhand des Trainingsraum-Programms.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind Strafe, Erziehungsmittel, Disziplinierung, Trainingsraum-Programm, Lebensweltorientierung und individuelle Entwicklung.

Wie bewertet der Autor den Einsatz des Trainingsraum-Programms?

Der Autor erkennt den Sinn einer geordneten Lernumgebung an, kritisiert jedoch, dass das Programm die individuelle Lebenswelt des Schülers sowie eine differenzierte Problemanalyse vernachlässigt.

Was schlägt der Autor als Alternative zu alten Strafmethoden vor?

Der Autor fordert eine modernere Herangehensweise, die die individuelle Entwicklung und Lebenswelt des Kindes stärker einbezieht, anstatt ausschließlich auf standardisierte Sanktionen zu setzen.

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Details

Title
Muss Strafe in der Schule sein? Eine kritische Auseinandersetzung unter pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkten
College
University of Lüneburg
Grade
1,3
Author
Isabel Chowanietz (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V45282
ISBN (eBook)
9783638427135
ISBN (Book)
9783638657938
Language
German
Tags
Schule Auseinandersetzung Thema Gesichtspunkten Sozialpädagogik Pädagogik Schulsozialarbeit Schulsozialpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Chowanietz (Author), 2004, Muss Strafe in der Schule sein? Eine kritische Auseinandersetzung unter pädagogischen und psychologischen Gesichtspunkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45282
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