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Kryptographie und Sicherheit im Internet

Über Verschlüsselungsverfahren für Daten im privaten Gebrauch

Titel: Kryptographie und Sicherheit im Internet

Seminararbeit , 2016 , 25 Seiten , Note: 14 Punkte

Autor:in: Sina Markl (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Entstehung und den Folgen von Verschlüsselungssystemen für den privaten Gebrauch. Als Beispiel für ein solches Verschlüsselungssystem wird besonders das Softwareprodukt "Pretty Good Privacy" (PGP) betrachtet.

Die Bedeutung der Verschlüsselung von Daten nahm vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg enorm zu. Verschiedene Länder gründeten Geheimdienste, um sowohl die Daten der Regierung und des Militärs vor Lauschangriffen zu schützen, als auch die verschlüsselten Informationen anderer Länder zu knacken. Durch die starke Einbindung der Regierung in die Kryptographie blieben jedoch Privatpersonen und Firmen derartige Verschlüsselungstechniken verwehrt. Doch mit der zunehmenden Benutzung von elektronischen Datennetzen sind längst nicht mehr nur Regierungen, Diplomaten und das Militär Ziele von Lauschangriffen. So ist es für Firmen heutzutage komfortabler, sich die Ideen und Strategien der Konkurrenz anzueignen, als diese eigenständig auszuarbeiten. Das Geschäft für Abhöreinrichtungen und andere Geräte, die sehr leicht erhältlich sind, hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Deshalb werden vor allem auch Systeme zur Sicherung von übermittelten Informationen durch Verschlüsselungsverfahren immer bedeutender, um die Privatsphäre zu schützen.

Durch Softwareprodukte wie PGP können in der heutigen Zeit die eigenen Daten sehr gut vor dem unbefugten Zugriff Dritter bewahrt werden. Allerdings hat die zunehmende Verwendung von Kryptographie für den alltäglichen Gebrauch auch einen schwerwiegenden Nachteil: Sie erschwert massiv die Arbeit von Polizeibehörden und Geheimdiensten. Die Strafverfolgung über Abhörverfahren wird vollkommen wertlos, sobald derartig starke Verschlüsselungstechniken eingesetzt werden. Beweismaterial gegen Terroristen und andere Verbrecher zu finden wird dadurch nahezu unmöglich. Um ihr eigenes Privatleben zu schützen, verlangen Bürger die uneingeschränkte Verwendung von Kryptographie, wohingegen Sicherheitsbehörden eine Einschränkung dessen fordern, um das Sicherheitsbedürfnis der Staaten zu gewähren. Die Frage lautet nun: Was ist für die Gesellschaft wichtiger, die Privatsphäre oder eine wirksame Verbrechensbekämpfung, oder ist beides möglich? Aufgrund dieser aktuellen Debatte soll in der vorliegenden Seminararbeit die Frage beantwortet werden, inwieweit die Veröffentlichung von PGP für den privaten Gebrauch eine Einschränkung der Sicherheit mit sich bringt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Verschlüsselung für die Öffentlichkeit: Fluch oder Segen?

2. Die Entstehung des Internet

3. Die Entstehung von PGP

3.1 Die Entwicklung der Rivest-Shamir-Adleman (RSA)- Kryptographie

3.2 Die Public-Key-Kryptographie: Eine Entwicklung der Briten Ellis, Cocks und Williamson

3.3 Kryptographie für die Öffentlichkeit

4. Aufbau und Nutzen von PGP

5. Die Schattenseiten der Verschlüsselung

6. Sicherheit vs. Privatsphäre

6.1 Fazit der Umfrage

7. Sicherheit oder Privatsphäre: Bilanz und Vorausdeutung

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der digitalen Privatsphäre durch moderne Verschlüsselungstechnologien wie PGP und dem staatlichen Sicherheitsbedürfnis in Zeiten wachsender Cyberkriminalität und Terrorgefahr.

  • Historische Entwicklung des Internets und der digitalen Kryptographie.
  • Funktionsweise und gesellschaftlicher Nutzen von Pretty Good Privacy (PGP).
  • Herausforderungen der Strafverfolgung durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
  • Empirische Analyse des Sicherheitsgefühls und der Einstellung zu Überwachungsmaßnahmen bei Schülern.
  • Ethische Abwägung zwischen individuellen Freiheitsrechten und staatlicher Sicherheit.

Auszug aus dem Buch

3.3 Kryptographie für die Öffentlichkeit

Um die Kryptographie schließlich nicht nur für den Staat und Firmen zugänglich zu machen, sondern vor allem auch Privatpersonen, die mit komplizierten Computersystemen nicht vertraut waren, die Möglichkeit zu bieten, ihre Privatsphäre zu schützen, machte sich der US-amerikanische Computerfachmann Phil Zimmermann die Entwicklung einer alltagstauglichen Chiffriersoftware zur Aufgabe. Die Idee zur Herstellung von Verschlüsselungsverfahren war zur damaligen Zeit nicht neu, doch andere Programme entstanden unter Mitwirkung staatlicher Behörden und dienten vor allem Unternehmen und dem Militär. Zimmermann hingegen setzte sich den Schutz des Bürgers als Ziel und entwickelte ein kostenloses Programm, das von jeder Bevölkerungsschicht genutzt werden kann. Hierzu verwendete er die besten Verschlüsselungsverfahren, die es zur damaligen Zeit gab. Da die aufwändige RSA-Verschlüsselung wegen der leistungsfähigen Computer bisher nur von großen Firmen und dem Militär genutzt werden konnte, „wollte er ein Produkt entwickeln, das vor allem wirtschaftlich und schnell arbeitete und die Leistungsfähigkeit eines durchschnittlichen PCs nicht überforderte.“ Er nannte sein Projekt, das vor allem anwenderfreundlich sein sollte, Pretty Good Privacy (PGP). Um die RSA-Verschlüsselung zu beschleunigen, kombinierte er sie in seiner Version mit einem gewöhnlichen symmetrischen Verfahren. Mit zahlreichen anderen ausgeklügelten Ideen, entwickelte er ein handliches Produkt, welches auf jedem durchschnittlichen Computer anwendbar war. Obwohl Zimmermann keine Lizenz zur Verwendung des patentierten Produktes von RSA Data Security besaß, gab er seinem Freund im Juni 1991 den Auftrag, PGP auf einem Bulletin Board im Usenet auszuhängen, da er einen erneuten Gesetzesentwurf zum Verbot von Verschlüsselungsverfahren wie PGP befürchtete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verschlüsselung für die Öffentlichkeit: Fluch oder Segen?: Einleitung in die Problematik, wie Verschlüsselung einerseits Privatpersonen schützt, aber andererseits die Arbeit von Sicherheitsbehörden bei der Verbrechensbekämpfung erschwert.

2. Die Entstehung des Internet: Darstellung der militärischen Ursprünge des Internets und dessen Entwicklung zu einem weltweit vernetzten System, welches die Grundlage für moderne Kommunikation bildet.

3. Die Entstehung von PGP: Detaillierte Betrachtung der Geschichte der Kryptographie, von der Entwicklung von RSA bis hin zur Erfindung der alltagstauglichen Software PGP durch Phil Zimmermann.

4. Aufbau und Nutzen von PGP: Erklärung der technischen Funktionsweise von PGP, inklusive der Nutzung öffentlicher und privater Schlüssel zur Sicherung und Signierung elektronischer Daten.

5. Die Schattenseiten der Verschlüsselung: Analyse des Dilemmas, dass starke Verschlüsselungsdienste auch von Kriminellen genutzt werden, um ihre Kommunikation vor polizeilichem Zugriff zu verbergen.

6. Sicherheit vs. Privatsphäre: Dokumentation einer durchgeführten Umfrage unter Schülern bezüglich ihres Sicherheitsgefühls und ihrer Haltung zu Überwachungsmaßnahmen.

6.1 Fazit der Umfrage: Auswertung der Umfrageergebnisse, die zeigen, dass Jugendliche Privatsphäre zwar als wichtig erachten, sich aber dennoch oft für staatliche Sicherheitsmaßnahmen aussprechen.

7. Sicherheit oder Privatsphäre: Bilanz und Vorausdeutung: Abschließende Reflexion über die Unverzichtbarkeit der Kryptographie für das Recht auf Privatsphäre in einer digitalen Gesellschaft trotz der Herausforderungen für die innere Sicherheit.

8. Anhang: Auflistung der verwendeten Fachbegriffe, Quellen und Abbildungen zur Unterstützung der vorangegangenen Kapitel.

Schlüsselwörter

Kryptographie, Verschlüsselung, PGP, Privatsphäre, Internet, Sicherheit, Strafverfolgung, RSA-Verfahren, Datensicherheit, Überwachung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Phil Zimmermann, digitale Freiheit, Cyberkriminalität, Datenschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Spannung zwischen dem Schutz der digitalen Privatsphäre durch Verschlüsselungstechnologien wie PGP und den Anforderungen an die öffentliche Sicherheit durch Strafverfolgungsbehörden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Entstehungsgeschichte des Internets und der modernen Kryptographie, die Funktionsweise von Verschlüsselungsprogrammen sowie die ethischen und gesellschaftlichen Konflikte zwischen Bürgerrechten und Sicherheit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu beantworten, inwieweit die breite Verfügbarkeit von Verschlüsselungssoftware wie PGP für den privaten Gebrauch eine Einschränkung der staatlichen Sicherheit darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Neben einer theoretischen Aufarbeitung der historischen und technischen Grundlagen wurde eine empirische Umfrage unter Schülern der 9. bis 11. Klasse durchgeführt, um subjektive Meinungen zum Thema zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technikhistorische Analyse der Entwicklung von PGP, die Erläuterung der kryptographischen Funktionsweisen und die Untersuchung der Herausforderungen, die Verschlüsselung für die Ermittlungsarbeit der Polizei schafft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind Kryptographie, PGP, Privatsphäre, Sicherheit, Überwachung, Datenschutz und der Konflikt zwischen individueller Freiheit und staatlicher Kontrolle.

Wie unterscheidet sich die Einstellung der jüngeren Schüler von den älteren Schülern laut der Umfrage?

Jüngere Schüler fühlen sich im Internet tendenziell sicherer als ältere Schüler. Zudem zeigt sich bei älteren Schülern tendenziell eine höhere Bereitschaft, Daten für Sicherheitszwecke preiszugeben.

Welche Rolle spielt PGP konkret im Alltag?

PGP dient als benutzerfreundliche Software dazu, die Privatsphäre des Einzelnen vor unbefugtem Zugriff Dritter zu schützen, wird jedoch von den meisten Befragten nur passiv oder unbewusst genutzt.

Was ist das Ergebnis der Debatte über ein mögliches Verbot von Verschlüsselungen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Verbot keine wesentliche Erhöhung der Sicherheit bieten würde, da Kriminelle dennoch Mittel zur Verschlüsselung finden, während die Freiheit der Bürger massiv eingeschränkt würde.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kryptographie und Sicherheit im Internet
Untertitel
Über Verschlüsselungsverfahren für Daten im privaten Gebrauch
Veranstaltung
Seminar
Note
14 Punkte
Autor
Sina Markl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V453668
ISBN (eBook)
9783668880214
ISBN (Buch)
9783668880221
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verschlüsselungen PGP
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Markl (Autor:in), 2016, Kryptographie und Sicherheit im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453668
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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