Technische Analyse. Die Chartanalyse von Wertpapieren


Hausarbeit, 2018
25 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Inhaltsverzeichnis

Glossar

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitungen

2 Charttypen und Darstellungsformen

3 Die Chartanalyse
3.1 Widerstands- und Unterstützungslinien
3.2 Trendkanäle
3.3 Chartformationen

4 Technische Indikatoren
4.1 Moving Average (MA)
4.2 Relative Strength Index (RSI)
4.3 Momentum

5 Fazit

Quellenverzeichnis

Abstract

The technical analysis is a part of the stock analysis and consists primarily the chart analysis. In the chart analysis the chart of the past is getting graphically analyzed with the aim of deriving the further price development from it. In the technical analysis, analysts don't take the fundamental ratios of companies into account. Moreover, they usually ignore the current economic situation.

Generally, the fundamental analysis answers the question whether a share is fundamentally worth to buy. However, the technical analysis is primarily used to determine the right time to buy or sell a stock. The analysts assume that certain price movements or patterns in different charts repeat regularly. This basic assumption enables the analysts to identify early movements by comparing the current price with the price development of the past. Moreover, analysts examine whether similar situations or patterns have occurred in other charts and how they have evolved. The forecasts allow to determine the appropriate time to buy or sell the stock.

The first part deals with the basic visually forms of charts. Charts of equities, foreign exchange or commodities can be presented and evaluated in a wide variety of forms. The most well-known chart forms are the line chart, the bar chart, the candle chart, the point & figure chart, the renko chart or the kagi chart.

The second part deals with the basic chart analysis. The Chapter mainly describes trend lines, trend channels, support and resistance lines and various chart patterns. Resistance lines are getting formed at past highs. These lines are blocking a price appreciation, so that the stock market often needs several attempts to exceed this level. Support lines are getting formed at the lows and can at least temporarily prevent price declines. Trend channels arise when analysts draw a straight line through the low and high points of a price curve, and if these two lines are roughly parallel to each other.

The third main chapter presents indicators of the technical analysis. These indicators are designed to support the chart analysis and to determine the correct time for the orders. An important calculated indicator is the moving average. The basic idea of the moving average is to erase the daily fluctuations of prices. Another important indicator is the Relative Strength Index (RSI). This index shows the inner strength of a trend. A third well-known indicator is the momentum. This indicator represents the pace and power of a price and direction change.

Glossar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Linienchart der BMW-Aktie

Abb. 2: Kerzenchart der BMW-Aktie

Abb. 3: Trendkanäle

Abb. 4: Chartformationen

Abb. 5: Gleitender Durchschnitt (38- und 200-Tage-Basis)

Abb. 6: Relative Strength Index (RSI)

Abb. 7: Schematische Darstellung der Kerzen

Abb. 8: Flagge und Wimpel

Abb. 9: Steigendes Dreieck

Abb. 10: Widerstands- und Unterstützungslinien

Abb. 11: Das Momentum

1 Einleitungen

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Technisch Analyse von Charts. Ziel der Hausarbeit ist es die Möglichkeiten und Anwendungen der Technischen Analyse darzustellen, um mögliche Verläufe von Charts vorherzusagen.

Die Arbeit soll dem Leser einen groben Überblick über die Thematik der Technischen Analyse geben und dessen Basis-Methoden vermitteln.

Darüber hinaus werden Anwendungsmöglichkeiten in Bezug auf Kauf- oder Verkaufssignale des zugrunde liegenden Basiswertes analysiert.

Die Arbeit ist in drei Hauptkapitel unterteilt.

Das erste Hauptkapitel behandelt die grundsätzlichen Darstellungsformen der Charts. Das Kapitel beginnt mit der Nennung verschiedener Darstellungsmöglichkeiten. Im Anschluss werden der Linienchart und der Kerzenchart genauer beschrieben.

Das zweite Hauptkapitel behandelt die grundlegende Chartanalyse. In diesem Kapitel werden die Möglichkeiten dargestellt, einen Chart anhand seines Verlaufes zu analysieren. Innerhalb des Kapitels werden vor allem Trendlinien, Trendkanäle, Unterstützungs- und Widerstandslinien und verschiedene Chartmuster beschrieben.

Im dritten Hauptkapitel werden Indikatoren der Technischen Analyse dargestellt. Zunächst wird hierbei der gleitende Durchschnitt (Moving Average) beschrieben und anschließend werden zwei Oszillatoren vorgestellt.

Die Technische Analyse ist ein Teil der Aktienanalyse und besteht vorrangig aus der sogenannten Chartanalyse. In dieser werden die Kursverläufe der Vergangenheit, die sogenannten Charts, graphisch analysiert mit dem Ziel den weiteren Kursverlauf daraus abzuleiten. Die Analysten gehen davon aus, dass sich bestimmte Kursverläufe beziehungsweise Muster in verschiedenen Charts regelmäßig wiederholen. Diese Grundannahme ermöglicht es Entwicklungstrends frühzeitig aufzeigen. Die aktuellen Charts werden mit den Kursverläufen der Vergangenheit verglichen. Dabei wird untersucht, ob schon einmal ähnliche Situationen oder Muster aufgetreten sind und wie diese sich weiterentwickelt haben. Die Vorhersagen ermöglichen Analysten dann geeignete Zeitpunkte für Kauf- und Verkaufsorder zu bestimmen.

Die Technische Analyse besteht neben der Chartanalyse auch aus der Berechnung und Interpretation von technischen Indikatoren, welche ebenfalls aus vergangenheitsbasierten Daten berechnet werden. Diese Indikatoren sollen die Chartanalyse unterstützen und das richtige Timing von Ordern festlegen.

Bei der Technischen Analyse verzichten Analysten auf die Berücksichtigung fundamentaler Unternehmenskennzahlen. Auch die gegenwärtige volkswirtschaftliche Situation wird in der Regel außer Acht gelassen.

Die Ausarbeitung ist vor allem für Anfänger auf dem vorgestellten Gebiet von hoher Bedeutung. Die Arbeit vermittelt einen groben Überblick über die Thematiken der Technischen Analyse und eröffnet dem Leser die Möglichkeit aufbauend auf dem vermittelten Grundwissen dieser Ausarbeitung, sich in diesem Bereich weiterzubilden.

2 Charttypen und Darstellungsformen

Die Kursverläufe (Charts) von Aktien, Devisen oder Rohstoffen, lassen sich in den unterschiedlichsten Formen darstellen und auswerten. Sie können sich sowohl auf einzelne Werte als auch auf den Gesamtmarkt, beispielsweise einem Branchenindex, beziehen. Die bekanntesten Darstellungsformen sind der Linienchart, der Balkenchart, der Kerzenchart, der Point & Figure Chart, der Renko Chart oder auch der Kagi Chart.

Die beiden renommiertesten Darstellungsformen, der Linienchart und der Kerzenchart werden im Folgenden erläutert.

Die klassische und auch bekannteste aller Darstellungsformen ist der sogenannte Linienchart. Dieser dient vor allem dazu ein übersichtliches Bild des Kursverlaufes zu erhalten. Dazu werden in regelmäßigen Abständen die Kurse chronologisch aneinandergereiht und dann miteinander verbunden. Die Abstände der einzelnen Kurse können dabei zum Beispiel auf Minuten, Stunden, Tage oder Monatsbasis sein. Das ist abhängig vom zeitlichen Fenster, welches dargestellt werden soll.1

Die folgende Abbildung zeigt einen Linienchart der BMW Aktie vom 01.08.2018 bis zum 19.10.2018:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Linienchart der BMW-Aktie2

Durch den Linienchart werden sollen vor allem grobe Trends und Bewegungen eines Grundwertes deutlich. Darüber hinaus wird das Volatilitätsmuster des betreffenden Basiswertes deutlich. Die Votalität lässt sich an der Breite und Ausschlagshöhe der einzelnen Zyklen erkennen. Bei breitbasigen und flachen Zyklen handelt es sich um einen weniger volatilen und vergleichsweise stabilen Basiswert. Sind die Ausschläge allerdings sehr ausgeprägt und dicht beieinander handelt es sich um einen sehr volatilen Basiswert.3

Eine weitere bekannte Darstellungsform ist die Kerzenchartdarstellung. Der Kerzenchart besteht aus einer Aneinanderreihung sogenannter Kerzen (Candlesticks).

Die einzelnen Kerzen können dabei, abhängig vom Betrachtungszeitraum verschiedene Betrachtungsbasen, beispielsweise Wochen, Tage oder Stunden, annehmen.

Die einzelnen Kerzen4 zeigen dann für die jeweiligen Betrachtungsbasen den Eröffnungs- und Schlusskurs, den Höchst- und Tiefstkurs sowie die gesamte Handelsspanne an. Der Kerzenkörper zeigt den Abstand zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs an. Verlustkerzen sind schwarz oder rot und Gewinnkerzen weiß oder grün.

Die folgende Abbildung zeigt den Kerzenchart für exakt den gleichen Kursverlaufsabschnitt, den auch der Linienchart gezeigt hat:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Kerzenchart der BMW-Aktie5

Betrachtet ein Analyst den auf der Abbildung gezeigten Tages-Kerzenchart, kann dieser sehr schnell sehen, ob und in welchem Ausmaß der Kurs am jeweiligen Tag gestiegen oder gefallen ist. Das untere Ende, die sogenannte Lunte, ist der jeweilige Tagestiefstkurs wohingegen das obere Ende, der sogenannte Docht den Tageshöchstkurs angibt. Dementsprechend ist die gesamte Länge von Docht bis Lunte die gesamte Schwankungsbreite des Tages.

3 Die Chartanalyse

3.1 Widerstands- und Unterstützungslinien

Wichtige Begriffe der Chartanalyse sind die sogenannten Widerstands- und Unterstützungslinien.6

Widerstandslinien bilden sich bei vergangenen Höchstkursen. Diese stehen einem Kursaufschwung zunächst entgegen, so dass die Börse oft mehrere Anläufe benötigt, um dieses Niveau zu überschreiten.

Die Erklärung dafür ist relativ einfach. Viele Marktteilnehmer, die zu Höchstkursen eingestiegen sind, verkaufen ihre Anteile, sobald die Kurse wieder das alte Niveau erreicht haben. Daher entsteht an diesen Punkten immer wieder ein erhöhtes Angebot.

Unterstützungslinien bilden sich bei vergangenen Tiefstkursen und können Kursrückgänge zumindest zeitweise verhindern.

Wenn Kurse auf einen früheren Tiefpunkt gesunken sind, glauben viele Marktteilnehmer, dass nun der Boden erreicht sei. Daher kommt es an diesen Punkten zu nachlassender Verkaufsbereitschaft und gleichzeitig zu wiedereinsetzender Nachfrage.7

3.2 Trendkanäle

Bei der Chartanalyse werden häufig sogenannte Trendkanäle betrachtet um Kauf- und Verkaufssignale zu prognostizieren. Trendkanäle entstehen, indem Analysten durch die Tiefpunkte und Hochpunkte einer Kurskurve jeweils eine Gerade ziehen und wenn diese beiden Geraden ungefähr parallel zueinander verlaufen.

Solange sich die aktuelle Kurskurve innerhalb der beiden Geraden, also dem Trendkanal, bewegt, ist keine Richtungsänderung zu erwarten und der Trend ist weiterhin intakt. Bricht der Kurs aus einem Aufwärtskanal nach oben aus, wird dies als Signal für einen verstärkten Aufwärtstrend gedeutet. Bricht dagegen der Kurs aus einem Abwärtskanal nach unten aus, ist dies ein Signal für einen verstärkten Abwärtstrend. Zudem können Ausbrüche aus einem Aufwärtskanal nach unten oder aus einem Abwärtskanal nach oben auf eine Trendumkehr hinweisen.8

Die folgende Abbildung zeigt einen Aufwärtskanal, eine Trendumkehr und den darauffolgenden Abwärtskanal:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Trendkanäle9

3.3 Chartformationen

Chartformationen sind charakteristische Kursbewegungen, die sich auf ähnliche Weise mehrfach in vergangenen Charts gebildet haben und nun dazu genutzt werden um frühzeitige Ein- und Ausstiegssignale zu erkennen. Die Kursmuster können grob in Trendfortsetzungsmuster, die den bisherigen Trend bestätigen und Trendwendenmuster, die eine Änderung des bisherigen Trends andeuten, unterteilt werden. Die Ausformung einer solchen Formation kann zwei bis sechs Monate dauern.

Die Trendfortsetzungsmuster beschreiben eine Korrektur der aktuellen Marktphase nach deren Ende sich der Markt weiter in der Richtung des vorherigen Trends entwickelt. Die bekanntesten Trendfortsetzungsmuster sind Flaggen10, Keile oder Wimpel. Beim Wimpel wird beispielsweise der momentane Trend kurzfristig von einer gegenläufigen Kursbewegung unterbrochen, dessen Kursschwankungen sich kontinuierlich verringern.

Trendwendemuster sind dagegen Formationen, die das Ende eines Trends signalisieren. Diese Formationen bilden sich vor allem am Ende einer Baisse oder einer Hausse, wenn der laufende Trend derart stark abgebremst wird, sodass kurzfristig eine Gegenbewegung entsteht. Die bekanntesten Trendwendemuster sind das Doppelhoch (M), der Doppelboden (W) aber auch die Schulter-Kopf-Schulter-Formation.

Rechtecke und Dreiecke können sowohl einen Trend bestätigen wie auch eine Trendumkehr signalisieren. Beim Rechteck stellt in diesem Zusammenhang die untere Begrenzung eine Unterstützungslinie und die obere eine Widerstandslinie dar. Erst beim Ausbruch nach oben oder unten lässt sich sagen, ob es sich um ein Trendfortsetzungsmuster oder ein Trendwendemuster handeln wird.11

Die folgende Abbildung zeigt einige der vorab beschriebenen Formationen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4: Chartformationen12

[...]


1 Godmode-trader.de (2014): Charttypen und Darstellungsformen

2 Onvista.de (2018): BMW

3 Godmode-trader.de (2014): Charttypen und Darstellungsformen

4 Vgl. Anhang A: Schematische Darstellung der Kerzen

5 Onvista.de (2018): BMW

6 Vgl. Anhang C: Widerstands- und Unterstützungslinien

7 Sadowski, S (2017): Pivot Punkte – Handeln mit Unterstützungs- und Widerstandslinien

8 Deutsches Aktieninstitut e.V. (2004): Technische Analyse des Aktienmarktes

9 Trost, D (2007): Darstellung und Analyse der zyklischen Aktienkursprognose

10 Vgl. Anhang B: Trendfolgemuster

11 Godmode-trader.de (2014): Kursmuster und Chartformationen

12 Deutsches Aktieninstitut e.V. (2004): Technische Analyse des Aktienmarktes

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Technische Analyse. Die Chartanalyse von Wertpapieren
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Veranstaltung
Ökonomie und Unternehmensführung
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V454061
ISBN (eBook)
9783668954854
ISBN (Buch)
9783668954861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aktienanalyse, Wertpapiere, Börse, Chartanalyse, Trendkanal, Chartformation, technische indikatoren
Arbeit zitieren
Kay Fink (Autor), 2018, Technische Analyse. Die Chartanalyse von Wertpapieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454061

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