Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung im Gesundheitsmanagement

Investition, Finanzierung, Produktion und Logistik


Einsendeaufgabe, 2015

38 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 QUALITÄTSMANAGEMENT UND QUALITÄTSZERTIFIZIERUNG
1.1 Definition Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung
1.2 Personalanforderung für gerätegestütztes Training nach der DIN 33961:2014
1.2.1 p ersonaleinsatzplan
1.2.2 Qualifikationsstufen
1.3 s 011/ist-V er gleich
1.4 Einsehbarkeit der Trainingsfläche
1.4.1 Grundriss
1.4.2 Einsehbarkeit

2 INVESTITION
2.1 Kapitalwertmethode
2.2 Zinsfußmethode

3 FINANZIERUNG
3.1 Finanzierungsinstrumente Kraftausdauerzirkel
3.2 Baselin

4 PRODUKTION UND LOGISTIK
4.1 Arbeitsproduktivität
4.2 Besonderheit externer Faktor
4.3 Bestandteile Abwicklungszeit und Maßnahmen

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Übersicht Ausbildungsbetrieb (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

1 Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung

1.1 Definition Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung

In diesem Absatz werden die Begriffe, Gemeinsamkeiten und Unterschiede erläutert.

Da die beiden Begriff sich aus dem gleichen Wort ״Qualität“ zusammensetzen, ist es wichtig zuallererst auf die Definition einzugehen.

Das Wort stammt aus dem lateinischen ״qualitas“ und beschreibt im Allgemeinen die Beschaffenheit und wird dabei von objektivem Merkmalen und subjektiven Bewertun­gen bestimmt. Da diese Begrifflich im Allgemeinen relativ neutral zu betrachten ist, wird im Bereich der Wirtschaft Qualität als Wert oder Güte einer Sach- oder Dienstlers- tung aus der Sicht des Anwenders beschrieben (Stiller, 2015). Erst der Konsument eines Produktes oder einer Dienstleistung bestimmt den wahren Wert und die Qualität. Sofern seine Erwartungen erfüllt oder sogar überfüllt werden, misst er diesem einen positiven Wert bei (Schlaffke & Plünnecke, 2015, s. 193). Die zu erwartende Wirkung und den dazu im Verhältnis stehenden Nutzen müssen möglichst groß sein. Dabei erwartet der Konsument keine Verschlechterung der Leistung, welches in diesem Fall nicht zu einem Wiederkauf führen würde. Demnach lässt sich zusammenfassend sagen, dass Qualität die Erfüllung von Anforderungen und das Streben nach Feherlfreiheit sind.

Aus dieser Dringlichkeit heraus dem Kunden eine qualitativ hochwertige Produkt- oder Dienstleistung zu erbringen, ist das Qualitätsmanagement von großer Bedeutung. ״Qua- litätsmanagement meint das Führen und Steuern der Organisation hinsichtlich der Qua­lität ihrer Leistungen und Produkte“ (Piechotta, 2008, s. 8). Es sind alle aufeinander abgestimmten Tätigkeiten und deren Ziele, die zum Lenken, Sichern und vor allem Weiterentwickeln der Qualität dienen. (Hemiann & Fritz, 2011, s. 13). Hierbei wird einmal zwischen der strategischen und dem operativem Qualitätsmanagement unter­schrieben. Ausgehend von der Geschäftsleitang festgelegter Qualitätspolitik, die auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet ist und zugleich jeden Mitarbeiter einbezieht, gibt es auf operativer Ebene einen Kreislauf. Dieser Kreislauf stellt sicher, dass die festleg­ten Ziele in konkrete Maßnahmen und Abläufe umgesetzt werden. Dieser besteht aus der Planung, Lenkung, Sicherung und Verbesserung dieser Abläufe durch ständige Kon­trollen und Soll/Ist-Vergleiche, um der hohen Kundenerwartung der Produkte und Dienstleistung gleichbleibend gerecht zu werden.

Im Gegensatz dazu beschäftigt sich die Qualitätszertifizierung mit der Auskunft der Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung und überprüfen die Durchsetzung der Normen und Kriterien. Bei der Zertifizierung werden sowohl die Produkte bzw. Dienst­leistung, als auch das Qualitätsmanagement kontrolliert. Es ist demnach eine Bestäti­gung, dass nationale und internationale Standards mit den entsprechenden Nomien im Unternehmen integriert und umgesetzt werden (Schlaffke & Plünnecke, 2015, s. 275). Der große Vorteil ist, dass eine Zertifizierung ein großes Vertrauen bei den Kunden schafft, Seriosität vermittelt und ihnen eine Sicherheit über die Qualität gibt (Schlaffke & Plünnecke, 2015, s. 280).

Um letztendlich noch die Gemeinsamkeiten der beiden Begriffe darzustellen, lässt sich feststellen, dass beide Begriffe sich sehr stark auf die Prozesse und Abläufe im Unter­nehmen konzentrieren. Durch beide Maßnahmen wird versucht, die Qualität der Abläu­fe im Unternehmen festzustellen und fortlaufend zu verbessern, um letztendlich auch eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte oder Dienstleistung zu gewährleisten. Somit können die Erwartungen der Kunden fortan erfüllt werden, sie werden dadurch nicht enttäuscht, sind langfristig an das Unternehmen gebunden und erhalten somit die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Auf der anderen Seite müssen allerdings auch einige Unterscheide genannt werden. Im Rahmen der Verbesserung und Anpassungen werden diese bei dem Qualitätsmanage­ment vom eigenen Unternehmen durchgeführt. Die Audits finden sozusagen aus der internen Perspektive statt, um die Abläufe zu überprüfen und um sie mit den eigens ge­stellten Zielen und Herausforderungen zu vergleichen. Die Soll Werte werden mit den Ist-Werten verglichen und bei Defiziten angepasst. Das Ziel hegt hierbei in dem Erken­nen von Verbesserungspotential (Hermann & Fritz, 2011, s. 240fft).

Im Rahmen der Qualitätszertifizierung erfolgt eine externe Bewertung von Zertifizie­rungsstellen. Diese sind neutral und unabhängig, um eine objektive Bewertung zu ge­währleisten. Diese haben das Ziel einen Vergleich mit den festgelegten Nomien und Standards, die Soll-Werte, mit den tatsächlichen Ist-Werten im Unternehmen zu ver­gleichen. Bei Übereinstimmung wird ein Zertifikat ausgestellt oder es müssen soweit Anpassungen vorgenommen werden, bis die erforderlichen Kriterien umgesetzt worden sind. (Hemiann & Fritz, 2011, s. 227).

1.2 Personalanforderung für gerätegestütztes Training nach der DIN 33961:2014

Wie schon in der obigen Tabelle ersichtlich wurde, ist mein Ausbildungsbetrieb eine Bodystreet Filiale mit Fokus auf Personal Training mit Hilfe von Elektrischer Muskel Stimulation. Demnach erstelle ich nachfolgend ein fiktives Studio und werde anhand dieses Studios die Anforderung für das gerätegestütztes Training gemäß der DIN 33961:2014 analysieren und überprüfen.

Die Fitnessanlage ״be fit & healthy“ ist ein gesundheitsorientiertes Studio, welches sich auf eine hohe Qualität und gute Betreuung ausrichtet. Die Anlage hat eine Größe von 1100m2 und eine Trainingsfläche von 600m2. Insgesamt sind in dem Studio 1.200 Mit­glieder angemeldet. Dem stehen sieben volljährige Trainer gegenüber.

1.2.1 Personaleinsatzplan

Tabelle 2: Personaleinsatzplan ״be fit & healthy“

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

1.2.2 Qualifikationsstufen

Trainer 1: Fitnesstrainer B-Lizenz (BSA)

- Qualifikationsstufe 2

Trainer 2: Student zum Bachelor in Fitnessökonomie (DHfPG)

- Qualifikationsstufe 1

Trainer 3: Trainer für rehabilitatives Krafttraining (BSA)

- Qualifikationsstufe 3

Trainer 4: Fitnesstrainer A-Lizenz, Sportrehabilitation (Bereichsleiter) (BSA)

- Qualifikationsstufe 4

Trainer 5: Fitnesstrainer B-Lizenz (BSA)

- Qualifikationsstufe 2 Trainer 6: Gesundheitstrainer (BSA)

- Qualifikationsstufe 3

Trainer 7: Fitnesstrainer A-Lizenz (BSA)

- Qualifikationsstufe 3

1.3 Soll/ist-Vergleich

Berechnung der Öffnungszeiten der Trainingsfläche

Montag bis Freitag (je 14 Stunden = 70 Stunden), Samstag 12 Stunden und Sonntag 9 Stunden

Insgesamt: 70 + 12 + 9 = 91 Stunden bzw. 5460 Minuten

Soll-Wert der Trainerwochenstundenzahl

Wie anhand der Aufgabenstellung ersichtlich wird, liegt die Anforderung für diese Fit­nessanlage bei 79 Stunden. Diese Einteilung erfolgte anhand der Gesamtfläche der An­lage, welche mit 1100m2 mit 79 Trainerstunden bemessen werden muss.

Berechnung des Ist-Wert der Trainerwochenstundenzahl anhand des Personalein­satzplanes

Durch den Personaleinsatzplan werden 162 Stunden ersichtlich, die von Trainern für die Trainingsfläche ab gedeckt werden.

Abzug auf Grund reduzierter Einsehbarkeit des Trainingsbereiches vom Beobach­tungspunkt

Es gibt keine Reduzierung, da der Trainer von der Position aus die Möglichkeit hat alle Trainingsgeräte zu überblicken. Somit ist diese Anforderung erfüllt.

Betreuung während der gesamten Öffnungszeiten

Soll: Während der gesamten Öffnungszeit muss mindestens ein Trainer mit Qualifikati­onsstufe 2 anwesend sein.

Ist: Bis auf Trainer 2, der zur Zeit als Student in dem Unternehmen beschäftigt ist und somit keine Qualifikationsstufe 2 aufweist, besitzen alle anderen Trainer mindestens die B-Lizenz und demnach die Voraussetzung, um diese Anforderung zu erfüllen. Im Per­sonaleinsatzplan lässt sich ebenfalls erkennen, dass Trainer 2 inmier mit einer höheren Qualifikationsstufe zusammen arbeitet, um sicherzustellen, dass mindestens ein Trainer anwesend ist, der die Qualifikationsstufe 2 besitzt. Somit ist dieser Punkt erfüllt.

Bereichsleiter Trainer Soll: Qualifikationsstufe 4

Ist: Trainer 4 gilt in diesem Unternehmen als der Bereichsleiter. Dieser hat eine abge­schlossene Ausbildung im Bereich der Sportrehabilitation und besitzt ebenfalls die A- Lizenz. Somit ist er vom Fachwissen her in die 4. Qualifikationsstufe einzuordnen und erfüllt demnach die Bedingungen.

Trainereinsatz

Soll: Mindestens 30% der Zeit müssen mindestens durch Qualifikationsstufe 3 abge­deckt werden

Ist: Zur besseren Darstellung und Übersichtlichkeit werden die Trainer mit der entspre­chenden Qualifikationsstufe nochmals aufgelistet und deren Arbeitsstunden summiert.

Tabelle 3: Übersicht Trainer stunden mit Qualifikationsstufe 3

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

Im Hinblick auf die geforderte Mindeststundenanzahl von Trainern sind für die Erfül­lung der Anforderungen 23,7 Stunden pro Woche gefordert. Durch die obige Abbildung wird sehr deutlich, dass dies mit 68 Stunden erfüllt ist.

Der Soll-Wert von 79 Trainer stunden wird mit 68 Stunden zu 86% durch mindestens Qualifikationsstufe 3 abgedeckt. Somit diese Anforderung als erfüllt anzusehen.

Zusammenfassung:

Anhand der oben dargestellten Ergebnisse lässt sich feststellen, dass die Fitnessanlage ״be fit & healthy“ alle Anforderungen an die DIN Norm 33961:2014 für das gerätege­stütztes Training erfüllt. Die qualitativen und quantitativen Personalanforderungen las­sen eine Zertifizierung zu. Wie Anfangs schon erwähnt wurde, ist das Konzept des Stu­dios die Ausrichtung auf eine qualitativ hohe Betreuungsqualität, wodurch die Zertifi­zierung von Anfang an angestrebt wurde, um sich im Marktgebiet von der Konkurrenz abzusetzen.

1.4 Einsehbarkeit der Trainingsfläche

1.4.1 Grundriss

Abbildung in dieser leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung im Gesundheitsmanagement
Untertitel
Investition, Finanzierung, Produktion und Logistik
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,4
Autor
Jahr
2015
Seiten
38
Katalognummer
V452953
ISBN (eBook)
9783668852198
ISBN (Buch)
9783668852204
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL, Investition, Produktion, Arbeit, Logistik, Qalität, Management, Zertifizierung, Kapitalwertmethode, Sport, Ökonomie, Fitnessstudio, Basel 3, Produktivität, Finanzierung
Arbeit zitieren
Kevin Gutsche (Autor), 2015, Qualitätsmanagement und Qualitätszertifizierung im Gesundheitsmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452953

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