Durch technisch verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten gewinnen die Medien in der heutigen Gesellschaft immer mehr Einfluss. Auch wenn dies in Zahlen schwer messbar ist, lassen sich Auswirkungen auf den Bereich der Politik erkennen. Das liegt einerseits daran, dass die Medien die Aufgabe haben, die Öffentlichkeit über politische Entwicklungen zu informieren. Andererseits besteht der Verdacht einer Instrumentalisierung der Medien durch die Politik und umgekehrt. Daraus ergibt sich die Frage, ob der Bürger in diesem Fall noch als mündig (im Sinne von frei und eigenverantwortlich in seiner Wahlentscheidung) gelten kann.
Der weitere Verlauf des Textes wird ergeben, inwiefern die Medien den Bürger tatsächlich beeinflussen können. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Teilbereich „Medien und Wählerverhalten“, weil die Medien durch ihre Mittlerrolle zwischen Wählern und Politikern in diesem Zusammenhang noch mehr als sonst an Bedeutung gewinnen. Dass dies der Fall ist lässt sich zum einen mit dem Interesse der Medien an Streitgesprächen und Interviews zu Zeiten des Wahlkampfes belegen, zum anderen mit dem hohen Stellenwert, welcher dem Wahlkampfbudget, der Sendezeit von Wahlwerbespots und der Auswahl medienwirksamer Kandidaten zugemessen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung und politische Relevanz
- Forschungslage
- Themenerläuterung
- Definition: Wählerverhalten
- Die Strukturen im Wählerverhalten
- Definition: Medien
- Die Rolle der Medien in der Demokratie
- Hauptteil
- Das Mediensystem und das politische System
- Inwiefern hat sich der Einfluss der Medien auf das Wählerverhalten geändert?
- Verschiedene Aspekte der Veränderungen des Verhältnisses von Medien und Politik, welche den eigentlichen Aufgaben der Medien widersprechen
- Belege für und gegen diese Veränderungen
- Schlussteil
- Fazit
- Quellenangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der Medien auf das Wählerverhalten in Deutschland. Sie untersucht, inwiefern die Medien den Bürger tatsächlich beeinflussen können und welche Auswirkungen dies auf die politische Entscheidungsfindung hat. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zusammenhang zwischen Medien und Wählerverhalten, insbesondere im Kontext von Wahlkämpfen.
- Das Wahlverhalten in Deutschland
- Die Rolle der Medien in der Demokratie
- Der Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinung
- Der Zusammenhang zwischen Medien und Wählerverhalten
- Die Veränderungen des Verhältnisses von Medien und Politik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Fragestellung ein und beleuchtet die politische Relevanz des Themas. Die Forschungslage wird anhand der bestehenden Literatur zusammengefasst. Im Kapitel "Themenerläuterung" werden die Begriffe "Wählerverhalten" und "Medien" definiert und die Strukturen im Wählerverhalten sowie die Rolle der Medien in der Demokratie erläutert.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Mediensystem und dem politischen System in Deutschland sowie mit der Frage, inwiefern sich der Einfluss der Medien auf das Wählerverhalten verändert hat. Die Analyse betrachtet dabei verschiedene Aspekte der Veränderungen des Verhältnisses von Medien und Politik, die den eigentlichen Aufgaben der Medien widersprechen, und präsentiert Belege für und gegen diese Veränderungen.
Schlüsselwörter
Wählerverhalten, Medien, Politik, Demokratie, Wahlkampf, Public Opinion, Medienlandschaft, Medienpluralismus, politische Kommunikation, Einflussfaktoren, Medienwirkung, Informationsgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Beeinflussen Medien das Wählerverhalten in Deutschland?
Ja, Medien nehmen eine entscheidende Mittlerrolle zwischen Politik und Wählern ein, wobei die Arbeit untersucht, ob dies eher der Information oder der Manipulation dient.
Was ist die Aufgabe der Medien in einer Demokratie?
Die Hauptaufgabe der Medien ist es, die Öffentlichkeit sachlich über politische Entwicklungen zu informieren und als Kontrollinstanz zu fungieren.
Gibt es eine Instrumentalisierung der Medien durch die Politik?
Die Arbeit geht dem Verdacht nach, dass Politik und Medien sich gegenseitig für ihre Zwecke nutzen, was die Mündigkeit des Bürgers in seiner Wahlentscheidung gefährden könnte.
Warum ist das Wahlkampfbudget für Medienpräsenz so wichtig?
Ein hohes Budget ermöglicht mehr Sendezeit für Wahlwerbespots und eine bessere Inszenierung medienwirksamer Kandidaten, was die öffentliche Meinung beeinflussen kann.
Was versteht man unter „Medienpluralismus“?
Es bezeichnet die Vielfalt der Medienlandschaft, die sicherstellen soll, dass unterschiedliche politische Meinungen und Informationen zur Verfügung stehen, um Manipulation vorzubeugen.
- Quote paper
- Lena Siemon (Author), 2005, Das Wählerverhalten in Deutschland unter dem Einfluss der Medien - Information oder Manipulation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45407