Einordnung in den Rahmenausbildungsplan
Verordnung über die Berufsausbildung zum Elektroniker/zur Elektronikerin, §5 Lfd. Nr. 9 Absatz k) Verteiler, Schalter,
Steckvorrichtungen und Leitungsverlegesysteme auswählen und montieren
Ausbildungsmethode
Unterweisung nach der Vier–Stufen–Methode
Sozialform
Einzelunterweisung, Dauer ca.15 Minuten
Begründung für Wahl der Methode und Sozialform
Daniel ist der einzige Auszubildende im 1. Lehrjahr der in der Firma
beschäftigt wird. Die Vier – Stufen – Methode bietet sich an, da der Auszubildende so direkt die nötigen Informationen bekommt, die Handgriffe vorgemacht bekommt und danach sofort selbst unter fachlicher Aufsicht üben kann. Das Einprägen falscher Arbeitsschritte kann so effektiv verhindert werden.
Beschreibung des Umfeldes
Der Auszubildende hat sich selbst sehr engagiert um den Ausbildungsplatz bemüht und zeigt bis zum heutigen Tag reges Interesse am Beruf. Den Anforderungen der Berufsschule wird er gerecht, die praktische Arbeit liegt ihm offensichtlich besser. Durch seine aufgeschlossene Art hat er sich schnell in das Team der Firma eingefügt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einordnung in den Rahmenausbildungsplan
2. Ausbildungsmethode
3. Sozialform
4. Begründung für Wahl der Methode und Sozialform
5. Beschreibung des Umfeldes
6. Vorbildung des Auszubildenden
7. Ausbildungsort
8. Tag der Unterweisung
9. Ausbildungsmittel
10. Arbeitssicherheit
11. Einteilung der Lernziele
11.1 Leitlernziel
11.2 Richtlernziel
11.3 Groblernziel
11.4 Feinlernziel
12. Lernzielbereiche
12.1 Kognitive Lernziele
12.2 Psychomotorische Lernziele
12.3 Affektive Lernziele
13. Bewertung
14. Unterweisung nach der Vier – Stufen – Methode
14.1 Stufe 1: Vorbereitung
14.2 Stufe 2: Vormachen / erklären
14.3 Stufe 3: Nachmachen lassen
14.4 Stufe 4: Auswertung und selbständig anwenden
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die strukturierte Planung und Durchführung einer Unterweisung zur Montage von Unterputz-Schutzkontaktsteckdosen im Rahmen der Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung der Vier-Stufen-Methode, um dem Auszubildenden die notwendigen fachlichen Kompetenzen sowie ein sicherheitsbewusstes Arbeiten zu vermitteln.
- Didaktische Planung einer Ausbildungseinheit nach der Vier-Stufen-Methode
- Fachgerechte Installation von Unterputz-Schutzkontaktsteckdosen
- Vermittlung von Arbeitssicherheitsstandards bei Elektroinstallationen
- Festlegung und Differenzierung von Lernzielen (kognitiv, psychomotorisch, affektiv)
- Strukturierte Bewertung der Auszubildendenleistung
Auszug aus dem Buch
Stufe 2: Vormachen / erklären
Auswahl der richtigen Geräte: Auswahl nach Vorgabe des Planers. Einhaltung der vertraglichen Vorgaben. Einblick in Zeichnungen geben.
Vorbereiten der UP-Gerätedose: Hervorholen der eingeführten Kabel, reinigen der UP-Dose, lösen der Schrauben. Sauberkeit. Reste und Verunreinigungen möglichst nicht auf die fertigen Böden werfen.
Ablängen der anzuschießenden Adern: Mit dem Seitenschneider so abschneiden das ca.15cm erhalten bleiben. Ausreichende Reserve zu Nachsetzen im Fehlerfall. ca. 1x Dosendurchmesser überstehen lassen, Reste in Montage box.
Aderenden für Anschluss 12mm abisolieren: Mit voreingestellter Abisolierzange. Weniger Gefahr als bei Arbeit mit dem Messer. Ergebniskontrolle.
Steckdose anschließen: gr/ge-Schutzkontakt, sw – rechte Klemme, bl – linke Klemme. gr/ge-Schutzleiter, Außenleiter und Neutralleiter nach betrieblicher Festlegung, einheitlich. Federbelastete Klemmen, Zugprüfung auf Festsitz der Adern.
Vorbiegen der Anschlussreserve: Zweimaliges abbiegen der Adern mit Daumen und Zeigefinger. Reserve soll im Freiraum hinter der Steckdose zum liegen kommen. Es muss verhindert werden das die Adern seitlich an den Krallen liegen.
Einsetzen des Steckdosen – einsatzes: Vorsichtiges einsetzen bei seitlicher Verdrehung, Anschlussklemmen unten. Steckdose hat Langlöcher mit einseitiger Erweiterung. Wand nicht beschmutzen ! Krallen dürfen nicht die Adern berühren.
Ausrichten und festschrauben des Einsatzes: Zuhilfenahme von Wasserwaage und kleinem Schraubendreher. Exaktes arbeiten, Erscheinungsbild. Erst seitliche Schrauben dann die Krallen festschrauben.
Montage von Rahmen und Zentralplatte: Aufsetzen, Zentralschraube eindrehen. Schutz vor berühren spannungsführender Teile. Freigängigkeit der Schutzkontakte prüfen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einordnung in den Rahmenausbildungsplan: Definiert die gesetzliche Grundlage für die Unterweisung gemäß der Ausbildungsverordnung für Elektroniker.
Ausbildungsmethode: Legt die Anwendung der Vier-Stufen-Methode fest, um eine systematische Wissensvermittlung zu gewährleisten.
Sozialform: Legt den Rahmen der Einzelunterweisung mit einer Dauer von circa 15 Minuten fest.
Begründung für Wahl der Methode und Sozialform: Erläutert, warum die gewählte Methode für den individuellen Lernfortschritt des Auszubildenden am effektivsten ist.
Beschreibung des Umfeldes: Beschreibt die persönliche Motivation und den Lernstand des Auszubildenden.
Vorbildung des Auszubildenden: Dokumentiert den aktuellen Kenntnisstand aus Berufsschule und überbetrieblichen Lehrgängen.
Ausbildungsort: Spezifiziert die Baustellensituation als Lernumgebung.
Tag der Unterweisung: Begründet den Zeitpunkt der Unterweisung durch den aktuellen Baufortschritt.
Ausbildungsmittel: Listet die benötigten Werkzeuge und Materialien auf.
Arbeitssicherheit: Definiert die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen auf der Baustelle.
Einteilung der Lernziele: Klassifiziert die angestrebten Lernziele von Leit- bis Feinlernzielen.
Lernzielbereiche: Beschreibt die kognitiven, psychomotorischen und affektiven Lernbereiche des Auszubildenden.
Bewertung: Legt die Kriterien für das abschließende Feedbackgespräch fest.
Unterweisung nach der Vier – Stufen – Methode: Detaillierter Ablaufplan der vier Phasen (Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen, Auswertung).
Schlüsselwörter
Elektroniker, Unterweisung, Ausbildung, Vier-Stufen-Methode, Schutzkontaktsteckdose, Elektroinstallation, Arbeitssicherheit, Montage, Lernziele, Handwerk, Fachkompetenz, Baustelle, Unterputz, Auszubildender, Meisterausbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Planung einer Lehrunterweisung zur Montage von Unterputz-Schutzkontaktsteckdosen für einen Auszubildenden im ersten Lehrjahr.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten gehören die fachgerechte Montage von Installationsgeräten, die Vermittlung von Arbeitssicherheitsregeln sowie die Anwendung didaktischer Methoden in der betrieblichen Ausbildung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Auszubildenden zu befähigen, Schutzkontaktsteckdosen in Hohlwanddosen selbstständig, fachgerecht und unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften zu montieren.
Welche wissenschaftliche oder didaktische Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, die sich in Vorbereitung, Vormachen/Erklären, Nachmachen lassen und Auswertung gliedert.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil umfasst den konkreten Ablauf der Montage – von der Auswahl der Geräte über das Abisolieren der Adern bis hin zur finalen Funktionsprüfung und Montage von Rahmen und Zentralplatte.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ausbildungsmethode, Arbeitssicherheit, fachliche Ausführung, Feinlernziel und elektrische Installation charakterisiert.
Warum wird im Kontext der Montage besonders auf die Arbeitssicherheit geachtet?
Da der Auszubildende mit scharfen Werkzeugen arbeitet und die Montage Teil einer Elektroanlage ist, ist die Einhaltung der Sicherheitsregeln essenziell, um Unfälle zu vermeiden und die spätere Anlagensicherheit zu garantieren.
Wie wird der Erfolg der Unterweisung bewertet?
Die Bewertung erfolgt durch den Ausbilder nach der vierten Stufe anhand der Kriterien fachliche Ausführung, Arbeitssicherheit, Sorgfalt sowie Ordnung und Sauberkeit.
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- Ralf Zinke (Author), 2005, Montage von Unterputz-Schutzkontaktsteckdosen (Unterweisung Elektroniker / -in Energie- und Gebäudetechnik), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45317