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Liberalismus in Deutschland - Politische Ideologie und liberale Parteien seit dem 19. Jh.

Title: Liberalismus in Deutschland - Politische Ideologie und liberale Parteien seit dem 19. Jh.

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Matthias König (Author)

Politics - History of Political Systems
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Eine von den politischen Grundideen des Liberalismus ausgehende Untersuchung seiner organisatorischen Entwicklung in Deutschland erfordert zunächst eine Definition des verwendeten Liberalismusbegriffs. Nur durch eine damit einhergehende Abgrenzung und Präzisierung des Untersuchungsgegenstands kann der enormen Tragweite des Phänomens gerecht werden (Kapitel 1).
Infolge dessen werden im Rahmen einer Skizzierung der liberalen Ideologie die historischen Ursprünge sowie die theoretischen Grundlagen des Liberalismus aufgezeigt. Seine Grundpositionen und Zielsetzungen kommen auf diese Weise zum Ausdruck und dienen später als Indikatoren für die Kategorie „liberal“ (Kapitel 2).
Daran anschließend wird die Entwicklung des organisierten Liberalismus in Deutschland näher betrachtet. In vier Schritten wird nachvollzogen, wie liberale Parteien im 19. Jahrhundert entstehen (Kapitel 3.1) und wie sich diese im Kaiserreich (Kapitel 3.2) und in der Weimarer Republik (Kapitel 3.3) bis nach dem zweiten Weltkrieg (Kapitel 3.4) entwickeln.
Die FDP als letztverbliebene liberale Partei steht im Zentrum des vierten Abschnitts. Von ihrer Entstehungsgeschichte ausgehend (Kapitel 4.1) wird zunächst ihre Rolle im Parteiensystem der Bundesrepublik charakterisiert (Kapitel 4.2). Einen Schwerpunkt bildet anschließend die programmatische Entwicklung der FDP. In diesem Zusammenhang wird insbesondre auf den wechselhaften Einfluss der verschiedenen Parteiflügel eingegangen (Kapitel 4.3). Eine Erörterung darüber, ob die FDP gemessen an ihrem politischen Handeln tatsächlich eine ‚liberale Partei’ ist, steht am Ende des Themenkomplexes (Kapitel 4.4).
In den Schlussbemerkungen werden die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit knapp zusammengefasst. Zum Abschluss wird auf die viel diskutierte Frage eingegangen, ob Deutschland noch eine liberale Partei braucht (Kapitel 5).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 BEGRIFFSDEFINITION UND UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND

2 URSPRÜNGE, IDEOLOGIE UND GRUNDPOSITIONEN DES LIBERALISMUS

3 ORGANISIERTER LIBERALISMUS IN DEUTSCHLAND

3.1 ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG LIBERALER PARTEIEN

3.2 LIBERALE PARTEIEN IM KAISERREICH

3.3 LIBERALE PARTEIEN IN DER WEIMARER REPUBLIK

3.4 DIE LIBERALEN NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG

4 DIE ENTWICKLUNG DER FDP

4.1 ENTSTEHUNG UND ERSTE ERFOLGE

4.2 DIE ROLLE DER FDP IM PARTEIENSYSTEM DER BRD

4.3 PARTEIFLÜGEL UND PROGRAMMATISCHE ENTWICKLUNG

4.4 DIE FDP ALS LIBERALE PARTEI

5 SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des organisierten Liberalismus in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf die FDP. Ziel ist es, die ideologischen Grundlagen des Liberalismus zu klären und anhand der parteigeschichtlichen Entwicklung der FDP zu analysieren, ob diese ihrer Selbstbezeichnung als liberale Partei angesichts ihres politischen Handelns in der Bundesrepublik gerecht wird.

  • Historische Herleitung und Definition des Liberalismusbegriffs
  • Die Entwicklung liberaler Strömungen vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg
  • Entstehung, programmatischer Wandel und Rolle der FDP im Parteiensystem
  • Analyse des Einflusses verschiedener Parteiflügel auf die Programmatik
  • Kritische Reflexion der FDP als „Hüterin“ liberaler Prinzipien

Auszug aus dem Buch

3.2 Liberale Parteien im Kaiserreich

Bei der Reichstagswahl unmittelbar nach der Reichsgründung erlebt die Nationalliberale Partei ihren Höhepunkt mit einem Stimmanteil von 30%. Bis 1890 halbiert sich dieser und bleibt in der Folgezeit relativ konstant bei 15%. Damit stellen die Nationalliberalen eine stabile Kraft des Parteienspektrums dar, während die Linksliberalen von ständigen „Spaltungen, Fusionen und erneuten Sezessionen gebeutelt“ sind (Alemann 2001: 20).

So entsteht 1884 zunächst die Deutsche Freisinnige Partei aus einem Bündnis der Deutschen Fortschrittspartei mit einer ehemaligen Abspaltung der Nationalliberalen, der Liberalen Vereinigung. Lag der Stimmenanteil der Fortschrittspartei bis zu diesem Zeitpunkt bei etwa 10%, gelingt es der Freisinnigen Partei diesen bei den nächsten Wahlen fast zu verdoppeln. Von Dauer ist das neue Bündnis nicht. 1893/94 spaltet sich die Deutsche Freisinnige Partei in die Freisinnige Volkspartei und die Freisinnige Vereinigung auf, deren Stimmanteil in der Folgezeit bei 6-9% bzw. bei 2,5-3,5 % liegt (vgl. Alemann 2001: 20 f. und Lösche 1994: 47). Nach weiteren kleineren Sezessionen wie z.B. der Demokratischen Vereinigung 1908 kommt es im März 1910 wieder zu einem größeren Bündnis der Linksliberalen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung legt den Fokus auf die Definition des Liberalismusbegriffs und skizziert den historischen Untersuchungsrahmen von den Anfängen bis zur modernen FDP.

1 BEGRIFFSDEFINITION UND UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND: Dieses Kapitel definiert den Liberalismus als politischen Ideenkomplex und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf die politische Dimension unter Ausschluss interner Organisationsdetails ein.

2 URSPRÜNGE, IDEOLOGIE UND GRUNDPOSITIONEN DES LIBERALISMUS: Hier werden die geistesgeschichtlichen Wurzeln, die Entfaltung des Individuums und die Herausbildung liberaler Kernforderungen seit dem 17. Jahrhundert erörtert.

3 ORGANISIERTER LIBERALISMUS IN DEUTSCHLAND: Dieser Abschnitt analysiert die Entwicklung der liberalen Parteienlandschaft von der Revolution 1848 über das Kaiserreich und die Weimarer Republik bis nach 1945.

4 DIE ENTWICKLUNG DER FDP: Das Hauptkapitel befasst sich mit der Entstehung der FDP, ihrer Rolle als Funktionspartei und der programmatischen Entwicklung durch das Spannungsfeld zwischen verschiedenen Parteiflügeln.

5 SCHLUSSBEMERKUNGEN: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Zukunftsfähigkeit des organisierten Liberalismus in einer Parteienlandschaft, in der liberale Ideen bereits weitgehend verankert sind.

Schlüsselwörter

Liberalismus, FDP, Parteigeschichte, Nationalliberale, Linksliberale, Weimarer Republik, soziale Marktwirtschaft, Parteiflügel, Bundesrepublik, Rechtsstaat, politische Ideologie, Demokratisierung, Parlamentarismus, Programmpartei, Funktionspartei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des Liberalismus in Deutschland und untersucht kritisch die Rolle sowie das programmatische Profil der FDP im Kontext ihrer Selbstbezeichnung als „Die Liberalen“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ideologischen Grundlagen des Liberalismus, die Fragmentierung der liberalen Parteien im 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie der Wandel der FDP von der Gründungsphase bis zur Gegenwart.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob die FDP in ihrer Geschichte als Bundespartei tatsächlich die liberalen Grundprinzipien konsequent vertreten hat oder ob sie opportunistisch hinter ihre eigenen Ideale zurückgefallen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung bestehender Literatur zur Parteiengeschichte und programmatischen Dokumenten der untersuchten Parteien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Etappen des organisierten Liberalismus und eine detaillierte Analyse der FDP, insbesondere ihrer Rolle als Koalitionspartei und dem Einfluss ihrer internen Flügel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Liberalismus, FDP, Parteigeschichte, Rechtsstaat, soziale Marktwirtschaft und die Transformation vom Programm- zum Funktionspartei-Modell.

Warum verlor die FDP laut der Arbeit ihr Profil?

Die Arbeit argumentiert, dass durch die breite Etablierung liberaler Grundwerte in der deutschen Gesellschaft und das Festhalten an machtpolitischem Opportunismus die FDP ihren Alleinstellungsanspruch als „liberale Partei“ verloren hat.

Welche Rolle spielten die innerparteilichen Flügel für die FDP?

Die Flügelkämpfe zwischen dem nationalliberalen (später wirtschaftsliberalen) und dem linksliberalen Flügel prägten lange Zeit die Programmatik und das Abstimmungsverhalten, wobei der Einfluss des linken Flügels laut Autor in jüngerer Zeit stark abgenommen hat.

Wird die Existenz einer eigenen liberalen Partei für notwendig erachtet?

Der Autor hinterfragt kritisch, ob eine dezidiert liberale Partei zwingend erforderlich ist, da auch andere Parteien liberale Politik vertreten und die FDP ihre eigene Existenzberechtigung durch konsequentere Liberalität erst beweisen müsste.

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Details

Title
Liberalismus in Deutschland - Politische Ideologie und liberale Parteien seit dem 19. Jh.
College
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
HS: FDP - Partei des organisierten Liberalismus?
Grade
1,7
Author
Matthias König (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V45431
ISBN (eBook)
9783638428385
Language
German
Tags
Liberalismus Deutschland Politische Ideologie Parteien Partei Liberalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias König (Author), 2004, Liberalismus in Deutschland - Politische Ideologie und liberale Parteien seit dem 19. Jh., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45431
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