Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der Angaben zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS. Berichtspraxis großer europäischer Banken

Titel: Kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der Angaben zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS. Berichtspraxis großer europäischer Banken

Bachelorarbeit , 2014 , 34 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Benjamin Chée (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die ureigene Bestimmung der Geschäftsberichte kapitalmarktorientierter Unternehmen ist unter anderem die Informationsvermittlung an die Abschlussadressaten, zu einem großen Teil also an die Kapitalgeber . Diese sollen einen umfassenden Eindruck über den Geschäftsentwicklung, das Geschäftsergebnis und die Situation der Kapitalgesellschaft gewinnen können. Die Angaben sollten somit den Informationsasymmetrien und Zielkonflikten zwischen Investoren, Management, Aufsichtsrat und Abschlussprüfer entgegenwirken, die nach der doppelstufigen Prinzipal-Agenten-Theorie bestehen.
Mit der Einführung des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Jahr 2009 ergeben sich unter anderem neue Berichtspflichten im (Konzern-)Lagebericht in Zusammenhang mit dem Risikomanagementsystem. Welche Bedeutung diese Anforderungen des HGB zusammen mit den entsprechenden Bestimmungen der IFRS haben und ob die in der Praxis gemachten Angaben zum Risikomanagementsystem entscheidungsnützlich sind, ist Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit.
Um die tatsächlichen Auswirkungen auf die Praxis erkennen zu können, werden Geschäftsberichte großer europäischer Banken untersucht, da das Risikomanagementsystem gerade bei Banken besonders wichtig ist. Die relevanten Abschnitte der Geschäftsberichte der Commerzbank AG, Deutsche Bank AG und Barclays PLC werden in einer empirischen Analyse vorgestellt, um einen Eindruck der Berichtspraxis zum Risikomanagement zu vermitteln.
Die Berichte der Banken werden anschließend untereinander bezüglich der Schwerpunktsetzung und des Umfangs miteinander verglichen. So ist es möglich die praktische Berichterstattung anschließend an den Maßstäben des Conceptual Framework zu messen und kritisch zu würdigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Problemstellung

II Kritische Betrachtung der Normen zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS

1. Zusammenfassung der qualitativen Anforderungen an die Entscheidungsnützlichkeit nach Definition durch das IFRS Framework

2. Anforderungen an die Berichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen nach HGB

a) Darstellung der Pflicht zur Angabe von Risikomanagementzielen und -methoden im (Konzern-)Lagebericht in Bezug auf Finanzinstrumente

b) Darstellung und kritische Würdigung der Pflicht zur Angabe der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

aa) Beschreibung der Darstellungspflichten und Untersuchung der Abgrenzung des internen Kontrollsystems vom Risikomanagementsystem

bb) Beschreibung und Bewertung der geforderten Wesentlichkeit der Merkmale und des Bezugs auf den Rechnungslegungsprozess

3. Anforderungen an die Berichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen nach IFRS

a) Darstellung und Beurteilung der Pflichten zur Angabe der Risikomanagementziele, -methoden und -prozesse mit Bezug auf Finanzinstrumente nach IFRS 7

b) Bewertung der unterstützenden Funktion des Management Commentary nach IFRS Practice Statement

III Empirische Analyse der Berichterstattung großer europäischer Banken

1. Gang der Untersuchung

2. Vergleichende Untersuchung der Geschäftsberichte der europäischen Großbanken Barclays PLC, Commerzbank AG und Deutsche Bank AG

a) Angaben zur strukturellen Organisation des Risikomanagements

b) Angaben zu Risikostrategie und Risikosteuerung

c) Angaben zum Risikomanagementsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess

3. Bewertung der Angaben, insbesondere im Hinblick auf Unterschiede zwischen den Banken in Schwerpunktsetzung

4. Kritische Würdigung der Berichtspraxis der Banken bezogen auf das Risikomanagementsystem hinsichtlich der Entscheidungsnützlichkeit für Kapitalgeber

IV Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entscheidungsnützlichkeit der Angaben zum Risikomanagementsystem im (Konzern-)Lagebericht kapitalmarktorientierter Unternehmen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen des HGB und IFRS sowie der tatsächlichen Berichtspraxis ausgewählter großer europäischer Banken.

  • Analyse der regulatorischen Anforderungen an die Risikoberichterstattung nach HGB und IFRS.
  • Gegenüberstellung und Abgrenzung von internem Kontrollsystem (IKS) und Risikomanagementsystem.
  • Empirische Untersuchung der Geschäftsberichte der Deutschen Bank AG, Commerzbank AG und Barclays PLC.
  • Kritische Würdigung der Berichtspraxis im Hinblick auf die Informationsbedürfnisse von Kapitalgebern.

Auszug aus dem Buch

b) Darstellung und kritische Würdigung der Pflicht zur Angabe der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Nach § 289 HGB Abs. 5 und § 315 HGB Abs. 2 Nr. 5 sind Kapitalgesellschaften i. S. d. § 264d HGB dazu verpflichtet, im (Konzern-)Lagebericht über das bestehende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem zu berichten. Eine Pflicht zur Einrichtung solcher internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme existiert jedoch laut Erläuterung in der Gesetzesbegründung ausdrücklich nicht, wenn auch das Fehlen solcher Systeme in Kapitalgesellschaften bei gleichzeitiger regulärer Unternehmensführung schwerlich vorzustellen ist. Ein solcher Mangel könnte zudem die Sorgfaltspflicht des Vorstands verletzen. Dies käme einer faktischen Verpflichtung zur Etablierung dieser Systeme gleich. Denn laut § 91 Abs. 2 AktG besteht die Verantwortung des Vorstands Früherkennungssysteme einzurichten, die über rechnungslegungsbezogene Risiken hinaus auch bestandsgefährdende Risiken abbilden.

Außerdem ist es absehbar, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften zumindest aus Reputationsgründen solche Systeme einrichten, um darüber berichten zu können.

Der Gesetzestext unterscheidet explizit zwischen internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem, obwohl die Annahme naheliegend wäre, dass in dem Begriff Risikomanagementsystem bereits das interne Kontrollsystem eingeschlossen ist. In der Tat sind die beiden Systeme eng miteinander verflochten.

Zur Differenzierung von internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem können die COSO-Rahmenwerke für interne Kontrollen (COSO I) bzw. für Risikomanagementsysteme (COSO II) herangezogen werden. Das interne Kontrollsystem beinhaltet nach COSO I fünf Komponenten, die in das System eingegliedert sind. Zu diesen Bestandteilen zählen das Umfeld der Kontrolle, die Risikobewertung, die Kontrollaktivitäten, Informationen und Kommunikation sowie die Überwachung dieser Systembestandteile. Damit umfassen sie große Teile der mit Risikomanagement verbundenen Unternehmensaktivitäten.

Zusammenfassung der Kapitel

I Problemstellung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Entscheidungsnützlichkeit der Risikoberichterstattung für Kapitalgeber zu bewerten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu analysieren.

II Kritische Betrachtung der Normen zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Anforderungen an die Berichterstattung, definiert Entscheidungsnützlichkeit anhand des IFRS Frameworks und vergleicht die Regelungen nach HGB und IFRS.

III Empirische Analyse der Berichterstattung großer europäischer Banken: Eine detaillierte Untersuchung der Geschäftsberichte der Deutschen Bank, Commerzbank und Barclays wird durchgeführt, um die Praxis der Risikoberichterstattung zu bewerten.

IV Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten Auflistung der wesentlichen Erkenntnisse zu den gesetzlichen Anforderungen und der tatsächlichen Berichtspraxis.

Schlüsselwörter

Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem, Entscheidungsnützlichkeit, Lagebericht, HGB, IFRS, Finanzinstrumente, Rechnungslegungsprozess, Geschäftsbericht, Kapitalgeber, Risikoberichterstattung, Banken, Kapitalmarktorientierung, COSO, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen im Geschäftsbericht über ihr Risikomanagementsystem berichten und ob diese Informationen für Kapitalgeber tatsächlich entscheidungsnützlich sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Berichtspflichten nach HGB und IFRS, die begriffliche Abgrenzung von internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem sowie deren praktische Umsetzung in der Bankenbranche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist eine kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der gesetzlich geforderten Angaben zum Risikomanagementsystem für externe Kapitalgeber.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der gesetzlichen Normen (HGB/IFRS) mit einer empirischen Untersuchung der Geschäftsberichte dreier europäischer Großbanken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Anforderungen nach HGB und IFRS sowie eine anschließende empirische Analyse der Berichte von Deutsche Bank, Commerzbank und Barclays.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Risikomanagementsystem, IKS, Entscheidungsnützlichkeit, Lagebericht, HGB, IFRS und Finanzinstrumente.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen internem Kontrollsystem und Risikomanagementsystem?

Die Arbeit analysiert diese Unterscheidung anhand von Gesetzestexten sowie COSO-Rahmenwerken und stellt fest, dass beide Systeme in der Praxis eng verflochten sind.

Warum wurden gerade diese Banken für die empirische Analyse ausgewählt?

Die beiden größten deutschen Banken wurden für den HGB-Vergleich gewählt, während Barclays PLC als eine der größten englischen Banken den Vergleich nach IFRS sicherstellen soll.

Welches Fazit zieht der Autor zur Berichtspraxis der untersuchten Banken?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Berichte oft einen Überfluss an Daten enthalten, dabei aber wenig entscheidungsnützliche Informationen liefern, da sie häufig mit unbestimmten Textbausteinen arbeiten.

Wer ist der primäre Adressat der untersuchten Informationen?

Die Arbeit identifiziert Eigenkapitalgeber als die primären Adressaten, für die der Geschäftsbericht als Informationsgrundlage dienen soll.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der Angaben zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS. Berichtspraxis großer europäischer Banken
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Autor
Benjamin Chée (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
34
Katalognummer
V453821
ISBN (eBook)
9783668855502
ISBN (Buch)
9783668855519
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Risikomanagement IFRS HGB Abschlussbericht Entscheidungsnützlichkeit Risikomanagementsystem Kontrollsystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Chée (Autor:in), 2014, Kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der Angaben zum Risikomanagementsystem nach HGB und IFRS. Berichtspraxis großer europäischer Banken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/453821
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  34  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum